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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

Zwei Journalisten, eine Geschichte

Great Big Beautiful Life
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Alice Scott und Hayden Anderson, beide Journalisten, reisen zu Margaret Ives nach Little Crescent Island, um ihre Biografie zu schreiben. Doch Margaret möchte sich erst nach einem Monat für einen der beiden ...

Alice Scott und Hayden Anderson, beide Journalisten, reisen zu Margaret Ives nach Little Crescent Island, um ihre Biografie zu schreiben. Doch Margaret möchte sich erst nach einem Monat für einen der beiden entscheiden. Alice und Hayden lassen sich darauf ein und treffen sich abwechselnd mit ihr zu den Interviews. Doch beide müssen eine Verschwiegenheitsklausel unterschreiben und dürfen sich gegenseitig nichts von ihren Recherchen erzählen. Da sie beide auf Little Crescent Island leben, laufen sie sich immer wieder über den Weg und lernen sich dabei auch besser kennen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Alice erzählt. Sie möchte den Job unbedingt, rechnet sich jedoch nicht so viele Chancen aus, da Hayden bereits für das Schreiben einer Biografie einen Pulitzer-Preis erhalten hat. Es gibt allerdings auch eine zweite Zeitebene, in der Margaret aus ihrem bewegten Leben erzählt. Dabei geht es um ihr Leben an der Seite eines berühmten Sängers, ihre Familiengeschichte und die Höhen und Tiefen einer Frau, die stets in der Öffentlichkeit steht und dadurch von den Medien verfolgt wird.
Was mir bei diesem Roman sehr gut gefallen hat, ist, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt und Margarets Geschichte und die ihrer Familie sehr interessant war. Leider erfährt man immer nur, was sie Alice erzählt, und kennt nicht Haydens Seite der Geschichte. Beide vermuten jedoch, dass sie ihnen nicht alles und nicht immer die Wahrheit erzählt.
Die Geschichte ist sehr gut strukturiert und durch die zwei Zeitebenen sehr spannend. Besonders am Ende gibt es noch eine überraschende Wendung in der Geschichte.
Dies ist der beste Roman, den ich von Emily Henry bisher gelesen habe und den ich daher sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Nichts ist so wie es scheint

The Surf House
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Bea schmeißt ihren Modeljob hin und lässt sich durch die Gassen Marrakeschs treiben. In den engen Gassen des Souk wird sie überfallen und verliert dabei ihr Geld und ihren Ausweis. Dadurch lernt sie Marnie ...

Bea schmeißt ihren Modeljob hin und lässt sich durch die Gassen Marrakeschs treiben. In den engen Gassen des Souk wird sie überfallen und verliert dabei ihr Geld und ihren Ausweis. Dadurch lernt sie Marnie kennen, die ihr zu Hilfe kommt. Sie nimmt sie mit zu ihrem Surf House an der Küste und bietet ihr an bei ihr zu wohnen und zu arbeiten. Schnell entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen und Bea beginnt ihr Leben und eine bisher nicht gekannte Freiheit zu genießen. Sie lernt zu surfen und lernt die anderen Hotelgäste und Freunde von Marnie kennen. Doch nachdem ein Gast in das Studio des Surf Houses eincheckt und beginnt Nachforschungen über den Verbleib seiner Schwester, die vor einem Jahr ebenfalls Gast in dem Surf House war, anzustellen, wird auch Bea misstrauisch und beginnt hinter die Fassade des Urlaubsidylls zu blicken.
Was für eine Geschichte! Ich war von ihr von der ersten Seite an gefesselt und habe die ganze Zeit darüber gegrübelt, was mit der verschwundenen Urlauberin passiert ist, und wer dahintersteckt. Denn sämtliche Protagonisten und Nebencharaktere schienen mir verdächtig.
Die Geschichte wird aus Beas Sicht erzählt. Doch im Verlauf des Romans folgen immer wieder kurze Abschnitte, die aus der Perspektive der verschwundenen Urlauberin erzählt werden. So erfährt man nach und nach auch ihre Geschichte und Sichtweise. Die Autorin schafft es trotz der stets unterschwelligen Gefahren und des Misstrauens jedoch auch ein perfektes Urlaubsidyll zu schaffen. Die Beschreibung der gleißenden Sonne, des Meeres und der Wellen, mit denen sich die Surfer täglich auseinandersetzten, ließen das Setting stets vor meinen Augen erscheinen.
Im Laufe der Geschichte erkennt man, dass alle Protagonisten auch dunkle Seiten haben und spürt, wie manipulativ die Personen sind. Doch Lucy Clarke schaffte es immer wieder, dass ich meine Meinung über die Personen geändert habe, da immer wieder neue Charakterzüge von ihnen offenbart wurden, so dass ich, genau wie Bea immer wieder am schwanken war, wem man trauen kann und wer gefährlich oder sogar ein Mörder sein könnte.
Hierdurch ist ein manipulativer Thriller mit stets unterschwelligem Grauen und Misstrauen entstanden.
Dies war der erste Roman, den ich von Lucy Clarke gelesen habe, aber es war mit Sicherheit nicht der Letzte. Eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Bella Italia

Die kleine Villa in Italien
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Lia ist auf der Suche nach beruflicher Inspiration und ihrem leiblichen Vater Ernesto und reist deshalb an die Amalfiküste nach Positano. Wie sie erst sehr spät und durch einen Zufall von ihrer Mutter ...

