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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2025

Faszinierend, witzig, erhellend

True Crime in Nature
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Kosmos-Bücher sind einfach für Jung und Alt eine Grube des Wissens, Staunens und Spaßes. Besser kann Bildung eigentlich nicht aufbereitet werden und dieses Buch hat mich thematisch total begeistert. Dazu ...

Kosmos-Bücher sind einfach für Jung und Alt eine Grube des Wissens, Staunens und Spaßes. Besser kann Bildung eigentlich nicht aufbereitet werden und dieses Buch hat mich thematisch total begeistert. Dazu schön illustriert und in leichter Sprache nimmt es den Leser mit in die dunklen Abgründe des Tier- und Pflanzenreichs. Absolute Empfehlung von mir.

Die Kapitel sind nicht allzu lang und beschäftigen sich mich allerlei Tier- und Pflanzenarten, auch Ausflüge in das Reich der Viren werden unternommen. Das Buch lädt zum Blättern und Stöbern ein. Die liebevollen Illustrationen lockern den Text auf, tragen dazu bei, das gelesene visuell zu unterstützen und sind dabei herrlich amüsant anzuschauen.

Dadurch dass die Geschichten einen bitterbösen Touch haben, sind sie nicht nur lehrreich, sondern auch sehr unterhaltsam. Ich war total doch überrascht wie verbreitet parasitäre Lebensformen sind und welche Ausmaße sie annehmen können. Ein paar der geschilderten Verhaltensweisen hat man vielleicht sogar schon selbst beobachtet, jetzt weiß man, was dahintersteckt.

Ein paar der tierischen Taktiken kannte ich bereits, der Großteil des Inhalts war für mich allerdings neu und einige der Geschichten haben mich dabei wirklich verblüfft, wie z.B. die des Maulwurfs. Aber sie alle hatten einen hohen Unterhaltungswert und ich hab einfach insgesamt wahnsinnig viel neues erfahren und gelernt. Die kleinen Anekdoten vom täuschen, jagen und Fallen stellen werfen nochmal einen ganz anderen, sehr spannenden Blick auf die Natur. Sehr empfehlenswert für groß und klein um seinen Schatz an Fun Facts zu erhöhen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Richtig starker Krimi

Der Gourmet
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Die Washington Poe Reihe von M.C. Craven gefällt mir einfach richtig gut, denn sie ist clever, originell, nerdig und unendlich cool. Und dieser zweite Band ist ein unfassbar perfider, stark geplotteter ...

Die Washington Poe Reihe von M.C. Craven gefällt mir einfach richtig gut, denn sie ist clever, originell, nerdig und unendlich cool. Und dieser zweite Band ist ein unfassbar perfider, stark geplotteter Thriller. Ich habs ab der ersten Seite absolut geliebt und war während des Lesens wie im Tunnel. Suchtgefahr!

Zum Inhalt: vor sechs Jahren hat Washington Poe den Sternekoch Jared Keaton für den Mord an seiner Tochter ins Gefängnis gebracht. Doch nun marschiert Elizabeth Keaton, aufgewühlt aber scheinbar lebendig in die Polizeisprechstunde. Für Poe beginnt dir Uhr zu ticken bevor Keaton freikommt und er selbst zur Verantwortung gezogen wird.

Das Ermittler-Duo Poe/ Bradshaw ist unkonventionell, aber genau darin liegt seine Stärke. Während Tilly hier wieder ihren analytischen, wachen Verstand und ihre bezaubernd naive Art spielen lässt, hat Poe was von der rohen Coolness und Badass-Attitüde von Antihelden und Einzelgängern wie Jack Reacher.

Der Fall ist absolut spektakulär und die Durchführung aufsehenerregend. Ich hab versucht mitzurätseln, aber mit diesen Wendungen und Täuschungen konnte ich nicht mithalten. Das liebe ich so an der Reihe von Craven: sie ist überraschend und die Fälle eher skurril, aber alles wird wissenschaftlich aufbereitet und logisch geplottet. Das lässt mein nerdiges Wissenschaftler-Herz höher schlagen.

Die Auflösung bewegt sich zwischen makaber und brutal, passt hier aber absolut ins Szenario. Hat mir tatsächlich wieder richtig gut gefallen und mich mit seiner Sogwirkung in den Bann geschlagen. Und dass Poe mit seiner Art aneckt und für Ärger sorgt, sich aber wie eine Schlange aus der Misere windet, war für mich die Sahnekirsche.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Die letzten Stunden der Menschheit

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Ich bin ja großer Fan der Bücher von Stuart Turton, weil er diese unnachahmliche Art zu schreiben hat und mich eine Geschichten meist erstaunt und begeistert zurücklassen. Das dargestellte Szenario fand ...

Ich bin ja großer Fan der Bücher von Stuart Turton, weil er diese unnachahmliche Art zu schreiben hat und mich eine Geschichten meist erstaunt und begeistert zurücklassen. Das dargestellte Szenario fand ich super interessant und generell hat der Plot sehr viel schönes. Mochte ich wieder sehr.

Zum Inhalt: Im Mittelmeer liegt die letzte besiedelte Insel der Menschheit, abgeschirmt von dem Nebel, der die Welt auslöschte. Das Leben dort ist streng reguliert, jeder erfüllt die ihm zugeteilten Aufgaben. Als ein Mord passiert, ist plötzlich die gesamte Insel und die Existenz der Menschheit ein Gefahr.

