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Veröffentlicht am 18.02.2025

Die vielen Geschichten rund um den Panamakanal

Der große Riss
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Man taucht tief ein in eine historisch bedeutende Zeit.
Das große historische Ereignis ist der Kanalbau Panama ca. 1907. Bis 1913 wird erzählt.
Der Autorin Cristina Henriquez gelingt es, ihre Figuren lebhaft ...

Man taucht tief ein in eine historisch bedeutende Zeit.
Das große historische Ereignis ist der Kanalbau Panama ca. 1907. Bis 1913 wird erzählt.
Der Autorin Cristina Henriquez gelingt es, ihre Figuren lebhaft und glaubhaft zu gestalten. Das gilt vor allen für die junge Ada Bunting, die mutig ist und Geld für ihre kranke Schwester verdiene will und als zweite Hauptfigur Omar, der auch am Kanal arbeitet. Aber auch Nebenfiguren sind großartig, zum Beispiel Omars Vater Francesco oder auch Lucille. Dann gibt es auch noch John und Marian, deren Rollen leider etwas zu klein ausfallen.
Es steckt also viel drin, denn lalle Figuren haben auch noch ihre eigenen Geschichten.

Cristina Henriquez hat einen epischen Ansatz und verwebt ziemlich viel in die Handlung, vielleicht zu viel. Nicht immer ist man als Leser dicht am Plot, da es manchmal zu ausufernd wird. Das Buch kann also nicht ganz überzeugen.
Trotzdem ist das Buch schon ganz gut geschrieben und absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 18.02.2025

Band 10 der rororo-Entdeckungen

Dienstmädchen für ein Jahr
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Dienstmädchen für ein Jahr von Sigrid Boo stammt aus dem jahr 1930.
Das Buch wird von der Erzählstimme der Protagonistin geprägt. Sie ist eine moderen junge Frau im Norwegen
Als Icherzählerin verfügt ...

Dienstmädchen für ein Jahr von Sigrid Boo stammt aus dem jahr 1930.
Das Buch wird von der Erzählstimme der Protagonistin geprägt. Sie ist eine moderen junge Frau im Norwegen
Als Icherzählerin verfügt sie über Frische und erfreulicherweise auch über Witz und Selbstironie.

Die verwöhnte Helga nimmt aufgrund einer Wette eijne Strelle als Diuenstmädchen für ein jahr an. Das fällt ihr anfangs nicht leicht.
In Form von Briefen berichtet sie ihrer Freundin, wie es ihr ergeht.
Streckenweise überzogen, weitgehend harmlos, aber immer munter setzen sich Helgas Erlebnisse fort.

Band 10 ist wieder eine zündende und lesenswerte Entdeckung in der Reihe.

Veröffentlicht am 16.02.2025

Time after time

Von hier aus weiter
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Das Buch beginnt mit einer drolligen Szene, in der die Protagonistin Marlene es nicht schafft, die Tür einer Toilettenkabine wieder zu öffnen und sich daher unten drunter rausrobben muss. Gleichzeitig ...

Das Buch beginnt mit einer drolligen Szene, in der die Protagonistin Marlene es nicht schafft, die Tür einer Toilettenkabine wieder zu öffnen und sich daher unten drunter rausrobben muss. Gleichzeitig ist Marlene in Trauer um ihren toten Mann.
Das ist typisch für das Buch, absurde wie ernste Momente zu mischen.

Marlenes Zustand der Wut und Trauer wird detailliert herausgearbeitet. Manche Momente erinnern mich an Daniela Kriens letzte Roman, in der die Hauptfigur auch in Trauer war, allerdings um ihr Kind.
Es kommt in Susann Pasztors Buch jedoch zu einem anderen Aspekt, als eine weitere Figur auftaucht: Jack Habermann, ein ehemaliger Schüler von ihr, jetzt Klempner und momentan obdachlos. Sie nimmt ihn bei sich auf.
Marlene und Jack verstehen sich gut, sie hat jetzt jemand zu reden und Jack ist eine offene, verständnisvolle Person.
Das Buch wird sehr dialogbetont und die Autorin beherrscht das.
Als dritte kommt noch die Ärztin Ida hinzu. Zu dritt fahren sie schließlich nach Wien. Die Unterstützung dieser Freund könnte der Weg zur Heilung sein. Eigentlich zu schön um wahr zu sein, aber es ist ein unterhaltendes Buch.

Veröffentlicht am 12.02.2025

Begegnung von Bretagne und Schwarzwald

Nur ein kurzer Sommer
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Astrid Lehmann ist nach eigenen Angaben französische Schwarzwälderin und daher ist es kein Wunder, dass sie in diesem Roman französische und deutsche Schicksale zusammenbringt.

In der Zeit der deutschen ...

Astrid Lehmann ist nach eigenen Angaben französische Schwarzwälderin und daher ist es kein Wunder, dass sie in diesem Roman französische und deutsche Schicksale zusammenbringt.

In der Zeit der deutschen Besetzung in der Bretagne 1940 werden zwei Menschen zusammengeführt: die schwangere Bretonin Anne-Marie und der deutsche Arzt Helmut. Dann gibt es noch eine weitere Hauptfigur im Schwarzwald, der anfangs sechsjährige Emil. Er wird den zweiten Teil des Buches im Vordergrund stehen.

Die Autorin baut ihre Figuren sympathisch auf und wie sie Helmut die Bretagne sehen und empfinden lässt, ermöglichen wunderbare Sätze über das Land.
Genauso deutlich wird aber die gleichzeitige Verdüsterung durch deutsche Untaten als Besatzer und in der Heimat.

Astrid Lehmann hat sich von der Geschichte ihrer Eltern inspirieren lassen und das gibt dem Buch eine ganz persönliche Note.

Meine Wertung: 4 starke Sterne für diesen Roman!

Veröffentlicht am 28.01.2025

Márta

Rückkehr nach Budapest
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Nikoletta Kiss wählt für ihren Roman „Rückkehr nach Budapest“ eine interessante Zeit und Konstellation: Zwischen Ungarn und DDR ab 1986.
Erzählt wird von der Ungarin Márta, die ihre Cousine Theresa in ...

Nikoletta Kiss wählt für ihren Roman „Rückkehr nach Budapest“ eine interessante Zeit und Konstellation: Zwischen Ungarn und DDR ab 1986.
Erzählt wird von der Ungarin Márta, die ihre Cousine Theresa in Ostberlin besucht und sich da in den Dichter Konstantin verliebt.Der wird aber der Freund von Theresa.
Konstantin leidet an der DDR. Er ist als Heimkind schlecht behandelt worden, seine regimekritischen Texte traut er sich deswegen nicht zu veröffentlichen. Aber Theresa will ein Manuskript von ihm nachWestdeutschland schmuggeln. Ein großes Risiko.

Die Handlung springt in den Zeiten. Es wird eindringlich erzählt, mit leicht melancholischen Ton. Es gibt die Szenen in der DDR. Dann wieder Jahre später ist gerade das Begäbnis von Theresa und Márta erinnert sich an vieles.

Es ist ein eher ruhiges Buch, dessen Stärke darin besteht, die Empfindungen der Figuren in dieser Zeit und Situation transparent zu machen.