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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2025

Haarsträubende Geschichte mit ordentlich Thrill

Don't Let Her Stay
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„Don't Let Her Stay“ von Nicola Sanders verdient wirklich die Bezeichnung Psychothriller. Allerdings war es in meinen Augen kein sehr gut gemachter. Ja die Spannung ist hoch und die Autorin versteht es ...

„Don't Let Her Stay“ von Nicola Sanders verdient wirklich die Bezeichnung Psychothriller. Allerdings war es in meinen Augen kein sehr gut gemachter. Ja die Spannung ist hoch und die Autorin versteht es auch für Nervenkitzel und Gänsehaut zu sorgen. Die Handlung weißt aber einige inhaltliche Schwächen auf und Protagonistin Joanne (auf deren Seite man eigentlich sein sollte) verhält sich mitunter so dämlich, dass ich sie ab einem gewissen Punkt nur noch wenig leiden konnte. Darüber hinaus hat die Autorin anscheinend keine Ahnung was vier Monate alte Babys schon alles können oder auch nicht. Für die eigentliche Handlung zwar nicht weiter schlimm, mich als junge Mama hat dies aber richtig gestört. Positiv empfand ich hingegen den Schreibstil, dieser las sich unkompliziert und so kam ich flott durchs Buch. Die angekündigten Plottwists sind für regelmäßige Thrillerleser:innen nicht total überraschend, weshalb ich gerade das Ende etwas vorhersehbar fand. Alles in allem bietet „Don't Let Her Stay“ zwar solide Unterhaltung, durch manche Absurdität und logische Ungereimtheit geht aber doch Lesespaß verloren. Insgesamt bleibt es deshalb bei mir auch nur bei 3 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Wiederentdeckung einer Autorin - Für mich leider kein Highlight

Campion. Tödliches Erbe
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Prinzipiell finde ich es super wenn in Vergessenheit geratene Autorinnen durch eine Neuauflage eine erneute Bühne bekommen. Genau darum handelt es sich um „Campion Tödliches Erbe“ von Margery Louise Allingham ...

Prinzipiell finde ich es super wenn in Vergessenheit geratene Autorinnen durch eine Neuauflage eine erneute Bühne bekommen. Genau darum handelt es sich um „Campion Tödliches Erbe“ von Margery Louise Allingham (1904-1966) welche zusammen mit Agatha Christie, Dorothy L. Sayers und Ngaio Marsh als »Queens of Crime« bezeichnet werden. Da ich gerade die alten klassischen Krimis von Christie allesamt liebe, war ich auch auf Campion entsprechend neugierig. Leider konnte dieser aber keineswegs mit Poriot mithalten. Zunächst einmal ist der Detektiv Campion selbst keine sonderlich charismatische Figur und von besonderem Ermittlungsgeschick habe ich auch nichts gemerkt. Sprachlich merkt man dem Krimi sein Alter an, was ich aber übrwiegend charmant fand. Die Handlung an sich ist total abstrus, gerade deshalb aber durchaus unterhaltsam. Es gibt einen innere Logik, wobei ich nicht jedes Detail nachvollziehen konnte, da wir Leser:innen oft außenvorgelasssen werden und wichtige Infos zuletzt erfahren. Miträtseln ist dadurch nur schwer möglich. Am Meisten störte mich am Werk aber die durchgehend sexistische Darstellung von allen weiblichen Charakteren. Diese sind entweder total überzeichnet oder zu zartbesaitet für so ziemlich alles. Schon klar, der Zeitgeist zum Zeitpunkt der Entstehung muss mitgedacht werden, andere Autorinnen haben es aber auch geschafft ihren Protagonistinnen Persönlichkeit und Cleverness mitzugeben. Allein schon aus diesem Grund werde ich die Reihe nicht weiter verfolgen. Insgesamt vergebe ich 3 Sterne, da Campion meine Erwartungen leider nicht erfüllen konnte.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Vom Leuchten der Sterne
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Eigentlich klang der Plot von „Vom Leuchten der Sterne“ so vielversprechend, doch leider konnte mich Autor Wolfgang Schnellbächer mit seinem Text nicht erreichen. Es sind nur relativ wenige Seiten und ...

