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Veröffentlicht am 28.03.2025

Eine bewegende Geschichte!

Drei Tage im Feuer
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Klappentext:

„Mit dem Bombenregen über Dresden verändert sich die Welt für immer

An einem kalten Februartag 1945 verloben sich Marta und Hermann auf der Aussichtsplattform der ehrwürdigen Dresdner Frauenkirche. ...

Klappentext:

„Mit dem Bombenregen über Dresden verändert sich die Welt für immer

An einem kalten Februartag 1945 verloben sich Marta und Hermann auf der Aussichtsplattform der ehrwürdigen Dresdner Frauenkirche. Doch der wundervolle Tag endet in einer furchtbaren Nacht: Ein Bombenhagel geht auf das historische Dresden nieder! Das darauffolgende Inferno reißt das Paar auseinander. Drei Tage kämpft sich Marta allein durch die brennende Stadt und ist entsetzt: Das Dresden, das sie kannte und liebte, ist mitsamt der Frauenkirche zerstört. Die Ungewissheit quält sie: Hat ihr Verlobter sich retten können? Werden sie sich je wiedersehen?“



Der Buchtitel zeigt es auf: Dresden in der Bombennacht im Februar 1945. Gleich vorab: auch wenn es um die Zerstörung der Frauenkirche geht, erlesen wir doch auch wie der Rest von Dresden nach der Zerstörung aussah. Autor Christian Hardinghaus verwebt hier recht gekonnt Realität und Fiktion miteinander. In seiner Geschichte führen uns Martha und Hermann durch die Geschichte. Das junge und verliebte Paar wird durch den Feuersturm auseinander getrieben. Der Spannungsbogen rund um die Suche der beiden Liebenden aber auch das gleichzeitige Entsetzen über diese unbeschreibliche Zerstörungswelle die diese Stadt erleben musste, ist sehr gut austariert. Der Autor verliert sich nicht in überflüssigen Floskeln oder Kitsch und nimmt den Leser gekonnt an die Hand. Ja, man liest seine Berufung und seine Professionalität definitiv aus den Zeilen heraus. Er schildert sehr gut die damalige Zeit und der Leser darf sein Kopfkino starten. Ich muss gestehen, diese Tragödie so gekonnt zu verpacken und mit ein wenig Liebe zu verweben war wirklich stark. Ja, diese Geschichte berührt und nimmt den Leser mit. Mein persönliches Fazit: Ein sehr gelungenes Buch mit einer besonderen Geschichte! 5 Sterne hierfür von mir!

Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein einmaliges Buch welches 5 Sterne verdient!

Sylter Kapitäne
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Klappentext:

„Die Seefahrt bestimmte bis ins frühe 20. Jahrhundert das wirtschaftliche und soziale Leben auf den nordfriesischen Inseln. Die Männer befuhren als Kapitäne, als Schiffer, Schiffs- und Bootsführer ...

Klappentext:

„Die Seefahrt bestimmte bis ins frühe 20. Jahrhundert das wirtschaftliche und soziale Leben auf den nordfriesischen Inseln. Die Männer befuhren als Kapitäne, als Schiffer, Schiffs- und Bootsführer die Weltmeere und waren somit auch am globalen Seehandel beteiligt.

Mit ihrem beeindruckenden Band „Sylter Kapitäne“ schließt Elisabeth Westmore eine Lücke in der Sylter Geschichtsforschung und legt gleichzeitig ein spannendes Werk zur Seefahrtgeschichte an der Westküste vor.

Jahrelang recherchierte die Historikerin zu den von Sylt stammenden Kapitänen, spürte dabei unzähligen Quellen nach, prüfte tausende Dokumente und ordnete diese in die Inselhistorie ein. Resultat dieser Anstrengungen sind über 1000 Einzelbiografien aus drei Jahrhunderten, die von seemännischer Tradition, erfolgreichen Reisen, aber auch von Not und tragischen Ereignissen zeugen.

Acht Essays zum Fisch- und Walfang, der Handels- und Küstenschifffahrt, zur Ausbildung und dem Leben der Kapitänsfrauen sowie dem Wirken der Seeleute nach ihrer Fahrenszeit ergänzen den biografischen Teil.

