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Veröffentlicht am 21.02.2025

Menschen beim Bau des Panamakanals

Der große Riss
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Adas Mutter hat es mit Hilfe ihrer Nähkunst geschafft ihren beiden Töchter eine gute Ausbildung zukommen zu lassen und hat als Alleinstehende sogar ein kleines Häuschen. Doch nun fehlt das Geld für eine ...

Adas Mutter hat es mit Hilfe ihrer Nähkunst geschafft ihren beiden Töchter eine gute Ausbildung zukommen zu lassen und hat als Alleinstehende sogar ein kleines Häuschen. Doch nun fehlt das Geld für eine überlebenswichtige Operation für ihre Tochter Millicent. Die 16-jährige Ada versteckt sich auf einem Schiff von Barbados nach Panama, dort wird gerade am Kanal gebaut und Arbeitskräfte fehlen. Sie trifft auf Omar, der durch die schwere Arbeit und Malaria zusammengebrochen ist. Er ist einer der wenigen Panamaer, die den Riss in die Landschaft graben. Omars Vater, der Fischer Francisco ist damit nicht einverstanden. Die Arbeiter kommen aus vielen unterschiedlichen Ländern, die das Sagen haben stammen aus den USA, die sich wie Sklaventreiber benehmen und Privilegien besitzen. Ada hat Glück, das sie auf den Malariaarzt John Oswald trifft, der Hilfe für seine lungenkranke Frau Marian sucht. Doch einfach hat sie es dort auch nicht. In der Stadt Gatun regt sich Widerstand gegen den Staudamm, der zur Umsiedelung der Bevölkerung führt.
Viele Schicksale werden in diesem hoch interessanten Roman vorgestellt. Der politische Aspekt kam mir jedoch zu kurz. Spannend und emotional, vom Schreibstil sehr gut.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

raus aus dem Schneckenhaus, auf nach Wien

Von hier aus weiter
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Marlene kann den Tod ihres Mannes Rolf nur mit Hilfe ihrer Valiumtabletten überstehen. Besonders jetzt, auf der Trauerfeier, in der Rolfs Söhne aus seiner ersten Ehe und deren Kinder Gesangseinlagen zum ...

Marlene kann den Tod ihres Mannes Rolf nur mit Hilfe ihrer Valiumtabletten überstehen. Besonders jetzt, auf der Trauerfeier, in der Rolfs Söhne aus seiner ersten Ehe und deren Kinder Gesangseinlagen zum besten geben. Sie ist froh, wenn sie wieder alleine in ihrem Haus ist. Rolf war unheilbar krank und hat als ehemaliger Arzt seinem Leben selbstbestimmt ein Ende gesetzt. Doch der Plan war ein anderer, sie fühlt sich von Rolf verraten. Auf Grund ihrer defekten Dusche ruft sie einen Klempner zu sich, der sich als ihr ehemaliger Grundschulschüler Jack entpuppt. Sie sieht, dass er in seinem Lieferwagen lebt und lädt ihn zu sich ein, das Haus ist groß genug. Jack entpuppt sich nicht nur als ein guter Gesprächspartner, er ist auch ein hervorragender Koch. Marlene kriecht langsam aus ihrem Schneckenhaus heraus. Bis ein Anruf aus Wien sie erreicht, Rolf hat dort einen Brief für sie hinterlassen, der nur persönlich ausgehändigt werden darf. Jack und die Ärztin Ida, die Rolfs Praxis übernommen hat, machen sie mit Marlene auf den Weg nach Wien.
Die Trauerbewältigung ist nachvollziehbar, emotional aber nicht rührselig beschrieben, die Protagonisten sind charakterstarke Persönlichkeiten und trotz mancher Schrullen und Fehler liebenswert dargestellt. Einzig die Fahrt nach Wien hat nicht nachvollziehbare und unrealistische Episoden, die nachteilig auf die Bewertung wirken.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

typisches Dorfleben

Vielleicht hat das Leben Besseres vor
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Den Vorgängerband habe ich nicht gelesen, kam aber sofort in die Handlung hinein und die Personen des Dorfes Alpen am Niederrhein wirken gleich vertraut. Aus der Sicht der Pastorin Anna von Betteray wird ...

