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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Jack the Ripper 2.0

Die Blutlinie
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Ein Jack the Ripper-Nachahmer geht um. FBI-Agentin Smoky Barrett und ihr Team versuchen diesen zu fassen. Gleichzeitig muss sich Smoky ihrer dunklen Vergangenheit stellen und versuchen diese zu verarbeiten.

Ein ...

Ein Jack the Ripper-Nachahmer geht um. FBI-Agentin Smoky Barrett und ihr Team versuchen diesen zu fassen. Gleichzeitig muss sich Smoky ihrer dunklen Vergangenheit stellen und versuchen diese zu verarbeiten.

Ein spannender Auftakt der Smoky-Barrett-Reihe, der allerdings nichts für schwache Nerven ist.
"Die Blutlinie" ist nicht nur unglaublich spannend, aufgrund des "Katz-und-Maus"-Spiels zwischen dem FBI-Team und dem Serientäter, sondern auch sehr blutig, da Cody McFadyen die Taten des Serientäters sehr detalliert darstellt.
Besonders gut hat mir allerdings gefallen, dass die Hauptfigur Smoky keine Heldin im klassischen Sinn ist, sondern auch ihre Ecken und Kanten hat. Im Laufe des Buches kommt sie immer in Situationen, in denen sie über sich hinaus wachsen und sich dabei ihrer Vergangenheit stellen muss.
Ein Thriller den man nicht aus der Hand legen kann und der Lust auf mehr macht! Top!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rockstar vs Freund

Thoughtless
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Kiera zieht mit ihrem Freund Denny nach Seattle. Denny hat dort eine neue Stelle gefunden und Kiera studiert dort an der Universität. Da beide kein Geld haben, kommen sie bei Dennys bestem Freund Kellan ...

Kiera zieht mit ihrem Freund Denny nach Seattle. Denny hat dort eine neue Stelle gefunden und Kiera studiert dort an der Universität. Da beide kein Geld haben, kommen sie bei Dennys bestem Freund Kellan unter. Dieser ist der Leadsänger von einer Kneipen-Band. Da Denny aufgrund seines Jobs für einige Zeit in eine andere Stadt musste, kommen sich Kiera und Kellan näher.

Das Buch war eher ein Spontankauf, sodass ich mich vorher nicht informiert hatte, worum es ging oder wie es anderen Lesern gefallen hat. Doch für mich hat es sich gelohnt.
Kaum begegnet Kiera dem Rockstar und Aufreißer Nummer 1 der Stadt, Kellan Kyle, fühlt sie sich auch schon zu ihm hingezogen. Sie ertappt sich selbst dabei, wie sie ihn ständig anstarrt, sodass es nicht lange beim Anschauen bleibt. Nachdem sie das erstmal Mal miteinander geschlafen haben, ist Kiera geplagt von Schuldgefühlen gegenüber ihrem Freund. Natürlich war von Anfang an klar, dass sich zwischen Kiera und Kellan etwas entwickeln wird, sodass das nicht überraschend kam. Allerdings wird die Spannung dadurch hochgehalten, dass man sich ständig gefragt hat: Wann erfährt Denny davon? Für wen entscheidet sich Kiera am Ende - für ihren treuen Freund Denny oder dem verboten gut aussehenden Aufreißer? Was hat Kellan zu verbergen?
Die Gedanken und Gefühle von Kiera werden so authentisch dargestellt, dass man sich gut in sie hineinversetzen konnte. Obwohl ich zu Anfang einen Favoriten (Kellan oder Denny) hatte, haben die hin- und hergerissenen Gedanken von Kiera es geschafft, dass ich selbst meinen Favoriten ständig gewechselt habe. Kieras Situation ist von Anfang nicht einfach gewesen, sodass aus meiner Sicht ihre emotionale Achterbahnfahrt genau richtig getroffen wurde. Nicht zuletzt punktet das Buch durch die verbotenen Szenen zwischen Kiera und Kellan.
Für mich hatte das Buch genau den richtigen Mix zwischen Spannung und Emotionen, sodass man sich ständig gefragt hat, was wohl als nächstes passiert.

Veröffentlicht am 01.07.2025

seichte Geschichte ohne Spannung

Words Like Feathers
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Inhalt
Olivia kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Zusage für das CineStage Hills erhält. Das ist ein Workshop für alle, die etwas mit Film, Theater oder Kino zu tun haben. Als sie dann jedoch dort ...

Inhalt
Olivia kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Zusage für das CineStage Hills erhält. Das ist ein Workshop für alle, die etwas mit Film, Theater oder Kino zu tun haben. Als sie dann jedoch dort auf Tristan trifft, möchte sie am liebsten wieder nach Hause. Denn Tristan ist nicht nur ein bekannter Schauspieler und als Stargast vor Ort, sondern auch Olivias Exfreund und Bruder ihrer besten Freundin. Damit holt sie ihre Vergangenheit ein, denn Tristan weiß bis heute nicht, was damals vorgefallen ist...

