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Veröffentlicht am 10.07.2025

Es ist egal, was andere Leute über dich denken.

Der Opa mit der rosa Hose
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In diesem Buch lernt man ein älteres Ehepaar und davon vor allem den Mann kennen, der seinen Mitmenschen gegenüber eher garstig ist. Außerdem ist er extrem sparsam, verwendet die Plastikmülltüte mehrfach, ...

In diesem Buch lernt man ein älteres Ehepaar und davon vor allem den Mann kennen, der seinen Mitmenschen gegenüber eher garstig ist. Außerdem ist er extrem sparsam, verwendet die Plastikmülltüte mehrfach, das Wasser der Badewanne nutzt er zum Spülen der Toilette. Seine Frau schämt sich dafür und ist deshalb auch traurig. Als er einen Enkelsohn bekommt, unterhält er sich schon von klein auf mit ihm und erklärt ihm schließlich, warum er sich so verhält. Denn er tut dies auch im Blick auf die kommende Generation…

Auf den Inhalt des Buches war ich sehr gespannt, da der Titel doch auch sehr interessant ist. Neugierig also darauf, was der Opa mit der rosa Hose so macht, habe ich es schließlich gelesen und mir meine Meinung gebildet.

Die Bilder im Buch sind absolut passend und schön, man kann so dem Opa die Mimik hier durchaus gut ablesen. Auch die weiteren Szenen sind gut bebildert.

Die Texte halten sich zu Beginn recht in Grenzen und sind eher kurz, später dann erklärend länger. Für Kinder ab vier Jahren sind diese gut verständlich und doch auch nachvollziehbar.

Inhaltlich habe ich das Buch als etwas hart empfunden. Den generellen Hintergrund des Buches, nämlich Klimaschutz bzw. Nachhaltigkeit für die nächste Generation zu leben, finde ich gut, die Umsetzung des Opas extrem rigoros. Das empfinde ich für Kinder als etwas zu extrem. Meiner Ansicht nach kann man dies auch auf andere Art und Weise kommunizieren, vor allem nicht mit so einem dauerhaft garstigen Großvater.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Wenn ein bisschen flunkern aus dem Ruder läuft…

Die Glücksschwindlerin
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Bei Wilma Wonneberg läuft’s grad nicht so gut, nachdem sie den Job verloren hat, bemerkt sie auch noch, dass es mit dem Freund aus ist. Als dann bei einem Treffen mit alten Freundinnen auch noch dazu kommt, ...

Bei Wilma Wonneberg läuft’s grad nicht so gut, nachdem sie den Job verloren hat, bemerkt sie auch noch, dass es mit dem Freund aus ist. Als dann bei einem Treffen mit alten Freundinnen auch noch dazu kommt, dass jede natürlich absolut erfolgreich ist, tischt sie eine Notlüge auf, gibt sich als Star-Influencerin aus. Das zieht einiges Chaos nach sich…

Tatsächlich klang die Geschichte des Buches für mich wirklich kurios, unterhaltsam und auch spannend. Der Schreibstil im Buch hat mir auch unheimlich gut gefallen, die Autorin schafft es, dass man immer wieder schmunzeln muss, über kleine, eingeflochtene Begebenheiten. Oder auch mal Wortwitze etc.

Grundsätzlich wurde ich hier wirklich gut unterhalten, es war lustig und spannend. Mir wurde es dann aber etwas zu viel bei der ganzen Angelegenheit, so wie wenn man sieht, wie jemand in sein Unglück rennt, weil er es eben absolut übertreibt. (so wie es eben in dieser Geschichte als Star-Influencerin ist, die Wilma definitiv nicht ist.) Es tat schon fast weh, hier manches zu lesen und zu erleben, wie sich Ereignisse überschlagen.

Für mich war die Lektüre dann einfach ein Stück zu viel des Guten, und ich muss dann sagen, dass ich einfach froh war, als ich die Geschichte auch hinter mir gelassen hatte. Grundsätzlich wurde ich lustig und gut unterhalten, eine gewisse Portion Spannung und Liebe sind auch enthalten.

Dennoch war’s für mich dann dennoch ein bisschen zu viel, von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Frittiert – und doch nicht triefend vor Fett.

