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Veröffentlicht am 18.02.2025

Es bewegt sich doch

Bloß nicht bewegen - oder doch?
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Die Idee eines Mitmachbuches zum Thema Turnen und Toben habe ich ganz großartig gefunden. Gedacht ist das Buch wahrscheinlich für eher bewegungsfaule Kinder, um sie zu Bewegung zu motivieren. Als Bewegungsfaul ...

Die Idee eines Mitmachbuches zum Thema Turnen und Toben habe ich ganz großartig gefunden. Gedacht ist das Buch wahrscheinlich für eher bewegungsfaule Kinder, um sie zu Bewegung zu motivieren. Als Bewegungsfaul würde ich meinen Sohn nicht unbedingt bezeichnen. Eigentlich ist er eher das Gegenteil, nämlich ein kleiner Zappelphilipp. Ich habe mich trotzdem für das Buch entschieden, da ich gehofft habe, dass ich mit diesem Buch Anregungen bekomme, wie ich seinen schier unstillbaren Bewegungsdrang in geordnete Bahnen lenken kann.
Das Buch ist als Hardcover gestaltet und macht einen äußerst wertigen Eindruck. Die Covergestaltung finde ich sehr ansprechend und man siegt schon auf den ersten Blick wie die Charaktere im Buch gestaltet sind. Alle Tiere sind sehr liebevoll und realitätsnah dargestellt. Natürlich ein wenig verniedlicht, wie man sich es für ein Buch, welches als Zielgruppe Kinder ab 3 Jahre hat erwarten würde. Die Seiten sind meiner Meinung nach für Kinderhände noch ein wenig dünn gehalten, da sehe ich großes Potential, dass die eine oder andere Seite einreißen wird, wenn das Kind zu schwungvoll umblättert. Ist aber natürlich auch eine Frage, wie gut die Feinmotorik des Kindes schon ausgebildet ist.
Die Übungen selbst finde ich sehr gut, wenn auch teilweise ein wenig anspruchsvoll. Wobei meiner Meinung nach der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Buches weiter ansteigt. Die ersten Übungen sind eher noch einfach gehalten. Bei vielen Übungen werden gerade die 3jährigen sicher noch Unterstützung brauchen. Außerdem ist es vielleicht in jedem Fall sinnvoll, wenn der Erwachsene, welcher das Buch vorliest, auch die Übungen vorzeigt bzw. mitmacht Ich denke, dass ist für die Kinder auch viel lustiger und als Erwachsener profitiert man ja auch davon.
Dem Buch liegt auch ein Poster bei, auf dem das kleine "Bewegtsichnicht" noch einmal alle Übungen zeigt. An sich eine schöne Idee, um die Übungen immer wieder in Erinnerung zu rufen. Ich glaube, aber nicht das wir uns das ins Kinderzimmer hängen werden. Für Kindergärten finde ich das aber eine ideale Geschichte für den Bewegungsraum.
So großartig ich auch die Übungen und die Idee zu dem Buch finde, leider bin ich mit der Umsetzung nicht ganz glücklich. Man merkt dem Buch meiner Meinung nach an, dass der Fokus auf den Bewegungsübungen liegt. Deswegen wurde die Geschichte, die die Übungen miteinander verbindet, ein wenig vernachlässigt. Das finde ich äußerst schade, denn zum Vorlesen finde ich es leider nicht besonders lustig.
Durch die dürftige Geschichte wird mein Gesamteindruck leider ein wenig geschmälert. Und obwohl ich nur noch mal betonen kann, wie toll ich die Übungen finde und für wie wichtig ich Bewegung halte, befürchte ich, dass das Buch bei uns nicht besonders oft verwendet werden wird.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Hit the road Jack

Mordsmäuschenstill
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Ich kann mir nicht ganz genau erklären warum, aber beim Lesen des Buches musste ich die ganze Zeit an einen Film denken, den ich in den 90igern gesehen habe. "Das Traum-Team" mit Christopher Lloyd und ...

