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Veröffentlicht am 26.03.2025

Was regiert dein Herz?

Das Erwachen der Freiheit
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Mit ihrem Debütroman „Das Erwachen der Freiheit“ entführt Autorin Rahel Krönert nach England im Jahr 1811. Dort begleitet der Leser Rosalyn Mandeville, eine junge Frau aus der Oberschicht, die bisher ein ...

Mit ihrem Debütroman „Das Erwachen der Freiheit“ entführt Autorin Rahel Krönert nach England im Jahr 1811. Dort begleitet der Leser Rosalyn Mandeville, eine junge Frau aus der Oberschicht, die bisher ein unbeschwertes Leben geführt hat. Doch plötzlich passieren zwei Dinge, die ihr Leben durcheinander bringen. Ihr Vater ist wild entschlossen sie möglichst schnell mit Mr. Edward Nobley zu verheiraten und über Nacht verschwindet Rosalyns Gouvernante und Vertraute Maggie ohne Abschied. Rosalyn versteht plötzlich ihre Welt nicht mehr. Wem kann sie trauen? Soll sie einen Mann heiraten, den sie kaum kennt und nicht liebt? Und wieso ist Maggie so überraschend verschwunden? Auf der Suche nach Antworten findet Rosalyn eine neue Freundin, lässt sich vom Schicksal einer armen Familie aus dem Dorf berühren und kommt mit einem jungen Vikar und der methodistischen Glaubensgemeinschaft in Kontakt. Rosalyns Gänge ins Dorf und ihre Hilfe für die Armen bleibt nicht unbemerkt und kommt weder in ihrer Familie, noch bei der Oberschicht gut an. Und bald muss die junge Frau sich entscheiden zwischen den gewohnten Leben und dem, was ihr Herz ihr sagt….

Mit dem Roman „Das Erwachen der Freiheit“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt. Der Schreibstil von Rahel Krönert gefällt mir sehr gut. Die Autorin malt klare Bilder vor mein inneres Auge. Das Leben und die Gepflogenheiten der Oberschicht, die Nöte der armen Bevölkerung, Ausritte und Spaziergänge in die Natur… alles ist sehr anschaulich beschrieben. Rosalyn war mir sofort sympathisch. Sie ist eine bemerkenswerte junge Frau, die nach Antworten sucht und eigene Schritte geht. Ich habe sie gern begleitet und ihre Entwicklung verfolgt. Auch die verschiedenen anderen Charaktere wirken authentisch. Sehr gut gefiel mir wie in dem Roman Bibelworte einen lebensnahen Bezug finden und wie John Wesley und die Anfänge des Methodismus beschrieben werden.
Nach der letzten Seite habe ich den Roman nur ungern aus der Hand gelegt und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung, auf ein Wiedersehen mit Rosalyn, dem jungen Vikar… und vielleicht wird ja auch Maggie gefunden… Ich empfehle „Das Erwachen der Freiheit“ sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Weckt Sehnsucht nach Meer...

Der Duft von Kuchen und Meer
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Ein Haus auf Amrum… Maren ist überrascht. Die alleinerziehende Konditorin wusste nicht ein mal, dass ihre Oma Undine auf dieser Insel aufgewachsen ist und nun soll sie das Haus der Oma bekommen. Gemeinsam ...

Ein Haus auf Amrum… Maren ist überrascht. Die alleinerziehende Konditorin wusste nicht ein mal, dass ihre Oma Undine auf dieser Insel aufgewachsen ist und nun soll sie das Haus der Oma bekommen. Gemeinsam mit ihrer sechsjährigen Tochter Leni reist Maren nach Amrum und verliebt sich sofort in das reetgedeckte Haus hinter den Dünen. Mutter und Tochter genießen Meer und Strand, lernen die Verwandtschaft kennen und entdecken nicht nur einen alten Bachtisch, sondern auch eine interessante Familiengeschichte und Wurzeln, von denen sie bisher nichts ahnten. Wird Amrum ein Neuanfang für Maren und Leni?

Ich mag die Romane von Anne Barns und ich habe mich gefreut, dass mit „Der Duft von Kuchen und Meer“ ein neues Buch der Autorin erschienen ist. Der Schreibstil von Anne Barns ist angenehm, das Buch lässt sich sehr gut lesen. Alle Personen und Orte sind liebevoll und detailliert beschrieben, so dass man das Gefühl hat den Duft von Kuchen zu riechen und den Inselwind zu spüren. Maren mochte ich von Beginn an. Der Roman ist aus ihrer Sicht geschrieben, so konnte ich ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Aber nicht nur Maren, auch die anderen Personen wirken sehr authentisch und waren mir sympathisch. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Leni, die mich mit ihrer Fröhlichkeit, ihrer Entdeckerfreude und ihrer Liebe zum Backen begeistert hat…
Über den Inhalt des Buches möchte ich nicht zu viel verraten. Lest selbst!

