Was regiert dein Herz?
Das Erwachen der FreiheitMit ihrem Debütroman „Das Erwachen der Freiheit“ entführt Autorin Rahel Krönert nach England im Jahr 1811. Dort begleitet der Leser Rosalyn Mandeville, eine junge Frau aus der Oberschicht, die bisher ein ...
Mit ihrem Debütroman „Das Erwachen der Freiheit“ entführt Autorin Rahel Krönert nach England im Jahr 1811. Dort begleitet der Leser Rosalyn Mandeville, eine junge Frau aus der Oberschicht, die bisher ein unbeschwertes Leben geführt hat. Doch plötzlich passieren zwei Dinge, die ihr Leben durcheinander bringen. Ihr Vater ist wild entschlossen sie möglichst schnell mit Mr. Edward Nobley zu verheiraten und über Nacht verschwindet Rosalyns Gouvernante und Vertraute Maggie ohne Abschied. Rosalyn versteht plötzlich ihre Welt nicht mehr. Wem kann sie trauen? Soll sie einen Mann heiraten, den sie kaum kennt und nicht liebt? Und wieso ist Maggie so überraschend verschwunden? Auf der Suche nach Antworten findet Rosalyn eine neue Freundin, lässt sich vom Schicksal einer armen Familie aus dem Dorf berühren und kommt mit einem jungen Vikar und der methodistischen Glaubensgemeinschaft in Kontakt. Rosalyns Gänge ins Dorf und ihre Hilfe für die Armen bleibt nicht unbemerkt und kommt weder in ihrer Familie, noch bei der Oberschicht gut an. Und bald muss die junge Frau sich entscheiden zwischen den gewohnten Leben und dem, was ihr Herz ihr sagt….
Mit dem Roman „Das Erwachen der Freiheit“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt. Der Schreibstil von Rahel Krönert gefällt mir sehr gut. Die Autorin malt klare Bilder vor mein inneres Auge. Das Leben und die Gepflogenheiten der Oberschicht, die Nöte der armen Bevölkerung, Ausritte und Spaziergänge in die Natur… alles ist sehr anschaulich beschrieben. Rosalyn war mir sofort sympathisch. Sie ist eine bemerkenswerte junge Frau, die nach Antworten sucht und eigene Schritte geht. Ich habe sie gern begleitet und ihre Entwicklung verfolgt. Auch die verschiedenen anderen Charaktere wirken authentisch. Sehr gut gefiel mir wie in dem Roman Bibelworte einen lebensnahen Bezug finden und wie John Wesley und die Anfänge des Methodismus beschrieben werden.
Nach der letzten Seite habe ich den Roman nur ungern aus der Hand gelegt und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung, auf ein Wiedersehen mit Rosalyn, dem jungen Vikar… und vielleicht wird ja auch Maggie gefunden… Ich empfehle „Das Erwachen der Freiheit“ sehr gern weiter.