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Veröffentlicht am 12.03.2025

Nicht so stark, wie der Erste, dennoch empfehlenswert

Apprentice to the Villain
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Der Schurke ist weg – gefangen vom König – und Evie Sage ist tot. Vorerst. Denn ein unglaublich cooler Auftritt lässt die Veranstaltung vom König ziemlich nach hinten los gehen, verschafft der Assistentin ...

Der Schurke ist weg – gefangen vom König – und Evie Sage ist tot. Vorerst. Denn ein unglaublich cooler Auftritt lässt die Veranstaltung vom König ziemlich nach hinten los gehen, verschafft der Assistentin vom Schurken eine Beförderung und versetzt das ganze Land in Aufruhr. Die Bürger schauen nämlich alle nur auf König Benedikt und seine Furchtlose Garde und übersehen dabei das Wichtigste. Während die Magie immer weniger wird, unsere liebste Schurkentruppe Nura Sage sucht und gleichzeitig versucht die Prophezeiung zu entschlüsseln, kommt ein Schurke nicht mit seiner Gefühlswelt und vor allem seiner plötzlich aufmüpfigen Magie zurecht. Wo soll das noch hinführen?

Der zweite Teil der „Assistant to the Villain- Reihe“ hat mich nicht so gefesselt wie der erste, da die Gedankenmonologe des Schurken betreffend seiner Gefühle zu Evie hin und her schwanken, wie ein Fähnchen im Wind. Die Story hat sich dadurch manchmal etwas gezogen, etwas wiederholt im Wortlaut, und man fragte sich doch schon, ob er es denn bald entscheiden kann.

Jedenfalls ist der Rest der Story voller Verstrickungen, witziger Wortgefechte, typisch tollpatschigen und doch irgendwie ziemlich coolen Aktionen von Evie und einer spannenden Handlung, die richtig aufregend und kreativ wurde. Ich hatte Spaß an den vielen Überraschungen und plötzlichen Wendungen, an den total unkonventionellen Hergängen, die die Autorin eingearbeitet hat, denn mich beeindruckt das jedes Mal sehr, das ich Hannah Nicole Maehrer so überhaupt nicht durchschauen, was ihren Handlungsverlauf angeht. Das ist einfach cool und kommt so selten bei mir vor.

Außerdem bin ich totaler Fan ihrer Nebencharaktere und den Nebengeschichten. Sie sind abwechslungsreich und lustig, aber auch so gefühlsbetont, das mir nie langweilig wurde.

Ich finde den Schreibstil von Hannah Nicole Maehrer unglaublich erfrischend, da man so viel zu lachen hat. Man darf die Bücher wirklich nicht zu ernst nehmen, da der Schreibstil regelrecht humorüberladen ist, aber genau das ist das Geniale da dran. Ein bisschen Blödsinn, eine große Portion Sarkasmus, viel Gefühl und kreative Spannungsbögen gepaart mit einem Hauch Tiefgang – ich war definitiv Fan und bleibe es im zweiten Teil noch immer.

Für mich ist es auf jeden Fall empfehlenswert und ich freue mich wahnsinnig auf den dritten Teil, da das Ende mit einem kleinen Cliffhanger echt super spannend war.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Eine faszinierende, kreative Geschichte

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen
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Christopher verbringt seine Ferien bei seinem Großvater, der ihn noch warnt nicht den Hügel zu betreten. Doch wie es manchmal so kommt, hören Kinder, die sich wahnsinnig langweilen, nicht immer und Christopher ...

Christopher verbringt seine Ferien bei seinem Großvater, der ihn noch warnt nicht den Hügel zu betreten. Doch wie es manchmal so kommt, hören Kinder, die sich wahnsinnig langweilen, nicht immer und Christopher tut es trotzdem, ent­deckt dabei ein Portal in eine andere Welt – und das fliegende Mäd­chen Mal. Zu­sammen brechen sie auf, um be­drohte Fabel­wesen zu retten und die Magie der Welt dort zu erkunden, denn irgendwas stimmt damit nicht.

Mal und Christopher bilden das Duo, das sich sehr schnell anfangs im Buch findet. Beide Charakteren sind zwar schnell greifbar und auch sympathisch, ich hätte mir allerdings mehr Informationen zu ihren Hintergründen gewünscht. Das würde der Geschichte einfach mehr Tiefgang geben.

Der Schreibstil von Katherine Rundell ist gut verständlich, bildgewaltig und leicht zu lesen. Der Einstieg fiel mir daher leicht und durch die besondere Art zu Schreiben wurde man sofort ins Geschehen gezogen. Mir persönlich gefällt ihre Art zu beschreiben sehr, da ihre Liebe zum Detail zu spüren ist, allerdings hat mein 12 Jähriger das nicht immer zu schätzen gewusst. Vor allem das Glossar diente eher als Nachschlagewerk, als es vorher zu lesen und ich könnte mir vorstellen, das Kindern das zu viel ist.

Die Fantasywelt ist auf jeden Fall richtig toll zu entdecken, das Archipel interessant dargestellt und die vielen Tierwesen super cool. Leider bin ich mir nicht sicher, ob das Buch auch wirklich schon für 10 – Jährige geeignet ist. Es werden einige Kämpfe und Verwundungen ziemlich genau beschrieben, auch der Tod wird nicht ausgespart. Immer wieder werden Parallelen zwischen dem drohenden Untergang des Archipels und den realen Bedrohungen für unsere Welt gezogen, was der Geschichte eine ziemlich ernste Note verleiht. Ich würde es eher Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen, da ich selbst bei meinem Sohn gehadert habe, ob er es lesen sollte.

Ich habe die Story genossen, fand die magische Welt und damit verbundene Atmosphäre fesselnd. Ich habe mich nicht gelangweilt, der richtige Sog fehlte allerdings leider. Ich wäre auf den zweiten Teil gespannt und kann euch das Buch empfehlen, da man trotzdem gerne wissen möchte, wie es weiter geht.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Hörbuchrezension - zart und emotional

Find Me Under The Moonlight
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Tauchen wir wieder ein in das Thema Sterne, Astrologie und dazu die Weiten der heimeligen Buchseiten…

Gemma ist eine sympathische, selbstbewusste und sehr freundliche Person, die das Leben gerne genießt ...

Tauchen wir wieder ein in das Thema Sterne, Astrologie und dazu die Weiten der heimeligen Buchseiten…

Gemma ist eine sympathische, selbstbewusste und sehr freundliche Person, die das Leben gerne genießt und ihren Wohnort öfters wechselt um zu reisen. Ambrose lebt quasi in seinem Buchladen. Er ist etwas eingefahren und eigenbrötlerisch, charismatisch und zudem wirklich liebenswert – wenn auch auf seine ganz eigene Weise.

Die Hauptcharaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und doch ergänzen sich ihre Eigenschaften so zauberhaft, dass ich Gänsehaut bekommen habe. Sowohl Gemma als auch Ambrose haben Erfahrungen mit Menschen gemacht, die sie geprägt haben, ihnen Wunden in ihrer Seele zugefügt, die sich nicht so leicht heilen lassen – und schon gar nicht vergessen. Das beeinträchtigt den Verlauf der Story natürlich sehr und wir erleben viele emotional berührende Situationen.

Corinna Dorenkamp und Fynn Engelkes waren ganz tolle Wahlen für die Protagonisten und ich mochte ihre Art die Zwei zu sprechen. Corinna Dorenkamp hat Gemma eine quirlig freche Note verliehen, sanft im Umgang mit Menschen und doch stark und frech. Fynn Engelkes hat eine ausdrucksstarke Stimme, die Ambrose ansprechend intensiv wirken ließ. Zudem haben beide Sprecher angenehm gelesen und den Hauptpersonen Leben eingehaucht.

Ich finde halt, die Story wirkt etwas weich, ein wenig sehr romantisch und zart. Mir fehlt ein wenig die explosiven Leidenschaft und gerade in der Zeit zu dem Uni-Absolvententreffen war das Miteinander, das immer wieder distanziert wurde, anstrengend. Es wirkte manchmal zu sanft gehalten.

Ansonsten habe ich das Buch aber genossen. Lena Herzberg hat eine tolle Art zu schreiben, flüssig, leicht und locker, sodass ich gut durch das Hörbuch kam. Ich würde wieder zu einem Buch der Autorin greifen.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Ein runder Abschluss

Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 2)
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Nach dem überraschenden Unfall auf dem Heimweg, als Tate und Katrina von einem anderen Auto erfasst wurden, beginnt das Buch im Krankenhaus. Schwere Zeiten stehen der Familie bevor und die Aufgabe, die ...

Nach dem überraschenden Unfall auf dem Heimweg, als Tate und Katrina von einem anderen Auto erfasst wurden, beginnt das Buch im Krankenhaus. Schwere Zeiten stehen der Familie bevor und die Aufgabe, die Tod Katrina gegeben hat schwebt über ihren Lieben, wie ein Damoklesschwert. Ist es Tate, der sterben wird? Ist die Sache eh hinfällig und nun schon erledigt? Oder wird jemand anderes sterben und wer steckt nun hinter den ganzen Vermissten? Fragen über Fragen.

Der erste Teil hat mich umgehauen. Er war unglaublich spannend, erfrischend und witzig, daher hab ich mich sehr auf Band 2 gefreut. Grundsätzlich kann ich auch auf jeden Fall sagen, dass die Handlung spannend weiter geht. Leider haben die schlagfertigen Dialoge etwas nach gelassen. Es passt zur Handlung, weil die doch zum Großteil aus vielen sorgenreichen Momenten besteht, aber ein bisschen hat mir das gefehlt. Tina Köpke hat mit vielen gefährlichen Situationen aufgewartet und ich konnte mich nicht vom Buch lösen – die vielen aufgebauten Spannungsmomente halfen wunderbar dabei.