Mehr als 400 Abbildungen illustrieren den Text. Anmerkungen, Bildnachweise, Quellen, Literatur runden das umfangreiche Werk ab.“



Wenn man auf der Insel Sylt weilt, kommt man um die alten Geschichten der Seefahrer und Kapitäne nicht herum. Überall begegnen sie einem und nehmen einen ein. Egal ob auf den wunderschönen Friedhöfen oder in den kleinen Dörfern Keitum, List usw.. Die Historikerin Elisabeth Westmoore hat sich mit ihrem Wissen und ihren Recherchen weit über die Inselgrenzen hinaus einen besonderen Namen gemacht. In ihrem aktuellen Buch beleuchtet sie das Leben der Sylter Kapitäne und Seefahrer genauer und bringt uns so deren Geschichte näher.

Dieses Buch ist bestens aufgeteilt: Nach einer sehr interessanten Einleitung geht es um Fischfang (Heringe, Austern etc.), um den Wal- und Robbenfang, die Küstenschifffahrt an sich, die Handelsschifffahrt, die nautische Ausbildung an sich, das Leben der Kapitänsfrauen auf der Insel mit und ohne Gatten, das Ende der Fahrenszeit der Kapitäne und Seefahrer und wie sie ihren Lebensabend dann gestalteten und schlussendlich um Sylter Kapitäne die vor 1790 geboren wurden und die, die bis 1920 geboren wurden und was bis heute von ihnen überliefert ist.

Westmoore gestaltet wie folgt: nebst kleinem Porträt (wenn vorhanden) folgen eine Art tabellarischer Lebenslauf aus der Seefahrt und eben dann in kurzweiligen Texten das Leben des jeweiligen Kapitän/ Seefahrers auf See und später an Land. Alles ist stets mit Quellen untermalt, mit Fotografien, Zeichnungen oder gar Gemälden oder auch überlieferten Briefen. Es geht stets um das Leben auf See und eben an Land, um deren Veränderungen, um Kummer und Leid, um Erfolg und Misserfolge aber auch um Liebe und Einsamkeit. Westmoore beschreibt hier nicht nur Biografien sondern eine Zeit der Entwicklung in der Seefahrt aber ganz besonders der Insel Sylt. Durch diese Lebensgeschichten darf der Leser in gewisser Weise Zeitreisen unternehmen und erlesen wie sich die Menschen und die Insel mit ihren Bewohnern der See angepasst haben. Sie mussten es! Es blieb ihnen nichts anderes übrig und es gelang. Jedes noch existierende Kapitänshaus auf der Insel erzählt seine ganz eigene Geschichte über ihren Erbauer/Besitzer.



Noch zur Optik und Haptik: Dieses Werk beinhaltet 944 Seiten. Gehalten werden diese durch einen festen Einband mit bester Bindung. Ein umblättern ist immer problemlos möglich. Auch die Qualität jeder einzelnen Buchseite ist von perfekter Qualität. Alle Drucke sind fehlerfrei und wirken exzellent auf dem festen Papier.



Abschließend: Dieses Buch ist kein Roman. Es ist ein enormer Wissensschatz, ein reines Sachbuch für die Insel selbst und eine Art Zeitzeugnis, welches wir Elisabeth Westmoore zu verdanken haben. Nur durch ihre brillante und scharfsinnige und tiefgründige Recherche war es möglich, so ein Buch überhaupt zu gestalten. Mit diesem Buch wird kein Kapitän/Seefahrer und die damalige Zeit der Seefahrt der Insel Sylt je vergessen. Dieses Buch ist ein echtes Highlight und sollte von jedem Interessierten gelesen werden! Verdiente 5 Sterne hierfür!

Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein absolutes Lesehighlight 2024/2025! Unbedingt lesen!

Die Weisheit der Eulen
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Klappentext:

„Verblüffende Fakten über die Vögel der Nacht



Neueste Erkenntnisse zu den außergewöhnlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen der Eule: Vogelexpertin Jennifer Ackerman erzählt spannend ...

Klappentext:

„Verblüffende Fakten über die Vögel der Nacht



Neueste Erkenntnisse zu den außergewöhnlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen der Eule: Vogelexpertin Jennifer Ackerman erzählt spannend und informativ von den symbolträchtigen Tieren.



»Eine sehr ergiebige und höchst empfehlenswerte Lektüre.« Josef H. Reichholf



Ihre Fähigkeit, den Kopf auf den Rücken zu drehen, ihr forschender Blick, ihr lautloser Flug – Eulen ziehen uns Menschen seit alters derart in den Bann, dass sie als Symbol für Weisheit und Wissen gelten. Aber was weiß eine Eule wirklich?