Lia ist auf der Suche nach beruflicher Inspiration und ihrem leiblichen Vater Ernesto und reist deshalb an die Amalfiküste nach Positano. Wie sie erst sehr spät und durch einen Zufall von ihrer Mutter erfahren hat, handelt es sich bei Ernesto um einen bekannten Filmstar. Da sie sehr von ihrer Mutter enttäuscht war, reist sie daher nach Italien, um ihn kennenzulernen. An der Amalifiküste angekommen, trifft sie auf Raphael, der sich um die Vermögensangelegenheiten Ernestos kümmert und den sie bereits in seinem Londoner Büro kennengelernt hat. Er hält sie jedoch für eine Erbschleicherin, die nur auf das Vermögen Ernestos aus ist. Doch nach einigen Zufällen lernen sich Lia und Raphael besser kennen.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Städte und die Landschaft der Amalfiküste wurden sehr detailliert und liebevoll beschrieben. Besonders ausführlich wurde das Zubereiten italienischer Gerichte, wie einer selbstgemachten Pasta und der dazugehörigen Soße, erklärt. So dass ich den Duft der Kräuter und Gewürze beim Lesen der Geschichte fast riechen konnte. Aber auch in das Leben einer lauten und lebhaften italienischen Familie, die jedoch stets einen liebevollen Umgang miteinander pflegte, durfte ich eintauchen. Besonders gut hat mir auch gefallen, wie Lias Beruf der Textilkünstlerin beschrieben wurde und wie sie die italienischen Motive in ihren Bildern umsetzt.

Julie Caplins Schreibstil hat es auch dieses Mal wieder geschafft, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin und einen Sommer an der Amalfiküste mit allen Sinnen erleben durfte.

Es war ein wunderbarer Feel-Good-Roman mit vielen sympathischen Charakteren, der an dem wunderschönen Setting der italienischen Amalfiküste spielte.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Sehr spannend und mit vielen Wendungen

The Twenty
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Der Thriller hat mich von der ersten Seite an gepackt. Bereits zu Beginn geht es um den Fund der Leichen in einem unterschiedlichen Verwesungsstadium und das Zusammentreffen von DCI Adam Bishop und Dr. ...

Der Thriller hat mich von der ersten Seite an gepackt. Bereits zu Beginn geht es um den Fund der Leichen in einem unterschiedlichen Verwesungsstadium und das Zusammentreffen von DCI Adam Bishop und Dr. Romilly Cole. Die Zusammenarbeit der beiden fand ich sehr gut und auch ihre persönlichen Geschichten kamen dabei nicht zu kurz. Die Figuren waren alle sehr gut ausgearbeitet. Sehr brutal fand ich jedoch die Beschreibung der Taten, was jedoch in das Gesamtkonstrukt der Story passte. Die diversen Rückblenden, die aus der Sicht des früheren Mörders erzählt wurden, machten die Geschichte noch abwechslungsreicher. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt, wer der Täter ist, bin jedoch aufgrund der vielen Wendungen und unterschiedlichen Hinweise nicht dahintergekommen, so dass mich die Lösung sehr erstaunte.
Fazit: Eine fesselnde Geschichte mit einem spannenden und wendungsreichen Plot.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Liebesgeschichte mit himmlischer Hilfe

Wolke Sieben ganz nah
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Delphi erstickt an einem Burger und wacht im Jenseits wieder auf. Dort lernt sie Merritt kennen, die sich als ihre Jenseits-Therapeutin vorstellt. Doch es gibt noch einen weiteren Neuzugang im Jenseits, ...

Delphi erstickt an einem Burger und wacht im Jenseits wieder auf. Dort lernt sie Merritt kennen, die sich als ihre Jenseits-Therapeutin vorstellt. Doch es gibt noch einen weiteren Neuzugang im Jenseits, von dem Delphi sofort fasziniert ist: Jonah. Doch bei Jonah handelte es sich um ein Versehen und er wird wieder auf die Erde zurückgeschickt. Doch mit dieser Situation gibt sich Delphi, die ein sehr zurückgezogenes Leben auf der Erde führte, nicht zufrieden und sie handelt mit Merritt einen Deal aus.
Es war eine wunderbare Rom-Com. Die Geschichte war stellenweise vorhersehbar, was mich jedoch nicht besonders gestört hat, da die Autorin viele verschiedene Ideen in die Geschichte eingeflochten hat. Dennoch beinhaltete sie im Verlauf und besonders zum Ende hin einige Überraschungen.
Besonders gut hat mir jedoch die Protagonistin Delphi gefallen, die im Laufe der Geschichte eine starke Entwicklung durchlebt hat und förmlich über sich hinausgewachsen ist. Sie hat quasi erst nach ihrem Tod begonnen zu leben und gelernt dafür zu kämpfen, aber auch mit ihrer Vergangenheit abzuschließen.
Diese Reise mit Delphi zu erleben hat mir sehr viel Spaß gemacht, denn ihre Geschichte wurde mit viel Humor und Romantik, aber auch mit ernsten Themen erzählt. Ich habe hierbei sowohl sehr viel über die Protagonistin als auch über die Nebencharaktere erfahren. Der Schreibstil ist flüssig, den Charakteren angepasst und sehr kurzweilig.
Bei „Wolke Sieben ganz nah“ handelt es sich um eine leichte romantische Komödie mit dem wunderbaren Setting im sommerlichen London und einem Hauch Überirdischem.

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