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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2025

Schön umgesetzt und viele Infos, aber nicht mein Geschmack

Plant based Soulfood
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Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, weil ich mich zu den Menschen zähle, die sich nach einem stressigen Tag mit einem guten Essen belohnen, um den Tag gut ausklingen zu lassen. Damit meine ich ...

Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, weil ich mich zu den Menschen zähle, die sich nach einem stressigen Tag mit einem guten Essen belohnen, um den Tag gut ausklingen zu lassen. Damit meine ich kein schnelles, aber leckeres Fast-Food, sondern gerne etwas selbstgekochtes Gesundes. Für mich ist die Zubereitungszeit dann wie eine kleine Meditation zu herunterkommen, aber zu lange darf es eben auch nicht dauern. Und da ich nicht so gerne Fleisch esse, dachte ich, ich probiere es mal mit plantbased Soulfood.
Das Kochbuch startet mit einem interessanten Faktenteil, der erklärt, was unsere Ernährung mit dem glücklich Sein zu tun hat. Dort habe ich erklärt, wie und mit welchem Treibstoff unser Gehirn funktioniert und wie man es optimal füttert. Danach starten die Basis-Rezepte, bevor die Rezepte komplexer werden. Von einer guten Brotzeit bis hin zum gesunden Naschwerk ist alles dabei und wird in einfachen Schritten und ansprechenden Bildern erklärt. Allerdings sind die Rezepte relativ experimentierfreudig, zumindest aus meiner Perspektive. Zwar dachte ich anfangs, wie prima es wäre, dann abends etwas Neues auszuprobieren. Doch da habe ich mich wohl selbst nicht gut genug gekannt. Denn für mich muss das Belohnungsessen am Abend unter Garantie lecker sein. Ich bin also nicht bereit, etwas ganz Neues auszuprobieren, das unter Umständen auch nicht mein Geschmack sein könnte.
So kann ich sagen, dass ich die Idee ziemlich gut finde, ich mich selbst in den Rezepten aber nicht wiedergefunden habe und so nur drei Sterne geben kann.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Emotionen sehr echt, Handlung etwas zu überladen

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Bei dem zweiten Band dieser Reihe von Jennifer Bright handelt es sich um eine Young Adult-Romanze, die auch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden kann, aus dem Bereich Enemies to Lovers. Wobei man ...

Bei dem zweiten Band dieser Reihe von Jennifer Bright handelt es sich um eine Young Adult-Romanze, die auch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden kann, aus dem Bereich Enemies to Lovers. Wobei man in diesem Fall korrekterweise anmerken muss, dass Damian und Hazel in ihrer Jugend schon einmal ein Paar waren, bis sie sich ohne ein Wort davongemacht hat. Das kann Damian ihr nicht verzeihen und es gibt Streit, wann immer sich die beiden nach Hazels Rückkehr in die Kleinstadt über den Weg laufen. Doch auch die Anziehung können sie nicht leugnen, sodass sich schnell eine Neuauflage der alten Emotionen ankündigt.
Damian ist der klassische Bad Boy mit stahlharten Muskeln, der seine negativen Emotionen bei illegalen Boxkämpfen herauslässt. Seinen weichen Kern zeigt er nur seinen Freunden und natürlich Hazels Opa, dem er in seiner Buchhandlung aushilft. Hazel ist die unabhängige junge Frau, die versucht, alleine mit ihrem Schicksal fertig zu werden und unter ihrer schweren Kindheit leidet. Allein diese beiden extremen Charaktere würden schon ausreichen. Doch hinzukommt noch eine schwere Jungend bei Damian, mit einem gewalttätigen Vater, eine drogensüchtige Mutter bei Hazel, ein gewalttätiger Bekannter, der Hazel erpresst und viele weitere Probleme. Das war mir persönlich einfach zu viel, um es noch als realistisch zu bezeichnen. Für einen einzigen Liebesroman war es mir zu viel Handlung und zu viele Problemstränge, da ich lieber Liebesgeschichten lese, bei denen ich das Gefühl habe, sie könnten genauso passiert sein.
Dennoch muss ich die Emotionen und das Knistern zwischen den beiden hervorheben, die wirklich gut transportiert wurden. Wer also rasante Geschichten, mit viel Spannung und vor allem mit turbulenten Handlungen mag, wird hiermit mehr als zufrieden sein.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Emanzipierte Romanheldin mit Mut, hält dennoch Gefühle zurück

Degrees of Engagement
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Wenn man Degrees of Engagement zusammenfassen sollte, könnte man die Geschichte am ehesten als emanzipierte Fake-Dating-Romanze beschreiben. Denn Bianca hat gerade ihren Doktortitel gemacht, will diesen ...

