Zu viel Spice
Farbenrauschen (Sweet Lemon Agency, Band 2)Grafikdesigerin Franka und der angehende Creative Director Felix können sich nicht ausstehen. Während ihr Freiheit, Freundschaft und ihr Blog, auf dem sie sich auf künstlerische Art Nackt zeigt, wichtig ...
Grafikdesigerin Franka und der angehende Creative Director Felix können sich nicht ausstehen. Während ihr Freiheit, Freundschaft und ihr Blog, auf dem sie sich auf künstlerische Art Nackt zeigt, wichtig ist, ist sein Leben die Arbeit. Felix setzt alles daran einen Award zu gewinnen und dabei jünger zu sein als sein Bruder und Vater. Die beiden sind einfach zu verschieden um sich zu mögen. Doch für eine Geschäftsreise müssen sie sich zusammenreißen und zwischen ihren Schlagabtauschen merken sie bald, dass noch mehr unter der Oberfläche brodelt als ihre Abneigung gegeneinander.
Farbenrauschen ist das zweiter Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Während Band 1 zu meinen Jahreshighlights 2024 gehörte, muss ich zugeben, dass ich bei diesem Band froh war als ich fertig war.
Den Klappentext habe ich anscheinend nicht gelesen, denn ich wusste nichts von Frankas „Geheimnis“, so habe ich auf den ersten Seiten gerätselt, bis ich mich gespoilert habe. Das Thema fand ich auch gut eingearbeitet und konnte sie verstehen. Meiner Meinung nach waren die Szenen in denen sie davon erzählt zu ähnlich, es wirkte wie copy paste.
Mein größtes Problem bei dem Buch war die sexuellen Anspielungen. Es gab kaum eine Seite auf der es nicht zweideutige Wörter, Anspielung, Küsse, Gedanken usw gab. Es war einfach viel zu viel. Im Büro wurde rumgemacht, bei einem Gespräch wurde auf ein obszönes Grafiti hingewiesen und das drei mal. Anfangs fand ich so Felix Sicht richtig entspannend, weil er nicht so dachte.
So wurde ich nicht warm mit Franka. Sie war mir nicht unsympathisch aber durch die vielen spicy Gedanken und ein paar anderer Eigenschaften hat sie es mir schwer gemacht.
Felix mochte ich dagegen lieber. Ich konnte seine Motivation verstehen und auch seine Vergangenheit, seine Motivation und wie seine Tattoos entstanden sind, haben ihn mir eher sympathisch gemacht.
Beim Schreibstil hatte ich ziemlich die gleichen Erfahrungen wie im ersten Band: Ich bin gut voran gekommen und konnte mir auch die Geschichte vorstellen. Aber die vielen, vielen englische Begriffe haben mich sehr genervt. Warum muss man ganz normale Wörter plötzlich auf englisch benutzen? Eine halbe Seite war komplett auf englisch. Auch wenn ich da den Gedanken verstanden habe fand ich es trotzdem störend.
So fand ich das Buch leider viel schwächer als Band 1, trotzdem möchte ich den dritten noch lesen.