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Veröffentlicht am 01.03.2025

Ein zauberhaftes Bilderbuch, das garantiert gute Laune macht!

Das Kamel hat schlechte Laune
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Als die Morgensonne über der Wüste aufgeht, begrüßen alle Kamele frohgemut und voller Vorfreude den neuen Tag. Moment, wirklich alle? Nein. Das kleine Kamel Konrad ist heute schlecht drauf. Nicht nur so ...

Als die Morgensonne über der Wüste aufgeht, begrüßen alle Kamele frohgemut und voller Vorfreude den neuen Tag. Moment, wirklich alle? Nein. Das kleine Kamel Konrad ist heute schlecht drauf. Nicht nur so ein bisschen, sondern so richtig. Er mag nicht aufstehen, nicht laufen und nicht reden, ihm ist heiß, er ist müde und am liebsten möchte er einfach nur in Ruhe gelassen werden. „Rutscht mir den Buckel runter!“ Und das ausgerechnet heute, wo die Herde zur Oase wandern möchte. Kein aufmunterndes Stupsen oder gutes Zureden hilft, Konrad will sich partout nicht mehr bewegen. So bleibt der Karawane nichts anderes übrig als ohne ihn weiterzuziehen. Kurz darauf hoppelt die Wüstenspringmaus Jojo vorbei, die ausgesprochen gut gelaunt ist. Sie verrät Konrad, warum sie so fröhlich ist und versucht ihm aus seinem Stimmungstief herauszuhelfen. Ob es ihr wohl gelingen wird?

Ich liebe die Bilderbücher von Rachel Bright und Jim Field, aus meinem Regal sind sie nicht mehr wegzudenken. Auf das neue Bilderbuch des Erfolgsteams habe ich dementsprechend sehr gefreut – und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.
Rachel Bright und Jim Field sind einfach immer ein Garant für lustig-kreativen Bilderbuchgenuss vom Feinsten, was sie mit ihrem achten gemeinsamen Werk erneut unter Beweis stellen. Schon allein das Cover mit Grummelkamel Konrad verzückt auf den ersten Blick. Konrad ist aber auch einfach zu niedlich. Trotz seiner Muffelstimmung schließt man ihn sofort fest ins Herz und kann seinen Unmut nur zu gut nachempfinden. Denn wer kennt sie nicht, diese emotionale Schlechtwetterlage, die manchmal ohne einen triftigen Grund einfach da ist. Diese Tage, an denen man auf nichts Lust hat und nicht nur anderen auf den Keks geht, sondern auch sich selber.
Es ist oft gar nicht so leicht, mit den eigenen Gefühlen richtig umzugehen, vor allem dann, wenn man sie sich selbst nicht so einfach erklären kann. In herrlich pfiffigen Reimen und hinreißenden Bildern bringt das Autorin-Illustrator-Duo dieses wichtige Thema kindgerecht auf den Punkt. Mit viel Wärme und Humor erzählen sie die Geschichte vom kleinen Kamel Konrad und zeigen uns dabei, dass es völlig okay ist, wenn man mal mies drauf ist – dass es aber viel schöner ist, fröhlich zu sein. Wir haben jeden Tag die Wahl uns zu entscheiden. Auch gute Laune zu haben ist eine Entscheidung, die nicht nur das eigene Leben bereichert. Schließlich ist schon ein Lächeln ein Glücklichmacher und bekanntermaßen auch ansteckend.

Zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren ist dieses Buch sehr gut geeignet. Die Botschaft hinter der Geschichte ist schon für die Kleinsten leicht verständlich und Rachel Brights Reime kommen wie gewohnt rundum stimmig und wunderbar charmant daher. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch der Übersetzerin Pia Jüngert, die bei der Übersetzung erneut hervorragende Arbeitet geleistet hat.

Auch Jim Field hat sich mal wieder selbst übertroffen. Humorvoll, bunt, ausdrucksstark und mit ganz viel Herz setzen seine Illustrationen das Erzählte perfekt in Szene und zaubern einem immerzu ein Lächeln ins Gesicht. Ob Konrad mit seiner entzückenden Schmollmiene, die qietschfidele Springmaus Jojo oder die atemberaubenden Wüstenlandschaften – in Jim Fields Bilder muss man sich einfach verlieben.

