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Veröffentlicht am 16.02.2025

Strategie und Spannung

Der Plan der Gefährten
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Die Schlinge um Paul-Friedrichs Hals wird immer enger. Ermittlungen gegen ihn stehen an und der Konflikt mit Christian Weber ist nach wie vor Gesprächsthema. Sein erstes Ziel ist daher, Wilhelmine aus ...

Die Schlinge um Paul-Friedrichs Hals wird immer enger. Ermittlungen gegen ihn stehen an und der Konflikt mit Christian Weber ist nach wie vor Gesprächsthema. Sein erstes Ziel ist daher, Wilhelmine aus der Schusslinie zu nehmen. Aber wichtig ist auch, die Treue gegenüber der politischen Führung öffentlich zu zeigen und zu zelebrieren. Dabei ist es sinnvoll, dass alle Bewohner Gut Falkenbachs zusammenhalten.

„Der Plan der Gefährten“ ist Band 10 der „Falkenbach-Saga“ von Erfolgsautorin Ellin Carsta.
Was mir hierbei besonders gefallen hat, der alte Paul-Friedrich der Stratege und Taktiker ist wieder zurück.
Auch fand ich die Dialoge dieses Bandes noch tiefgründiger als in den vorherigen und die Bande, die sich entwickeln, sind überaus interessant. Auch das Herantasten zwischen einzelnen Familienmitgliedern oder Freunden innerhalb Gut Falkenbachs war überaus interessant und langsam zeigt sich, wer zusammenhält.
Beeindruckend ist die Beziehung von Wilhelm und Else. Else hat zwar eine anstrengende Seite, aber ihre überlegte Seite überzeugt. Käthe ist eine ebenso beeindruckende Frau und gerade in dieser Familie wird die Luft immer dicker. Ich bin gespannt, wie sich die Beziehung zu Elisabeth und ihrer Familie entwickeln wird und wann es hier zu einem großen Streit kommt.
Es ist wieder sehr viel Spannung in dieser Geschichte und das Ende ist ein wahrer Cliffhanger, nicht nur in Bezug auf die Schlussszene, deren Auflösung mich mehr als interessiert, auch in Bezug auf Gustavs Zukunft.

Fazit: Ein spannender und wirklich strategischer Teil mit einem überaus spannenden Cliffhanger. Das Verlangen weiterzulesen ist sehr groß! Daher eine absolute Empfehlung für alle Fans von Gut Falkenbach.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Überlegenheit

Der Aufbruch der Geschwister
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Sowohl Wilhelmine als auch Gustav hadern mit ihrem Schicksal. Doch als Paul-Friedrich Wilhelmine das Vertrauen entgegenbringt, einmal das Gestüt zu erben und ihr die Möglichkeit gibt, in München zu arbeiten, ...

Sowohl Wilhelmine als auch Gustav hadern mit ihrem Schicksal. Doch als Paul-Friedrich Wilhelmine das Vertrauen entgegenbringt, einmal das Gestüt zu erben und ihr die Möglichkeit gibt, in München zu arbeiten, sieht sie dies als Chance.
Gustav wiederum hadert mit seiner neuen Aufgabe und trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Paul-Friedrich legt sich mit einem mächtigen Mann an. Die Folgen dessen bleiben abzuwarten.

„Der Aufbruch der Geschwister“ ist Band 9 der „Falkenbach-Saga“ von Ellin Carsta.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Wilhelmine und Gustav. Aber auch die Lehmanns kommen nicht zu kurz. 
Die Autorin stellt dar, wie doll das politische System an den Nerven jedes Einzelnen auf Gut Falkenbach zerrt. Jeder Bewohner fragt sich scheinbar, wem er noch vertrauen kann und so manches Mal scheint es nun zu eskalieren, auch innerhalb der Familien.
Diese Selbstzweifel bringt sie anhand von Monologen bzw. Überlegungen der jeweiligen Person, aber auch anhand von Dialogen nachvollziehbar und auch auf nachdenkliche Weise rüber.
So finde ich, dass man auf so manchen Protagonisten einen anderen Blickwinkel bekommt. Für mich war in diesem Band Dorothea das beste Beispiel.
Spannung liegt diesem Band wie immer zugrunde. Hier ist es vor allem der Konflikt, der noch aus dem Springturnier herrührt.
Ich hadere nach wie vor mit Elisabeth, komme aber dafür Klara immer näher und ich finde die Entscheidung, die sie getroffen hat, sehr gut!

