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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Interessanter Einblick in den Pflegealltag

Das Herz kennt keine Demenz
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Meine Meinung
Auch wenn ich damit überhaupt nicht gerechnet habe, gehöre ich definitiv genau zu der Zielgruppe, die Jim Ayag mit diesem Buch ansprechen wollte. Bereits in seinem beruflichen Werdegang habe ...

Meine Meinung
Auch wenn ich damit überhaupt nicht gerechnet habe, gehöre ich definitiv genau zu der Zielgruppe, die Jim Ayag mit diesem Buch ansprechen wollte. Bereits in seinem beruflichen Werdegang habe ich mich insoweit wiedergefunden, dass auch ich mich für absolut ungeeignet für jegliche Pflegeberufe halte und mich daher direkt angesprochen gefühlt habe.

Die Einblicke in den Alltag eines Altenheimes fand ich ziemlich spannend, da man als Außenstehender normalerweise keine Vorstellung davon hat, was dort eigentlich so alles zu den Arbeitsabläufen gehört. Einen kompletten Blick hinter die Kulissen erlaubt das zwar trotzdem nicht, aber wenn man wie ich keinerlei Berührungspunkte mit der Thematik hat, ist auch schon dieser kleine Einblick sehr aufschlussreich.

Beeindruckend fand ich beim Lesen definitiv auch, mit wie viel Freude und Wertschätzung der Autor über seinen Beruf und die Menschen, mit denen er arbeitet, berichtet. Nicht nur einen Beruf, sondern die eigene Passion zu finden setzt auf jeden Fall ein sehr positives Zeichen und erzielt damit auch genau die Wirkung, die der Autor mit seinem Social Media Auftritt und auch mit diesem Buch verfolgt. Dass sich dadurch zeitnah etwas an den akuten Missständen im Pflegebereich ändert, halte ich zwar ebenfalls für unwahrscheinlich, als positiver und wertschätzender Einblick in dieses Berufsfeld finde ich das Buch aber auf jeden Fall sehr gelungen.


Fazit
Natürlich ändert ein Buch allein noch nichts an den Missständen, unter denen das System Pflege zu leiden hat, mit dieser Umsetzung sehe ich aber definitiv einen kleinen Lichtblick und positive Anregungen für zukünftige Generationen. Der angenehme Erzählstil macht es darüber hinaus auch für absolute Laien einfach, sich mit der Thematik zu beschäftigen, ohne dabei in einer Ecke aus Unverständnis und Desinteresse zu landen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 12.06.2025

Phänologisches Gärtnern für alle

Die Slow Gardening-Revolution
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Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, ...

Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, da es nun mal einen ganz ordentlicher Unterschied ist, ob ich eine Zimmerpflanze am Leben erhalte, oder einen lebendigen Garten bewirtschafte.

Gut gefallen hat mir daher auf jeden Fall die übersichtliche Gestaltung und die klare Struktur, wodurch ich mich sehr zielsicher durch die einzelnen Jahreszeiten blättern konnte und mich gut orientiert gefühlt habe.

Die Informationen selbst reichen von Pflanztipps über kleine Rezepte und Anregungen bis hin zu Info-Kästchen zu verschiedenen Tierarten und sind auf jeden Fall breit gefächert. Die Informationsdichte war daher meiner Meinung nach ziemlich hoch, was auf einen Schlag vielleicht etwas überwältigend erscheinen mag, ich persönlich würde das Buch allerdings auch eher immer wieder, dann aber mit dem passenden Abschnitt zur entsprechenden Jahreszeit zu Rate ziehen, anstatt direkt eine Komplettlektüre daraus machen zu wollen.


Fazit
Wenn man, wie ich, noch nie vom phänologischen Gärtnern gehört hat, bietet dieses Buch auf jeden Fall den passenden Einstieg in die Thematik. Die ansprechende und übersichtliche Gestaltung macht es dabei leicht, sich zu orientieren und lädt gleichzeitig dazu ein, unabhängig von der zur Verfügung stehenden Fläche direkt selbst loszulegen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein neues zuckersüßes Leseabenteuer

Idefix und die Unbeugsamen - Zoff auf dem Forum
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Worum geht’s?
Für Idefix und seine Freunde ist der Kampf gegen die Römer noch immer nicht vorbei. Wie könnte er das auch sein, wo die Unbeugsamen nicht nur die teuflischen Pläne von Monalisa vereiteln ...