Fazit: Endlich geht es mit der Bright/Field-Reihe weiter und das Warten hat sich definitiv gelohnt! „Das Kamel hat schlechte Laune“ ist eine witzige und warmherzige, tierisch schöne Reimgeschichte über schlechte Tage und wie man sie in gute verwandelt. Ein herzallerliebstes Bilderbuch ab 3 Jahren, das garantiert gute Laune macht. Und wer hier nicht breit schmunzeln muss, braucht dringend eine Wüstenspringmaus. Ich bin mal wieder absolut begeistert, mein Herz hat Konrad Kamel im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Herzerfrischend ehrlich und unheimlich witzig!

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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Danica, Dani genannt, ist durch eine Samenspende entstanden und nach dem Schiff benannt, auf dem sie gezeugt wurde. So lange sie denken kann, wünscht sie sich nichts mehr als ein Geschwisterchen und hat ...

Danica, Dani genannt, ist durch eine Samenspende entstanden und nach dem Schiff benannt, auf dem sie gezeugt wurde. So lange sie denken kann, wünscht sie sich nichts mehr als ein Geschwisterchen und hat schon alles versucht, um ihre alleinstehende Mutter zu überzeugen: Sie hat gebettelt, genervt, gedroht, sie auf Knien angefleht...Doch ohne Erfolg, ihre Mutter scheint partout gegen ein weiteres Kind zu sein. Doch dann, eines Tages, sagt sie einfach Ja. Dani kann es zunächst gar nicht glauben. Ihre Mama hat jemand Neues kennengelernt! Ganz unschuldig daran ist sie allerdings nicht. Vor kurzem hat sie in Mamas Dating-App herumgeschnüffelt (versehentlich, versteht sich) und bei einem Typen (einem ziemlich peinlichen Typen!) unabsichtlich nach rechts gewischt. Tja, und in diesen besagten peinlichen Mann hat sich ihre Mutter prompt verliebt. Björn heißt er und er hat auch einen Sohn. Dieser entspricht jedoch überhaupt nicht Danis Wunschvorstellung von einem süßen kleinen Bruder. Im Gegenteil, er ist ein Teenager, glutenintolerant, hält sich Echsen als Haustiere und sieht aus wie ein Grufti. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, muss sie mit ihrem neuen Bonusvater und Bonusbruder fortan auch noch zusammenleben und an einer neuen Schule beginnen. Doch als Dani ihren Mitschüler Elton kennenlernt, schöpft sie neue Hoffnung. Elton sieht ihr unglaublich ähnlich! Ob er vielleicht auch das Ergebnis eines Samenspenders ist? Ihres Samenspenders?

Bei diesem Buch war ich mir ziemlich sicher, dass es genau meinen Geschmack treffen wird. Allein schon das Cover ist genial und lässt auf den ersten Blick erahnen, dass es hier ziemlich witzig zugeht: Dieser muffelig dreinblickende, picklige Teenagerjunge mit dem strähnigen Haar und Flaumbärtchen und dazu dann noch der Buchtitel – einfach herrlich! Es war mein erstes Werk von Elin Lindell und ganz bestimmt nicht mein letztes. Was für ein cooler Comic, meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen!

Die schwedische Kinderbuchautorin und Illustratorin Elin Lindell präsentiert hier eine großartige moderne Graphic Novel rund um Familienvielfalt und das Erwachsenwerden. Gekonnt greift sie viele verschiedene Themen auf, die junge Heranwachsende heutzutage oftmals beschäftigen wie Familie, Freundschaft, Zugehörigkeit, Liebe, Social Media und Veränderungen. Aus der Sicht von Dani erfahren wir, wie es sich anfühlt ein Spenderkind zu sein, unverhofft einen Bonusvater und Bonusbruder zu bekommen, seine beste Freundin zu verlieren und an eine neue Schule zu wechseln. Im ersten Moment mag das recht ernst klingen, allerdings gelingt es der Autorin wunderbar, die Sorgen, Ängste und Unsicherheiten ihrer jungen Protagonistin einfühlsam und allen voran unterhaltsam zu verpacken. Mit einer ordentlichen Portion Witz und Situationskomik sowie jeder Menge Detailliebe und Wärme erzählt sie Danis Geschichte und begegnet ihrer jungen Leserschaft dabei stets auf Augenhöhe. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren werden sich schnell mit Dani identifizieren können, besonders all diejenigen, die selbst Patchwork-Erfahrungen haben. Aber auch als Erwachsener kann man sich gut in sie hineinversetzen und fühlt sich bestens unterhalten – der Humor in diesem Buch ist wirklich göttlich. Dafür sorgen vor allem die zahlreichen farbigen Illustrationen von Elin Lindell, die den Text (übersetzt von Katharina Erben) perfekt ergänzen.

