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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2025

unbekannte Freunde

Die Yacht
4

Dieses Buch ist ein Thriller und man bekommt auch genug spannende Szenen zu lesen. Aber für mich geht es in erster Linie um Freundschaft. Denn es geht um Hannah, eine junge Frau, die ihre langjährigen ...

Dieses Buch ist ein Thriller und man bekommt auch genug spannende Szenen zu lesen. Aber für mich geht es in erster Linie um Freundschaft. Denn es geht um Hannah, eine junge Frau, die ihre langjährigen Kindheitsfreundinnen auf dem jährlichen Silvestertreffen wiedersieht, zusammen mit deren Partnern und noch einem guten Studienfreund der Freundinnen. Aber dieses Treffen entwickelt sich wirklich ganz anders als geplant. Es kommen Dinge ans Licht, die besser ungesagt geblieben wären und die Situation spitzt sich unglaublich zu. Wir erleben Ereignisse, die einem unter die Haut gehen, sei es nun die Beziehungen untereinander, wo unglaubliche Wahrheiten ans Tageslicht kommen oder die harten Ereignisse im Bezug auf das Boot und den Passagieren. Es ist sehr interessant diese Protagonisten genauer kennenzulernen. Man erfährt viel über die Entstehung der Freundschaft zwischen den so unterschiedlichen Frauen. Sie lernen sich ja schon im Kindesalter kennen und daher kann man ihre Entwicklung zu den Frauen, die sie heute sind, gut mitverfolgen. Das alleine ist schon sehr interessant und aufschlußreich. Und ich habe auch schnell meine Sympathien verteilt und die wenigsten Leute kamen hier gut weg. Es geschehen Dinge, die der Leser sicher nicht erwartet. Man wird mit beängstigenden Situationen konfrontiert und ich habe sehr mit den Protagonisten gebangt und gehofft. Manchmal ist es aber auch etwas vorhersehbar und es gibt einige etwas zu langatmige Abschnitte. Manche Sachen konnte ich mir auch nicht erklären, aber sie passen natürlich gut in den Ablauf. Alles in allem ist es aber wieder ein sehr spannender und etwas anderer Thriller. Man lernt die Motivation der Menschen hier kennen und wie der äußere Schein alles überwiegt. Es spiegelt schon eine gewisse Anschauung wieder und man sieht, dass nicht alles Geld der Welt glücklich macht. Mir haben diese so unterschiedlichen Protagonisten eigentlich gut gefallen, sie waren abwechslungsreich und unberechenbar. Ich muss sie und ihr Handeln ja nicht sympathisch und gut finden, aber auf jeden Fall kam keine Langweile mit ihnen auf. Es lässt sich auch sehr leicht und locker lesen. Den Handlungen zu folgen ist auch gut möglich und die Auflösung war für mich dann doch überraschend. Allerdings hat mich das Ende zufrieden zurückgelassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.03.2025

gefährliche Ermittlungen

Enna Andersen und die dunklen Tage
0

In diesem Band um das Ermittlerteam um Enna Andersen, bekommt das Team sogar noch einen neuen Kollegen hinzu. Und nach der Lektüre dieses spannenden und sehr verzwickten Falls, haben wir Zinar Kawli schon ...