Worum geht’s?
Für Idefix und seine Freunde ist der Kampf gegen die Römer noch immer nicht vorbei. Wie könnte er das auch sein, wo die Unbeugsamen nicht nur die teuflischen Pläne von Monalisa vereiteln müssen, sondern auch untereinander mit Unstimmigkeiten und Streit zu kämpfen haben. Die Gruppe um Idefix wird auf eine harte Probe gestellt – aber sie wären nicht die Unbeugsamen, wenn sie nicht auch Streitereien gemeinsam als Freunde überstehen würden.


Meine Meinung
Da Asterix, Obelix und der kleine Idefix auch ein fester Bestandteil meiner Kindheit waren, bin ich jetzt umso glücklicher, dass dieses Universum mit der Serie über den flauschigen Vierbeiner am Leben gehalten wird.

Beim gemeinsamen Lesen und Durchblättern der Geschichte kommt bei uns zuhause noch immer keine Langeweile auf, auch wenn man natürlich nach einigen Büchern der Reihe das Muster der Geschichte schon kennt, bevor man überhaupt angefangen hat zu lesen. Nichtsdestotrotz macht es noch immer Spaß, die Freunde mit den wirklich witzigen Namen bei ihren Abenteuern und dem Kampf gegen die Vorherrschaft der Römer zu begleiten.

Was ich bei dieser Geschichte besonders gelungen fand, war der mehr oder weniger subtile Fokus auf die Themen Streit und Versöhnung. Dass eine gute Freundschaft auch Unstimmigkeiten und Streit aushält und man sich schlussendlich (fast) immer vertragen kann, halte ich für eine wirklich wichtige Botschaft, und da es insbesondere für Kinder manchmal schwer sein kann, mit Konflikten umzugehen, finde ich es immer super, wenn ein altersgerechtes Buch genau diese Botschaft verarbeitet und in die Geschichte einbinden kann.


Fazit
Auch nach fünf Bänden macht die Reihe beim Lesen noch immer viel Spaß, völlig unabhängig davon, ob man alleine oder gemeinsam liest. Für Leseanfänger finde ich die Reihe daher wirklich geeignet, da man zwar problemlos gemeinsam in ein neues Abenteuer eintauchen kann, gleichzeitig aber auch mit wenig Übung schon Erfolgserlebnisse beim Selbstlesen hat.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

Über das Erwachsenwerden

Der Kuss Club (Band 2) - Milchshakes gegen Liebeskummer
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Worum geht’s?
Nachdem Lina endlich mit Noa zusammen ist, muss ihre beste Freundin Jasmine hinter der Beziehung zurückstecken. Das allein ist schon kein schönes Gefühl, aber als sich dann auch noch ihre ...

Worum geht’s?
Nachdem Lina endlich mit Noa zusammen ist, muss ihre beste Freundin Jasmine hinter der Beziehung zurückstecken. Das allein ist schon kein schönes Gefühl, aber als sich dann auch noch ihre Eltern trennen, braucht Jasmine ihre Freundin eigentlich mehr als alles andere. Doch auch Lina landet schneller wieder auf dem Boden der Tatsachen, als ihr lieb ist, denn die Beziehung zu Noa geht in die Brüche – und genau da wird deutlich, wie wertvoll eine gute Freundschaft ist.


Meine Meinung
Liebeskummer und Beziehungsprobleme sind definitiv nie besonders angenehm, aber gerade wenn ich mich an mich selbst in jüngeren Jahren erinnere, kommen einem in diesem Alter so ziemlich alle Gefühle doch irgendwie gleich doppelt so groß und eindrücklich vor.

Insbesondere vor diesem Hintergrund und angesichts der sehr jungen Zielgruppe fand ich die Gestaltung und die Botschaft dieser Geschichte unglaublich schön gemacht. Besonders gefallen hat mir die Betonung darauf, dass Veränderungen nicht das Ende der Welt bedeuten – eine Erkenntnis, die ich als Teenager nicht unbedingt in jeder Situation hätte teilen können, die mir aber sicherlich das ein oder andere Mal sehr geholfen hätte und daher definitiv ihre Daseinsberechtigung in diesem Buch hat.