Fazit: Es gibt noch so viel Potential und so viele „Baustellen“ bei den von Falkenbachs und Lehmanns, dass es sich lohnt, dran zu bleiben und vor allem auch dieses Buch hier zu genießen, denn die Autorin hat wieder ein spannendes Buch geschaffen!

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Automatismen

Blumen im Schuh
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Als Elisabeths Schwägerin Anja eines Abends vor der Tür steht und ihr versucht die Augen in Bezug auf ihren Mann zu öffnen, stürzt sich Elisabeth in eine Phase der Verleumdung. Dennoch lässt ihr Anjas ...

Als Elisabeths Schwägerin Anja eines Abends vor der Tür steht und ihr versucht die Augen in Bezug auf ihren Mann zu öffnen, stürzt sich Elisabeth in eine Phase der Verleumdung. Dennoch lässt ihr Anjas Besuch keine Ruhe und Elisabeth kommt ihrem Mann auf die Schliche.
Doch nun steht sie vor der Trümmern ihrer Ehe und ist hin- und hergerissen, ob sie sie kitten soll oder ein neues Leben beginnen soll.

„Blumen im Schuh“ von Annette Spratte ist ein Buch über Automatismen und Anpassungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Annette Spratte beschreibt mit Elisabeth und Wolf eine Beziehung, die in gewissen Grundzügen vermutlich in vielen Haushalten zu finden ist. Auch wenn Elisabeth sich in einer bunten Umgebung aufhält, die sie auffängt, sie akzeptiert, wie sie ist und ihr neue Impulse gibt, rüttelt die Autorin dennoch mit ihrer Geschichte zwischen den Zeilen wach. 
Elisabeth ist eine sehr konservative Frau, die sich den „3 K“ - Kind, Kirche, Küche widmet und für sie unbewusst in den 24 Jahren ihrer Ehe von ihrem Mann in dieses Verhaltensmuster getrieben wurde, ohne es zu hinterfragen. Hier erscheint die Figur fast ein bisschen naiv und in diese Züge fällt sie auch sehr oft zurück, was hin und wieder anstrengend wirkt. Ich hatte hier oftmals das Bedürfnis an ihr zu rütteln, um sie zum Nachdenken anzuregen.
Aufgelockert wird das Ganze durch die Charaktere, die nun Elisabeths neuen Alltag bestimmen. Anja ist eine regelrechte Frohnatur, unter deren Oberfläche aber ein sensibler Kern steckt. 
Zu dieser bunten Mischung, die die Geschichte zu etwas besonderem macht, tragen aber auch die weiteren Charaktere, mit denen Anja als Sozialarbeiterin verbunden ist, bei.
Es ist eine Geschichte über Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Es ist eine Geschichte über Akzeptanz und Toleranz, gepaart mit der Lust am Leben, die aber gleichzeitig vor Automatismen warnt.

Mein Fazit: Eine wunderschöne und bunte Geschichte über den Sinn des Lebens, Beziehungen, Toleranz und Akzeptanz, aber auch den Zusammenhalt unter Familienangehörigen.
Wer Gegenwartsgeschichten mag und auch Geschichten über bunt zusammengewürfelte Gruppen, macht mit diesem Roman nichts falsch!

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Ende gut, alles gut?!

Moment des Aufbruchs
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Das große Projekt - der Umbau des Kontors - steht kurz vor der Fertigstellung. Es ist an der Zeit, denn nicht nur Auguste ringt mit sich, sondern auch Eduard verbreitet schlechte Stimmung. 
Helene und ...

Das große Projekt - der Umbau des Kontors - steht kurz vor der Fertigstellung. Es ist an der Zeit, denn nicht nur Auguste ringt mit sich, sondern auch Eduard verbreitet schlechte Stimmung. 
Helene und Max sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Nach Bernhards Verurteilung ist Norbert Lühring weiterhin auf der Suche nach der Wahrheit, doch die Zeit arbeitet gegen ihn.
Therese hat sich gut in Hamburg eingelebt und bildet mit Georg den Hansenschen Ruhepol.

