seichte Geschichte ohne Spannung
Words Like FeathersInhalt
Olivia kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Zusage für das CineStage Hills erhält. Das ist ein Workshop für alle, die etwas mit Film, Theater oder Kino zu tun haben. Als sie dann jedoch dort ...
Inhalt
Olivia kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Zusage für das CineStage Hills erhält. Das ist ein Workshop für alle, die etwas mit Film, Theater oder Kino zu tun haben. Als sie dann jedoch dort auf Tristan trifft, möchte sie am liebsten wieder nach Hause. Denn Tristan ist nicht nur ein bekannter Schauspieler und als Stargast vor Ort, sondern auch Olivias Exfreund und Bruder ihrer besten Freundin. Damit holt sie ihre Vergangenheit ein, denn Tristan weiß bis heute nicht, was damals vorgefallen ist...
Meine Meinung
Ich mag Bücher, in denen es um Schauspiel und Film geht immer sehr gerne, weshalb ich sehr neugierig auf diese Geschichte war. Doch leider muss ich sagen, dass sie mich nicht ganz so überzeugen könnte.
Der Einstieg in die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Er hat meine Neugier geweckt und ich konnte mich schon gut auf die Geschichte einlassen. Es wurden direkt auch ein paar Fragen aufgeworfen, was Olivias Persönlichkeit und damit auch das Thema, um das es hier geht, aufgeworfen. Anfangs weiß man noch nicht groß etwas darüber, weshalb man nach und nach erst immer mehr erfährt und davon berührt wird. Das war aber leider auch schon das interessanteste und spannendste an der Geschichte, was ich schade fand. Ich hatte damit gerechnet, dass auch rund um den Workshop Spannung entsteht, aber leider passierte da fast gar nichts. Man erlebt zwar die Aufgaben usw mit, aber es gab keinen Punkt, der mich da fesseln oder auf den man hinfiebern konnte (wie beispielsweise Prüfungen oder so). An der Stelle plätscherte die Handlung leider etwas vor sich hin und war mir zu seicht. Auch die Entwicklung der Beziehung zu Tristan war von der Frage geprägt, was damals vorgefallen ist und weniger, wie sie sich nun jetzt entwickelt. Das wurde leider dann sehr schnell abgehandelt und hinterließ nur am Ende vielleicht ein bisschen Spannung.
Das Thema, um das es hier geht fand ich hingegen gut ausgearbeitet und rüber gebracht. Die emotionale Seite kam wunderbar zur Geltung und man konnte sich gut in Olivia hinein versetzen.
Schön fand ich auch, dass es viele Anspielungen auf Filme und Serien gab und diese auch richtig gut eingebunden wurden.
Olivia hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Sie hat ihre Ecken und Kanten, ist eine vielschichtige Persönlichkeit und hat Entwicklungspotenzial. Leider blieben aber alle anderen Protagonisten, allen voran Tristan, ziemlich blass ihr gegenüber. Das war natürlich vor allem bei Tristan sehr schade. Die Dynamik und Harmonie zwischen ihnen hatte dadurch auch ihre Ecken und Kanten, weil Tristan einfach nicht greifbar war.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich flüssig lesen und die Gefühle und Emotionen wurden greifbar gemacht. Die Atmosphäre war warm und freundlich, hatte aber an den entscheidenden Stellen auch etwas emotionales und bedrückendes an sich.
Insgesamt war das eine sehr schöne und seichte Geschichte. Für mich hätte sie allerdings mehr Potenzial gehabt, was die Spannung angeht, die mir hier leider gefehlt hat.