Ich kann mir nicht ganz genau erklären warum, aber beim Lesen des Buches musste ich die ganze Zeit an einen Film denken, den ich in den 90igern gesehen habe. "Das Traum-Team" mit Christopher Lloyd und Michael Keaton. Ähnlichkeiten zwischen dem Film und dem Buch gibt es nur ganz wenige, aber irgendwie habe ich die ganze Zeit daran denken müssen und vor allem immer an das Lied "Hit the road Jack" von Ray Charles denken müssen, welches im Film gesungen wird. Für mich ist das Lied quasi mein Soundtrack zum Buch geworden.
Mit der Ankündigung, dass es sich hierbei um einen irrsinnig lustigen Krimi handelt, wurde die Latte meiner Meinung nach ziemlich hochgelegt. Logischerweise erwartet man dann aber auch einen irrsinnig lustigen Krimi. Leider wurde ich dahingehend ein wenig enttäuscht.
Der Einstieg ins Buch viel mir leicht, der Humor war deutlich spürbar. Zu meiner großen Freude handelte es sich eingangs nicht um flache Witze, sondern um viel Skurrilität gepaart mit ein wenig schwarzem Humor. Leider ebbte dies ziemlich schnell ab. Es gab dann zwar noch einiges an Situationskomik und natürlich die doch teils äußerst skurrilen Schlafstörungen der vier Protagonisten, aber von irrsinnig witzig waren wir da weit entfernt.
Auch die kriminalistischen Elemente kamen ein wenig zu kurz. Natürlich geht es im Grunde darum, dass Nele, Jenny, Finn, Sascha und Phil den Mordfall an der Psychologin und Therapeutin Hanna lösen. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, umso mehr rückt das Lösen des Mordfalls ein wenig in den Hintergrund und die Beziehungsthematiken den fünf treten in den Vordergrund.
Das Buch selbst war nicht schlecht, aber durch die doch sehr euphorische Ankündigung und Vermarktung des Buches wurden meine Erwartungen zu hochgeschraubt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Nüchtern betrachtet ist das Buch von Natalie Tielcke kein Meisterwerk, aber durchaus ein solides Klamauk Buch, dass man einfach nicht zu ernst nehmen darf.
Meiner Meinung nach gibt es deutlich bessere und lustigere Krimibücher, aber andererseits auch viele die mit diesem Buch nicht mithalten können.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Zu wenig Fantasy, zu viel Schwarz-weiß

When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
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Der kraftvolle Titel und das wunderschön gestaltete Cover haben mich auf den ersten Blick angesprochen. Und auch der Klappentext klang vielversprechend. Erwartet hatte ich mir einen kraftvollen, feministischen ...