Gestalterisch wird einem hier eine bunte Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen geboten, von Comicsequenzen und großformatigen Bildern über kurze Fließtexte bis hin zu Listen und Chatverläufen. Der Comic ist sehr abwechslungsreich gestaltet und da die Zeichnungen voller lustiger Feinheiten stecken, wird es zu keiner Zeit langweilig. Eines meiner persönlichen Highlight waren Björns morgendliche Yoga-Übungen in Unterwäsche, da bin ich aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herausgekommen.

Fazit: „Der süßeste Bruder der Welt – und andere Irrtürmer“ ist ein humorvoller und warmherziger Coming-of-Age-Wohlfühl-Comic ab 10 Jahren zum Lachen, Mitfühlen und Nachdenken. Beste Graphic Novel-Unterhaltung vom Feinsten für alle Patchwork- und Spenderkinder, (angehende) Teenager und Lesemuffel und für jeden anderen. Authentisch, aktuell, mutmachend und herzerfrischend ehrlich. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und kann es kaum erwarten, mehr von Elin Lindell zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Herzerwärmend, bestärkend, wunderschön!

Archibelle und das Geheimnis der Einzigartigkeit
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Archibelle, die Schneeflocke, lebt zusammen mit ihren Geschwistern hoch oben über den Wolken. Sie ist die Jüngste von allen und eine ziemlich neugierige und verträumte kleine Schneeflocke. Als sie an einem ...

Archibelle, die Schneeflocke, lebt zusammen mit ihren Geschwistern hoch oben über den Wolken. Sie ist die Jüngste von allen und eine ziemlich neugierige und verträumte kleine Schneeflocke. Als sie an einem warmen Sommertag mal wieder in ihrer Lieblingsschaukel sitzt und einschläft, erwartet sie beim Erwachen eine böse Überraschung: Sie hat einen Sonnenbrand und ist nun leuchtend gelb! Verzweifelt versucht sie ihre alte Farbe wiederzuerlangen, aber ohne Erfolg. Bald wissen alle im Himmelszelt, was geschehen ist und machen sich über Archibelle lustig. Unglücklich zieht sich die kleine gelbe Schneeflocke zurück und beginnt immer mehr an sich selbst zu zweifeln. Doch als wieder Winter ist und Weihnachten naht, traut sie sich schließlich doch heraus und macht sich auf den Weg hinab in die Menschenwelt. Nach einem sehr windigen Flug erreicht sie eine kleine Stadt, wo sie eine unglaubliche Entdeckung macht, die ihr Leben für immer verändern wird: Anstatt sie für ihre Andersartigkeit zu verspotten, bewundern die Menschen sie dafür.

Als mir Archibelle, die Schneeflocke, zum ersten Mal begegnete, wusste ich sofort, dass ich sie kennenlernen möchte. Ein Blick aufs Cover und es war um mich geschehen und der Klappentext tat dann sein Übriges. Ich ließ Archibelle also bei mir einziehen und habe es nicht bereut. Ganz im Gegenteil. Wer gerade auf der Suche einem wundervollen Winterbuch ist, das einem so richtig das Herz erwärmt, wird hier definitiv fündig!

