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Alesia

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Countdown zum Ende der Menschheit

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Eine kleine Insel im griechischen Mittelmeer ist der letzte bewohnte Ort der Welt. Ein Abwehrsystem hat bisher einen tötlichen Nebel von der Insel ferngehalten, die von drei Wissenschaftlern und etwa 120 ...

Eine kleine Insel im griechischen Mittelmeer ist der letzte bewohnte Ort der Welt. Ein Abwehrsystem hat bisher einen tötlichen Nebel von der Insel ferngehalten, die von drei Wissenschaftlern und etwa 120 Dorfbewohnern bewohnt wird. Nach dem Mord an einer der Wissenschaftlerinnen schaltet sich dieses System ab. Dorfbewohnerin Emory bleiben ca. 100 Stunden, um den Mörder zu finden und so das Ende der Menschheit aufzuhalten.

Ich lese gelegentlich ganz gerne Krimis bzw. Thriller. Bei "Der letzte Mord am Ende der Welt" von Stuart Turton hat mich die Kombination zwischen Mordermittlung und dystopischem Setting besonders angesprochen. Der drohende Untergang der Menschheit, als Folge einer ergebnislosen Ermittlung, ist natürlich eine ganz besondere Herausforderung. Mehr noch als die Suche nach dem Mörder, haben mich die Geheimnisse der Insel in ihren Bann gezogen. Man spürt schon auf den ersten Seiten, dass nicht alles, was die Dorfbewohner glauben die Wahrheit sein kann. Besonders auffällig sind die ungleichen Rechte zwischen den drei Wissenschaftlern und der restlichen Bevölkerung. Auch die Absichten der KI bleiben lange unklar. Insofern kann man im Verlaufe des Buches auf jeden Fall mit der ein oder anderen überraschenden Wendung rechnen. Die Bedrohung durch den Nebel ist spürbar, trotzdem schafft der Autor es, dass die Geschichte nicht allzu hektisch wird. Das Setting einer einsamen, abgeschiedenen Insel ist nicht ganz neu, aber sehr gut gewählt. Besonders Emorys Charakter habe ich sehr gemocht. Sie ist die einzige der Dorfbewohner, die Dinge hinterfragt und somit die einzige die zu Mordermittlungen in der Lage ist.

Fazit: Als Genremix ist dieses Buch absolut genial geschrieben und wirklich empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Tödliche Liebe durch alle Zeit

Our Infinite Fates
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Evelyn muss zwingend ihren achtzehnten Geburtstag erreichen, um ihrer totkranken Schwester Knochenmark zu spenden. Was eigentlich ganz einfach erscheint, ist für Evelyn fast ein Ding der Unmöglichkeit. ...

Evelyn muss zwingend ihren achtzehnten Geburtstag erreichen, um ihrer totkranken Schwester Knochenmark zu spenden. Was eigentlich ganz einfach erscheint, ist für Evelyn fast ein Ding der Unmöglichkeit. Evelyn kann sich an etwa fünf bis sechs ihrer vorherigen Leben deutlich erinnern. In jedem Leben wurde Sie von ihrer großen Liebe Arden vor ihrem achtzehnten Geburtstag getötet. Doch diesmal will Sie Antworten finden und den auf ihr lastenden Fluch brechen.


Our Infinite Fates von Laura Steven ist eine in sich abgeschlosse Fantasy-Liebesgeschichte um zwei sich liebende Seelen, die dazu verdammt sind wiedergeboren zu werden, durch die Jahrhunderte zu reisen, sich zu lieben und sich gegenseitig zu töten. Wenn es hierbei stört, das sowohl Evelyn als auch Arden in ihren vorherigen Leben mal weiblich, mal männlich sind, teilweise keine bevorzugte Identität haben und auch zeitweise geschlechtsneutrale Pronomen verwenden werden, sollte das Buch nicht lesen. Die Geschichte wird ausschließlich aus Evelyns Perspektive erzählt. Besonders gut haben mir dabei die Rückblenden in die vorherigen Leben gefallen. Die vielen persönlichen Verluste und der immer wiederkehrenden Kreislauf zwischen Geburt, teilweiser Freundschaft, Anziehung, Liebe und schließlich dem Tod sind gleichzeitig tragisch, wie auch poetisch beschrieben. Evelyns Charakter war nachvollziehbar. Ich wollte unbedingt mit ihr das Geheimnis, das hinter allem steckt ergründen. Arden wirkte eher kühl und unnahbar. Vielleicht hat für mich deshalb die Liebesgeschichte, die hauptsächlich auf der Tatsache der gegenseitigen Anwesenheit durch die Jahrhunderte beruht, nicht hundertprozentig funktioniert. Insgesamt konnte das Buch mit gut unterhalten und mitreißen, weshalb ich 5 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Cold Case Ostseemord

Dunkle Asche
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Mord verjährt nicht. Gudrun Möller ist Kommissarin bei der Cold Case Unit in Kiel. Gemeinsam mit ihrer neuen Kollegin Judith Engster ermittelt sie in einen besonderen Fall. 1992 wurde die achtzehnjährige ...

Mord verjährt nicht. Gudrun Möller ist Kommissarin bei der Cold Case Unit in Kiel. Gemeinsam mit ihrer neuen Kollegin Judith Engster ermittelt sie in einen besonderen Fall. 1992 wurde die achtzehnjährige Sanna Hansen in einem Ferienhaus an der Ostsee erstochen. Der Tatort in Brand gesteckt. Der Hauptverdächtige, ihr Exfreund, nie überführt. Für Gudrun wird es persönlich, da sie die Clique der Ermordeten kannte. Und der Täter ist auch in der Gegenwart bereit über Leichen zu gehen, um nicht überführt zu werden.

