Die Natur ist grausamer als sie auf den ersten Blick scheint. Nur sind viele ihrer Täter winzig klein und können ihr Tun dadurch gut vor uns verbergen. Mir jedenfalls war nicht klar, welch Ausmaß all das ...
Die Natur ist grausamer als sie auf den ersten Blick scheint. Nur sind viele ihrer Täter winzig klein und können ihr Tun dadurch gut vor uns verbergen. Mir jedenfalls war nicht klar, welch Ausmaß all das hat, wie weit verbreitet z.B. Parasitenbefall ist und wie grausam ihre Methoden mitunter sind. Aber auch Viren und Bakterien haben so einiges drauf, was man ihnen nicht zutrauen würde. Da verhalten sich z.B. Zwischenwirte plötzlich völlig irrational um sich dem Wunsch des Erregers entsprechend zu opfern. Und Parasiten bringen ihren Wirt dazu, sie zerlöchert wie ein Zombi bis in den Tod zu schützen.
Bei derartigen Verbrechen bleibt der Grusel definitiv nicht aus. Ja, der Titel hält was er verspricht und gibt Einblicke in wirklich zahlreiche tierische Verhaltensweisen. Größere Tiere und Pflanzen sind auch im Buch vertreten, jedoch erst gegen Ende und bei weitem nicht so zahlreich wie die Klein- und Kleinstlebewesen.
Alles in allem aber fand ich dieses Buch unheimlich interessant. Ich habe wahnsinnig viel Neues erfahren und werde zukünftig die Natur sicher mit anderen Augen sehen.
Joanna Gaines wird sicher vielen schon aus Fixer Upper bekannt sein. Doch neben ihrem Händchen fürs Dekorieren und Renovieren ist sie auch eine begnadete Köchin.
Dieses grüne ‚Magnolia Table‘ ist sogar ...
Joanna Gaines wird sicher vielen schon aus Fixer Upper bekannt sein. Doch neben ihrem Händchen fürs Dekorieren und Renovieren ist sie auch eine begnadete Köchin.
Dieses grüne ‚Magnolia Table‘ ist sogar bereits das dritte ihrer Kochbuchreihe. Ich besitze alle und ich kann mit Fug und Recht behaupten: dieses ist mein Liebstes!
Stilistisch reiht es sich hervorragend zu den bereits erschienenen Büchern ein. Joannas Style ist unverkennbar und zeigt sich nicht nur in der Gestaltung der Bilder, sondern auch in der Auswahl an Rezepten, in der auch ihre multikulturelle Herkunft berücksichtigt und mit sich bewährten Rezepten aus dem Freundeskreis ergänzt wird. Was unterscheidet nun dieses Buch von den vorangegangenen oder gar von anderen? Ich habe für mich recht schnell festgestellt, dass mich die Auswahl der Rezepte hier sehr viel mehr anspricht, mehr meinem persönlichen Geschmack entspricht. Auch sind die Rezepte miteinander kombinierbar. Hauptgericht und Beilagen werden getrennt aufgeführt. Manche der Gerichte sind weniger alltagstauglich, da sie einiges an Vorbereitung und Zeit beanspruchen, andere dagegen deutlich einfacher. Das Buch deckt dadurch nicht nur geschmacklich, sondern auch im Arbeitsumfang und Anlass eine große Bandbreite an, die mir sehr gelegen kommt.
P.S. Entgegen sonstigen amerikanischen Gepflogenheiten, werden hier die Rezeptmengen in Gramm und Milliliter angegeben, nicht in Cups.
Kennt ihr das, wenn ihr nach der Lektüre von einem Buch noch ganz beseelt seid? Wenn die Gedanken noch immer um die Geschichte kreisen und ihr euch zurück ins Geschehen wünscht?
So erging es mir mit „Flora ...
Kennt ihr das, wenn ihr nach der Lektüre von einem Buch noch ganz beseelt seid? Wenn die Gedanken noch immer um die Geschichte kreisen und ihr euch zurück ins Geschehen wünscht?
So erging es mir mit „Flora Magica“. Ich hab mich in den Seiten verloren, in dieser märchenhaft entrückten Atmosphäre und der Magie der Pflanzen. Auch für mich wurde die Villa Cunabula rasch zum Sehnsuchtsort und Flora eine Frau, der ich nur zu gerne einmal begegnet wäre. Die Faszination ihrer Urenkel für die Macht der Pflanzen konnte ich daher sehr, sehr gut nachvollziehen und ich habe mich mit ihnen so verbunden gefühlt. Es ist aber auch spürbar, dass dieses Band der Auftakt einer Serie ist, der erst den Grundstein für ein größeres Abenteuer legt. Man erhält schon etwas Einblick in die Magie, doch vieles bleibt auch noch sehr vage- wie Samen, die erst noch keimen und erblühen.
Aus jeder geschriebenen Seite und aus jeder dieser wunderschönen, außergewöhnlichen Illustrationen spricht so viel Herzblut! Da sind abgedruckte Briefe, Pflanzenportraits von realen und magischen Gewächsen, ihrer Mystik und ihrem Nutzen, Hintergrundwissen und bewegende Zitate, die schwarz-weißen Bilder greifen die Handlung wunderbar auf, sie sind faszinierend schön und detailreich. Dazu enthält die Geschichte erstaunlich viel Tiefe und Wahrheit. Sie spricht sehr emphatisch von Verlust und Tod, von Familie und Zugehörigkeit, enthält aber auch schon zarte Andeutungen Richtung Pharma- und Agrarindustrie.
Für mich ist dieses Buch absolut gelungen. Es hat mich verzaubert und berührt. Wir, ich und meine Kinder sind fasziniert von Pflanzen, deren Wirkung und lieben die Natur, haben aber auch ein Faible für magische Geschichten. „Flora Magica“ war für uns ein absoluter Volltreffer!