Wenn man Degrees of Engagement zusammenfassen sollte, könnte man die Geschichte am ehesten als emanzipierte Fake-Dating-Romanze beschreiben. Denn Bianca hat gerade ihren Doktortitel gemacht, will diesen mit ihren Freunden feiern, doch niemand außer ihrem heimlichen Schwarm Xavier kommt. Als dieser Bianca tröstet und aus einer Laune heraus vorschlägt, dass ihre Freunde und Familie sicherlich gekommen wären, wenn sie ihre Verlobung gefeiert hätte, nimmt die wilde Idee ihren Lauf. Xavier lag mit seiner Vermutung nämlich genau richtig und irgendwie kommen die beiden aus dieser Fake-Verlobung nicht mehr heraus. Schließlich haben sie beide schon seit langem heimlich Gefühle füreinander, aber keine bringt es übers Herz, mit dem anderen darüber zu sprechen. Und keiner von beiden möchte dem anderen bei der lang ersehnten Karriere im Weg stehen.
Was mir wirklich gut gefallen hat, ist, dass Bianca keine dieser Romanheldinnen ist, die für den Traummann alle beruflichen Ambitionen direkt über Bord wirft und nur ihm hinterherrennt. Sie ist sehr emanzipiert, eigenständig und kämpft um Anerkennung für ihre Träume. Dass sie dabei die Fake-Verlobung braucht, um ihrer Familie zu beweisen, dass ein Doktortitel ebenso feiernswert ist, fand ich auf eine überspitzte Art auch lustig. Allerdings passte diese moderne, erwachsene Ansicht von Bianca irgendwie nicht dazu, dass sie ihre Gefühle für Xavier nicht einfach bei ihm anspricht. Sie haben sich ja auch vor Beginn der Anfangsszene im Buch schon gut verstanden, waren quasi Freunde. Wieso hat sie dann nicht einfach mit ihm gesprochen? Wissenschaftlern schreibt man doch eine gewisse nüchterne Art zu, die sachlich ist, aber das Kind beim Namen nennt. Das passt für mich nicht gut zusammen. Auch bei Xavier habe ich mir diese Frage gestellt, warum er nicht einfach seine Gefühle offenbart. Durch dieses Versteckspiel zieht sich der Mittelteil für meinen Geschmack etwas zu lang und man hätte ein Happy End früher haben können.
Dennoch muss ich sagen, dass ich das Buch gerne gelesen habe. Mir haben die Emotionen zwischen den beiden wirklich gut gefallen, das Knistern und die Anziehung war quasi live zu spüren. Sie gehen auch gut aufeinander ein und sind ein tolles Paar, bei dem es eine Freude war, mehr von ihnen zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Gut geschrieben, kreativer Transfer, aber den Handballpart hätte es nicht gebraucht

Die 8-Minuten-Entscheidungsmethode
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Entscheiden zu können, wie die Feuerwehr, das wäre doch mal ein Ziel. Dann käme jede Entscheidung selbstsicher, wie aus der Pistole geschossen und würde mit Nachdruck umgesetzt. Doch das, was man als Endergebnis ...