In diesem Band um das Ermittlerteam um Enna Andersen, bekommt das Team sogar noch einen neuen Kollegen hinzu. Und nach der Lektüre dieses spannenden und sehr verzwickten Falls, haben wir Zinar Kawli schon gut kennengelernt und mir ist er sehr sympathisch. Seine Geschichte kommt erst nach und nach zum Vorschein, aber das ist auch verständlich. Denn wer gibt schon sofort alles aus seinem Leben preis. Und auch die Kollegen öffnen sich nach und nach mit ihren eigenen Lebenssituationen, die alle nicht so ganz einfach und unkompliziert sind. Aber das macht diese Serie auch so interessant. Diese vielen unterschiedlichen Charaktere, die zusammen versuchen alte ungeklärte Fälle zu lösen. Denn auch das ist nicht so einfach, denn die Kollegen, die die alten Fälle ursprünglich bearbeitet haben, sind nicht unbedingt über die Wiederaufnahme erfreut. Sie fühlen sich dann oft negativ beurteilt, obwohl ich finde, dass Enna und ihre Kollegen doch dabei sehr besonnen vorgehen und auch keinem einen Vorwurf machen. Obwohl..... jeder Fall ist eben anders und dabei kommen immer interessante und neue Erkenntnisse zutage. Humorvoll finde ich übrigens die Art und Weise, wie das Team sich einen neuen Fall aussucht. Diesmal geht es um einen Mord auf einem Campingplatz. Und besonders die Todesursache ist selten und ungewöhnlich. Aber gerade dadurch werden Enna und ihr Team zu großen Anstrengungen gezwungen, denn es ist eben ein nicht alltäglicher Fall. Und diesmal werden die Ermittlungen richtig gefährlich für ein Teammitglied, denn hier wird ein ungewöhnlicher Einsatz gefordert. Mir hat dieser Fall sehr gut gefallen. Er ist ungewöhnlich und man kann überhaupt keine Rückschlüsse auf das Motiv schließen. Man wird total in die Irre geführt und auch das Team kommt an ihre Grenzen. Die Handlungen sind interessant und abwechslungsreich. Die Protagonisten kommen sehr authentisch rüber und man wird durch die informativen Schilderungen tief ins Geschehen reingezogen. Es kommen Dinge zutage, die den Ermittlern echt große Probleme bereiten. Sie geraten in Zeitnot und die Ermittlungen müssen schnellstmöglich abgeschlossen werden, sonst droht noch mehr Unheil. Sowas hat es in dieser beschaulichen Gegend so noch nicht gegeben und das macht es aufregender die Ermittlungen zu verfolgen. Aber bei diesen zeitaufwendigen Ermittlungen kommen auch die privaten Probleme und unterschiedlichen Lebenssituationen zum Tragen. Zeit ist ein großes Thema und Gefühle lassen sich auch während der Arbeit nicht ausschalten. Das normale Alltagsleben muss auch neben der Arbeit geleistet werden und das kennt man ja auch aus der eigenen Wahrnehmung im Alltag. Wir erleben hautnah die Probleme, aber auch die schönen Seiten aus dem Privatleben der Ermittler mit. Man kann sich alles gut vorstellen und dabei hilft natürlich der gut und flüssig zu lesende Text. Und auch wenn man den Band ohne Vorkenntnisse liest, kann man alles gut nachvollziehen. Ich bin jedenfalls immer gerne bei den Ermittlungen dabei und erlebe die Weiterentwicklung der Teammitglieder mit. Und diesmal gibt es sicher im nächsten Band einige Veränderungen, denn z.B. hat Enna eine wichtige Entscheidung für sich getroffen, die sich auf ihre kompl. Lebenssituation auswirkt. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich alles so weiter entwickelt und auch welche neuen spannenden Cold-Case-Fälle wir noch erleben dürfen.

Es ist eine spannende Cold-Case-Serie mit interessanten Protagonisten und der Leser kann sich auf schöne Lesestunden freuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2025

Leben mit dem Panamakanal

Der große Riss
0

Der Panamakanal ist sicher fast jedem ein Begriff und man macht sich nicht viele Gedanken um ihn. Aber er ist ja doch ein riesiges Bauprojekt gewesen und hat vieles verändert. Dieses interessante Buch ...

