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Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein neues zuckersüßes Leseabenteuer

Idefix und die Unbeugsamen - Zoff auf dem Forum
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Worum geht’s?
Für Idefix und seine Freunde ist der Kampf gegen die Römer noch immer nicht vorbei. Wie könnte er das auch sein, wo die Unbeugsamen nicht nur die teuflischen Pläne von Monalisa vereiteln ...

Worum geht’s?
Für Idefix und seine Freunde ist der Kampf gegen die Römer noch immer nicht vorbei. Wie könnte er das auch sein, wo die Unbeugsamen nicht nur die teuflischen Pläne von Monalisa vereiteln müssen, sondern auch untereinander mit Unstimmigkeiten und Streit zu kämpfen haben. Die Gruppe um Idefix wird auf eine harte Probe gestellt – aber sie wären nicht die Unbeugsamen, wenn sie nicht auch Streitereien gemeinsam als Freunde überstehen würden.


Meine Meinung
Da Asterix, Obelix und der kleine Idefix auch ein fester Bestandteil meiner Kindheit waren, bin ich jetzt umso glücklicher, dass dieses Universum mit der Serie über den flauschigen Vierbeiner am Leben gehalten wird.

Beim gemeinsamen Lesen und Durchblättern der Geschichte kommt bei uns zuhause noch immer keine Langeweile auf, auch wenn man natürlich nach einigen Büchern der Reihe das Muster der Geschichte schon kennt, bevor man überhaupt angefangen hat zu lesen. Nichtsdestotrotz macht es noch immer Spaß, die Freunde mit den wirklich witzigen Namen bei ihren Abenteuern und dem Kampf gegen die Vorherrschaft der Römer zu begleiten.

Was ich bei dieser Geschichte besonders gelungen fand, war der mehr oder weniger subtile Fokus auf die Themen Streit und Versöhnung. Dass eine gute Freundschaft auch Unstimmigkeiten und Streit aushält und man sich schlussendlich (fast) immer vertragen kann, halte ich für eine wirklich wichtige Botschaft, und da es insbesondere für Kinder manchmal schwer sein kann, mit Konflikten umzugehen, finde ich es immer super, wenn ein altersgerechtes Buch genau diese Botschaft verarbeitet und in die Geschichte einbinden kann.


Fazit
Auch nach fünf Bänden macht die Reihe beim Lesen noch immer viel Spaß, völlig unabhängig davon, ob man alleine oder gemeinsam liest. Für Leseanfänger finde ich die Reihe daher wirklich geeignet, da man zwar problemlos gemeinsam in ein neues Abenteuer eintauchen kann, gleichzeitig aber auch mit wenig Übung schon Erfolgserlebnisse beim Selbstlesen hat.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

Über das Erwachsenwerden

Der Kuss Club (Band 2) - Milchshakes gegen Liebeskummer
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Worum geht’s?
Nachdem Lina endlich mit Noa zusammen ist, muss ihre beste Freundin Jasmine hinter der Beziehung zurückstecken. Das allein ist schon kein schönes Gefühl, aber als sich dann auch noch ihre ...

Worum geht’s?
Nachdem Lina endlich mit Noa zusammen ist, muss ihre beste Freundin Jasmine hinter der Beziehung zurückstecken. Das allein ist schon kein schönes Gefühl, aber als sich dann auch noch ihre Eltern trennen, braucht Jasmine ihre Freundin eigentlich mehr als alles andere. Doch auch Lina landet schneller wieder auf dem Boden der Tatsachen, als ihr lieb ist, denn die Beziehung zu Noa geht in die Brüche – und genau da wird deutlich, wie wertvoll eine gute Freundschaft ist.


Meine Meinung
Liebeskummer und Beziehungsprobleme sind definitiv nie besonders angenehm, aber gerade wenn ich mich an mich selbst in jüngeren Jahren erinnere, kommen einem in diesem Alter so ziemlich alle Gefühle doch irgendwie gleich doppelt so groß und eindrücklich vor.