Fettarm frittieren mit dem Airfryer
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Mit diesem praktischen Kochbuch im handlichen Format erhält man 80 unterschiedliche Rezepte, die man einfach, gesund und günstig mit der Heißluftfritteuse kochen kann. Von der heißluftfrittierten Kartoffel ...

Mit diesem praktischen Kochbuch im handlichen Format erhält man 80 unterschiedliche Rezepte, die man einfach, gesund und günstig mit der Heißluftfritteuse kochen kann. Von der heißluftfrittierten Kartoffel mit Lachs und Chili über Pizzabagels mit Peperoni-Salami bis hin zu Popcorn mit weißer Schokolade findet man hier wirklich unterschiedliche Rezepte.

Da ich selbst immer wieder gerne mit der Heißluftfritteuse koche, habe ich mir mit diesem Kochbuch durchaus Inspiration erhofft, Anregungen für neue Rezepte, generell neue Ideen. Leider hat mich das Buch nicht gänzlich überzeugen können.

Vorne im Buch erfährt man etwas zu grundsätzlichen Funktion der Heißluftfritteuse, anschließend etwas über Garzeiten und Temperaturen sowie Grundzutaten, die man im Vorratsschrank haben sollte. Darauf folgen die Rezepte in mehrere Kapitel unterteilt, beginnend bei den Vorspeisen und Snacks, über das schnelle Mittagessen, Fakeaways (Gerichte zum Mitnehmen) bis hin zur Kategorie Süßes. Von Arancini mit 'Nduja-Füllung (frittierte Reisbällchen) über Lachs mit Honig und Orange bis hin zum rote-Bete-Burger oder auch Donuts für Faule kann man wirklich verschiedenste Rezepte entdecken.

Die Einteilung in die Kapitel finde ich praktisch, auch die Übersicht über die Rezepte. Abgebildet ist immer das zubereitete Gericht, so dass man auch sehen kann, wie es dann in etwa aussehen sollte. Mich haben leider nicht so viele Gerichte angesprochen, die ich auch praktisch umsetzen kann und mich geschmacklich faszinieren. Gefüllte Mini-Wraps beispielsweise empfinde ich als gute und schnelle Variante der Heißluftfritteuse, wohingegen Reisbällchen schon längere Vorbereitungszeit benötigen. (Der Reis muss ja auch gekocht werden und abkühlen.)

Ich habe mich tatsächlich für den rote-Bete-Burger zur Zubereitung entschieden, der hier grundsätzlich sogar beim Kind echt gut angekommen ist. (Mein Kind mag rote Bete aber auch in sämtlichen Varianten – egal ob als Salat oder aus dem Ofen.) An der Umsetzung des Rezepts hatte ich leider vorab schon etwas Zweifel, mir fehlen für 500 g rote Bete aus dem Glas noch etwas die zusätzlichen Angaben. (Ganze Knolle, geschnitten, wie auch immer.) Vom Gefühl her hätte ich hier gegarte rote Beete verwendet (die ich bisher noch nicht im Glas gekauft habe), hab mich aber ans Rezept gehalten und auch brav mit dem Küchenpapier die rote Bete getrocknet. Für mich ist sowas in der Küche leider auch ein bisschen Verschwendung, ich muss aber sagen, dass ich auch keine Lust habe mir ein Geschirrtuch mit roter Bete zu verschmutzen. Die Vorbereitung hat natürlich etwas Zeit in Anspruch genommen, aber wie zu erwarten war die Masse eher noch recht flüssig/matschig. Geschmacklich grundsätzlich gut, aber das kenne ich ja von roter Bete, die ich gern mag.(Etwas nervig war dafür auch das Format des Buches, das Offenhalten war schwierig.

Auch sehe ich einen schnellen Sonntagsbraten aus der Heißluftfritteuse, den man in 45 Minuten darin zubereitet, nicht als schnelles Rezept für viel beschäftigte Leute.

Die Auswahl der Rezepte ist gut, sicher sind viele davon auch echt gesund und toll, bei mir kam die jetzt leider nicht so ganz gut an, für manche Sachen verwende ich einfach weiterhin gerne den Ofen.

Von mir gibt’s für dieses Kochbuch leider nur 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Luzie, der Ballonwettbewerb und ein Autor ohne Inspiration.