Chris Hess und Rebecca Gugger präsentieren mit „Archibelle und das Geheimnis der Einzigartigkeit“ ein ganz bezauberndes Bilderbuch über die Schönheit des Andersseins und den Mut zur Individualität. Angesiedelt vor einer stimmungsvollen Weihnachtskulisse erzählt das Autor-Illustratorin-Duo von der kleinen Schneeflocke Archibelle und ihrer Reise zur Selbstakzeptanz und neuen Lebensfreude. Ihre Geschichte zeigt uns, dass jeder von uns auf seine eigene Art und Weise wertvoll und genau richtig ist und dass vermeintliche Makel etwas außergewöhnlich Schönes sein können. Es ist oft nicht leicht den eigenen Weg zu finden und den Mut aufzubringen, an sich selbst zu glauben, aber es zahlt sich meist aus. So wie bei Archibelle. Die wichtige und berührende Botschaft, die sie uns mitgibt, kann man gar nicht oft genug hören. Man begleitet die kleine Schneeflocke nur zu gerne auf ihrer Reise und fühlt und freut sich mit ihr mit.

Die Illustrationen von Rebecca Gugger sind wie immer ein besonderer Genuss. Poetisch und detailverliebt untermalen sie den einfühlsamen Text gekonnt und laden zum Entdecken, Verweilen und Träumen ein.

Fazit: „Archibelle und das Geheimnis der Einzigartigkeit“ ist eine herzerwärmende und bestärkende Vorlesegeschichte ab 4 Jahren über die Suche nach sich selbst und dem richtigen Platz im Leben. Ein wunderschönes, winterlich-weihnachtliches Bilderbuch, das Kinder dazu ermutigt, ihre eigene Einzigartigkeit zu feiern und die Vielfalt zu schätzen. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Wunderschön und herzerwärmend

Zuhause ist ein Gefühl
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Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Schon allein das Cover verzückt vom ersten Moment an und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.
Autorin Smriti Halls und ...

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Schon allein das Cover verzückt vom ersten Moment an und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.
Autorin Smriti Halls und Illustratorin Alice Courtley präsentieren mit „Zuhause ist ein Gefühl“ ein wirklich bezauberndes Bilderbuch über die Bedeutung von Zuhause. In wunderbar poetischen, aber dennoch leicht verständlichen Worten erzählt die britische Autorin davon, dass unser Zuhause vielmehr ist als nur der Ort, an dem wir aufwachsen. Zuhause kann ganz vieles sein. Es ist ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Zugehörigkeit. Es ist ein Ort, wo man geliebt und akzeptiert wird, wo man Neues ausprobieren und Fehler machen darf. Zuhause heißt Erinnerungen, Freiheit und pures Glück – oder auch einfach nur zusammen Kuchen essen. Doch vor allem ist Zuhause ein Ort, wo man sich nicht verbiegen muss – wo man so sein kann, wie man ist. Wir können uns überall zu Hause fühlen, denn Zuhause ist da, wo sich unser Herz wohlfühlt. So eine tolle Botschaft, die auch schon die Kleinsten verstehen. Es macht richtig Freude, den sympathischen Bären auf seiner Reise zu begleiten und den gereimten Text zu lesen, der so harmonisch und gefühlvoll ist, dass er sich wie eine warme Umarmung anfühlt. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin Susanne Weber, die Smriti Halls’ Verse gekonnt ins Deutsche übertragen hat.

Genauso liebevoll und wohltuend wie der Text sind auch die traumhaft schönen Illustrationen von Alice Courtley. Herrlich bunt und detailreich untermalen sie das Erzählte stimmungsvoll und laden zum Verweilen und immer-wieder-Angucken ein.

Fazit: „Zuhause ist ein Gefühl“ ist eine wunderschön erzählte und illustrierte Vorlesegeschichte ab 3 Jahren, die auf berührende Weise zeigt, was Zuhause ausmacht – dass unser Zuhause immer in unserem Herzen ist. Ein herzerwärmender und farbenfroher Bilderbuchschatz zum Träumen, Philosophieren und Wohlfühlen. Mich haben Smriti Halls und Alice Courtley mit ihrem ersten gemeinsamen Werk komplett verzaubert, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Eine wunderbare Fortsetzung!

Das Geheimnis von Nox 2: Aufgewacht, Schule der Nacht!
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Obwohl es den Taglingen strengstens untersagt ist, nachts draußen zu sein, hat sich Fill schon mehrmals in die Nachwelt von Nox geschlichen. Doch bei einem seiner verbotenen Ausflüge wurde seine beste ...