Den Vorgängerband habe ich nicht gelesen, kam aber sofort in die Handlung hinein und die Personen des Dorfes Alpen am Niederrhein wirken gleich vertraut. Aus der Sicht der Pastorin Anna von Betteray wird das Alltagsleben geschildert, die Probleme und Problemchen, der Tratsch und die Lästereien und auch die Konflikte in der eigenen Familie. Ihre Schwester Maria kann sich nicht um ihren Teenagersohn Sascha kümmern und so lebt dieser bei ihr. Ihre Mutter wartet auf einen angemessenen Schwiegersohn. Der Kommissar Volker käme schon in Frage, gerade jetzt, wo sie auch dienstlich miteinander zu tun haben. Raffaela, seit einem Unfall geistig behindert, wurde bewusstlos in einem Wassergraben gefunden. War es ein Unfall oder hat jemand nachgeholfen? Gerüchte und Unterstellungen machen die Runde. Die Mutter, Heike Müller, eine Schulfreundin Annas, ist mit der Fürsorge für Raffaela überlastet, lehnt Hilfe jedoch ab.
Das Dorfleben, wo jeder jeden kennt, wird sehr realitätsnah geschildert, die Protagonisten sind mit starken Charakteren und festen Meinungen ausgestattet, aber auch mit Hilfsbereitschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl versehen. Mit viel feinsinnigem Humor geschrieben.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

wer will Amys Tod?

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Amy Wheelers neuerster Auftrag ist der Schutz der berühmten, sehr reichen, schon ein wenig älteren Krimiautorin Rosie D‘Antonio. Sie lebt auf ihrer Privatinsel und wird von einem russischen Oligarchen ...

Amy Wheelers neuerster Auftrag ist der Schutz der berühmten, sehr reichen, schon ein wenig älteren Krimiautorin Rosie D‘Antonio. Sie lebt auf ihrer Privatinsel und wird von einem russischen Oligarchen bedroht, der ihren Tod fordert. In der Nähe der Insel wird ein Influencer ermordet und bei der Recherche stellt Amy fest das es in letzter Zeit mehrere getötete Influencer gab und sie selbst immer in der Nähe war. Und nun wird sogar auf sie geschossen. Sie benötigt Hilfe, doch wem kann sie trauen. Ihr Schwiegervater Steve, ehemaliger Kriminalkommissar wird, gegen seinen Willen, zu Hilfe geholt. Steve, Amy und Rosie begeben sich mit Rosies Privatjet auf Spurensuche und Versteckspielen um die Morde aufzuklären und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Konkurrierende Auftragsmörder sind hinter ihnen her.
Die Handlung ist realitätsfern, dem Lesevergnügen schadet dies jedoch nicht. Die Protagonisten sind skurril, verschroben und liebenswert und wer auf welcher Seite steht, wer die Guten und wer die Bösen sind, muss sich erst noch zeigen. Der Kriminalroman ist spannend und humorvoll, an die Protagonisten des Donnerstagsmordclubs kommen die Personen in diesem Buch leider, noch, nicht ganz heran.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Familienzusammenhalt

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Der Winter im Norden Schwedens ist hart, besonders für das alte, kinderlose, samische Paar Mariddja und Biera, die in einem inzwischen heruntergekommenen Haus leben. Sie hat gerade von der Krebsdiagnose ...

Der Winter im Norden Schwedens ist hart, besonders für das alte, kinderlose, samische Paar Mariddja und Biera, die in einem inzwischen heruntergekommenen Haus leben. Sie hat gerade von der Krebsdiagnose erfahren, sie hat nicht mehr lange zu leben. Ihr Mann Biera ist dement und benötigt ihre Hilfe. Doch Hilfe von anderen wollen sie nicht. Mariddjas größter Wunsch ist es, den Sohn von Biera Schwester noch mal zu sehen, dass Kind, dass eine Weile bei ihnen lebte um dann mit der Mutter plötzlich und unauffindbar verschwunden ist. Ihren Kummer teilt sie der netten Telefonistin Siri mit, die sie um Hilfe bei der Suche bittet.
Ein weiterer Handlungsstrang befasst sich mit einem jungen Paar, Mimmi und Kaj sind in die von Samen bewohnte Gegend gezogen, nachdem Kajs Mutter starb.
Der Roman fängt langsam, und leider auch ein wenig langweilig an, doch man wird belohnt, wenn man dabei bleibt. Viel wird über die samische Kultur, deren Mythen und die Zeit der Zwangsumsiedlung erzählt. Wichtig ist ihnen die Fürsorge füreinander und der Familienzusammenhalt. Aber auch Probleme, die jeden von uns betreffen können, wie Krebs oder Demenz, die Hilfsbedürftigkeit alter Menschen oder der Neuanfang eines jungen Paares werden thematisiert. Die Sprache ist ruhig und bildhaft.

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