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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Der perfekte Jugendthriller

Wahrheit oder Pflicht: Du hast die Wahl
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Die 17-jährige Verena ist neu am Eliteinternat Santa Clara. Dank ihrer Zimmergenossin findet sie schnell Anschluss. Doch schon bald beginnt Verena, an ihrer neuen Clique zu zweifeln. Denn ihre Freunde ...

Die 17-jährige Verena ist neu am Eliteinternat Santa Clara. Dank ihrer Zimmergenossin findet sie schnell Anschluss. Doch schon bald beginnt Verena, an ihrer neuen Clique zu zweifeln. Denn ihre Freunde spielen ein gefährliches Spiel, das keine Grenzen zu kennen scheint. Als ein Mitschüler stirbt, wird Verena Opfer einer fiesen Intrige.
20 Jahre später versucht Leonie, dem dunklen Geheimnis aus Verenas Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Was ist damals wirklich passiert?
Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, schreckt Leonie vor nichts zurück. Sie dreht den Spieß um und beginnt ihr eigenes Spiel mit Verenas ehemaliger Clique zu spielen...

Meine persönliche Lesermeinung:
Was für eine spannende Story! „Wahrheit oder Pflicht – Du hast die Wahl“ von Sophie Edenberg hat mich nicht enttäuscht. Ich mag sie einfach, die bösen Internatsgeschichten. Hier finden wir wirklich alles, was das Thrillerherz höher schlagen lässt. Eine angesagte Clique, geheime Treffen, ein gefährliches Spiel, jede Menge Lügen und Intrigen...
Auch Leonies kleiner Rachefeldzug hat mir gut gefallen. Kreativ, kurzweilig und überraschend. Es war für mich das erste Buch der Autorin, es wird aber bestimmt nicht das letzte sein.

Kurz: Ein Eliteinternat, ein gefährliches Spiel, ein Kampf um Gerechtigkeit und jede Menge “pretty little liars”-Vibes. Der perfekte Jugendthriller. Aber auch für die ältere Generation ein spannendes Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Dunkle Momente, die schockieren

Dunkle Momente
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Neun „Dunkle Momente“, die das Leben einiger Menschen grundlegend verändern, sind der Kern des neuen Romans von Elisa Hoven. Nie war ein Buchtitel passender gewählt.
Die Strafverteidigerin Eva Herberger ...

Neun „Dunkle Momente“, die das Leben einiger Menschen grundlegend verändern, sind der Kern des neuen Romans von Elisa Hoven. Nie war ein Buchtitel passender gewählt.
Die Strafverteidigerin Eva Herberger ist das Bindeglied dieser düsteren Augenblicke, die sich wie Kurzgeschichten aneinanderreihen. Denn sie versucht, mit vollem Einsatz das Richtige zu tun. Dass sie sich hierbei oft am Abgrund befindet, dass die Grenze zwischen Recht und Gerechtigkeit immer häufiger verschwimmt, ist ihr dabei durchaus bewusst. Doch wie weit ist Eva bereit zu gehen, um das bestmögliche für ihre Mandanten zu erreichen?
Beinahe hautnah erleben wir Leser anhand von neun beispielhaften Fällen die Kipppunkte im Leben von Evas Mandanten mit. Die dunklen Momente, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die ein Leben komplett verändern können. Was ist richtig? Was ist falsch? Gibt es überhaupt die eine richtige Entscheidung? Eines ist auf jeden Fall klar: Jede Tat hat Konsequenzen. Auch für Eva, die mehrfach ihre moralischen und ethischen Überzeugungen über Bord wirft, um jenseits des Rechts für ihre Art von Gerechtigkeit zu sorgen.
Ein spannender Roman, der die Leser nachdenklich zurücklässt.

Kurz:
Es geht um Recht und Gerechtigkeit, moralisch fragwürdige Entscheidungen, tiefe Abgründe und Menschen in all ihren Facetten. Dunkle Momente, die schockieren!

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Ein spannender Wendland-Krimi

Der Wolf im dunklen Wald
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Auf einer Lichtung im Wald wird ein Jäger tot aufgefunden. Unzählige Messerstiche weisen auf einen Mord aus Rache hin. Die Ermittlungen führen Carla Seidel an ihre persönlichen Grenzen. Denn der neue Freund ...

Auf einer Lichtung im Wald wird ein Jäger tot aufgefunden. Unzählige Messerstiche weisen auf einen Mord aus Rache hin. Die Ermittlungen führen Carla Seidel an ihre persönlichen Grenzen. Denn der neue Freund ihrer Tochter Lana war in der Mordnacht auch im Wald. Lana versucht mit allen Mitteln, Fabian zu schützen. Während weitere Morde geschehen, wird Carla von ihrer Vergangenheit eingeholt. Und ihr wird klar, dass der Mörder nicht die einzige Bedrohung ist ...