Entscheiden zu können, wie die Feuerwehr, das wäre doch mal ein Ziel. Dann käme jede Entscheidung selbstsicher, wie aus der Pistole geschossen und würde mit Nachdruck umgesetzt. Doch das, was man als Endergebnis beobachtet, muss doch irgendeinem Schema folgen, oder nicht? Wie entscheidet eigentlich die Feuerwehr? Und können wir für den eigenen Alltag etwas daraus lernen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Sachbuch von Christian Emrich mit dem Titel Die 8:00 Minuten Entscheidungsmethode. Ergänzt wird der Feuerwehrpart durch einen Einblick in die Entscheidungen von Handballprofi Dominik Klein.
In den Entscheidungen des Managementalltags, wenn man selbst zögert und lieber noch ein zweites Mal alle zu bedenkenden Faktoren abwägt, dann frage ich mich manchmal, wie das andere machen. Ich grübele dann darüber nach, ob die eigene leichte Unsicherheit bei schwerwiegenden Entscheidungen so auch bei Menschen auftritt, deren Entscheidungen auf Leben oder Tod hinauslaufen können. Wie machen das zum Beispiel Feuerwehrleute, deren Entscheidungen erheblich größere Gefahren als monetäre Verluste nach sich ziehen können. In diesem Buch habe ich nicht nur eine Entscheidungsmethode der Feuerwehr lernen dürfen, sondern dies ist auch noch verknüpft mit spannenden Einsatzbeispielen. So wird alles anschaulich erklärt und man versteht besser, warum die Methode so angewendet wird. Aus der Praxis habe ich auch ihre Vorteile verstanden und gelernt, wann welcher Aspekt der Methodik entscheidend ist. Das hat mir wirklich gut gefallen und ergänzt die gängigen Methoden der Entscheidungstheorie für mich perfekt. Schön fand ich in diesem Kontext auch, dass der Autor die Überleitung zum Unternehmenskontext geschaffen hat. Er gibt selbst in eigenen Kapiteln Beispiele aus dem Unternehmen und wie man dort die Methode anwenden kann und spielt diese durch. Auch wenn diese Unternehmensbeispiele etwas oberflächlich waren, haben sie das Gesamtverständnis doch gut unterstützt. Ich konnte schon nach kurzer Zeit Aspekte dieser Methode in meinem Arbeitsalltag anwenden. Abgerundet wird das Gesamtergebnis für mich durch die Schaubilder der Methode, sodass man es sich auch visuell einprägen kann.
Einziges Manko an diesem Buch war für mich der Part zu den Entscheidungen von Handballer Dominik klein. Zwar ist auch diese Passage gutgeschrieben, sie passt für mich aber inhaltlich nicht. Für mich wirkten diese Kapitel eher wie eine Biografie, in die etwas konstruiert versucht wurde, die Entscheidungsmethode einzubinden. Gänzlich ohne den Handball-Teil hätte mir dieses wirklich gute Sachbuch mit einer praxisnahen Entscheidungsmethode besser gefallen. Stattdessen hätte ich mich mehr über einen Exkurs gefreut, wie Feuerwehrleute den Druck ihrer Entscheidungen, die zu Leben oder Tod führen können, aushalten. Vielleicht gibt es hier auch mentale Übungen oder ähnliches, die gut in den Kontext sicherer Entscheidungen gepasst hätten.
Aufgrund dieser Unstimmigkeit kann ich leider nur 3 Sterne geben. Der Rest hat mir aber sehr gut gefallen und ich mochte den Transfer aus der Feuerwehrpraxis ins Management sehr.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Trifft nicht die Erwartungen aus dem Titel, dennoch ein guter Führungsratgeber

Führungskraft in Zeiten von New Work & KI
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Zu dem Buch Führungskraft in Zeiten von New Work und KI kam ich, weil ich mich sehr für New Work, KI und deren Einfluss auf die Arbeitswelt interessiere. Auch Teil eins des Titels trifft auf mich als Führungskraft ...

Zu dem Buch Führungskraft in Zeiten von New Work und KI kam ich, weil ich mich sehr für New Work, KI und deren Einfluss auf die Arbeitswelt interessiere. Auch Teil eins des Titels trifft auf mich als Führungskraft zu und ich habe mich neben meinen beruflichen Erfahrungen mit der Personalführung sowohl im Studium als auch in diversen anderen gelesenen Büchern damit beschäftigt. Mit diesem Interesse und Wissen bin ich an das Buch herangegangen.
Das Buch könnte man als kleinen Praxisleitfaden für Führungskräfte ausgeben. Es informiert über die wichtigsten Basics wie Führungsstile, Führungskompetenzanforderungen und Führungsinstrumente. Dann gibt es praktische Leitlinien, was sie als Führungskraft wie angehen sollten und was sie auch nicht ändern können und worauf es bei der Personalarbeit ankommt. Natürlich kommen am Rande auch die Konzepte New Work und KI zur Sprache und auch wie sich daraus die Führungsarbeit verändert und welche Anforderungen man als moderne Führungskraft erfüllen sollte. Alles ist fundiert, wissenschaftlich gut recherchiert, aber dennoch leicht verständlich beschrieben und durch Grafiken unterstützt.
Bei dem Titel hatte ich jedoch erwartet, dass die Führungsbasics, so nennen ich sie jetzt mal, weitestgehend als bekannt vorausgesetzt werden. Das Hauptaugenmerk, so meine Einschätzung, läge auf den neuen mega Trends New Work und KI und wie sie die Mitarbeiterführung beeinflussen, was sie verändern und welche Einsatzmöglichkeiten sie mitbringen. Nachdem ich das Buch gelesen habe, muss ich zugeben, ich lag damit falsch und dennoch war es ein gutes Buch – nur eben nicht mit meinen Erwartungen.
Nach meiner Einschätzung suggeriert der Titel, dass es hier hauptsächlich um KI und New Work geht. Für meinen Geschmack kamen diese Themen aber in dem Buch zu kurz und der Fokus lag auf den Grundlagen der Mitarbeiterführung. Diese sind auch sehr gut beschrieben, richten sich aber an eine andere Zielgruppe. Würde man dem Buch einen anderen Titel geben, wie zum Beispiel Praxisleitfaden für die moderne Führungskraft oder ähnliches, so würde es Menschen anlocken, die die Basics der Mitarbeiterführung lernen möchten, die sich aber auch am Rande für die aktuellen Entwicklungen wie New Work interessieren. Für sie ergibt sich aus dem Buch ein echter Mehrwert. Denn es ist fundiert und erklärt wirklich gut.

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