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Veröffentlicht am 22.02.2025

Cold Case

Dunkle Asche
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In der Cold Case Unit der Kieler Polizei gibt es eine neue Mitarbeiterin und ein alter Fall wird aufgerollt. Es ist der Mord an einer jungen Frau, die nach einer Party ermordet wurde. Damals gab es einen ...

In der Cold Case Unit der Kieler Polizei gibt es eine neue Mitarbeiterin und ein alter Fall wird aufgerollt. Es ist der Mord an einer jungen Frau, die nach einer Party ermordet wurde. Damals gab es einen Verdächtigen, aber es konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Eine der Kommissarinnen, Gudrun Möller, kommt aus der Gegend und war auch auf der Party, konnte sich aber an nichts erinnern, da sie stark betrunken war. Die neue Kollegin, Judith Engster, meint das die Kollegin nicht alles erzählt. Da Gudrun fast alle Beteiligten kennt, ist es für die neue Kollegin sehr schwer die Zusammenhänge zu erkennen. Als ein Anruf aus dem Hospiz kommt, erhöht sich die Möglichkeit, dass dieser Fall doch noch geklärt werden kann.
„Dunkle Asche“ von Jana Thomsen ist ein Ostsee-Krimi über einen Fall einer Cold Case Unit. Das Cover zeigt eine Szene von der Ostsee, bei widrigem Wetter. Es ist ein spannender Fall und wie alle diese Fälle schwierig zu fassen, da doch schon eine lange Zeit verstrichen ist. Das Team, dass diesen Fall aufklären soll ist eine Einheimische und eine neue Kollegin, die aus Rostock kommt und auch ein eigenes Päckchen zu tragen hat. Zusätzlich unterstützt sie noch ein Kommissar, der den Fall zu der entsprechenden ermittelt hat und nun in Rente ist. Erbringt keine neuen Erkenntnisse ein, sondern möchte eigentlich das bestätigt haben, was er ermittelt hat. Doch die Autorin bringt ein bisschen Spannung in den Fall, in dem sie Gedanken des eigentlichen Täters immer wieder einblendet. Die Sprache und der Schreibstil ist sehr eingängig und deshalb kann man das Geschehen auch gut verfolgen. Auch die Region kommt nicht zu kurz und es wird immer wieder ein Einblick geschildert. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut und mitermitteln fällt nicht ganz leicht.
Ich mag diesen Krimi, da er ein gutes Exemplar eines Cold Cases ist und auch ein gutes Beispiel eines regionalen Krimis ist. Kann ich gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Terroristische Bedrohung

Tödliches Ultimatum
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Auf dem Heimweg wird Julie Bossard von drei Weihnachtsmännern überfallen und ermordet. In diesem Zusammenhang steht der Armee Kommandant Lanteret vor Gericht. Er ist vom Dienst suspendiert, weil er die ...

Auf dem Heimweg wird Julie Bossard von drei Weihnachtsmännern überfallen und ermordet. In diesem Zusammenhang steht der Armee Kommandant Lanteret vor Gericht. Er ist vom Dienst suspendiert, weil er die junge Frau vergewaltigt haben soll. Bei der Obduktion der Leiche stellen die Ermittler fest, dass es sich um eine Transperson handelt. Die Frage stellt sich, wer die beiden zusammengebracht hat. Bei der Untersuchung des Falles zeigt sich das es Ungereimtheiten gibt. Dann wird der Kontaktmann von Julie ermordet und die Fragezeichen bei den Ermittlern werden immer größer. Es gibt noch eine weitere Bedrohung. Denn Terroristen haben ein Ultimatum gestellt und so müssen dir Ermittler, das richtige Ende des Fadens finden.
„Tödliches Ultimatum“ von Voltenauer/Feuz ist ein spannender Krimi aus dem französischen Teil der Schweiz und beleuchtet verschieden Bereiche des Lebens in der Schweiz. Das Cover ist gut gewählt. Denn es bringt ein farbenfrohes Zeichen an den Leser und gleichzeitig hat das natürlich etwas mit dem Krimi zu tun. Die Hauptcharaktere sind der Staatsanwalt Jemsen und Hauptkommissar Andreas Auer und sein Team. Das, was die Darstellung dieser Personen auszeichnet, ist das gute Zusammenspiel und ein sehr freundschaftliches Verhältnis des Vertrauens. Bei der Gemengelage der Ereignisse ist das auch notwendig, denn dieser Krimi ist in meinen Augen, wie ein großes Puzzle aufgebaut und nach und nach werden die Beziehungen der einzelnen Steine deutlich. Es wird ein Bild der Schweiz gezeichnet, dass bei genauerem hinsehen für mich sehr typisch ist. Ich war überrascht über den Zusammenhang einzelner Ereignisse. Die Sprache in diesem Krimi ist sehr klar und es ist sehr genaues Lesen vonnöten, um alles zu verstehen. Das trägt allerdings zur Spannung bei und wie in einem richtigen Puzzle wird es zum Ende spannender, wenn man voraussehen kann, wie es sich zusammenfügt.
Ich mag diese Art von Krimis und ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen. Auch wenn es keine einfache Kost ist, spannend ist es allemal und auch die Art und Weise wie die einzelnen Personen zusammenspielen finde ich gut. Ich kann das Buch gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Der Künstler