Der kraftvolle Titel und das wunderschön gestaltete Cover haben mich auf den ersten Blick angesprochen. Und auch der Klappentext klang vielversprechend. Erwartet hatte ich mir einen kraftvollen, feministischen Roman mit Fantasy Elementen. Irgendwie habe ich das auch bekommen, aber leider nur irgendwie.
Die Fantasy Elemente sind natürlich vorhanden, denn es wird immer wieder über Drachinnen gesprochen und viel öfter noch über Drachinnen geschwiegen. Ich hatte mir aber gedacht, dass sie eine viel zentralere Rolle spielen und der Fokus der Geschichte auf ihnen liegt. Dies ist aber meiner Meinung nach leider nicht der Fall oder zumindest den Großteil der Zeit nicht.
Lange Zeit habe ich die Drachinnen eher als eine Art Metapher angesehen. Starke, unabhängige Frauen, die sich von den Fesseln des Patriarchats lösen und ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen. So hat das Ganze für mich durchaus Sinn gemacht und war auch mit dem Feminismus Thema vereinbar. Dieser Gedankengang wurde dann aber wieder durch die Beschreibung und Handlungen der Drachinnen zerstört.
Des Weiteren hatte ich einige Probleme damit, wie die Drachinnen in die Alltagswelt eingebunden wurden. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, wie eine Drachin am Herd steht und das Mittagessen für ihre Familie zubereitet, wenn auf der einen Seite beschrieben wird, welch gigantische Ausmaße eine Drachin annahm. Auch das Drachinnen die den Führerschein machen war für mich einfach nicht greifbar, vor allem in einer Welt, die diese nicht wirklich akzeptiert und daher für sie auch nicht adaptiert ist. Wie um alles in der Welt passt eine Drachin in ein handelsübliches Auto?
Gut gefallen hat mir dafür die Hauptperson Alex, aus deren Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Zwar konnte ich ihre Handlungsweisen nicht immer gutheißen, aber aufgrund ihrer Erziehung und der äußeren Umstände konnte ich sie zumindest nachvollziehen. Als wirklich sympathisch würde ich Alex vielleicht nicht unbedingt beschreiben, aber ich habe mich mehr und mehr mit ihr anfreunden können. Positiv hervorheben möchte ich auch die Charakterentwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchlebt.
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und war zu Beginn äußerst enttäuscht und hatte enorme Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Dies wurde auch durch die (fiktiven) wissenschaftlichen Berichte und Gesprächsprotokolle die zwischen den Kapiteln eingestreut sind erschwert. Ich habe das Buch mehrmals aus der Hand gelegt und andere Bücher gelesen, bevor ich mich dazu überwinden konnte, hier weiterzulesen. Mit der Zeit bin ich immer mehr in die Geschichte hineingewachsen und konnte das Buch schlussendlich auch beenden. An vielen Stellen hat es sich aber gezogen wie Kaugummi.
"When Women were Dragons" ist per se kein schlechtes Buch. Es behandelt hingegen viele wichtige Themen, wobei das Patriachart und die Unterdrückung von Frauen nur eines von vielen ist. Leider finde ich die Umsetzung ein wenig verwirrend. Hier wären wir wieder bei der Frage, ob die Drachinnen als Metapher zu verstehen sind oder nicht. Außerdem finde ich, dass die Autorin zu oft in eine Schwarz-weiß-Sicht abdriftet. Ein paar mehr Graustufen hätten dem Ganzen vielleicht gutgetan.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Da wäre deutlich mehr drinnen gewesen

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Das Cover des Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch der Klappentext klang ansprechend und spannend. Daher war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Leider wurden meine ...

Das Cover des Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch der Klappentext klang ansprechend und spannend. Daher war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
Das Buch spielt in der Fantasiewelt Viridia, die leider für mich bis zum Schluss nicht wirklich greifbar war. Dies liegt vor allem an den doch eher spärlichen Beschreibungen der Welt. Die Autorin hat sich leider nicht die Mühe gemacht und die Welt zu durchdenken und zu beschreiben, sondern streut nur vereinzelte Brocken über die Geschichte und die Geografie Viridia ein. Sehr schade, denn für mich gehört zu einem gelungenen Fantasiebuch auch eine durchdachte Umgebung dazu.
Auch bezüglich der Charaktere hat sich es Autorin Tracy Banghart eher leicht gemacht. Ihre Beschreibungen der Schwestern Nomi und Serena sind zwar noch halbwegs akzeptabel, aber die meisten Nebencharaktere blieben für mich flache Gestalten ohne Tiefgang.
Die Geschichte selbst fand ich sehr interessant und fesselnd, wenn auch an vielen Stellen durchschaubar und vorhersehbar. Manche Dinge kamen mir auch aus anderen Büchern bereits bekannt vor. Dies passiert, aber natürlich immer wieder, vor allem wenn man viele Bücher aus dem gleichen Genre liest. In den meisten Fällen kann ich über den Punkt hinwegsehen, wenn die Charaktere und die Fantasiewelt vernünftig herausgearbeitet wurden.
Nomi und Serena waren für mich zu Beginn der Geschichte zwei interessant Charaktere, von denen ich mir viel erwartet habe. Vor allem in Nomi habe ich meine Hoffnungen gesetzt und ihr sturer, nicht angepasster Charakter hat mir gut gefallen. Leider hat sich dies sehr schnell geändert. Nomis Stärke verblasste über die Zeit immer mehr und sie wurde zu einem Spielball des Thronfolgers und seines Bruders. Gerade ihr hätte ich mehr Verstand und Skepsis gegenüber den höfischen Spielen zugetraut.
Das Thema Feminismus und Unterdrückung von Frauen ist allgegenwärtig, wenn auch sehr einfach gehalten und teilweise ein wenig klischeehaft. Dies kann ich der Autorin aber dahin gehend verzeihen, da es sich hierbei ja um ein Jugendbuch handelt und das empfohlene Lesealter bei 14 Jahren liegt.
Leider wird auch dieses Thema ein wenig zunichte gemacht, in dem beide Schwestern sich in mehr oder weniger kürzester Zeit in einen Mann verlieben bzw. sich von ihm abhängig machen. Die Stärke der beiden geht dadurch ein wenig verloren.
Meiner Meinung nach hat Autorin Tracy Banghart einiges an Potential ungenutzt gelassen und hätte aus der Geschichte und vor allem aus Serena und Nomi mehr machen können. Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte gefesselt und ich werde definitiv auch noch den zweiten Teil lesen.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Ganz nett, aber leider nicht mehr als das