„Der Duft von Kuchen und Meer“ ist ein sehr schöner Roman für entspannte Lesestunden. Die Geschichte hat mich gut unterhalten, weckt Sehnsucht nach dem Meer und Appetit auf Windbeutel. Gern vergebe ich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

50 Andachten für alle, die Katzen lieben

Gottes Pfotenpersonal
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Katzen sind etwas ganz Besonderes: sie streicht schnurrend um deine Beine, schläft seelenruhig auf deinem Schoß und dann wieder ignoriert sie dich vollkommen… Die Autorin Jennifer Marshall Bleakley hat ...

Katzen sind etwas ganz Besonderes: sie streicht schnurrend um deine Beine, schläft seelenruhig auf deinem Schoß und dann wieder ignoriert sie dich vollkommen… Die Autorin Jennifer Marshall Bleakley hat ganz verschiedene Katzengeschichten gesammelt und daraus ist ein sehr schönes Andachtsbuch für alle, die Katzen lieben entstanden. Die Autorin erzählt darin nicht nur ganz unterschiedliche Geschichten, für sie wurden die Episoden auch zu Gleichnissen, die etwas über das Leben und den Glauben lehren. Das Cover des Buches ist schön gestaltet und zeigt eine hübsche Katze. Das Buch enthält 50 Andachten. Über jeder Geschichte steht ein Bibelvers aus dem Buch der Sprüche. Am Ende jeder Andacht gibt es Impulsfragen und ein passendes Gebet.

Mir gefällt das Buch sehr gut. Die einzelnen Katzengeschichten sind liebevoll und oft mit einer Prise Humor geschildert und zumeist sehr persönlich. Man spürt deutlich welch wichtige Rolle die Katzen im Leben ihrer Menschen spielen. Jede dieser Geschichten inspiriert Jennifer Marshall Bleakley zu Impulsen und Gedanken für unser Leben und unseren Glauben. Diese regen zum Nach- und Weiterdenken an.

„Gottes Pfotenpersonal“ ist ein sehr schönes Andachtsbuch, nicht nur für Katzenfreude. Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen und werde sicher immer wieder in dem Buch blättern und lesen.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Ein Leuchtturm, seine alte Geschichte und Chancen für die Zukunft

Die Tochter des Leuchtturmwächters
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Joeys Leben ist aus den Fugen geraten, unverschuldet kam ihre Familie in Verruf und nun ist das Auftragsbuch der jungen Eventmanagerin leer. Als sie eine Stellenanzeige entdeckt, in der ein Projektleiter ...

Joeys Leben ist aus den Fugen geraten, unverschuldet kam ihre Familie in Verruf und nun ist das Auftragsbuch der jungen Eventmanagerin leer. Als sie eine Stellenanzeige entdeckt, in der ein Projektleiter für die Sanierung eines Leuchtturms gesucht wird, beschließt Joey sich zu bewerben. Erfahrungen im Bau hat sie in der Firma ihres Vaters gesammelt und eine kurze Auszeit weit weg von der Heimat wird ihr sicher gut tun…
Der 80-jährige Finnegan W. O’Hare, von allen nur Walt genannt, hat eine kleine Insel in North Carolina gekauft. In der Region hat er seine Kindheit und Jugend verbracht bis sich sein Leben im 2. Weltkrieg für immer veränderte. Jetzt ist er zurückgekehrt und möchte den auf der Insel befindlichen Leuchtturm in Gedenken an seine Jugendfreundin Cay sanieren. Schuldgefühle plagen ihn seit er als 16-Jähriger Entscheidungen traf und Cay für immer verloren hat. Als Joey bei den Sanierungsarbeiten in den Mauerritzen des Leuchtturms versteckte Notizen findet, kommen sie und Walt’s Enkel Finn einer alten Geschichte auf die Spur. Doch wer interessiert sich außerdem für diese Notizen? Werden Joey und Finn alle Puzzleteile der Geschichte finden, die sich damals zugetragen hat?

