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Veröffentlicht am 18.03.2025

Vertuschungen in der Vergangenheit

Die Schanze
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Aus gutem Grund hat Ellen Roth vor Jahren ihren Heimatort in den Alpen verlassen. Sie hat Medizin studiert und in Hamburg in einem Krankenhaus gearbeitet. Frisch getrennt bekommt sie das Angebot, die Hausarztpraxis ...

Aus gutem Grund hat Ellen Roth vor Jahren ihren Heimatort in den Alpen verlassen. Sie hat Medizin studiert und in Hamburg in einem Krankenhaus gearbeitet. Frisch getrennt bekommt sie das Angebot, die Hausarztpraxis in ihrer alten Heimat zu übernehmen. Ihre Schwester Saskia drängt sie zu diesem Schritt, auch damit die sich wieder mit ihrem Vater aussöhnen kann. Kaum angekommen entdeckt sie auf einem frühen Jogginglauf den toten Johannes Gruber an der Skisprungschanze. Jener Johannes, der auf der Abiabschlussfeier ihr Leben veränderte. Johannes wurde brutal gefoltert und ermordet und Ellen selbst hätte allen Grund für die Tat. Aber dann wäre Max, Johannes Bruder, ebenso in Gefahr, ermordet zu werden. In der Zeit nach der Abifeier wurde viel vertuscht, Bestechungsgelder flossen und einige haben sich schuldig gemacht.
Der Thriller beginnt sehr brutal mit Einzelheiten der Folterungen, danach geht es immer mehr in die Seelenzustände der Täter und Opfer, in die Mitwisser und Vertuscher. Jeder Protagonist, selbst kleinste Nebenrollen, werden stark beschrieben und bringen einen den Menschen und den Grund für seine Tat näher. Was ein wenig irritiert ist das Fehlen von offiziellen Ermittlungen, alles geschieht auf eigene Faust. Spannend.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Schauergeschichten um den See

Kummersee
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Der Kummersee wie auch das dazugehörige Dorf lagen jahrzehntelang an der innerdeutschen Grenze im Westbereich und gehörten zur Sperrzone. Als die Grenze fiel wurde der See besonders für die Kinder ein ...

Der Kummersee wie auch das dazugehörige Dorf lagen jahrzehntelang an der innerdeutschen Grenze im Westbereich und gehörten zur Sperrzone. Als die Grenze fiel wurde der See besonders für die Kinder ein interessanter Ort, auch wenn ihnen immer wieder Schauergeschichten erzählt wurden und ihre Eltern ihnen die Annäherung an den See verboten. Tom und seine kleine Schwester Lena gingen dennoch hinein und Tom ertrank unter seltsamen Umständen. Inzwischen sind 30 Jahre vergangen und Lena kommt als Polizistin wieder zurück in ihr Dorf. Sie und ihr Kollege Malik sind für den Schutz eines Vermessungsteams eingesetzt worden, die überprüfen, ob sich der Salzstock an dem See für ein Atomendmülllager eignet. Die Dorfgemeinschaft verhält sich ablehnend, auch Lenas Mutter, und mit Attacken der Umweltaktivisten haben sie auch zu tun. Lenas Hauptziel ist, endlich herauszufinden was damals wirklich geschah. Warum gibt es immer noch Wächter, die den See abriegeln? Malik hilft ihr und wird dabei lebensgefährlich angeschossen. Wem oder was sind sie zu nahe gekommen, welches Geheimnis birgt der See und wem kann sie trauen?
Der Thriller, der politische Ereignisse und das menschliche Mit- und Gegeneinander in den Mittelpunkt stellt, ist äußerst spannend geschrieben. Der einzige Minuspunkt ist der für mich unrealistische und völlig überdrehte Schluss der Geschichte.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Vater und Tochter als Ermittlerduo

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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Es ist bereits der fünfte Band der Krimireihe und die beiden grenzüberschreitenden Ermittler Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Die ersten Bände habe ich nicht gelesen und hatte daher Mühe, die persönlichen ...

