Lovestory vor traumhafter Kulisse
The Fire Inside UsDie Verhaltensbiologin Erin soll für ihre Doktorarbeit im Yosemite Nationalpark Hirsche beobachten. Ein Albtraum für sie, die sich an sichere, unumstößliche Routinen klammert. Als wäre das nicht genug, ...
Die Verhaltensbiologin Erin soll für ihre Doktorarbeit im Yosemite Nationalpark Hirsche beobachten. Ein Albtraum für sie, die sich an sichere, unumstößliche Routinen klammert. Als wäre das nicht genug, muss sie in einem Trailer im Camp der Firefighters leben, in dem Strafgefangene resozialisiert werden. Ihr zugeteilt wird Jesse, der auf Distanz bleibt und Erin nicht geheuer ist. Trotzdem bringt die gezwungenermaßen gemeinsame Zeit die beiden einander näher und sie beginnen, hinter ihre Fassaden zu blicken. Aber können sie sich wirklich trauen?
Nachdem The Sky Above Us ein Jahreshighlight 2024 war, habe ich mich schon wahnsinnig auf diesen zweiten Teil der Yosemite Love Reihe gefreut! Es geht wieder hinein in ein atemberaubendes Setting, das ich sehr genossen habe und das die Autorin wirklich bildhaft lebendig werden lässt. Man kann den Nationalpark sehen, riechen, fühlen und ich für meinen Teil hab direkt eine gewisse Ruhe gefühlt, wenn Erin und Jesse tief in die Natur gegangen sind, auf der Suche nach Hirschen. Es war irgendwie so unberührt und friedlich, so schön.
Ganz im Kontrast zu dem Camp und den Dingen, die Erin und Jesse belasten. Beide haben einiges hinter sich, was sie gebrandmarkt hat. Daher fällt es ihnen schwer, aufeinanderzuzugehen. Sie waren mir beide von Anfang an sympathisch, und sind mir im Laufe des Buches sehr ans Herz gewachsen. Auch wenn man erst nicht wusste, was sie quält, so war mir aber klar, dass es nur ihre Schutzmechanismen sind, die die Aufeinandertreffen schwierig machen. Ein bisschen mehr Knistern hätte es für meinen Geschmack noch zwischen den beiden sein können, es war recht ruhig und zurückhaltend, aber ich mochte sie trotzdem sehr zusammen. Ich hab ihnen einfach alles Glück der Welt gewünscht, auch unabhängig voneinander, und die ganze Zeit mitgefiebert, dass sie sich hoffentlich bald einander öffnen können.
Dabei mochte ich auch sehr die abwechselnden Kapitel aus ihren Sichtweisen, sowie die strukturierten Kapitelanfänge von Erin. Das hat die Erzählweise sehr rund gemacht und sich toll eingefügt in die Handlung. Diese bestand auch nicht nur aus der Liebesgeschichte, sondern auch aus ein paar Problemen innerhalb des Camps, was zusätzlich Spannung reingebracht hat und für mich sehr gut reinpasste. Es hat außerdem den Nebencharakteren noch mehr Leben eingehaucht. Das Ende ging mir in der Hinsicht allerdings zu schnell, es wurde recht plötzlich alles aufgelöst und abgehakt. Aber das Ende, das Erin und Jesse bekommen haben, war wirklich toll und genau richtig!
The Fire Inside Us fühlte sich für mich etwas ernster an als sein Vorgänger, mit weniger Knistern und leichten Momenten. Trotzdem war alles stimmig. Ich hab ich die Liebesgeschichte und das besondere Natursetting wirklich ins Herz geschlossen und fand die ernsten Themen gut eingearbeitet. Von mir gibt es definitiv eine Empfehlung für dieses Buch und generell die Reihe!
4-4,5 Sterne