Luzie in den Wolken
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Zufällig findet Gabriel Bach, ein ausgebrannter Bestsellerautor, einen Ballon eines Wettbewerbs – mit einer Postkarte daran. Ein Mädchen wünscht sich einen neuen Papa. Das bringt Gabriel auf eine Idee, ...

Zufällig findet Gabriel Bach, ein ausgebrannter Bestsellerautor, einen Ballon eines Wettbewerbs – mit einer Postkarte daran. Ein Mädchen wünscht sich einen neuen Papa. Das bringt Gabriel auf eine Idee, so dass er wieder Lebensmut findet und kreativ wird. Mit manchen Folgen...

Auf die Geschichte war ich durchaus gespannt, denn der Klappentext klingt ja schon spannend. Inhaltlich ist das Buch dementsprechend durchaus emotional, spannend und auch unterhaltsam.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es ist alles soweit gut verständlich geschrieben. Manches hätte man in meinen Augen etwas abkürzen können, mit knapp 520 Seiten ist der Roman ja nicht gerade kurz.

Generell hat mir die Geschichte gefallen, mit der Zeit habe ich aber überlegt das Buch abzubrechen, was ich dann aber dennoch nicht getan habe. Es war für mich einfach zu turbulent, zu überdreht, zu viel „bitte auflösen“. Ich mag es einfach nicht, wenn man beim Lesen sieht, wie da Dinge völlig dubios laufen, gelogen wird, etc. Man merkt einfach, wie sich ein Protagonist in einem Lügengeflecht befindet, was immer bizarrer wird.

Mit der Zeit habe ich mich dann aber wieder mehr oder weniger mit dem Buch angefreundet, da ich das Endergebnis einfach wissen wollte. Die Geschichte rund um Luzie ist interessant angedacht, die Umsetzung war für mich leider eben nicht absolut gelungen. Ansätze waren für mich gut und in Ordnung, bei manch anderer Sache (auch sprachlich: „Können wir eine Palme?“ - Kinder im FunPark – für mich fehlt da „haben“, „bekommen“, etc.) bin ich einfach genervt gewesen.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Eine turbulente Kreuzfahrt.

Käpt'ns Dinner
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Maria plant ein Familientreffen auf hoher See. Praktischerweise ist ihr Bruder Lukas Kapitän, sie heuert nun als Bordshopleiterin an. Nach und nach steigt die weitere Familie zu, es gibt einige Überraschungen, ...

Maria plant ein Familientreffen auf hoher See. Praktischerweise ist ihr Bruder Lukas Kapitän, sie heuert nun als Bordshopleiterin an. Nach und nach steigt die weitere Familie zu, es gibt einige Überraschungen, zumal vor fünf Jahren bereits ein Familienmitglied über Bord ging. Auch diesmal gibt es einige Turbulenzen, nicht nur familiär…

Natürlich war ich sehr gespannt auf diese Geschichte, denn das Thema Kreuzfahrt finde ich selbst sehr interessant. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, die über 700 Seiten des Buches haben mich aber etwas abgeschreckt. Generell liest sich das Buch sehr angenehm, ist unterhaltsam, hatte für mich aber teilweise etwas Längen.

Die Geschichte ist wirklich lustig und kurios, manchmal ein bisschen sehr abgedreht. Bei der Reederei habe ich schon ein bisschen das Gefühl, dass ich erkannt habe, wer hier als Vorbild gedient hat. Meiner Ansicht nach eine Reederei mit vier bunten Buchstaben, zumindest passen die geschilderten Einrichtungen lokal auf dem Schiff. (Bei mir drei bekannten Reedereien kann ich das inzwischen ein bisschen unterscheiden.)

Generell war die Lektüre durchaus lustig, unterhaltsam und auch spannend. Ich kann jetzt gar nicht sagen, in welche Richtung es genau geht, denn es war einerseits ein Krimi, andererseits eine turbulente Familiengeschichte. Dennoch waren es für mich zu viele Themen auf einmal, was dem Buch eine unheimliche Länge beschert hat. Mir hätte es gereicht, wenn man manches etwas gekürzt oder nicht in dem übertriebenen Maße dargestellt hätte.

Insofern gibt es hier von mir 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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