Es ist bereits der fünfte Band der Krimireihe und die beiden grenzüberschreitenden Ermittler Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Die ersten Bände habe ich nicht gelesen und hatte daher Mühe, die persönlichen Zusammenhänge der Protagonisten zu verstehen. Es werden alte Fälle angesprochen, die erst spät aufgeklärt werden und nichts mit den jetzigen Fällen zu tun haben. Mitten in der Nacht verunglückt ein Jaguar mit englischem Kennzeichen, der Fahrer verbrennt in seinem Auto. Eine Zeugin meint eine Frau aus dem Auto aussteigen gesehen zu haben, die etwas hineinwarf und verschwand, da sie jedoch psychisch labil ist und es keine Anhaltspunkte für ihre Aussage gab, wird sie als nicht glaubwürdig abgewiesen. Wenig später brennt das luxuriöse Haus eines Immobilienmaklers ab, er und seine Tochter konnten sich retten, doch für das afrikanische Aupair-Mädchen kommt jede Hilfe zu spät. Autobrände, Hausbrände, eines in einem Flüchtlingsheim auf beiden Seiten der deutsch-österreichischen Grenze bringen das Ermittlerduo Jahn und Krammer, Vater und Tochter, wieder zusammen.
Die Persönlichkeiten der Protagonisten stehen im Mittelpunkt dieser Krimireihe, die alle mit Problemen zu kämpfen haben. Auch mit Gesellschaftskritik wird nicht gespart. Ein weiterer Aspekt ist die Landschaft und die Bräuche der Region, in diesem Fall geht es um die Feierlichkeiten rund uns Johannisfeuer. Spannung steht nicht an erster Stelle, es geht mehr um interessante Themen und die Motive der Täter.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Menschen beim Bau des Panamakanals

Der große Riss
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Adas Mutter hat es mit Hilfe ihrer Nähkunst geschafft ihren beiden Töchter eine gute Ausbildung zukommen zu lassen und hat als Alleinstehende sogar ein kleines Häuschen. Doch nun fehlt das Geld für eine ...

Adas Mutter hat es mit Hilfe ihrer Nähkunst geschafft ihren beiden Töchter eine gute Ausbildung zukommen zu lassen und hat als Alleinstehende sogar ein kleines Häuschen. Doch nun fehlt das Geld für eine überlebenswichtige Operation für ihre Tochter Millicent. Die 16-jährige Ada versteckt sich auf einem Schiff von Barbados nach Panama, dort wird gerade am Kanal gebaut und Arbeitskräfte fehlen. Sie trifft auf Omar, der durch die schwere Arbeit und Malaria zusammengebrochen ist. Er ist einer der wenigen Panamaer, die den Riss in die Landschaft graben. Omars Vater, der Fischer Francisco ist damit nicht einverstanden. Die Arbeiter kommen aus vielen unterschiedlichen Ländern, die das Sagen haben stammen aus den USA, die sich wie Sklaventreiber benehmen und Privilegien besitzen. Ada hat Glück, das sie auf den Malariaarzt John Oswald trifft, der Hilfe für seine lungenkranke Frau Marian sucht. Doch einfach hat sie es dort auch nicht. In der Stadt Gatun regt sich Widerstand gegen den Staudamm, der zur Umsiedelung der Bevölkerung führt.
Viele Schicksale werden in diesem hoch interessanten Roman vorgestellt. Der politische Aspekt kam mir jedoch zu kurz. Spannend und emotional, vom Schreibstil sehr gut.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

raus aus dem Schneckenhaus, auf nach Wien

Von hier aus weiter
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Marlene kann den Tod ihres Mannes Rolf nur mit Hilfe ihrer Valiumtabletten überstehen. Besonders jetzt, auf der Trauerfeier, in der Rolfs Söhne aus seiner ersten Ehe und deren Kinder Gesangseinlagen zum ...

Marlene kann den Tod ihres Mannes Rolf nur mit Hilfe ihrer Valiumtabletten überstehen. Besonders jetzt, auf der Trauerfeier, in der Rolfs Söhne aus seiner ersten Ehe und deren Kinder Gesangseinlagen zum besten geben. Sie ist froh, wenn sie wieder alleine in ihrem Haus ist. Rolf war unheilbar krank und hat als ehemaliger Arzt seinem Leben selbstbestimmt ein Ende gesetzt. Doch der Plan war ein anderer, sie fühlt sich von Rolf verraten. Auf Grund ihrer defekten Dusche ruft sie einen Klempner zu sich, der sich als ihr ehemaliger Grundschulschüler Jack entpuppt. Sie sieht, dass er in seinem Lieferwagen lebt und lädt ihn zu sich ein, das Haus ist groß genug. Jack entpuppt sich nicht nur als ein guter Gesprächspartner, er ist auch ein hervorragender Koch. Marlene kriecht langsam aus ihrem Schneckenhaus heraus. Bis ein Anruf aus Wien sie erreicht, Rolf hat dort einen Brief für sie hinterlassen, der nur persönlich ausgehändigt werden darf. Jack und die Ärztin Ida, die Rolfs Praxis übernommen hat, machen sie mit Marlene auf den Weg nach Wien.
Die Trauerbewältigung ist nachvollziehbar, emotional aber nicht rührselig beschrieben, die Protagonisten sind charakterstarke Persönlichkeiten und trotz mancher Schrullen und Fehler liebenswert dargestellt. Einzig die Fahrt nach Wien hat nicht nachvollziehbare und unrealistische Episoden, die nachteilig auf die Bewertung wirken.

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