Insbesondere vor diesem Hintergrund und angesichts der sehr jungen Zielgruppe fand ich die Gestaltung und die Botschaft dieser Geschichte unglaublich schön gemacht. Besonders gefallen hat mir die Betonung darauf, dass Veränderungen nicht das Ende der Welt bedeuten – eine Erkenntnis, die ich als Teenager nicht unbedingt in jeder Situation hätte teilen können, die mir aber sicherlich das ein oder andere Mal sehr geholfen hätte und daher definitiv ihre Daseinsberechtigung in diesem Buch hat.

Schön gemacht fand ich darüber hinaus auch, dass Themen wie Freundschaft und Familie genau so in die Geschichte eingebunden wurden wie das Thema Beziehungen, während gleichzeitig das Alter der Zielgruppe im Blick behalten wurde. Dass auch Trennungen irgendwie zum Erwachsenwerden dazugehören, mag zwar kein besonders angenehmer Umstand sein, die Gestaltung in diesem Buch hat das meiner Meinung nach aber sehr behutsam aufgegriffen und dabei trotz des ganzen Herzschmerzes immer ein gewisses Maß an Wohlfühlatmosphäre aufrecht erhalten, was ich insgesamt einfach nur wirklich gut gelungen finde.


Fazit
Dieses Buch hat es trotz der oftmals auch schmerzhaften Aspekte von (scheiternden) Beziehungen und Veränderungen geschafft, diese Themen behutsam, altersgerecht und sehr gut nachvollziehbar darzustellen. Dass dabei gleichzeitig aber auch Freundschaften, Familie und Selbstvertrauen so sehr im Fokus standen, fand ich sehr gut gemacht – nicht nur in Hinblick auf die Zielgruppe, sondern auch als Leserin, die diese Botschaften in ihrer Jugend das ein oder andere Mal gut hätte gebrauchen können.

Dafür vergebe ich alle fünf Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 12.02.2025

Spannender Reihenauftakt mit Realitätsbezug

Tode, die wir sterben
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Worum geht’s?
Im Süden Malmös fällt ein 13-Jähriger einer Schießerei zum Opfer – die Vermutungen reichen von Terror bis zur Bandenkriminalität, doch für die Öffentlichkeit steht schnell fest, dass in jedem ...

Worum geht’s?
Im Süden Malmös fällt ein 13-Jähriger einer Schießerei zum Opfer – die Vermutungen reichen von Terror bis zur Bandenkriminalität, doch für die Öffentlichkeit steht schnell fest, dass in jedem Fall Drogen schuld am Abwärtsstrudel des Brennpunktviertels und damit auch am Tod des Jungen sein müssen. Für das eilig zusammengewürfelte Ermittlerteam Karhuu und Nordh ist dieser Fall sicherlich kein Geschenk, doch als dann ein weiterer Mord geschieht, müssen sich nicht nur die beiden zusammenraufen, um das Verbrechen aufzuklären.


Meine Meinung
Schweden gehört wirklich zu meinen absoluten Lieblingssettings für Krimis und Thriller, von daher stand es für mich ohnehin völlig außer Frage, dass dieses Buch früher oder später auf meiner Leseliste landen musste. Auch als Reihenauftakt konnte mich die Geschichte dabei überzeugen, weshalb ich schon jetzt auf das Erscheinen der Fortsetzung hinfiebere.

Abgesehen vom Setting fand ich unabhängig von der Handlung an sich auch sehr spannend, wie aktuell das Thema Bandenkriminalität für Schweden ist. Je nach dem wie aufmerksam man die internationale Berichterstattung verfolgt, ist das zwar immer mal wieder Thema, in einem Buch verarbeitet habe ich das so ausführlich dargestellt allerdings noch nicht gesehen.

