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Veröffentlicht am 14.12.2025

Medea die Rächerin

Medea
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Medea - ein neues Buch, das die griechische Mythologie aufgreift und sie in einer Art Historischer Roman erzählt. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, allen voran Medea, die bereits als Kind und Jugendliche ...

Medea - ein neues Buch, das die griechische Mythologie aufgreift und sie in einer Art Historischer Roman erzählt. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, allen voran Medea, die bereits als Kind und Jugendliche Gewalt und Unterdrückung von ihren männlichen Verwandten erfährt. Die Gesellschaft wird dargestellt als eine männlicher Dominaz, in der die Frauen nur eine devote Rolle spielen sollen. Die stringente Art, in der Männer hier die Bösen, die Unterdrücker, die Gewalt Ausübenden dargestellt werden, ist hart und kompromisslos und es wundert nicht, dass Medea irgendwann zur Furie wird und sich wehrt und rächen will.

Ich habe mich schwer getan, dass das Buch sehr einseitig von Frauen als weiß und Männern als schwarz erzählt. Das Buch ist düster und auch wenn sicherlich Teile der Handlung durchaus der Realität entsprachen und die Intention, von weiblicher Unterdrückung und weiblicher Stärke zu berichten, eine ist, die wichtig ist, so ist es doch kein Plot der mir gefallen hat. Die griechische Mythologie spielt am Ende auch ein eher untergeordnete Rolle.

Veröffentlicht am 19.10.2025

sehr komplex

Till the End of the Moon 1
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Von gagamaus
"Till the end of the moon" ist der erste Band einer Reihe, die Fantasy mit stark asiatischem Setting beinhaltet. Das finde ich prinzipiell sehr spannend, stelle aber fest, dass der Erzählstil ...

Von gagamaus
"Till the end of the moon" ist der erste Band einer Reihe, die Fantasy mit stark asiatischem Setting beinhaltet. Das finde ich prinzipiell sehr spannend, stelle aber fest, dass der Erzählstil nicht oft der ist, mit dem mein Lesegeschmack kompatibel scheint. So ging es mir auch hier.

Das Cover ist cool und der Einstieg noch ganz okay, auch wenn ich von Anfang an Schwierigkeiten mit dem Erzählstil hatte. Leider wurde das im Laufe der Geschichte eher schlimmer. Sehr viele Namen und Personen werden eingeführt und das nicht immer so, dass sie erkennbar sind in ihrem Verhalten und ihren Positionen. Die Handlung ist sehr komplex und für meinen Geschmack etwas zu verworren. Die Autorin hat versucht, die Charaktere sehr vielschichtig anzulegen, dadurch fiel es mir aber zunehmend schwerer, die Personen zu verstehen.

Ich habe das Buch am Ende nur mühlsam fertig gelesen und werde den nächsten Teil wohl nicht mehr lesen.

Veröffentlicht am 20.04.2025

Das Scicksal ändert alles

Vorsehung
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Die Idee ist einfach genial und der Anfang des Buches "Vorsehung" ist einfach sehr vielversprechend gewesen.

Bei einem ganz normalen Linienflug geht eine Frau durch die Reihen und orakelt den Passagieren, ...

Die Idee ist einfach genial und der Anfang des Buches "Vorsehung" ist einfach sehr vielversprechend gewesen.

Bei einem ganz normalen Linienflug geht eine Frau durch die Reihen und orakelt den Passagieren, wie alt sie werden und an was sie einmal sterben werden. Das geht von diversen Krankheiten über Unfall und anderes. Manche sterben in den nächsten Jahren, manche erst in Jahrzehnten im gesegneten Alter. Anfangs sind die Passagiere perplex und entweder amüsiert oder verärgert. Aber nach und nach sickert diese Weissagung bei den Menschen ins Bewustsein und gibt den meisten den Anstoß über das eigene Leben nachzudenken.

Kann man sein Schicksal verändern? Sollte man anders Leben, wenn man sein Schicksal kennt? Ist man gerade glücklich oder muss man etwas ändern, weil das Leben endlich ist?

Es bleibt egal, ob die Orakel eintreffen. Der Anstoß, den es den vielen Menschen und ihren weiteren Lebenswegen gibt, ist interessant aber durch die sehr vielen verschiedenen Geschichten ist es kein zusammenhängender Plot und das fand ich irgendwann einfach nicht spannend und gehaltvoll genug.

Veröffentlicht am 02.03.2025

coming of age

Klapper
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Von gagamaus
Da ich ein Fan von Coming-of-Age-Romanen bin (Berhard Wells und Ewald Arenz und Stephen King sei Dank) musste ich natürlich auch hier zuschlagen. Sowohl der Titel "Klapper" als auch das kongeniale ...

Von gagamaus
Da ich ein Fan von Coming-of-Age-Romanen bin (Berhard Wells und Ewald Arenz und Stephen King sei Dank) musste ich natürlich auch hier zuschlagen. Sowohl der Titel "Klapper" als auch das kongeniale Cover haben mich ebenfalls magisch angezogen.

Was mir gefallen hat. Klapper ist ein Nerd und als solcher natürlich ein Außenseiter. Die Neue, Bär genannt, ist das zwar auch, aber sie wehrt sich auf ihre Weise dagegen und Klapper beginnt in ihrem Windschatten zu erkennen, dass das Leben auch für ihn so einige nette Dinge bereithält, wenn er sich nur aus seinem Schneckenhaus wagt.

Was mir nicht so gefallen hat ist, dass die Erwachsenen allesamt ziemlich Versagen in Punkto Familie und Kindererziehung. Das gibt es ja häufig in Jugendromanen. Aber mich nervt das immer, denn die Eltern sind doch nicht immer alle Versager und da wünschte ich mir mehr Vielfalt. Außerdem ist die Sprache im Buch mir auf Dauer zu schnodderig gewesen und ich fand das Lesen zeitweise etwas anstrengend. Vielleicht bin ich einfach etwas zu alt für das Buch. Keine Ahnung.

Veröffentlicht am 16.02.2025

kann es nochmal passieren?

Ginsterburg
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"Ginsterburg" war mein erstes Buch des Autors Arno Frank. Ausgesucht habe ich es, da das Thema mich sehr interessiert und der Klappentext vielversprechend klingt.

Schnell war mir klar beim Lesen klar, ...

"Ginsterburg" war mein erstes Buch des Autors Arno Frank. Ausgesucht habe ich es, da das Thema mich sehr interessiert und der Klappentext vielversprechend klingt.

Schnell war mir klar beim Lesen klar, dass meine Vorstellungen falsch waren und ich habe versucht, das Buch dann mit einem weiteren und neutraleren Blick zu lesen. Es ist für mich eine Geschichte, die von einem großen Kaleidoskop an Figuren und deren Schicksalen über einen 10jährigen lebt. Man merkt, meiner Meinung nach, dass der Autor mit dem Roman gesellschaftliche und politische Entwicklungen der Gegenwart in einen Kontext zur Nazi-Vergangenheit Deutschlands ziehen möchte.

1935 - wie waren die Anfänge des Terror-Regimes? Wie haben die Menschen versucht, mit den Veränderungen umzugehen? Wie haben sich Mitläufer herauskristallisiert, wie haben Verfolgte versucht, eine Lücke im System zu finden um zu überleben.

1940 - wie hat sich die vollzogene Veränderung im Land dargestellt? Wie haben die Nazis ihre Macht gefestigt? Wie haben die vielen Einzelnen daraus ihren eigenen Profit geschlagen? Wie geht es den Opfern und wie gelang ihnen teilweise doch die Flucht?

1945 - wie stehen die Menschen kurz vor dem Ende der Nazis da? Versuchen sie zu verdrängen, zu flüchten, zu leugnen, sich aus der Affäre zu ziehen?

Die vielen einzelnen Schicksale sind immer stellvertretend für verschiedene Menschengruppen. Durch die Vielzahl und durch den sehr perspektivischen Erzählstil konnte ich wenig Empathie entwickeln. Die Zusammenhänge und Rückschlüsse liegen auf der Hand. Aber für mich war es nicht genau die richtige Mischung. Es war ein bisschen viel erhobener Zeigefinger für mich.