Ab und zu lese ich ganz gerne einen guten Krimi und gerade Cold-Case Fälle haben es mir aufgrund der Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart angetan. Dunkle Asche von Jona Thomsen ist hier keine Ausnahme. Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig. Hauptfokus liegt auf den Ermittlungen der Kommissarinnen in der Gegenwart. Natürlich erhält man auch Einblicke in deren Privat- und Gefühlsleben, allerdings nicht in unverhältnismäßiger Länge. Etwas kurz kam für mich die Rückblicke in die Vergangenheit und das Lebensgefühl der 90er. Beide Kommissarin sind in ihren fünfziger, vom Stil her sehr unterschiedlich, aber auf jeden Fall taff. Der Fall selbst ist interessant und aufgrund etlicher Falschaussagen und falscher Alibis nicht direkt zu durchschauen. Für mich war das Buch ein kurzweiliges, spannendes Ostseekrimihighlight, daher auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Highschool-Deepfakes

Seven Ways to Tell a Lie
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Jonah sieht sich und seine fünf ehemaligen besten Freunde sterben, bei einem Busunfall, in einem Internetvideo. Das Ganze ist nie passiert. Jemand hat ein Deepfake hochgeladen. Kurz darauf wird ein weiteres ...

Jonah sieht sich und seine fünf ehemaligen besten Freunde sterben, bei einem Busunfall, in einem Internetvideo. Das Ganze ist nie passiert. Jemand hat ein Deepfake hochgeladen. Kurz darauf wird ein weiteres Video hochgeladen, in dem ein dunkeles Geheimnis eines Mitgliedes der Clique offenbart wird. Schnell ist klar, dass jemand es auf die zerbrochene Clique abgesehen hat. Doch wer steckt dahinter? Ein tötliches Spiel beginnt.

Seven Ways to Tell a Lie von Colin Hadler ist für mich als Jugendthiller ein Highlight. Ein richtiger Pageturner, spannend und modern geschrieben, mit aktueller Thematik. Vom Stil her erinnert mich das Buch etwas an One of Us is Lying. Die Geschichte ist, mit Ausnahme der Videos, aus Jonahs Ich-Perspektive erzählt. Jonah war mir recht sympathisch. Die anderen Cliquenmitgliedern bleiben dagegen etwas im Hintergrund, auch wenn sie definitiv mehr dunkle Geheimnisse haben als Jonah. Auch die Auswirkungen der Deepfake hätten insgesamt noch deutlicher ausfallen können. Die Atmosphäre des Buches, eine wohlhabende, idyllische aber verlogene Kleinstadt, eine Clique die dagegen aufbegehrt, unerwartet Geheimnis, Freunde die wieder zueinander finden, hat mir gut gefallen. Das Ende enthält nochmal einen überraschenden Twist, inklusive einem blutig, tötlichem Showdown. Mich konnte Seven Ways to Tell a Lie auf jeden Fall packen und überzeugen. Daher eine Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Ägypten, Geheimnisse und eine Priese Magie

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Inez Olivera Eltern verbringen die Hälfte jedes Jahres in Ägypten. Die junge Inez, die während dieser Zeit bei ihrer Tante lebt, wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Eltern bei deren Ausgrabungen zu ...

Inez Olivera Eltern verbringen die Hälfte jedes Jahres in Ägypten. Die junge Inez, die während dieser Zeit bei ihrer Tante lebt, wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Eltern bei deren Ausgrabungen zu begleiten. Als Inez, anstelle der erhoffen Erlaubnis, die Mitteilung über den vermutlichen Tod ihrer Eltern erhält, macht sie sich eigenständig auf den Weg nach Ägypten. Inez beabsichtigt die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern herauszufinden und muss dabei feststellen, dass ihr Onkel wohl darin verwickelt ist. Auch dessen attraktiven, aber mehr als undurchsichtigen, Assistent Whit kann sie nicht trauen. Und dann ist da auch noch ein magischer Ring, der sie zu einer spektakulären Grabstätte führen könnte.

Bereits das Cover mit den Goldelementen und den Farbschnitt mit den ägyptischen Motiven finde ich wunderschön.

What the River Knows -Geheimnisse des Nil 1- von Isabel Ibañez ist eine Mischung aus historischer Abenteuer- und Liebesgeschichte, mit überschaubaren magischen Aspekten. Magie tritt eigentlich nur im Zusammenhang mit archäologischen Artefakten auf. Dabei gibt es kleine Rückblicke in die ferne Vergangenheit. Das Buch dürfte daher auch für alle geeignet sein, die sich sonst nicht an das Fantasy-Grene herantrauen. Das Seting: Ägypten um 1884, der Nil, archäologische Ausgrabungen, Grabräuber, illegaler Handel mit antiken Schätzen, hat mich gepackt. Nicht nur, weil ich bereits seit meiner Kindheit von Archäologie und Ägypten fasziniert bin. Die Geschichte fließt längere Zeit recht angenehm leicht vor sich hin, bevor es am Ende zu jeder Menge Spannung und Dramatik kommt. Inez ist eine für die damalige Zeit recht selbstständig junge Frau. Gerade zu Anfang des Buches geht es hauptsächlich um ihre Versuche in Ägypten zu bleiben, ihren Onkel zu einer Ausgrabungsstätte zu begleiten und so mehr über das Schicksal ihrer Eltern zu erfahren. Mir war sie sympathisch. Zwischen Whit und Inez entwickelt sich eine Slow-burn Liebesgeschichte, die ich auch mochte. Whit kann ich bis zum Schluss nur sehr schwer einschätzen. Gerade aufgrund des Cliffhangers am Ende, bin ich sehr gespannt wie sich die Geschichte im zweiten Teil der Dilogie weiterentwickelt. Bis jetzt auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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