Schön gemacht fand ich darüber hinaus auch, dass Themen wie Freundschaft und Familie genau so in die Geschichte eingebunden wurden wie das Thema Beziehungen, während gleichzeitig das Alter der Zielgruppe im Blick behalten wurde. Dass auch Trennungen irgendwie zum Erwachsenwerden dazugehören, mag zwar kein besonders angenehmer Umstand sein, die Gestaltung in diesem Buch hat das meiner Meinung nach aber sehr behutsam aufgegriffen und dabei trotz des ganzen Herzschmerzes immer ein gewisses Maß an Wohlfühlatmosphäre aufrecht erhalten, was ich insgesamt einfach nur wirklich gut gelungen finde.


Fazit
Dieses Buch hat es trotz der oftmals auch schmerzhaften Aspekte von (scheiternden) Beziehungen und Veränderungen geschafft, diese Themen behutsam, altersgerecht und sehr gut nachvollziehbar darzustellen. Dass dabei gleichzeitig aber auch Freundschaften, Familie und Selbstvertrauen so sehr im Fokus standen, fand ich sehr gut gemacht – nicht nur in Hinblick auf die Zielgruppe, sondern auch als Leserin, die diese Botschaften in ihrer Jugend das ein oder andere Mal gut hätte gebrauchen können.

Dafür vergebe ich alle fünf Bücherstapel.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2025

Spannender Reihenauftakt mit Realitätsbezug

Tode, die wir sterben
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Worum geht’s?
Im Süden Malmös fällt ein 13-Jähriger einer Schießerei zum Opfer – die Vermutungen reichen von Terror bis zur Bandenkriminalität, doch für die Öffentlichkeit steht schnell fest, dass in jedem ...

Worum geht’s?
Im Süden Malmös fällt ein 13-Jähriger einer Schießerei zum Opfer – die Vermutungen reichen von Terror bis zur Bandenkriminalität, doch für die Öffentlichkeit steht schnell fest, dass in jedem Fall Drogen schuld am Abwärtsstrudel des Brennpunktviertels und damit auch am Tod des Jungen sein müssen. Für das eilig zusammengewürfelte Ermittlerteam Karhuu und Nordh ist dieser Fall sicherlich kein Geschenk, doch als dann ein weiterer Mord geschieht, müssen sich nicht nur die beiden zusammenraufen, um das Verbrechen aufzuklären.


Meine Meinung
Schweden gehört wirklich zu meinen absoluten Lieblingssettings für Krimis und Thriller, von daher stand es für mich ohnehin völlig außer Frage, dass dieses Buch früher oder später auf meiner Leseliste landen musste. Auch als Reihenauftakt konnte mich die Geschichte dabei überzeugen, weshalb ich schon jetzt auf das Erscheinen der Fortsetzung hinfiebere.

Abgesehen vom Setting fand ich unabhängig von der Handlung an sich auch sehr spannend, wie aktuell das Thema Bandenkriminalität für Schweden ist. Je nach dem wie aufmerksam man die internationale Berichterstattung verfolgt, ist das zwar immer mal wieder Thema, in einem Buch verarbeitet habe ich das so ausführlich dargestellt allerdings noch nicht gesehen.

So traurig wie dieser Hintergrund natürlich ist, fand ich den Spannungsbogen unglaublich gut gelungen. Die beiden Protagonisten haben jeweils ein ganz ordentliches Päckchen zu tragen, was auch immer wieder thematisiert wird, im Verhältnis zu den Ermittlungen und den Entwicklungen im Bandenmilieu kam bei mir deswegen aber keine Langeweile oder Ungeduld auf. Darüber hinaus wollte ich insbesondere über Svea noch deutlich mehr herausfinden, was mein Interesse an der Geschichte hoch gehalten und die Spannung auf Band zwei der Reihe noch einmal verstärkt hat.

Über die Gestaltung der Charaktere lässt sich sicherlich streiten, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass mitunter einige recht unangenehme Klischees bedient wurden. An dieser Stelle hätte man einige Dinge definitiv anders lösen können, da ich aber definitiv noch mehr über die Protagonisten und ihre jeweiligen Problemstellen erfahren möchte, hoffe ich in Band zwei auf eine etwas andere Umsetzung – denn der Rest der Geschichte hat mir ausgesprochen gut gefallen.


Fazit
Wer sich von Krimis mit sozialpolitischen Inhalten nicht abschrecken lässt, findet in diesem Buch definitiv eine spannende Mischung aus polizeilichen Ermittlungen, Protagonisten mit jeder Menge persönlichem Ballast und einem Einblick in die gesellschaftlichen Probleme Schwedens, die mich durch den gut entwickelten Handlungsbogen auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Teil der Reihe gemacht hat.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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