Der Panamakanal ist sicher fast jedem ein Begriff und man macht sich nicht viele Gedanken um ihn. Aber er ist ja doch ein riesiges Bauprojekt gewesen und hat vieles verändert. Dieses interessante Buch gibt einen kleinen Blick auf die Auswirkungen dieses Bauwerks auf die Natur und natürlich auf viele Menschen. Ich fand es sehr gut gemacht, wie die Autorin diese vielen unterschiedlichen Lebenswege der Protagonisten im Bezug auf den Kanal darstellt. Der Bau des Kanals wird hier aus Sicht der Personen geschildert, die alle irgendwie damit verbunden sind. Sei es, weil sie auf der großen Baustelle arbeiten, ihr Land vom Bau bedroht ist oder sie im Umfeld Arbeit gefunden haben. Wir erleben die Lebenssituationen hautnah mit und so kann man sich die damalige Situation dort viel besser vorstellen. Der Fischer, der sich alles zu Beginn nicht vorstellen kann und den Bau ablehnt. Aber gleichzeitig findet sein Sohn gerade dort Arbeit. Auch die anderen Protagonisten habe so ihre eigene Motivation hierher zu kommen. Ada, dieses junge Mädchen, hat mir besonders gut gefallen. Denn sie geht dorthin, weil sie mit dem dort verdienten Geld ihre Schwester retten möchte. Der Kanal weckt jetzt schon Hoffnungen bei einigen Menschen, aber andere werden durch ihn viel verlieren. Ihre Vergangenheit und wahrscheinlich dann auch ihre bisherige Lebensweise wird sich verändern. Das möchte nicht jeder gerne und so erlebt man auch Menschen, die sich gegen den Bau wehren. Besonders gelungen ist es der Autorin auch, nicht nur die Gegenwart der Protagonisten zu erzählen, sondern wir erfahren auch immer etwas über die Zukunft der Menschen. Das hat mir besonders gut gefallen, denn so schließt sich die Geschichte um diese Menschen und ihre Lebensgeschichten finden einen Abschluß. Die Handlungen und Ereignisse lassen sich gut nachvollziehen. Der Text lässt sich gut und flüssig lesen. Es ist ein sehr emotionales Buch und man kann die unterschiedlichen Stimmungen richtig spüren. Es wird alles so authentisch und lebhaft geschildert, dass man alles sofort gut vor Augen hat. "Das Maul" wird sichtbar und wenn man jetzt dem Begriff "Panamakanal" begegnet, hat man dazu sofort die Protagonisten und ihre Erlebnisse rund um den Bau dieses Kanals vor Augen. Es ist ein interessantes Buch und ich habe die Lebensgeschichten gerne verfolgt. Daher kann ich diese interessante, lebhafte und mitreißende Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Schwesternliebe

The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?
4

Dieses Buch war ein sehr interessanter Thriller, der das Thema "Schwesternliebe" mal auf eine ganz andere Art verarbeitet hat. Denn nach der Entführung ihrer Schwester, greift die andere Schwester nach ...

Dieses Buch war ein sehr interessanter Thriller, der das Thema "Schwesternliebe" mal auf eine ganz andere Art verarbeitet hat. Denn nach der Entführung ihrer Schwester, greift die andere Schwester nach jedem Strohhalm und versucht sie mit allen Mitteln zu finden. Und dabei geht sie wirklich eigentlich zu weit. Man muss hier die Schreibweise der Autorin mögen. Es geht hier nicht um die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, sondern zeigt die Realität auf, die nicht immer so verständlich für andere Leute nachvollzogen werden kann. Ich habe es jedenfalls so empfunden. Es fängt ja schon sehr spannend an und obwohl es zwischendrin mal was ruhiger wird, wird dem Leser aber auch der Schluss spannend dargeboten. Es ist manchmal etwas unbefriedigend keine Antworten auf offene Fragen zu finden. Aber dafür sind die vorkommenden Personen sehr interessant und abwechslungsreich. Es gibt da natürlich die beiden Schwestern und den Freund der verschwundenen Schwester, der irgendwie seltsam rüberkommt. Er steht in meinen Augen immer etwas neben den Ereignissen und man weiß nicht so recht, was man über ihn denken soll. Die Ermittlerin Denise ist eine sehr interessant Frau und sie lässt sich auch nicht so aufs Glatteis führen. Mit ihr anlegen sollte man sich wohl auch nicht. Allerdings eckt sie bei ihren Vorgesetzten auch ziemlich an. Aber sie ist in meinen Augen eine gute Ermittlerin, die auch mal um die Ecke denkt. Sie holt sich Hilfe bei Angela, die ja noch keine Ermittlerin ist, aber unheimlich gerne in den Polizeidienst treten möchte. Dabei stehen allerding ein paar Hürden im Weg. Aber auch sie kann sich hier gut beweisen, auch wenn sie etwas unüberlegt handelt. Angela ist mir aber auch sehr sympathisch. Die Handlung selbst ist gut zu verfolgen und man kann den Text gut und flüssig lesen. Das Ende des Thrillers hat mich allerdings sehr überrascht. Zwar nicht bei allen Dingen, aber bei den wichtigsten. Diese Wendungen waren echt unvorhersehbar und gaben der Geschichte eigentlich einen ganz anderen Blickwinkel. Das war sehr interesssant und hat mir großen Spaß gemacht. Es ist ein etwas anderer Thriller und nicht jedem wird er gefallen, aber gerade das macht auch den Reiz aus. Es ist nicht immer alles so klar, wie man denkt und das muss es ja auch nicht.