Meine Meinung
Ich mag Bücher, in denen es um Schauspiel und Film geht immer sehr gerne, weshalb ich sehr neugierig auf diese Geschichte war. Doch leider muss ich sagen, dass sie mich nicht ganz so überzeugen könnte.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Er hat meine Neugier geweckt und ich konnte mich schon gut auf die Geschichte einlassen. Es wurden direkt auch ein paar Fragen aufgeworfen, was Olivias Persönlichkeit und damit auch das Thema, um das es hier geht, aufgeworfen. Anfangs weiß man noch nicht groß etwas darüber, weshalb man nach und nach erst immer mehr erfährt und davon berührt wird. Das war aber leider auch schon das interessanteste und spannendste an der Geschichte, was ich schade fand. Ich hatte damit gerechnet, dass auch rund um den Workshop Spannung entsteht, aber leider passierte da fast gar nichts. Man erlebt zwar die Aufgaben usw mit, aber es gab keinen Punkt, der mich da fesseln oder auf den man hinfiebern konnte (wie beispielsweise Prüfungen oder so). An der Stelle plätscherte die Handlung leider etwas vor sich hin und war mir zu seicht. Auch die Entwicklung der Beziehung zu Tristan war von der Frage geprägt, was damals vorgefallen ist und weniger, wie sie sich nun jetzt entwickelt. Das wurde leider dann sehr schnell abgehandelt und hinterließ nur am Ende vielleicht ein bisschen Spannung.
Das Thema, um das es hier geht fand ich hingegen gut ausgearbeitet und rüber gebracht. Die emotionale Seite kam wunderbar zur Geltung und man konnte sich gut in Olivia hinein versetzen.
Schön fand ich auch, dass es viele Anspielungen auf Filme und Serien gab und diese auch richtig gut eingebunden wurden.

Olivia hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Sie hat ihre Ecken und Kanten, ist eine vielschichtige Persönlichkeit und hat Entwicklungspotenzial. Leider blieben aber alle anderen Protagonisten, allen voran Tristan, ziemlich blass ihr gegenüber. Das war natürlich vor allem bei Tristan sehr schade. Die Dynamik und Harmonie zwischen ihnen hatte dadurch auch ihre Ecken und Kanten, weil Tristan einfach nicht greifbar war.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich flüssig lesen und die Gefühle und Emotionen wurden greifbar gemacht. Die Atmosphäre war warm und freundlich, hatte aber an den entscheidenden Stellen auch etwas emotionales und bedrückendes an sich.

Insgesamt war das eine sehr schöne und seichte Geschichte. Für mich hätte sie allerdings mehr Potenzial gehabt, was die Spannung angeht, die mir hier leider gefehlt hat.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2025

starke Geschichte mit Schwächen

If the Moon Triumphs
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Inhalt
Lilith ist eine Hexe, möchte aber mit ihrer Magie nichts zu tun haben, weshalb sie sich von ihrem Zirkel gelöst hat. Dann lernt sie Marek kennen, der sich plötzlich nach ihrer gemeinsamen Nacht ...

Inhalt
Lilith ist eine Hexe, möchte aber mit ihrer Magie nichts zu tun haben, weshalb sie sich von ihrem Zirkel gelöst hat. Dann lernt sie Marek kennen, der sich plötzlich nach ihrer gemeinsamen Nacht in einen Werwolf verwandelt. Als es dann auch nicht mehr Tag wird, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu ihrem Zirkel zurückzukehren, um Marek zu helfen und herauszufinden, was eigentlich vor sich geht...

Meine Meinung
Das Cover passt perfekt zur Geschichte. Es ist düster und magisch, genau, wie die Geschichte.
Dadurch, dass es quasi die ganze Geschichte über nur düster und dunkel ist, wirkt die Geschichte ebenfalls ein bisschen bedrückend und dunkel. Das führte leider dazu, dass diese Atmosphäre sich auch auf mich übertragen hat und somit auch die schöneren Momente irgendwie belastend rüber kamen. Natürlich passte das auch zur ganzen Weltuntergangsstimmung in der Geschichte, aber nichtsdestotrotz fehlte so ein bisschen der Hoffnungsschimmer.

Die Handlung an sich hat mir gut gefallen. Ich mochte das Thema der Geschichte und wie sie die nordische Mythologie beleuchtet hat. Das hat tolle Einblicke geschaffen. Leider muss ich aber auch sagen, dass irgendwie alles Schlag auf Schlag ging. Vor allem am Anfang jagte ein temporeiches Ereignis das nächste, weshalb ich mich ein stückweit auch gehetzt fühlte. Das klang im Laufe der Geschichte etwas ab und wurde durch tiefgründigere Momente ersetzt, die aber nicht weniger spannend waren und mich emotional mitreißen konnten. Die Handlungsentwicklung hat mir deshalb dann besser gefallen, als der Einstieg. Zum Ende hin wurde es dann wieder tempo- und actionreicher. Letztlich konnte mich das Ende aber nicht überzeugen. Es hatte Elemente, die mir gut gefallen haben und passend zur Geschichte waren, aber größtenteils ging das dann doch alles zu schnell und war an manchen Stellen auch ein bisschen unglaubwürdig oder überzogen.
Das klingt zwar alles irgendwie total negativ, aber es waren hauptsächlich Kleinigkeiten. Die Geschichte an sich hat mir wirklich gut gefallen.