Die Vogelexpertin Jennifer Ackerman offenbart Erstaunliches: Eulen übermitteln mit ihren Rufen gezielt Informationen über sich selbst. Ihr Gehör ist so fein, dass sie ihre Beute, tief unter einer Schneedecke versteckt, allein aufgrund des Geräusches jagen können, manche Töne werden sogar im Sehzentrum des Gehirns verarbeitet, und ihr Beutezug folgt mathematischen Regeln. Eine lebhafte Naturkunde über einen mystischen Vogel, die voller Überraschungen steckt – faszinierend, fesselnd, informativ.



Faszination Eule: bewundert und gefürchtet, verehrt und verfolgt
Mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen von Ornithologen aus Europa und der Welt
Mit zahlreichen beeindruckenden S/W-Fotos und farbigem Bildteil
Wochenlang auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹“


Autorin Jennifer Ackermann gehört für mich mit ihren Büchern als ganz fester Bestandteil in meine Bibliothek. Die Vogelexpertin weiß nicht nur jede Menge über unsere gefiederten Freunde zu berichten, sie weiß auch ihr Wissen bestens an den Leser weiter zu geben und ich muss klar sagen, wer kann sollte sich die Original-Ausgaben ebenfalls zu Gemüte führen. Es lohnt sich sehr! Nichts desto trotz ist ihr Neuling „Die Weisheit der Eulen“ mal wieder ein wahrer Genuss gewesen. In unserem Garten beherbergen wir tatsächlich ein Waldohreulen-Paar mit erfolgreicher Aufzucht und immer und immer wieder ist auch eine Schleiereule zu Gast. Diese Vögel einerseits zu sehen und in Aktion zu erleben ist schon imposant aber über ihr Leben etwas in Erfahrung zu bringen, erweitert einfach den Horizont! Ackermann schafft das wieder bravourös! Sie zeigt uns auf wie wir Eulen „lesen“ können, sie möchte das wir uns in Eulen hineinversetzen um ihre Anpassungsfähigkeit zu bestaunen, zeigt uns im Thema Eulenkunde die weltweite Vielzahl dieser Art auf, erläutert uns die Sprache der Eulen, wie sie sich vermehren, wer geht und wer bleibt und warum der Eule stets ein schlechter Ruf als Totenvogel vorauseilt, der völlig unbegründet ist. Dad Nachwort war für mich der krönende Abschluss: Schützt die Eulen! Und genau dad macht diese Buch ganz deutlich. Ackermann zeigt uns eine Spezies auf, die fragil ist und geschützt werden muss! Wenn diese Art ausstirbt, haben wir ganz andere Probleme als man denkt. Ackermann geht wie üblich ohne erhobenen Zeigefinger vor, dennoch ist sie mit ihren Worten eindrücklich und direkt - falsch zu verstehen gibt es hier nichts! So zu schreiben ist eine wahre Kunst und diese Kunst ist bei Jennifer Ackermann ein echtes Geschenk.

Dieses Buch ist ein Lesemuss für alle Vogel-Liebhaber und einfach nur grandios geschrieben. Genau dafür gibt es eine große Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne! Ich kann dieses Buch wirklich nu jedem ans Herz legen, der sich für unser Flugpersonal interessiert!

Veröffentlicht am 10.02.2025

Wie immer ein Genuss!

DUMONT Bildatlas Japan
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Klappentext:

„GEGENSÄTZE SIND IN JAPAN Programm: Jahrhundertealte Traditionen, majestätische Tempel und eine wilde, von Vulkanismus und heißen Quellen geprägte Natur gehören genauso zum Bild des Inselstaates ...

Klappentext:

„GEGENSÄTZE SIND IN JAPAN Programm: Jahrhundertealte Traditionen, majestätische Tempel und eine wilde, von Vulkanismus und heißen Quellen geprägte Natur gehören genauso zum Bild des Inselstaates wie der hypermoderne Lebensstil in den Millionenstädten, der wie ein Fenster in eine nicht allzu ferne Zukunft anmutet. Für alle diejenigen, die verstehen wollen, was sie sehen, ist das Reisemagazin von DUMONT ein idealer Begleiter. Autorin Francoise Hauser erklärt so manche Skurrilität, gibt hilfreiche Tipps für die Reise und verrät, wo sie Japan am schönsten und am überraschendsten findet. Fotograf Markus Kirchgessner ist ihr auf ihren Entdeckungstouren gefolgt und hat ihre (und seine) Eindrücke in atmosphärische Bilder verwandelt.“