Gut 330 Seiten in nur wenigen Tagen vorzulesen - Gott, mir tut jetzt noch der Hals davon weh. ABER es hat sich gelohnt und ich konnte das Drängen um mehr seitens meiner Tochter nur allzu gut verstehen. ...
Gut 330 Seiten in nur wenigen Tagen vorzulesen - Gott, mir tut jetzt noch der Hals davon weh. ABER es hat sich gelohnt und ich konnte das Drängen um mehr seitens meiner Tochter nur allzu gut verstehen. Denn auch mich hat Mottes Geschichte unheimlich gepackt!
Motte, die eigentlich Schmetterling heißt, ist ein Mädchen, das so ganz anders ist als ihre Mutter sie sich wünscht. Sie macht sich nämlich nichts aus Klamotten oder Haaren. Hübsch zu sein kümmert sie nicht. Sie trägt schwarz, sie ist etwas mollig und vor allem abenteuerlustig. Und so kommt es, dass sie eines Tages unter der Anleitung von Lehrer Lukas und gegen den Willen ihrer Mutter, mit dem Metallfischen beginnt. Doch dann bleibt der Magnet bleibt an einem im Schlamm verborgenen U-Boot hängen und reißt Motte in ein unerwartetes Abenteuer.
Ich liebe es, wie fein, emphatisch und bildlich diese Geschichte erzählt wird. Dazu bereichern alle im Buch vorkommenden Personen mit ihrem Charakter und ihren Eigenarten die Handlung auf eine sehr individuelle Weise. Motte als Protagonistin, gefiel mir dabei besonders gut und auch Lehrer Lukas oder Lelie haben mich sehr beeindruckt. Motte und ihre Mutter verstehen sich jedoch nicht gut. Dies liegt hauptsächlich an den sich deutlich voneinander unterscheidenden Interessen der beiden und dem Druck als alleinerziehende Mutter, den Unterhalt zu bestreiten. Und letzteres wird leider dank des unsympathischen Arkon Boldwerd immer schwieriger. Die ganze Stadt leidet unter diesem selbstbezogenen Millionär. Doch mit Mottes U-Boot könnte sich all das vielleicht bald ändern. Wie das sein kann? Das lest ihr im Buch…
Die Geschichte hatte auf uns eine ungeheure Sogwirkung. Sie hat erstaunlich viel emotionale Tiefe, zeigt, wie kostbar etwas wertlos erscheinendes sein kann und wie der erste Blick (auch in Bezug auf Menschen) auch täuschen kann. Motte findet unter den heruntergekommenen Metallfischern rasch Freunde und ein Paradies in einer aufgegebenen Werft. Mit einem gemeinsamen Feindbild vor Augen, einer Mission und gegenseitiger Wertschätzung, Vertrauen und Unterstützung aber schaffen sie wirklich Grosses.
Mottes Geschichte wird aber zugleich von einer Vielzahl von Illustrationen unterstützt, die hier unbedingt auch Erwähnung finden müssen. Sie sind allesamt nur dreifarbig, wobei selbst die Farbgebung sich mit dem Rostrot stark an der Handlung orientiert. Die Bilder sind recht detailliert gestaltet, zeigen Ausschnitte aus der Handlung und nehmen dabei gerne auch mal eine oder 2 gesamte Buchseiten ein. Teilweise besitzen die Bilder sogar Wimmelbuchcharakter.
Wir sind Mottes Abenteuer und dem Charme dieses Buches jedenfalls vollkommen erlegen. Motte wird uns noch lange beschäftigen und erhält hier auf jeden Fall Zugang zum Lieblingsbuch-Regal.
Und ja, es ist ein absolutes MUST READ, dass ich nur jedem ans Herz legen kann und dazu auch eine wunderbare Geschenkidee.
„Die Pferdemagie erwacht“ ist das erste Band einer ganz neuen magischen Reihe für junge Pferdeliebhaber ab circa 6 Jahre. Gelesen mit schöner, sanfter Stimme und in, für Kinder sehr gut verständlichem ...
„Die Pferdemagie erwacht“ ist das erste Band einer ganz neuen magischen Reihe für junge Pferdeliebhaber ab circa 6 Jahre. Gelesen mit schöner, sanfter Stimme und in, für Kinder sehr gut verständlichem Tempo liest Kristin Alia Hunold über ein Mädchen namens Elli, die mithilfe verwunschener Farben ein Land bereist, in dem Pferde wild leben und Magie existiert. Doch diese ist, am Tag ihres Erscheinens außer Kraft gesetzt und Elli muss den Pferden helfen, sie wiederzuerlangen.
Ich habe dieses Hörbuch gemeinsam mit meiner Tochter gehört und beide waren wir begeistert von der märchenhaften Atmosphäre der Geschichte, der emphatischen Erzählweise und dem sehr kreativen und spannenden Abenteuer. Trotz der verzauberten Welt wirkte das Geschehen sehr glaubhaft und greifbar. Mir als Mutter fiel jedoch eine etwas stärkere Betonung mancher Wörter auf, die mir teilweise etwas zu gewollt erschien. Mein Kind aber störte sich überhaupt nicht daran, erwähnt haben möchte ich es dennoch.
Schön ist auch, dass ein pferdeliebender Junge zur Geschichte gehört und die Handlung damit nicht zum reinen Mädchenabenteuer wird.
Ich kann dieser Reihe jedem jungen Pferdefreund, der Lust hat diesen Tieren mal auf magischer Weise zu begegnen, nur sehr ans Herz legen. Umbra ist toll und läd wirklich zum Träumen ein.