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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein stiller Thriller mit Tiefgang

Der dunkle Sommer
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In Der dunkle Sommer begleitet man die Architektin Tilda, die nach einem persönlichen Schicksalsschlag in einem verlassenen Dorf auf Sardinien neu anfangen will. Sie kauft eine Ruine für einen Euro – ein ...

In Der dunkle Sommer begleitet man die Architektin Tilda, die nach einem persönlichen Schicksalsschlag in einem verlassenen Dorf auf Sardinien neu anfangen will. Sie kauft eine Ruine für einen Euro – ein faszinierendes Szenario, das sofort neugierig macht. Doch was zunächst wie ein stiller Rückzug wirkt, entpuppt sich schnell als beklemmende Reise in eine düstere Vergangenheit.

Die Geschichte spielt geschickt mit verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven, was der Handlung Tiefe verleiht. Besonders beeindruckt hat mich der Strang um Franka – emotional intensiv, erschütternd und sehr eindringlich erzählt. Vera Buck greift Themen wie familiäre Schuld, alte Machtstrukturen und verdrängte Geschichte auf – spannend, manchmal unbequem, und immer mit einem kritischen Unterton.

Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht und bildhaft. Die sengende Hitze, das bröckelnde Mauerwerk, das beklemmende Schweigen des Ortes – all das wird so greifbar, dass man beim Lesen fast den Staub auf der Zunge spürt. Dennoch wirkte die Handlung stellenweise etwas konstruiert, einige Entwicklungen vorhersehbar, und besonders das Verhältnis zwischen Tilda und ihrem Bruder Nino hat für mich nicht immer überzeugt.

Das Buch hat definitiv Potenzial, wirkt aber phasenweise etwas langatmig. Manche Wendungen habe ich kommen sehen, andere haben mich überrascht. Die düstere Grundstimmung und das geheimnisvolle Setting haben mich trotzdem bei der Stange gehalten.

Fazit: Der dunkle Sommer ist kein temporeicher Thriller, sondern ein leise erzählter, atmosphärisch dichter Roman mit psychologischem Tiefgang. Wer düstere Familiengeheimnisse, verlassene Orte und Geschichten mit historischer Dimension mag, wird hier fündig – sollte aber Geduld mitbringen.
Für mich 3,5 von 5 Sternen – mit Luft nach oben, aber definitiv lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Toller Start mit Luft nach oben

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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"The Wind Weaver – Sturmverführt" hat mich zuerst mit seinem atemberaubend schönen Buchdesign begeistert. Farbschnitt, Cover, die liebevolle Gestaltung – ein echtes Schmuckstück fürs Regal! Inhaltlich ...

"The Wind Weaver – Sturmverführt" hat mich zuerst mit seinem atemberaubend schönen Buchdesign begeistert. Farbschnitt, Cover, die liebevolle Gestaltung – ein echtes Schmuckstück fürs Regal! Inhaltlich habe ich eine düstere Romantasy mit Magie und einer starken Heldin erwartet – und genau das habe ich größtenteils auch bekommen.

Die Geschichte rund um Rhya, die als Halb-Fae in einer Welt voller Misstrauen und Gefahren lebt, ist spannend und emotional. Ohne zu spoilern: Es geht um Flucht, Magie, düstere Geheimnisse – und natürlich gibt es auch einen grummeligen, geheimnisvollen Begleiter. Kommt einem bekannt vor? Vielleicht. Aber es funktioniert trotzdem richtig gut!

Besonders gefallen hat mir, dass Rhya keine perfekte Heldin ist. Sie muss ihre Kräfte erst mühsam erlernen, stolpert, zweifelt – und genau das macht sie authentisch und greifbar. Ich konnte richtig mitfühlen, wie sie wächst und an ihren Aufgaben reift. Auch die Nebenfiguren bringen Humor, Herz und zusätzliche Tiefe in die Geschichte. Bei General Scythe war ich etwas zwiegespalten: Er ist der klassische düstere Love Interest, wirkt aber teilweise zu unnahbar und widersprüchlich.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft es immer wieder, tolle atmosphärische Bilder zu zeichnen. Der Einstieg war etwas zäh und insgesamt hätte ich mir stellenweise weniger Geheimnistuerei und ein schnelleres Tempo gewünscht – aber es lohnt sich, dranzubleiben.

Mein größter Kritikpunkt bleibt die Liebesgeschichte: Sie war für meinen Geschmack zu klischeehaft und hatte stellenweise toxische Züge. Da hätte ich mir mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit gewünscht.

Ein vielversprechender Auftakt mit toller Welt, sympathischer Heldin und einer Prise Magie. Wer düstere Settings, langsamen Beziehungsaufbau und spannende Enthüllungen mag, wird hier auf seine Kosten kommen – trotz kleiner Schwächen in der Romance. Ich bin gespannt, wie die Reihe weitergeht!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Düstere Fantasy mit Stärken und kleinen Schwächen

Nachtlügen
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Die Handlung des Buches bietet eine interessante Mischung aus Fantasy und Dunkelheit. Besonders die Welt der Nachtalben ist faszinierend und bringt eine mystische Note mit sich. Lisanne Surborg hat es ...

Die Handlung des Buches bietet eine interessante Mischung aus Fantasy und Dunkelheit. Besonders die Welt der Nachtalben ist faszinierend und bringt eine mystische Note mit sich. Lisanne Surborg hat es geschafft, eine atmosphärische Umgebung zu erschaffen, in die man als LeserIn gerne eintaucht. Allerdings gab es einige Passagen, die sich etwas gezogen haben, und manche Entwicklungen waren recht vorhersehbar. Hier hätte ich mir überraschendere Wendungen oder tiefere Einblicke in die Kultur und das Leben der Nachtalben gewünscht.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, wenn auch stellenweise etwas distanziert. Während einige Szenen fesselnd geschrieben sind, fehlt es an anderer Stelle an emotionaler Tiefe, wodurch manche Charaktere nicht ganz greifbar wirken. Einige Figuren sind gut ausgearbeitet, andere bleiben jedoch etwas blass und ihre Handlungen nicht immer ganz nachvollziehbar. Dadurch fiel es mir teilweise schwer, eine tiefere Verbindung zu ihnen aufzubauen.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte bietet das Buch eine stimmungsvolle und unterhaltsame Geschichte. Wer düstere Fantasy mag und neugierig auf die Welt der Nachtalben ist, wird hier auf seine Kosten kommen.

Fazit: Eine solide Fantasy-Geschichte mit einer interessanten Grundidee, die einige Schwächen hat, aber dennoch fesselt. Ich vergebe 3,5 Sterne und empfehle das Buch besonders für LeserInnen, die gerne in düstere Welten eintauchen und atmosphärische Fantasy schätzen.

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Solide Fortsetzung, aber schwächer als Band 1

Dynasty of Hunters, Band 2 - Von dir gezeichnet
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Während mich der erste Band von Dynasty of Hunters vollkommen mitgerissen hat, konnte mich die Fortsetzung nicht ganz auf dem gleichen Niveau begeistern. Der Fokus verschiebt sich hier deutlich – weniger ...

Während mich der erste Band von Dynasty of Hunters vollkommen mitgerissen hat, konnte mich die Fortsetzung nicht ganz auf dem gleichen Niveau begeistern. Der Fokus verschiebt sich hier deutlich – weniger Action, dafür mehr Politik, Machtspiele und Intrigen. Das kann spannend sein, doch mir hat die Dynamik und der Nervenkitzel des ersten Teils gefehlt.

Ein zentraler Handlungsstrang sind die politischen Ränkespiele, während die Bürgerlichen für ihre Freiheit kämpfen. Das Thema ist durchaus interessant, aber es fühlte sich stellenweise etwas langatmig an. Besonders schade fand ich, dass die verschiedenen Farben-Reiche nicht weiter ausgebaut wurden – hier hätte so viel Potenzial gesteckt, um die Welt noch greifbarer zu machen.

Die Charakterentwicklung bleibt aber weiterhin gelungen, und einige Wendungen sorgen für Überraschungsmomente. Dennoch fehlte mir insgesamt die Spannung und das Tempo, die den ersten Band so besonders gemacht haben.

Alles in allem eine solide Fortsetzung mit Stärken, aber auch Schwächen. Für mich persönlich schwächer als der Auftakt. Wer gerne politisch geprägte Fantasy liest, könnte hier aber trotzdem auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Zwischen Leben und Liebe: Ein faszinierendes, aber tragisches Schicksal

Our Infinite Fates
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Unsere Seelen sind miteinander verwoben, doch was passiert, wenn die Liebe nicht nur verbindet, sondern auch zerstört? Diese Frage steht im Zentrum von "Our Infinite Fates" von Laura Steven. Das Buch erzählt ...

Unsere Seelen sind miteinander verwoben, doch was passiert, wenn die Liebe nicht nur verbindet, sondern auch zerstört? Diese Frage steht im Zentrum von "Our Infinite Fates" von Laura Steven. Das Buch erzählt die Geschichte von Evelyn, die sich an all ihre vergangenen Leben erinnern kann. In jedem einzelnen davon wird sie vor ihrem 18. Geburtstag getötet - immer von der Person, die sie liebt. Doch dieses Mal steht für sie mehr auf dem Spiel als je zuvor.

Bereits das Cover fängt die Atmosphäre des Buches wunderbar ein. Es wirkt mystisch und geheimnisvoll, was perfekt zur Thematik der wiedergeborenen Seelen und der verhängnisvollen Liebe passt. Auch die Gestaltung innerhalb des Buches trägt dazu bei, die Geschichte lebendig werden zu lassen.
Der Schreibstil von Laura Steven ist flüssig und angenehm zu lesen. Besonders gelungen sind die Zeitsprünge zwischen den verschiedenen Leben von Evelyn. Diese Einschübe geben der Handlung Tiefe und lassen die LeserInnen nach und nach das Puzzle zusammensetzen. Allerdings kann die Vielzahl an Leben und Identitäten mitunter etwas verwirrend sein, da sich Namen und Geschlechter ständig ändern. Dennoch gelingt es der Autorin, die Vergangenheit und Gegenwart gut miteinander zu verweben.

Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Evelyn ist eine starke Protagonistin, die mitfühlend und entschlossen ist. Sie will sich ihrem vorherbestimmten Schicksal nicht mehr beugen und kämpft um ihr Leben und das ihrer Schwester. Arden hingegen bleibt über weite Strecken des Buches eher geheimnisvoll und schwer greifbar, was dazu führt, dass seine Motivation erst spät wirklich verständlich wird. Dies könnte bei einigen Leser*innen dazu führen, dass sie seine Rolle nicht sofort nachvollziehen können. Die Handlung ist spannend, auch wenn das Buch an manchen Stellen vorhersehbar ist. Einige Wendungen sind zwar überraschend, aber das große Mysterium um den Fluch hätte noch etwas ausgereifter behandelt werden können. Besonders das Ende kommt etwas abrupt und hätte mehr Raum verdient, um die emotionale Tragweite der Geschichte vollends zu entfalten.

"Our Infinite Fates" ist eine atmosphärische Romantasy-Geschichte mit einer interessanten Grundidee und einer starken Protagonistin. Wer Geschichten über Schicksal, vergangene Leben und verhängnisvolle Liebe mag, wird an diesem Buch Gefallen finden. Trotz kleiner Schwächen in der Umsetzung bleibt es eine fesselnde Lektüre, die zum Nachdenken anregt.

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