Die Figuren haben mir im Großen und Ganzen ebenfalls gut gefallen. Sie hatten ihre Ecken und Kanten und wurden dadurch greifbar. Vor allem von Lilith konnte ich nicht alle Gedankengänge beziehungsweise Handlungsabsichten nachvollziehen. Ich hatte da manchmal den Eindruck, dass Lilith, Marek und auch andere Protagonisten in manche Handlungen „gezwungen“ wurden, um die Handlung in eine bestimmte Richtung zu lenken. So habe ich es zumindest manchmal empfunden. Ansonsten waren waren sie mir alle sympathisch und wirkten nicht perfekt und blank, weshalb sie lebendig rüber gekommen sind.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte ließ sich einfach und flüssig lesen und die Autorin hat es geschafft die Gefühle, Emotionen und die entsprechende Atmosphäre gut herüberzubringen, sodass ich dahingehend gut in die Geschichte eintauchen und von ihr berühren zu lassen. Vor allem das Ende hat mich dann auf emotionaler Ebene noch gekriegt.

Insgesamt eine wirklich tolle, atmosphärische und spannende Geschichte, die mir an sich gut gefallen hat, aber für mein Empfinden nicht so ganz rund war.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

düstere Geschichte mit wenig Tempo

How to Seduce a Sorcerer
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Inhalt
Liora lebt in schrecklich armen Verhältnissen. Sie leidet Hunger und tut alles, um ihre Geschwister irgendwie durchzubringen. Dann bekommt sie ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann: sie soll ...

Inhalt
Liora lebt in schrecklich armen Verhältnissen. Sie leidet Hunger und tut alles, um ihre Geschwister irgendwie durchzubringen. Dann bekommt sie ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann: sie soll einen Zauberer heiraten und mit ihm auf einer Burg leben. Als Gegenzug wird es ihren Geschwistern an nichts mangeln. Die Umstände, die sie dort hin führen und der Ort selbst sind jedoch sehr merkwürdig, sogar der Zauberer, Jaro, ist anders, als sie gedacht hatte. So beginnt sie mehr zu erfahren und ein Geheimnis nach dem anderen aufzudecken, bis sie sogar beginnt, Jaro näher zu kommen...

Meine Meinung
Das Cover und der Klappentext hatten mich direkt in seinen Bann gezogen, weshalb ich neugierig auf die ganze Geschichte geworden bin. Nach einem starken Anfang, konnte sie mich hinten raus allerdings nicht mehr komplett überzeugen.

Der Anfang hat mich direkt gefesselt und ich konnte schon komplett in die Geschichte versinken. Es wurden viele Fragen aufgeworfen, die meine Neugier geweckt haben und die ganze Situation rund um Liora fand ich sehr spannend. Als dann auch noch das Angebot mit der Hochzeit auf sie zukam, nahm die Geschichte eine fesselnde Richtung und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter gehen wird.
Der weitere Handlungsverlauf hatte mich dann auch sehr überrascht und ich habe eine ganz neue Seite der Geschichte erlebt. Allerdings ließ ab dann auch die Spannung nach und die Geschichte wurde sehr seicht. Es fehlte mir dann an Tempo, obwohl das Potenzial dafür da gewesen wäre.
Das Ende kam dann ebenso seicht und konnte zudem auch nicht alle offenen Fragen beantworten. Dennoch war es eine runde Geschichte und in sich stimmig.

Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Liora ist eine starke Frau, die vor allem durch ihre Selbstlosigkeit überzeugen konnte. Ich mochte sie sehr gerne und sie hatte auch eine tolle Dynamik zu Jaro. Letzteren hingegen fand ich ein wenig unnahbar. Ich war gespannt, hinter seine Fassade zu blicken, sodass ich auch neugierig auf ihn war, aber da wurde ich ein bisschen enttäuscht. Die Nebencharaktere blieben ebenfalls etwas blass und im Hintergrund.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich konnte schnell und gut in die Geschichte einsteigen und flüssig lesen. Die Atmosphäre war mit das überzeugendste an der Geschichte. Sie war düster und hat mich komplett in ihren Bann ziehen können. Ich mochte sie echt gerne und auch, wie sie sich im weiteren Verlauf gewandelt hat, fand ich wirklich gelungen. Die Gefühle und Emotionen waren stets präsent und haben viel Raum eingenommen, was passend für die Handlung war.

Insgesamt eine tolle und überraschende Geschichte, die mich am Anfang komplett überzeugen konnte, aber hinten raus etwas an Tempo eingebüßt hat.

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