Wie meine Leser bereits wissen, genieße ich die Dumont Bildatlas-Reihe sehr. Wie schon so oft gesagt, schätze ich das handlich Zeitungs-Format und den kompakten Verbund von traumhaften Fotos und jeder Menge Wissen. Auch im neuen Japan-Journal wird der aktuell Part des Landes wieder bestens betrachtet und in Szene gesetzt. Wir reisen in diesem Heft vom Norden bis in den tiefsten Süden. Die Texte sind wieder voller Wissen und jeder Menge kurzweiliger und interessanter Informationen. Dazu die einmaligen Bilder beispielsweise der Kirschblüte oder vom Fuji. Die Autorin Hauser und der Fotograf Kirchgessner haben hier wirklich alles richtig gemacht und ein ganz besonderes Land bestens auf den Punkt gebracht. Die kurzen und präzisen Texte machen Lust immer und immer wieder in diesem Heft zu blättern, zu träumen, zu lesen und endlich eine Reise nach Japan wahr werden zu lassen. 5 Sterne hierfür!

Veröffentlicht am 10.02.2025

5 verdiente Sterne hierfür!

Aus Stille geformt
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Klappentext:

„Ein wunderschöner und poetischer Roman vom tiefen Glück, mit den Händen Formen zu schaffen

Schon als Kind schuf Akiko erste Tonfiguren auf dem Boden sitzend im Atelier ihres Onkels. Gegen ...

Klappentext:

„Ein wunderschöner und poetischer Roman vom tiefen Glück, mit den Händen Formen zu schaffen

Schon als Kind schuf Akiko erste Tonfiguren auf dem Boden sitzend im Atelier ihres Onkels. Gegen den Willen ihres Vaters, aber ermutigt von ihrer Mutter verlässt sie Japan und lernt in Deutschland das Töpferhandwerk. Als sie ein Praktikum bei einem Töpfermeister im Bregenzerwald antritt, scheint es ein Glücksfall zu sein: Friedrich liebt wie Akiko die Stille, den Ton und das Brennen im Holzbrennofen. Friedrich erkennt in Akiko nicht nur ein großes Talent, in gemeinsamen Arbeiten und Gesprächen hilft er ihr, die eigene Form zu finden. Bis Akiko Hinweise auf frühere Reisen Friedrichs nach Japan findet und ihm Fragen stellt ...



Eine ebenso zarte wie weise Liebeserklärung an das Töpfern und die Bedeutung menschlicher Beziehungen.“



Ingrid Klosers Geschichte „Aus der Stille geformt“ hat mich tief berührt. Ihre Geschichte rund um Akiko und Friedrich ist tiefgreifend ohne jegliche Spur an Kitsch.

Kloser verwebt einerseits die japanische Lebensart und die Deutsche. Zudem steht das Töpfern im Fokus. Aus einem Stück Ton, etwas Wasser und einer Drehscheibe formt der Mensch händisch etwas für die Ewigkeit. Diese Stücke können genutzt werden und überdauern, wenn möglich, die Zeit selbst. Bei dieser Arbeit bedarf es nicht vieler Worte. Es braucht geistige Konzentration und Geschick. Man kann in dieser Stille förmlich versinken und genau das erliest der Leser hier in Klosers Geschichte. Die Figuren sind wirklich bestens austariert, die Geschichte hat einen feinen Spannungsbogen ohne Drama oder Effekthascherei. Sie kommt mit fein ausgesuchten Worten aus, mit einem ruhigen Ausdruck und starken bildhaften und emotionalen Erzählungen. Als Leser ist man stets bei der Arbeit der Beiden dabei. Steht gedanklich still daneben und sieht zu. Wir dürfen ganz ruhig in Akikos und Friedrichs Welt eintauchen, gehen einer Vermutung hinterher die sich dann aber anders aufzeigt als gedacht und dennoch ihren ganz eigenen Zauber hat. Kloser zeigt uns mit dieser Geschichte auf, dass Ruhe und Stille manchmal die besseren Zuhörer sind und auch guttun können. Die Autorin schafft es mit gerade mal 224 Seiten den Leser in den Bann zu ziehen. Genau dafür vergebe ich verdiente 5 Sterne inklusive Leseempfehlung!