Eigentlich klang der Plot von „Vom Leuchten der Sterne“ so vielversprechend, doch leider konnte mich Autor Wolfgang Schnellbächer mit seinem Text nicht erreichen. Es sind nur relativ wenige Seiten und gerade bei solch dünnen Büchern muss finde ich auf den Punkt erzählt werden. Hier blieben mir die Figuren aber überwiegend fremd und auch die eigentlich spannende Reise zum Nordkap wird nur in Bruchstücken vermittelt. Außerdem las sich der Schreibstil für mich eher anstrengend, der sprachliche Ausdruck wirkt dabei erwachsen, weshalb viele Aussagen der Jugendlichen für mich hölzern wirkten. Alles in allem waren die Charaktere für mich wenig authentisch und ihre Handlungen oft nicht glaubhaft. Und auch die philosophischen Einschübe konnten mich letztlich nicht überzeugen. Obwohl das Buch doch eigentlich Hoffnung vermitteln soll, wirken die dargelegten Erkenntnisse und Illusionen auf mich niederdrückend. Manches davon und auch der exzessive Alkoholkonsum ist für mich sogar fragwürdig und auch deshalb würde ich das Buch auf keinen Fall für Jugendliche empfehlen. Aber auch Erwachsene finden denke ich im Genre Besseres. Schade denn die Idee hinter „Vom Leuchten der Sterne“ klang nach Potential. Aufgrund meiner Kritikpunkte kann ich letztlich aber nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Komplexe Handlung und nur moderate Spannung

Allein gegen die Lüge
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Irgendwie hatte ich mir von „Allein gegen die Lüge“ des Autoren Alex Finlay mehr erhofft. Für mich hatte die Geschichte insgesamt mehr etwas von einem Drama, weshalb ich das Buch nicht als Thriller bezeichnen ...

Irgendwie hatte ich mir von „Allein gegen die Lüge“ des Autoren Alex Finlay mehr erhofft. Für mich hatte die Geschichte insgesamt mehr etwas von einem Drama, weshalb ich das Buch nicht als Thriller bezeichnen würde. Diese Erwartungshaltung wird aber nun mal erzeugt. Die Geschichte ist zwar durchaus fesselnd, von großer Spannung aber weit entfernt. Gut gefielen mir der Schreibstil und die verflochtene und komplexe Handlung. Trotz mancher falschen Fährte des Autors konnte ich die tatsächliche Auflösung aber bereits recht früh erraten. Für geübte Leser:innen des Genres ist alles doch ziemlich vorhersehbar. Außerdem gab es ein falsches medizinisches Detail bezüglich Blutgruppen, was bei mir für unnötige Verwirrung sorgte und durch bessere Recherche hätte vermieden werden können. Alles in allem las sich „Allein gegen die Lüge“ zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht rund. Anderseits mochte ich manche Details wie etwa, dass die taffe FBI Agentin Keller einen liebevollen Hausmann hat, der sich um die Kinder kümmert, total gerne. Ihre Figur war mit Abstand mein Lieblingscharakter und machte einiges wett. Im Vergleich mit anderen Thrillern kann ich letztlich aber leider nur 3 Sterne vergeben, da es in meinen Augen doch einige Schwächen gab.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Freundebuch für große Fans von Elefant und Hase

Die Sendung mit dem Elefanten - Meine Kindergartenfreunde
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Dieses Freundebuch für den Kindergarten ist finde ich nur etwas für sehr große Fans von Elefant und Hase. Rein inhaltlich betrachtet gibt es meiner Meinung nach nämlich bessere Bücher. Keine Frage, die ...

Dieses Freundebuch für den Kindergarten ist finde ich nur etwas für sehr große Fans von Elefant und Hase. Rein inhaltlich betrachtet gibt es meiner Meinung nach nämlich bessere Bücher. Keine Frage, die Aufmachung ist niedlich und schön bunt. Betrachtet man die auszufüllenden Seiten stellt man aber schnell fest das nur wenig Persönliches Platz findet. Einerseits ist es für Kindergartenkinder zwar toll die Antworten teilweise anhand von kleinen Zeichnungen ankreuzen zu können. Allerdings ist die Auswahl doch sehr speziell und auf jeder Seite auf genau die gleichen vier Optionen beschränkt. Auch die Auswahl finden wir nicht optimal. Beim Lieblingsessen gibt es etwa nur Äpfel, Eis, Pizza oder Salat anzukreuzen. Und auch Frage "Was kann ich gut?" ist mit Malutensilien, einem Ball, Sandspielzeug und einem Fahrrad ziemlich beschränkt. Hier fehlt finde ich ein zusätzliches Feld zum selbst eintragen oder malen. Die übrigen Fragen sind soweit normal und bieten Platz für eine eigene Antwort. Gut gefallen uns hingegen die zusätzlichen Rätsel- und Ausmalseiten im Buch, auf welchen jedes Kind nach Lust und Laune etwas beisteuern kann. Platz bietet das Buch für 24 Freund:innen, sowie das eigene Profil. Auch Elefant und Hase haben jeweils eine eigene Seite, auch wenn sich hier leider die Fragen von den Kinderseiten unterscheiden. Insgesamt fällt das Fazit also gemischt aus weshalb ich letztendlich auch "nur" 3 Sterne vergeben kann. Wem die genannten Punkte allerdings nicht stören, findet hier ein einfach auszufüllendes Freundebuch für den Kindergarten.

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