So traurig wie dieser Hintergrund natürlich ist, fand ich den Spannungsbogen unglaublich gut gelungen. Die beiden Protagonisten haben jeweils ein ganz ordentliches Päckchen zu tragen, was auch immer wieder thematisiert wird, im Verhältnis zu den Ermittlungen und den Entwicklungen im Bandenmilieu kam bei mir deswegen aber keine Langeweile oder Ungeduld auf. Darüber hinaus wollte ich insbesondere über Svea noch deutlich mehr herausfinden, was mein Interesse an der Geschichte hoch gehalten und die Spannung auf Band zwei der Reihe noch einmal verstärkt hat.

Über die Gestaltung der Charaktere lässt sich sicherlich streiten, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass mitunter einige recht unangenehme Klischees bedient wurden. An dieser Stelle hätte man einige Dinge definitiv anders lösen können, da ich aber definitiv noch mehr über die Protagonisten und ihre jeweiligen Problemstellen erfahren möchte, hoffe ich in Band zwei auf eine etwas andere Umsetzung – denn der Rest der Geschichte hat mir ausgesprochen gut gefallen.


Fazit
Wer sich von Krimis mit sozialpolitischen Inhalten nicht abschrecken lässt, findet in diesem Buch definitiv eine spannende Mischung aus polizeilichen Ermittlungen, Protagonisten mit jeder Menge persönlichem Ballast und einem Einblick in die gesellschaftlichen Probleme Schwedens, die mich durch den gut entwickelten Handlungsbogen auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Teil der Reihe gemacht hat.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Spannende Fantasy mit tollem Setting

We hunt the Flame
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Worum geht’s?
Als Arzjäger von Demenhur genießt Zafira nicht nur Ansehen, sondern auch die Freiheiten, die ihr als Frau in ihrer Provinz verwehrt bleiben. Seit die Magie verschwunden ist, werden Frauen ...

Worum geht’s?
Als Arzjäger von Demenhur genießt Zafira nicht nur Ansehen, sondern auch die Freiheiten, die ihr als Frau in ihrer Provinz verwehrt bleiben. Seit die Magie verschwunden ist, werden Frauen systematisch unterdrückt, auch wenn Zafira die einzige ist, die der sagenumwobene Arz ungehindert jagen lässt. Als sie eines Tages eine geheimnisvolle Einladung erhält, ist Zafira zunächst skeptisch, ob sie dieser folgen soll – doch die Aussicht, die Magie zurück nach Demenhur zu bringen ist einfach zu verlockend, um es nicht wenigstens zu versuchen.


Meine Meinung
Auf dieses Buch habe ich mich tatsächlich schon gefreut, seit ich vor einiger Zeit auf Instagram über die Autorin gestolpert bin. Die Idee klang unglaublich spannend, aber jeder mit einem etwas größeren SuB kennt die Problematik der zu langen Wunschlisten, weshalb ich erst mit der deutschen Veröffentlichung dazu gekommen bin, die Geschichte dann auch tatsächlich zu lesen.

Das arabisch inspirierte Setting fand ich dabei besonders spannend, da diese bisher leider eher Mangelware in meinen Geschichten waren. Die starken Kontraste von Gesellschaft und Landschaft in Arawiya hat mich auf jeden Fall neugierig auf das Worldbuilding gemacht, über das man zwar im Laufe der Geschichte einiges erfährt, was in Band zwei der Reihe aber gerne noch ein wenig weiter ausgeführt werden darf.

Das erste Drittel der Handlung fand ich ehrlich gesagt noch ein wenig schleppend, da man zwar viel Zeit mit der Protagonistin verbringt, dabei allerdings nicht besonders viel über sie erfährt und eigentlich primär darauf wartet, dass die mysteriöse Reise beginnt. Mit der Einladung der Silbernen Hexe war dann aber tatsächlich jeglicher Anflug von Langeweile vorbei, weshalb ich das Buch ab diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Auch die Charaktere waren definitiv interessant, da man zumindest zu den beiden Protagonisten nach und nach mehr Einblicke in ihre Gedanken, Gefühle und Hintergrundgeschichten erhält. Das Maß zwischen diesen Elementen und der fortlaufenden Handlung fand ich dabei sehr ausgeglichen, da man so auch eher fragwürdiges Verhalten der Figuren irgendwie erklären und vor allem innere Konflikte in gewisser Weise nachvollziehen konnte.

