Gute Idee, unbefriedigendes Ende
The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?Nachdem ihre Schwester Nicki vor etwa einem Jahr vermutlich Opfer eines Serienmörders wurde, ermittelt Lucy auf eigene Faust indem sie unter anderem nachts zu fremden Männern ins Auto steigt. Parallel ...
Nachdem ihre Schwester Nicki vor etwa einem Jahr vermutlich Opfer eines Serienmörders wurde, ermittelt Lucy auf eigene Faust indem sie unter anderem nachts zu fremden Männern ins Auto steigt. Parallel verlaufen die Ermittlungen der Polizei eher schleppend.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Lucy, den Ermittlerinnen und des Täters erzählt. Die Lesenden erhalten so tiefere Einblicke in die verschiedenen Charaktere. Lucy wirkt irrational und viele ihrer Handlungen sind nicht nachvollziehbar. Die Ermittlerinnen sind clever und ambitioniert. Die Anzahl der Figuren insgesamt ist sehr hoch, wobei sich nicht immer erschließt wozu einzelne Charaktere der Handlung nutzen. Weniger wäre hier wohl mehr gewesen.
Während die Handlung spannend und flüssig beginnt, ist der mittlere Teil eher langatmig. Die Wechsel zwischen Zeiten und Blickwinkeln wirken an manchen Stellen verwirrend. Die Stärke der Autorin liegt definitiv in der Beschreibung einzelner Szenen, die sie so eindringlich schildert, dass sie vor dem inneren Auge lebendig werden. Das Ende ist eher unbefriedigend und lässt zu viele Fragen offen.
"The Trap" hat eine Grundidee mit unheimlich viel Potential und die Fähigkeit der Autorin, Szenen zu beschreiben, ist beeindruckend. Durch den etwas zähen Mittelteil und das unbefriedigende Ende ist das Buch insgesamt ein solider Thriller, bei dem aber viel mehr möglich gewesen wäre.