Meine persönliche Lesermeinung:
Was für ein spannendes Wiedersehen im Wendland. Ich habe mich sehr auf einen neuen Fall für das ungleiche Mutter-Tochter-Duo gefreut. Carla und Lana haben auch im zweiten Teil ihre Schwierigkeiten miteinander. Lanas Vater sucht den Kontakt zu seiner Tochter, was Carla unbedingt verhindern möchte. Ob die Ermittlungen sie näher zusammenrücken lassen? Diesen Teil des Thrillers fand ich besonders mitreißend. Die Reise in die Vergangenheit hat Carla in ein neues Licht gerückt.
Auch die Suche nach dem Serienmörder raubt einem so manches Mal den Atem. Das absolut schockierende Ende tröstet über kleine Längen während der Ermittlungsarbeit hinweg. Die Auflösung der Mordfälle hat mich wirklich kalt erwischt.

Kurz: Ein spannender Wendland-Krimi mit einem bewegenden Gänsehaut-Ende.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein solider Wohlfühlkrimi

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Der Schriftsteller Tommi hat es nicht leicht. Mit Anfang 30 von der Freundin verlassen, wohnt er im alten Wohnmobil seines Vaters. Auch beruflich läuft es nicht rund, die Veröffentlichung seines ersten ...

Der Schriftsteller Tommi hat es nicht leicht. Mit Anfang 30 von der Freundin verlassen, wohnt er im alten Wohnmobil seines Vaters. Auch beruflich läuft es nicht rund, die Veröffentlichung seines ersten Thrillers lässt – mangels Motivation und Ideen – auf sich warten. Und sein einziger sozialer Kontakt ist seine ukrainische Putzfrau Svetlana.
Als Tommi eines Abends ein kleines Mädchen am Straßenrand aufliest, steht der lebensuntüchtige Chaot plötzlich vor einer unlösbaren Herausforderung. Wer ist das Mädchen und wo ist seine Mutter? Tommi ist überfordert. Doch bevor er die Suche nach Antworten aufgeben kann, stürzt sich Svetlana in die Ermittlungen. Gemeinsam versuchen die beiden das Rätsel um das verlassene Mädchen zu lösen und geraten dabei selbst in Gefahr.

Meine persönliche Lesermeinung:
„Wenn Ende gut, dann alles“ von Volker Klüpfel ist ein solider Wohlfühlkrimi. Spannende Momente sind rar gesät, dafür tragen die skurrilen und liebenswerten Figuren und die humorvollen Dialoge den Leser durch die Kapitel. Der Star der Geschichte ist ganz klar Svetlana, die mit viel Wortwitz und jeder Menge Herzblut die Ermittlungen voranbringt. Tommi hingegen hat nicht viel zu bieten. Im Zusammenspiel mit Svetlana funktioniert das super. Alleine ging mir Tommi mit seiner Hilflosigkeit im Laufe der Geschichte immer mehr auf die Nerven. Er hatte seine Momente, insgesamt bleibt er aber eher blass. Sein Vater dagegen hätte ruhig eine größere Rolle in der Geschichte spielen dürfen. Da ist noch jede Menge Potential für witzige Auftritte. Aber wer weiß, vielleicht in einer Fortsetzung ...

Kurz: Wenig Spannung. Dafür ein CosyCrime, der durch Charme, Humor und drollige Charaktere punktet. Eine gute Urlaubslektüre.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Eine Geschichte, die den Hass besiegt

American Mother
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„There`s a crack, a crack in everything, that`s how the light gets in.“

2014 wird der US-Journalist James Foley durch den IS enthauptet.
7 Jahre später besucht seine Mutter Diane den Briten Alexanda ...

„There`s a crack, a crack in everything, that`s how the light gets in.“

2014 wird der US-Journalist James Foley durch den IS enthauptet.
7 Jahre später besucht seine Mutter Diane den Briten Alexanda Kotey im Gefängnis.
Dieser hat gestanden, an der Entführung, der Folter und der Ermordung ihres Sohnes in Syrien beteiligt gewesen zu sein.
Trotz dieser ungeheuerlichen Tat will Diane ihren Hass besiegen. Sie ist auf der Suche nach der Wahrheit, nach Vergebung und inneren Frieden.
Und am Ende wird sie dem Mörder ihres Kindes die Hand reichen.

Meine persönliche Lesermeinung:
„American Mother – eine Geschichte von Hass und Vergebung“ von Colum McCann ist keine leichte Kost. Es ist die wahre Geschichte eines Mannes, dem das Streben nach Aufklärung und Berichterstattung das Leben kostete. Wir folgen James in die Kriegsgebiete dieser Welt, wir begleiten Diane in ihrem Kampf gegen die Trauer. Beide zeigen auf ihre eigene Weise eine übermenschliche Stärke. Der Leser schwankt zwischen Unverständnis und Bewunderung. Hätte ich für einen guten Artikel mein Leben riskiert? Wäre ich in der Lage, dem Mörder meines Kindes Vergebung zu schenken? Colum McCann berichtet einfühlsam und ehrlich von einer Mutter, die das Andenken ihres mutigen Sohnes in die Welt hinausträgt, die für die Angehörigen von Geiseln eintritt, die gegen die langsamen Mühlen der Regierungen kämpft und die ihren Frieden in Glauben und Vergebung findet.
Auch wenn ich angesichts dieses schockierenden Verbrechens den unerschütterlichen Glauben an Gott nicht nachvollziehen kann, so ist es doch schön, dass Diane es schafft durch eben diesen Glauben ins Leben zurückzufinden.

Kurz: Eine Geschichte, die den Hass besiegt. Beeindruckend und schockierend zugleich.

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