Ich kann den Thriller weiterempfehlen, wenn man bereit ist, auch mit offenen Fragen am Ende anzukommen. Dafür erlebt man interessante Protagonisten und gefährliche Entscheidungen. Mir hat dieser Thriller jedenfalls unterhaltsame Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

traumatisches Kindheitserlebnis

Kummersee
0

Das Cover hat mir super gut gefallen. Da der Titel in dicken roten Buchstaben vor einem unheimlichen Korridor aus roten Bäumen steht, sieht das Cover richtig unheimlich aus und man denkt wirklich sofort ...

Das Cover hat mir super gut gefallen. Da der Titel in dicken roten Buchstaben vor einem unheimlichen Korridor aus roten Bäumen steht, sieht das Cover richtig unheimlich aus und man denkt wirklich sofort an einen spannenden und fesselnden Inhalt. Und ich muss sagen, die Geschichte war ja auch irgendwie unheimlich und seltsam. Wir lernen die Protagonistin Lena kennen, die nach langen Jahren der Abwesenheit, wieder in ihr Heimatdort zurückkommt. Wenn auch nur für eine berufliche Stippvisite. Aber wie es oft so ist, alles kommt anders als geplant. Mir hat Lena gut gefallen. Ihre Idee, wie sie mit der Vergangenheit vielleicht abschließen kann, fand ich schon gut. Nur leider war dann alles doch schlimmer als gedacht. Die Handlungen sind sehr interessant und man wird ja auch tief in die Vergangenheit von Lena geführt. Man kann sie sich auch als Kind gut vorstellen, denn der Autor versteht es sehr gut die seelischen Zustände von Lena dem Leser zu vermitteln. Man gerät genau wie Lena beim Lesen in die zwiespältigen Gefühle zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Da ihr Kollege und die anderen Begleiter nicht mit ihrer Vergangenheit vertraut sind, können sie auch nicht auf ihre Verhaltensweisen eingehen. Es ist schon gut dargestellt, aus wie vielen seltsamen und undurchsichtigen Bewohnern das Dorf besteht. Mir waren diese Charaktere irgendwie immer unheimlich und auch ich wusste nicht, wem man nun vertrauen kann oder nicht. Lena hat jedenfalls einiges zu verarbeiten. Die Spannung durch die sich überstürzenden Ereignisse ist schon enorm und zieht sich auch bis zum Schluß durch. Es wird nie langweilig und immer wieder kommen neue Erkenntnisse zum Vorschein. Auch wenn diese Zeit der Trennung Deutschlands schon lange her ist, so kann man doch noch die Atmoshäre der damaligen Zeit etwas nachvollziehen. Und gerade die Zonenrandgebiete hatten schon was Besonderes an sich. Ich konnte das damals auch mal erleben und auch mir kam beim Lesen diese seltsame Stimmung von meinem Empfinden an diesem Grenzzaun mitten in der Natur mit den Hundeführern usw. wieder ins Gedächtnis. Der Autor versteht es gut, die ganzen Erlebnisse authentisch und sehr lebendig rüberzubringen. Die Menschen haben es nicht vergessen. Die Geschehnisse rund um das Dorf sind schon speziell und man stellt sich schnell alle möglichen Ursachen dafür vor. Ich war jedenfalls am Ende doch etwas überrascht über die ganzen Zusammenhänge. Aber es hat mir gut gefallen und meine offenen Fragen wurden beantwortet.
Es war eine Rückkehr in die Vergangenheit, die ja auch dort noch nicht vergangen war. Ein interessanter und spannender Thriller und ich kann ihn mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.

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