Ein kleines Manko habe ich daher lediglich bei der späten Einführung zweier wichtiger Charaktere für die Gruppe um Zafira gesehen, da meiner Meinung nach zumindest eine der beiden Figuren viel zu wenig Beachtung gefunden hat und eher wie eine blasse Ergänzung gewirkt hat, was ich im Vergleich zur übrigen Geschichte schon ein wenig schade fand.


Fazit
Für mich ist dieses Buch trotz des etwas schleppenden Starts auf dem besten Weg, eines meiner Jahres-Highlights zu werden. Der Spannungsbogen konnte mich von Beginn der Reise an fesseln, und spätestens die sich charakterlich mehr und mehr ausdifferenzierenden Figuren haben es dann geschafft, mich nachhaltig zu begeistern und meine Vorfreude auf die Fortsetzung hoch zu halten.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Ein Rundumschlag der modernen Verhütung

So geht Verhütung heute
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Meine Meinung
Mir ging es tatsächlich vor dem Lesen dieses Buches ähnlich wie der Autorin – in der Schule wurden sowohl das Thema Verhütung, als auch der weibliche Zyklus nur angeschnitten, und obwohl ...

Meine Meinung
Mir ging es tatsächlich vor dem Lesen dieses Buches ähnlich wie der Autorin – in der Schule wurden sowohl das Thema Verhütung, als auch der weibliche Zyklus nur angeschnitten, und obwohl beides seit dem in gewisser Weise zum eigenen Alltag gehört, wusste ich persönlich nicht besonders viel über die Abläufe in meinem eigenen Körper und habe sie einfach als gegeben hingenommen.

Gut gemacht fand ich an diesem Buch daher, dass auf sehr anschauliche und mitunter auch wirklich humorvolle Weise ein kompletter Rundumschlag vorgenommen wurde, der trotz der relativen Kürze des Buches sehr informativ war. Eine kurze Geschichte der Verhütung findet dabei ebenso Platz wie eine Darstellung des weiblichen Zyklus, einer Vorstellung aller möglichen Verhütungsmethoden samt Checklisten zu Sicherheit, Kosten und Anwendung und einem Ausblick auf mögliche Verhütungsmethoden, die in der Zukunft relevant werden können.

Das Buch an sich richtet sich dabei nicht nur an Frauen, was ich sehr gelungen fand, da die Autorin selbst auch immer wieder auf Eigenverantwortung aller Beteiligten hinweist und dabei vor allem eine informierte Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Insbesondere in Zeiten von überprüfungsnotwendigen Informationsflüssen ist dieses Buch nicht nur für eine jüngere bzw. jugendliche Zielgruppe sehr praktisch, da wissenschaftlich fundiert, sondern auch für ein Publikum geeignet, welches sich seit der Schulzeit bzw. im Nachgang an die Wahl einer Methode vielleicht nie wieder besonders mit dem Thema Verhütung auseinandergesetzt hat.


Fazit
Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Identität bietet dieses Buch eine komprimierten, aber trotzdem informativen Abriss zu den Themen Verhütung und Zyklus, der mit Tabus und Mythen aufräumt und dabei sehr kurzweilig zu lesen ist. Da auch heute noch unglaublich viele Fehlinformationen zu diesen Themen kursieren kann ich dieses Buch daher nur jedem ans Herz legen, auch – oder vielleicht auch gerade dann – wenn man der Meinung ist, schon alles über Verhütung zu wissen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel.