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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2025

Vier Frauen und ihr von Männern abhängige Weg

Dream Count
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Vier Frauen und ihr Weg sich selbst und ihren Platz in der Welt zu finden. Alle Wege sind stark an Männer geknüpft, die ihre Wege kreuzen. Das mag oft den Realitäten entsprechen, hat mich aber doch immer ...

Vier Frauen und ihr Weg sich selbst und ihren Platz in der Welt zu finden. Alle Wege sind stark an Männer geknüpft, die ihre Wege kreuzen. Das mag oft den Realitäten entsprechen, hat mich aber doch immer wieder sehr grübeln lassen und bisweilen auch gestört.

Es geht um Erwartungen der Gesellschaft, der Familie und Kulturdifferenzen und soziale Unterschiede. Das Patriarchat ist immer allgegenwärtig. Alle Frauen bekommen ihren Fokus. Ich konnte mit Chiamaka, Zikora, Kadiatou und Omelogor mitfühlen, mich mit Ihnen aufregen, mich freuen aber auch sehr viel leiden.

Manches hat Fragezeichen hinterlassen, manches hat mich fassungslos gemacht.
Warum haben Männer immer noch so viel Macht über Frauen?

Ich habe mir noch kein abschließendes Urteil erlaubt und bin froh, dass ich im Rahmen der Lovelybooks Leserunde diskutieren darf und mir anderen Input holen kann

'Dream Count' ist seit langem mal wieder eines der Bücher, in denen ich mir sehr viel markieren musste.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Sehnsucht nach dem Meer

Fernwehland
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Für mich als in der DDR geborene und 12 Jahre lang aufgewachsene, sind Bücher die DDR Geschichte thematisierennoft besonders interessant. Es wird immer ein Zugehörigkeittsgefühl zu dem Land bleiben, von ...

Für mich als in der DDR geborene und 12 Jahre lang aufgewachsene, sind Bücher die DDR Geschichte thematisierennoft besonders interessant. Es wird immer ein Zugehörigkeittsgefühl zu dem Land bleiben, von dem ich dankbar bin, dass es nicht mehr existiert.

Kati Naumann schreibt so fließend und leicht, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Geschichte rund um das Schiff MS Völkerfreundschaft empfand ich als ungemein spannend und tatsächlich hatte ich nur Mal entfernt von dem Schiff gehört. Daher war alles rund um das Schiff für mich Neuland.

Kati Neumann vererbt Fakten mit Fiktion und baut eine neue Familiengeschichte drumherum auf. Eine alte Frau und ein mittelaltes Pärchen treffen in der Gegenwart aufeinander. Alle drei verbindet die Liebe zum Schiff und nach und nach erfahren wir ihre Geschichte und ihre Schicksale. Ein junges Mädchen stößt hinzu und ihre Verbindung bleibt lange im Dunkeln. Für mich waren einige Wendungen absolut nicht vorhersehbar, einge vielleicht schon.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte zwar sehr bildreich, aber teilweise auch recht nüchtern erzählt wird. Die Geschichte driftet nie in den Kitsch ab. Das Ende mag eventuell etwas blumig sein, aber es passt zu dem Gesamtbild der Geschichte.

Ein warmer Roman mit viel Hintergrundwissen und der Sehnsucht einmal auf einem Schiff anzuheuern.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Leichte Lektüre

Only Margo
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Dieses Buch hat meinen Horizont erweitert. Von Only Fans hatte ich bis dato zwar gehört, aber um ehrlich zu sein, überhaupt keine Ahnung, um was es sich dabei handelt.
Dank Margo weiß ich es nun und damit ...

Dieses Buch hat meinen Horizont erweitert. Von Only Fans hatte ich bis dato zwar gehört, aber um ehrlich zu sein, überhaupt keine Ahnung, um was es sich dabei handelt.
Dank Margo weiß ich es nun und damit ist auch gleichzeitig meine Neugier befriedigt. Es ist vermutlich unterhaltsam im anzüglichen Sinn, aber nicht unbedingt notwendig. So verhält es sich für mich auch mit dem Buch. Es hat mich unterhalten, aber ich hätte auch nicht so viel verpasst, wenn ich es nicht gelesen hätte (bis auf das Wissen um Only Fans).

Das klingt, wenn ich es noch einmal lesen, negativer als es gemeint ist. Der Plot liest sich wirklich flüssig und bietet Humor und Tragik gleichermaßen. Die Charaktere sind schrä, besonders, warmherzig und einfach alle sehr unterschiedlich. Margo, die Protagonistin, hat mich manchmal genervt, aber ihre innige Verbundenheit mit ihrem Sohn Bodhi hat mich gerührt. Jinx, Margos Vater, hätte ich sofort adoptieren wollen, hätte ich nicht selbst ein noch viel besseres Exemplar von Papa.

Only Margo ist ein perfektes Buch für zwischendurch und um dem Alltag zu entfliehen. Nicht zu tiefgründig aber auch nicht platt.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Wahnwitziger aber geistreiche Geschichte

Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste
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Ich habe beim Lesen dieses Buches direkt eine Leander Haußmann Verfilmung vor meinem inneren Auge. 1982 - DDR. Ich war da gerade 5 Jahre alt und Grischa beginnt seine Arbeit bei der Staatlichen Planungskommission. ...

Ich habe beim Lesen dieses Buches direkt eine Leander Haußmann Verfilmung vor meinem inneren Auge. 1982 - DDR. Ich war da gerade 5 Jahre alt und Grischa beginnt seine Arbeit bei der Staatlichen Planungskommission. Das klingt schon so abstrus, wie es im Buch dann auch beschrieben ist. Ein Meer aus Wichtigtuerei und Nichtstun. Abgedroschen, aber mit Sicherheit nicht ganz an der Realität vorbei.

Der Fakt: Die DDR-Regierung, kurz vor dem finanziellen Ruin, nimmt von der BRD eine Bundesbürgschaft in Höhe von 1 Milliarde DM an. Im Gegenzug demontiert sie die tödlichen Selbstschuss-Anlagen an der Grenze.

Jakob Hein hat sich dieser belegten Tatsache bedient, diese aber sagen wir mal, noch etwas ausgebaut. Wäre doch sonst auch zu simpel. Zurück zu Grischa. Däumchen drehen ist nicht sein Ding und so landet er den großen Coup mit Deutsch-Afghanischen Freundschaftsläden. Was man sonst nur im Görli oder am Kotti vermutet hat, spielt sich hier im ostdeutschen Grenzgebiet ab. Mehr möchte ich von dieser rasant erzählten Geschichte gar nicht preisgeben. Jakob Hein schreibt kurzweilig und unterhaltsam bisweilen ein wenig oberflächlich. Tiefe hatte ich jedoch bei diesem Buch nicht erwartet, dafür viel Witz und Ironie und beides habe ich bekommen.

für Nichtberliner: Görlitzer Park und Kottbuser Tor - Orte, die als Drogenverkaufsorte bekannt waren (und sind)

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Kurzweilige Unterhaltung

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Endlich habe ich nun auch ein Buch von Taylor Jenkins Reid gelesen. Bei Bookstagram kommt man um die Autorin nicht mehr drumrum. Wurde also Zeit, mir selbst ein Urteil zu erlauben.

Evelyn Hugo hat sieben ...

Endlich habe ich nun auch ein Buch von Taylor Jenkins Reid gelesen. Bei Bookstagram kommt man um die Autorin nicht mehr drumrum. Wurde also Zeit, mir selbst ein Urteil zu erlauben.

Evelyn Hugo hat sieben Männer überlebt und alle Welt ist scharf auf ein Interview mit ihr. Nun soll es ausgerechnet Monique Grant die Chance bekommen, selbst ihre Chefin hat keine Ahnung wieso. Der Deal entpuppt sich als riesig, aber Evelyn hat ihre Geheimnisse.

Das muss man Jenkins Reid lassen, sie weiß es geschickt Wendungen zu legen und einem bis zum Ende im Dunkeln tappen zu lassen. Ich hatte ständig andere Ideen, was der Grund für Hugo sei, Monique zu engagieren, aber keine war richtig.

Das Buch liest sich wahnsinnig schnell und ist durchaus unterhaltsam und doch hat es mich mehr als einmal genervt. Dieser Fokus auf Evelyns Brüsten und ihrem Aussehen war mir irgendwann einfach zu viel. Mag sein, dass die Zeiten anders waren. Vielleicht war Hugo auf ihre Art Feministin, spielen tut sie aber gezielt mit ihrem Aussehen. Und so dreht sich die Geschichte zwar um.ihr Leven, aber zum großen Teil eben auch immer um Äußerlichkeiten. Daher fehlt es dem Buch auch an Tiefe, die ihm sicher gut getan hätte.

Dennoch habe ich das Buch gern gelesen und werde vielleicht auch weitere der Autorin lesen.

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