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 6: Der süße Klang von Rache
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Sommer in Fontenaia und Anna und ihre Freunde sind an den Strand gefahren. Dort hört sie eine wunderbare Melodie, die auf einer Gitarre gespielt wird. Da bald ein Fest in Fontenaia stattfindet, lädt sie ...

Sommer in Fontenaia und Anna und ihre Freunde sind an den Strand gefahren. Dort hört sie eine wunderbare Melodie, die auf einer Gitarre gespielt wird. Da bald ein Fest in Fontenaia stattfindet, lädt sie den Künstler ein. Es stellt sich heraus, dass dieser Gitarrist ein bekannter Star war und sich aus dem Business verabschiedet hatte. Der Abend endete allerdings in einem Fiasko und am Ende war der Künstleragent tot. Alles sah nach einem Unfall aus, doch es steckte ein Mord dahinter. Vico und sein Team nahmen die Ermittlungen auf. Anna bemerkte Veränderungen im Verhalten von Vico, der auf einmal die Kollegialität in den Mittelpunkt stellte. Um den Mord aufzuklären, würde auch die ganze Aufmerksamkeit der Ermittler benötigen.
Schon der Einstieg in diesen neuen Krimi aus Fontenaia ist sehr gelungen. Die Szene mit der Gitarre auf der Terrasse des Restaurants lädt ein zum Verweilen und hat natürlich ein bisschen was, mit dem Inhalt zu tun. Dazu noch strahlender Himmel, was kann schöner sein. Tja da kam halt der Mord dazwischen und der wird fast von der Atmosphäre absorbiert. Doch die Autoren haben eine sehr authentische gestrickt, die sehr plausibel ist, denn es ist ein hochemotionales Thema. Die Hauptperson, Anna, ist mal wieder mittendrin. Sie ist verantwortlich für die Auslösehandlung, die Einladung an den Künstler und für den Abschluss. Zwischendurch spiele auch ihre Gefühle ein bisschen fangen und sie ist sich auch manchmal gar nicht sicher, wo sie gerade steht. Aber dieses Thema, Emotionen, zieht sich auch durch den Krimi, denn auch Vico, erlebt seine emotionale Auferstehung. Ansonsten fast alles beim Alten, nur das Peppo jetzt Polizei Spürhund ist und Loris vielleicht ein bisschen verliebt. Auch der Spannungslosen ist sehr gut abgeschlossen und die Sprache ist sehr bildhaft, dass das Eintauchen in die Story gut gelingt.
Wieder ein schöner Krimi, spannend und interessant, so wie ich es mag. Natürlich auch wieder eine Empfehlung, die von Herzen kommt.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Rieslingschorle

Weinstraßenbetrug
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Oberstaatsanwalt Röder will sich gerade für den Faschingsumzug startklar machen, da bekommt er einen Anruf, das eine Winzer tot in seiner Traubenpresse gefunden wurde. Zusammen mit Hauptkommissar Steiner ...