Die schon aus dem ersten Teil bekannten Sprecher Rebecca Veil und Louis Friedemann Thiele sind perfekt für die Persönlichkeiten und wurden den Charakteren absolut gerecht. Es hat Spaß gemacht, nochmal in dieses Setting einzutauchen.

Ihr seht, da kommt ein Aber. Denn leider kann ich nicht die höchste Bewertung geben, denn was ich in Band 1 so toll fand – die kreative, neue Welt der Untoten – war zwar im 2 noch da, aber einfach nicht mehr überraschend. Der Schreibstil ist und bleibt wirklich toll und man kann das Buch super runter lesen bzw. hören. Aber es war durchweg vorhersehbar und hat mich einfach überhaupt nicht mehr überrascht. Ich wusste bei jeder Entscheidung, was gleich passieren würde und selbst das Ende, was relativ angenehm gelöste wurde, habe ich mir schon vorher gedacht. Das klingt irgendwie etwas gemein, aber für mich wirkte es, als würde Schema F abgearbeitet werden und dann passt das. Ich kann es leider nicht besser beschreiben. Klar wusste ich nicht, warum die „böse Person“ tut, was sie tut. Aber ich wusste schon wer es war und das da einfach dann nicht mehr dahinter steckte und keine Überraschungen mehr statt fanden, auch das Ende eben genauso kam, wie ich es mir schon dachte, hat mich etwas enttäuscht.

Ich finde, Tina Köpke ist eine talentierte Autorin, die mit Band Eins wahnsinnig gut vor gelegt hat und mit Band 2 zwar einen runden Abschluss geschaffen hat, den man auch gut lesen konnte, der mich aber leider nicht so aus den Socken gehauen hat, wie der erste Teil. Ich hätte mir hier genauso viel Kreativität, wie bei Band 1 gewünscht und ein paar Überraschungen.

Trotzdem kann ich euch die Story empfehlen zu hören. Für Zwischendurch ist sie unterhaltsam und dir Charaktere sind absolut liebenswert!

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Ein tolles Spin Off mit ein paar Schwächen

Sweet Nightmare
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Clementine Calder, eine Mantikor und Cousine von unserer geliebten Calder aus den Katmere Academy Chroniken hat es ja mal richtig besch… eiden getroffen. Ihre Mutter ist eine Emanze, die alles unter Kontrolle ...

Clementine Calder, eine Mantikor und Cousine von unserer geliebten Calder aus den Katmere Academy Chroniken hat es ja mal richtig besch… eiden getroffen. Ihre Mutter ist eine Emanze, die alles unter Kontrolle haben möchte und die mich im Laufe des Buches abartig Nerven gekostet hat. Gefühlt zu viele ihrer Lieben sterben die letzten Jahre und dazu kommt, dass Clementine ständig die Monster im Keller der Akademie versorgen muss. Strafdienst… wegen irgendwelchem Quatsch.

Im Prinzip ist der erste Teil eine Mischung aus Tod, schicksalshafter, wenn auch etwas schnell gebotener Liebesgeschichte und wahnsinnig vielen Lügen und Geheimnissen, die alle aufgedeckt werden und jedem den Boden unter den Füßen weg reißen.

Leider ist das nicht immer nur positiv gemeint, denn auch wenn ich unfassbar schnell über die Seiten geflogen bin, zwischendurch sogar das Hörbuch gehört habe, hat Tracy Wolff es so gut mit actionreichen, dramatischen und gefährlichen Szeneplätzen gemeint, das man das Gefühl hatte, erschlagen zu werden. Es wäre schön einige Punkte etwas entschleunigter serviert bekommen zu haben, da die Emotionen so viel intensiver hätten wirken können. Manches wirkte einfach blass und wie im Vorbeirennen mal schnell bemerkt und dann abgetan.

Positiv fand ich die neuen Wesen und ihre Eigenschaften. Ich möchte da gar nicht viel erzählen, aber Jude ist schon sehr interessant und seine Magie total spannend. Überhaupt ist die Storyline ja stark um ihn herum gebaut, auch wenn man aus Clementines Sicht liest, und ich wurde absolut abgeholt. Die Sogwirkung hatte mich im Griff, trotz der Macken. Und im Nachhinein habe ich dann auch erfahren, dass dieses Spin Off als einzelner Band aus Sicht von Clem und Jude geschrieben wurde – im nächsten Teil geht es nämlich um Mozart und Simon und nun verstehe ich auch das Tempo in der Liebesgeschichte. Nichtsdestotrotz hätten die beiden mehr Raum für ihr Happy End, zumindest was man als dieses betiteln kann, gebrauchen können.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht, da das Setting und die Idee schon sehr catchend war und ich mich nicht lösen konnte und ich habe diese kleine Truppe sowas von ins Herz geschlossen – ich muss weiter lesen.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung, aber auch eine klare Empfehlung „Die Katmere Academy Chroniken“ vorher zu lesen. Sonst fehlt euch einfach ein bisschen Insiderwissen, was das ganze irgendwie noch intensiver macht.

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