Obwohl es den Taglingen strengstens untersagt ist, nachts draußen zu sein, hat sich Fill schon mehrmals in die Nachwelt von Nox geschlichen. Doch bei einem seiner verbotenen Ausflüge wurde seine beste Freundin Lenny von einer Flederratte gebissen, was furchtbare Folgen hat: Lenny beginnt sich allmählich selbst in eine Flederratte zu verwandeln! Fill möchte seine Freundin unbedingt retten und stiehlt sich erneut heimlich nach Nox. Zum Glück ist seine Nachtlingsfreundin Issa sofort bereit ihm bei seiner Suche nach einem Heilmittel zu helfen. Doch auch tagsüber hat Fill eine Menge um die Ohren, denn seine liebste Spielshow „Die Spiele des Lichts“ kommt in die Stadt und er ist Teil des Teams. Drei gefährliche Spielrunden gilt es zu gewinnen, um den Hauptpreis einzuheimsen: Die Erfüllung eines Wunsches. Und als wäre das alles nicht schon genug, kommt Fill dann auch einem Familiengeheimnis auf die Spur. Ob er es wohl mit der Hilfe seiner Freunde schaffen wird, die vielen Herausforderungen zu meistern und Lenny zu retten?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil von „Die Geheimnisse von Nox“ und es empfiehlt sich, mit dem Vorgänger mit dem starten, da Bände aufeinander aufbauen.
Nachdem ich den ersten Band im vergangenen Jahr mit Begeisterung verschlungen habe, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Die Handlung knüpft ziemlich direkt an die vorangegangenen Ereignisse an und dank kleiner Rückblicke ist man schnell wieder mittendrin im Geschehen.

Mit viel Liebe zum Detail entführt Claudia Scharf ihre Leserschaft zurück in die faszinierend-magische Welt der Tag- und Nachtlinge und schafft es dabei mühelos, einen sofort in den Bann zu ziehen. Die Geschichte geht genauso aufregend weiter wie das vorherige Abenteuer geendet hat und begeistert neben vielen unerwarteten Wendungen und lauter lustigen und fantasievollen Ideen auch mit Tiefgründigkeit. Im Mittelpunkt steht erneut der sympathische und mutige Taglingjunge Fill, mit dem man abwechselnd in das Tag- und Nachtreich eintaucht. Langweilig wird es dabei an keiner Stelle, ganz im Gegenteil. Es macht einfach wieder großen Spaß, Fill auf seinen Abenteuern zu begleiten und mit ihm mitzufiebern. Man trifft auf eine Menge alte Bekannte, die man bereits im ersten Band lieben gelernt hat, und begegnet außergewöhnlichen Wesen wie der Schmutzwutz (die ich persönlich besonders genial fand). Gleichzeitig vermittelt die Geschichte auch wertvolle Botschaften über Vorurteile, Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Sie zeigt, dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein und Gesetze zu hinterfragen und dass jeder das Recht hat, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Auch optisch kann sich das Buch sehen lassen, angefangen beim Cover, das wieder ein echter Hingucker ist, bis hin zur liebevollen Innengestaltung. Gleich zu Beginn gibt es kurze Steckbriefe von den wichtigsten Charakteren, am Ende befindet sich ein mehrseitiges Kompendium der Tag- und Nachtwesen, die Vorsatzpapiere sind wunderschön bunt gestaltet und auch die Handlung ist mit zahlreichen atmosphärischen schwarz-weiß Zeichnungen von Lisa Forsch gespickt. Ein echtes Highlight ist wieder die Aufmachung der Seiten. Je nachdem wo die Erzählung spielt, ändert sich die Farbe des Papiers: Hell für den Tag und dunkel für die Nacht. Das Lesen wird dadurch zu einem ganz besonderen Erlebnis und lässt einen noch intensiver in die Geschichte eintauchen.

Am Ende bleiben auch dieses Mal einige Fragen offen, sodass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Fazit: Mit „Aufgewacht, Schule der Nacht!“ präsentieren Autorin Claudia Scharf und Illustratorin Lisa Forsch eine gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Auch der zweite Band von „Die Geheimnisse von Nox“ ist ein „vernoxt“ toller Lesespaß für alle ab 9 Jahren, die es spannend und geheimnisvoll mögen und gerne fantastische Geschichte lesen. Ein wunderbar magisches Abenteuer, aus dem man nicht mehr auftauchen mag. Ich bin erneut begeistert und schon voller Vorfreude auf den nächsten Band. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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