Oberstaatsanwalt Röder will sich gerade für den Faschingsumzug startklar machen, da bekommt er einen Anruf, das eine Winzer tot in seiner Traubenpresse gefunden wurde. Zusammen mit Hauptkommissar Steiner besichtigt er den Tatort und kann sich keinen Reim darauf machen, ob es ein Unfall oder Mord gewesen ist. Die Tatsachen stehen für beides und so heißt es, die Ergebnisse der Spurensicherung und der Gerichtsmedizin abzuwarten. Für Ablenkung sorgt an diesem Tag, die Faschingsparty bei dem befreundeten Winzer Hellinger. Doch auch da gab es zum Ende ein wenig Stress mit dem Politiker Obermann. Doch auch eine Serie von Automatensprengungen machte den Beamten der Dienststelle Sorge, vor allem da es bei der Festnahme ein totes Bandenmitglied gab. So ist viel zu tun und als ein weiterer toter Winzer gefunden wird, droht alles aus dem Ruder zu laufen.
„Der Weinstraßenbetrug“ von Markus Guthmann ist ein Pfalz Krimi, der Spannung und Regionalität zusammenbringt. Das Thema ist ein sehr sensibles in der Weinwelt, aber auch ein tödliches, wie man sieht. Dann ist da aber auch noch Vetternwirtschaft und politische Vorteilsnahme, die auch immer wieder durchblitzt. Das Ganze ist gewürzt mit vielen Brocken pfälzischer Sprache, die immer wieder durch eine Rieslingschorle heruntergespült wird. Der Hauptcharakter ist der Oberstaatsanwalt Ben Röder, der seine Abteilung sehr kumpelhaft, aber auch sehr erfolgreich führt. Ihm helfen der Staatsanwalt Köksal und Hauptkommissar Steiner und sein Team. Außerdem ist in diesem Bad Dürkheimer Kreis noch Bens Freund, der Winzer Hellinger. Es ist ein netter Freundeskreis und dieser Freundeskreis wird dann auf die Probe gestellt. Die Sprache ist sehr bildhaft und ich kann mir die Szenen, dann auch mit dem pfälzischen Slang unterlegt sehr gut vorstellen. Auch die Story wird sehr authentisch beschrieben und ich als Leser bin immer mittendrin, was ich als sehr gut erachte. Der Spannungsbogen ist ebenfalls gut entwickelt und so ist dieser Krimi in meinen Augen eine runde Sache.
Ich liebe diese Art der Krimis, die Spannung und Regionales in Einklang bringen. Die Figuren sind sehr gut entwickelt und vorstellbar, so dass ich diesen Krimi sehr gut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Wikingermorde

Die Brandung – Leichenfischer
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Im deutsch-dänischen Grenzgebiet werden zwei tote Frauen gefunden. Zuständig sind sowohl die dänische und die deutsche Polizei. Fria Svensson wird auf der dänischen Seite zu den Ermittlungen hinzugezogen, ...

Im deutsch-dänischen Grenzgebiet werden zwei tote Frauen gefunden. Zuständig sind sowohl die dänische und die deutsche Polizei. Fria Svensson wird auf der dänischen Seite zu den Ermittlungen hinzugezogen, Sie ist Archäologin und arbeitet im Museum, aber ihre Brüder sind Polizisten auf der dänischen Seite und sie hat schon öfter beraten, wenn es möglich war. An der Art der Grabstätte stellt sie fest dass es sich um ein Wikingergrab handeln kann. Auch auf der deutschen Seite hat Hauptkommissar Ohlsen einen Historiker als Berater angefordert. Zu Beginn haben die beiden Teams überhaupt keine Ansatzpunkte, Auch als die Toten identifiziert wurden half es zu Beginn nicht den Mörder zu identifizieren. Erst als wieder Frauen verschwanden kann Bewegung in die Ermittlungen.
„Leichenfischer“ ein Ostseekrimi von Karen Kliewe ist ein sehr spannendes Buch über eine grenzüberschreitende Mordermittlung. Es wurde nicht nur eine Ländergrenze gequert, sondern es wurden auch Informationen aus anderen Fachgebieten, wie die Archäologie, benutzt. Deshalb sind die beiden Hauptfiguren, Frie, die dänische Archäologin, und Ohlsen der deutsche Hauptkommissar, auch ein Team bei den Ermittlungen. Natürlich ist das Polizeiteam größer und es ist schon interessant, das es in Dänemark ein Familienteam ist, zu dem dann auch Fria gehört. Hauptthema des Buches ist der Wikingerkult, allerdings gehört noch ein weiteres Thema in diesen Krimi, das stark thematisiert wird. Dieses Thema kristallisiert sich im Laufe der Story immer klarer heraus. Schon das Cover hat diesen Wikingertouch und es gefällt mir sehr gut. Die Schreibweise der Autorin ist sehr bildhaft und regt zum mitfiebern an, was allerdings nicht ganz einfach ist. Das gilt nicht nur für die Ermittler auch der Leser ist in die Ermittlungen einbezogen und kann so die Schwierigkeiten nachvollziehen. Die Autorin hat mehrere Personen mit in das Geschehen eingebunden, die sehr rätselhaft überkommen, aber die Spannung anschieben. Nach und nach wird klar, welche Rolle die Personen spielen. Dis Ausarbeitung des Spannungsbogens finde ich sehr gelungen, da sich erst ganz langsam des Rätsels Lösung findet.
Ich mag diesen Krimi sehr, da er Einblick in verschieden Bereiche bietet, Es ist nicht nur die Polizeiarbeit, sondern auch die Archäologe, mit dem Wikingerkult, der für die Region speziell ist und die grenzüberschreitenden Aktionen, die auch die Region charakterisieren. Ein sehr spannender und interessanter Krimi, den ich sehr gut empfehlen kann.

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