„Moment des Aufbruchs“ ist Band 6 der Reihe „Die Kinder der Hansens“ von Ellin Carsta. 
Womöglich ist dieser Band der emotionalste Band der Reihe, denn die Vergangenheit scheint alle nahezu zu überwältigen. Oftmals erfolgt der Blick zurück in die Vergangenheit. Dieser Blick zurück gelingt Ellin Carsta immer sehr einfühlsam. Sie schafft es, in jedem Roman die Vergangenheit für ihre Leser immer und immer wieder zusammenzufassen, ohne dass es lästig oder wiederholend wirkt. Ich denke, dass das so gut gelingt, da ihre typische Schreibweise der eines Tagebucheintrags ähnelt.
Auch wenn sie sich voll und ganz der Entwicklung der Familie Hansen widmet, gelingt es ihr dennoch auch die historische Einordnung nicht zu vergessen. Das hat man in den vergangenen Bänden gemerkt, aber hier auch nochmal speziell am Beispiel von Curt Holzapfel, aber auch anhand von Justus Entwicklung.
Auch wenn ich geahnt habe, dass das Buch so endet, so habe ich dennoch nicht vermutet, dass es an dieser Stelle erfolgt.
Besonders spannend fand ich die letzten Schritte im Lichtspieltheater und die Frage, ob es wirklich funktionieren wird und nichts mehr schiefgeht. Die Autorin hat es geschafft, genau diese Zweifel zu säen, aber auch die Hoffnung und den Willen aller Beteiligten eindrucksvoll dargestellt.
Richtig spannend war der Handlungsstrang um Bernhard. Ich fand dies wirklich mitreißend dargestellt und war gezwungen, alles schnellstmöglich weiterzuverfolgen, um ja nichts zu verpassen. Speziell die Kombinationsfähigkeit um das Trio Norbert, Katharine und Florentinus war dabei mein persönliches Highlight!

Fazit: Der womöglich emotionalste Band dieser Serie, an dem man am besten den Generationenwechsel merkt und der aufzeigt, dass die junge Generation der kämpferischen älteren Hansen-Generation in nichts nachsteht.
Ein absolutes Muss für alle Fans der Hansens!

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Geheimnisse

Das Unrecht der Väter
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Die von Falkenbachs und die Lehmanns haben sich auf dem Gut der von Falkenbachs in Bernried am Starnberger See ihre erfolgreichen Existenzen aufgebaut. Paul-Friedrich von Falkenbach und die Lehmann-Brüder ...

Die von Falkenbachs und die Lehmanns haben sich auf dem Gut der von Falkenbachs in Bernried am Starnberger See ihre erfolgreichen Existenzen aufgebaut. Paul-Friedrich von Falkenbach und die Lehmann-Brüder Wilhelm und Heinrich lernten sich als Kriegskameraden im 1. Weltkrieg kennen und beschlossen, ihre Zukunft gemeinsam aufzubauen. Mittlerweile sind ihre Söhne so alt, um in die Fußstapfen der Väter zu treten, was nicht immer einfach oder gewollt ist.

„Das Unrecht der Väter“ ist Band 1 der „Falkenbach-Saga“ von Erfolgsautorin Ellin Carsta.
Für mich ist das nach der „Hansen-Saga“ und nach „Die Kinder der Hansens“ die dritte Saga, die ich von der Autorin lese. 
Auch hier fällt wieder der angenehme Schreibstil auf, der oft an einen Tagebucheintrag erinnert. Ich bin ein absoluter Fan, der einleitenden Zitate, die jedes Kapitel schmücken. Dies klärt, aus wessen Standpunkt das nächste Kapitel erzählt wird, fasst es gleichzeitig zusammen und gibt die Dinge und Gefühle wieder, die diejenige Person bewegen.
Ich hatte am Anfang kurz Schwierigkeiten, die Charaktere den einzelnen Familien zuzuordnen. Doch je weiter das Buch voranschritt, um so besser konnte ich der Geschichte folgen.
Ellin Carsta legt mit diesem Buch einen interessanten Grundstein für eine erfolgreiche Saga, denn man merkt von der ersten Seite an, dass die örtlichen Zusammenschlüsse der Fabriken auf einem Geheimnis aufgebaut sind. Dieses Geheimnis zieht sich durch wie ein roter Faden und produziert Fragen beim Leser.
Die Charaktere könnten alle nicht unterschiedlicher sein. Vom empathischen Menschen, über den berechnenden, den absolut liebevollen und den fiesen Menschen ist hier alles vertreten, was ein angenehmer bunter Mix ist. Aber auch bei der jungen Falkenbach-/Lehmann-Generation scheint sich das ein oder andere Geheimnis zu verbergen.
Genau diese Geheimnisse haben in mir die Neugierde geweckt, weshalb ich mich auf den nächsten Band freue. Gerade der Epilog fordert mich dazu heraus.

Fazit: Ein toller Einstieg in die Saga, der eine tolle historische Spannung verspricht. 
Ich empfehle dieses Buch all jenen, die gerne Ellin Carsta lieben, aber auch denen, die historische Romane mögen!

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