„Die Tochter des Leuchtturmwächters“ ist ein leiser und doch fesselnder Roman. Amanda Cox hat einen angenehmen Schreibstil, detailliert und beschreibend, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Ich mochte das Setting, die kleine Insel mit dem Leuchtturm sehr. Die einzelnen Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen. Joey, Walt und Finn… sie alle haben Schweres aus der Vergangenheit im Gepäck und dürfen lernen los zu lassen, sich selbst zu vergeben und Neuanfänge zu wagen. Spannend und interessant sind die „Ausflüge“ in die Zeit des 2. Weltkrieges. Wie Puzzleteile fügen sich die Notizen im Leuchtturm mit den Erinnerungen von Walt und einer alten Frau, deren Rolle in der Geschichte lange Zeit unklar ist, zusammen. Überraschende Wendungen sorgen immer wieder für Spannung.

Ich habe den Roman sehr gern gelesen, bin tief eingetaucht in die Geschichte. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Lesehighlight: spannend, emotional, tiefgründig

Wenn wir wieder Schwestern sind
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Berlin, 1901: die 21-jährige Sofie sucht nach ihren Platz im Leben. Nur zögerlich folgt sie dem Ruf nach China zu reisen und dort einen Missionar zu heiraten. Als unerwartet eine 2. „Missionsbraut“ gesucht ...

Berlin, 1901: die 21-jährige Sofie sucht nach ihren Platz im Leben. Nur zögerlich folgt sie dem Ruf nach China zu reisen und dort einen Missionar zu heiraten. Als unerwartet eine 2. „Missionsbraut“ gesucht wird, meldet sich spontan ihre Schwester Grete und so fahren die beiden jungen Frauen gemeinsam in die deutsche Kolonie Tsingtau, um dort zwei, ihnen unbekannte Männer zu heiraten. Auf der langen Schiffsreise erkrankt Sofie schwer und Grete nutzt die Gelegenheit den Mann zu heiraten, der eigentlich für Sofie bestimmt war. So reist Grete mit Herrmann in die Berge zur Außenstation der Mission, während Sofie, im Herzen voller Groll, in der Stadt Tsingtau bleibt und dort ihren Weg suchen muss. Soll sie den 2. Bräutigam heiraten oder ihr Herz einem andern Mann schenken? Oder führt ihr Weg sie zurück nach Berlin?

„Wenn wir wieder Schwestern sind“ ist der neue Roman von Gertraud Schöpflin und die Fortsetzung von „Auf der anderen Seite des Sturms“. Der 1. Roman erzählte die Geschichte von Rebekka von Sassnitz und dem Berliner Pfarrer Friedrich Hoffmann. Beide sind früh verwitwet und heiraten, um ihren Kindern eine Familie zu geben. Im neuen Roman begleitet der Leser nun die Kinder der Familie. Grete ist die Tochter von Friedrich und Sofie und Jakob sind, die in China geborenen Kinder von Rebekka. Jeder der drei Hauptcharaktere bringt ein „Päckchen“ aus der Vergangenheit mit; sei es die Rebellion bei Jakob, der Versuch es immer allen recht zu machen bei Sofie oder auch Gretes Gefühl ständig zu kurz zu kommen. Während Jakob in Berlin seinen Weg finden muss, ist es für Sofie und Grete ungleich schwieriger, denn sie müssen sich zusätzlich in einer fremden Welt zurecht finden. Vieles ist nicht so wie erhofft und erwartet. Groll und Wut, Unsicherheit und Schuld beschwert ihre Herzen. Wie gut, dass es Christen an ihrer Seite gibt, zb. eine chinesische Bibelfrau, Schwester Käthe im Missionshaus, der Arzt im Lazarett und auch Johannes, der 2. Bräutigam, die ihnen mit Rat und biblischen Weisheiten zur Seite stehen. Wie gut, dass Vergebung möglich ist und Herzen heilen.

Das Cover des Buches ist wunderschön und passt sehr gut zum Inhalt. Über jedem Kapitel steht ein Bibelvers und eine Orts- und Zeitangabe, so dass man immer weiß, wo die Handlung gerade spielt. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und fesselnd. Der Roman hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und viele Emotionen in mir ausgelöst. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. So habe gehofft und gebangt, habe mit Sofie und Grete geweint, hätte Jakob und manchmal auch Grete gern geschüttelt, hätte Sofie gern an die Hand genommen, sie getröstet und ermutigt... und am Ende habe ich große Erleichterung gespürt.
Gut recherchiert und sehr interessant waren die Einblicke in die damalige Zeit, in das Leben von Deutschen und Chinesen, in die Missionsarbeit, aber auch in den Stadt- und Eisenbahnbau. Historische Fotos aus der damaligen Zeit belegen dies.

Ich könnte noch vieles zu dem Roman schreiben und habe doch das Gefühl, dass meine Worte dieser großartigen Geschichte nicht gerecht werden. So kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Für mich ist es ein Lesehighlight und verdient klare 5 Sterne.


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