Der Strickladen am Meer - Hollywell Hearts 3
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Bei diesem Hörbuch handelt es sich um den abschließenden Band der Hollywell Hearts Serie. Das Buch selbst ist in sich abgeschlossen und kann theoretisch auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen/gehört ...

Bei diesem Hörbuch handelt es sich um den abschließenden Band der Hollywell Hearts Serie. Das Buch selbst ist in sich abgeschlossen und kann theoretisch auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen/gehört werden. Dies war bei mir zum Beispiel auch der Fall. Allerdings muss ich einräumen, dass ich dieses Vorgehen nur bedingt empfehlen kann.
Gerade zu Beginn des Buches habe ich mir sehr schwer getan die handelnden Personen, vor allem Graces Freundinnen auseinander halten zu können. Dies wäre sicher deutlich einfacher gewesen, wenn ich die beiden vorhergehenden Bücher gelesen hätte. Mit der Zeit bin ich aber in die Geschichte hineingewachsen und die Autorin hat auch immer wieder Informationen aus den ersten beiden Teilen einfließen lassen.
Im Großen und Ganzen habe ich die Geschichte als ganz nett empfunden, allerdings fand ich sie nicht besonders originell oder fesselnd. Über lange Zeit dümpelt alles so ein wenig vor sich hin, das Ende der Geschichte ist vorhersehbar und es dreht sich alles immer ein wenig im Kreis. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Grace und Elliot erzählt. Ein mittlerweile gängiges Stilmittel, wobei in diesem Fall, beide Parteien von der gleichen Sprecherin, nämlich Lisa Rauen gelesen werden. Die Stimme der Sprecherin hat mir persönlich zugesagt und ich werde gerne wieder zu einem Buch greifen, dass von ihr eingesprochen wurde.
Zu Beginn der Geschichte waren mir eigentlich beide Hauptpersonen sehr sympathisch und ich hatte mich darauf gefreut, zu erfahren über welche Irrungen und Wirrungen die beiden ihre Liebe zueinander finden. Leider hat sich dieses Gefühl im Laufe des Buches verabschiedet und vor allem Grace hat mich immer mehr zu nerven angefangen. Ihre Abneigung gegen Ärzte, ihr Beharren auf Homöopathie und ihre etwas weinerliche Art waren einfach zu viel für mich.
Den Titel finde ich nach Abschluss des Buches ein wenig irritierend. Denn eigentlich geht es die ganze Zeit im Buch ums Häkeln und nicht ums Stricken, daher wäre „Der Häkelladen am Meer“ für mich stimmiger und passender gewesen. Prinzipiell hatte ich an einigen Stellen Schwierigkeiten mit dem Wording. Für mich war es nicht 100 Prozent stimmig, dass das Buch zwar in England spielt aber an vielen Stellen doch sehr bundesdeutsche Ausdrucke verwendet wurden.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass ich mir von dem Buch mehr erwartet und erhofft hatte. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu anspruchsvoll und zu verwöhnt von anderen Autorinnen.

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