Der Leser wird ohne viele Vorinformationen direkt in die Handlung und das dystopische Setting geworfen. Eine verlassene Militärkaserne erscheint mir ein idealer Handlungsspielort für einen dystopischen Sci-Fi-Krimi und trotz anfänglicher Startschwierigkeiten, so richtig in die Geschichte zu finden, mochte ich den Vibe von Anfang an.

Was mich anfangs etwas irritiert hat: Es gibt einen auktorialen Ich-Erzähler, dessen Identität sich erst nach und nach offenbart, sowie der größere Zusammenhang, der sich daraus ergibt. Ich hatte zwar von Beginn an eine Ahnung, das ganze Ausmaß dessen, was Turton hier erschaffen hat, hat mich aber völlig verblüfft.

Nachdem der Mord passiert ist, wurde die Geschichte deutlich übersichtlicher. Ich fand es super spannend gemeinsam mit Emory die Geheimnisse der Insel und ihrer eigenen Existenz zu lüften. Polytechnisch fand ich es ziemlich stark, wie hier mit Andeutungen und Hinweisen gearbeitet wird.

Mich hat diese Geschichte wirklich bestens unterhalten und einige der Twists haben mich wirklich kalt erwischt. Ich mochte dieses Buch wieder sehr, man muss sich einfach drauf einlassen, dass anfangs vieles eher schwammig ist- die Erklärungen kommen und sind absolut grandios.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Omg so eine gute Mischung aus Nerd und Spice

Deep End – Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe
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Ich liebe ja die wissenschaftlichen Romances von Ali Hazelwood. Und obwohl es hier auch ein College-Setting gibt, ist es eher eine Sports als Science-Romance. Es gibt zwar Wissenschaft und die Protas sind ...

Ich liebe ja die wissenschaftlichen Romances von Ali Hazelwood. Und obwohl es hier auch ein College-Setting gibt, ist es eher eine Sports als Science-Romance. Es gibt zwar Wissenschaft und die Protas sind definitiv in gewisser Weise Nerds, aber viel weniger, als bei den sonstigen College-Romanen der Autorin.

Zum Inhalt: nach einem schweren Unfall bei einem Wettbewerb hat Scarlet eine mentale Blockade und zweifelt an ihrer weiteten Laufbahn im Wasserspringen. Und auch sonst sieht Scarlet sich eher in einer Außenseiter-Position an der Uni. Mit ein Arrangement mit Schwimm-Superstar Lukas ihr Leben auf den Kopf stellt.

Zuerst mal: ich liebe den Gastauftritt von Adam und Olive, vor allem Adam mit seiner unverkennbaren Art war direkt ein kleines Highlight für mich. Aber trotzdem muss ich gestehen dass Lukas und Scarlet vielleicht mein neues Lieblings-Couple der Autorin sind. Bin ganz hingerissen von der Dynamik der beiden.

Spice und vor allem das Thema Kinks nehmen hier viel Raum ein. Da man es bei Ali Hazelwood aber gewohnt ist, dass Smut einen großen Teil der Handlung ausmacht, fand ich es nicht nennenswerter als in den bisherigen Büchern. Alles war sehr respektvoll, einvernehmlich und in meinen Augen überhaupt nicht crimge. Es gibt öfter mal Anspielungen auf 50 Shades, aber ich fand diese spicy Szenen hier viel erwachsener und auch ansprechender.

Ansonsten bringt die Handlung eine herrliche Lockerheit und Humor mit, die Figuren machen einfach Spaß und ich wollte das Buch gar nicht weglegen, von mir aus hätte es gerne noch mehr Seiten haben können. Für mich wieder ein großartiges Buch, ich lese Ali Hazelwood einfach super gern.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

genau die Geschichte, die ich brauchte

Hot Mess
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Ich bin diesem Buch schon mehrmals und auf verschiedenen Wegen begegnet, aber irgendwie hat es mich nie gereizt, bis meine Lieblings-Buchbloggerin es empfohlen hat. Und für mich war es ein absoluter Volltreffer. ...

Ich bin diesem Buch schon mehrmals und auf verschiedenen Wegen begegnet, aber irgendwie hat es mich nie gereizt, bis meine Lieblings-Buchbloggerin es empfohlen hat. Und für mich war es ein absoluter Volltreffer. Ein Buch für jeden, der sich manchmal einsam oder auf der Strecke geblieben fühlt, für jeden, der grade eine Freundin braucht. Es ist eine tolle, nahbare Geschichte über Freundschaft, Familie, Karriere und mentale Gesundheit.

Ich hab mich in dieser Geschichte sehr oft selbst wiedergefunden und finde Frauenfreundschaften und die Dynamiken untereinander werden gut und authentisch dargestellt. Ich mochte die chaotische Vielseitigkeit der Geschichte, die bitterbösen Kommentare und emotionalen Eskalationen. Ich hatte das Gefühl, als würde hier direkt aus dem Leben erzählt werden und als wäre ich live dabei als die Leben von Claire, Lexi und Joanne in die Binsen gehen und sie die Scherben zu etwas besserem, wertvollerem Zusammensetzen.

Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist Unterhaltung pur, dann schlägt es einen überraschend ernsten, tiefgründigen Weg ein. Das kam sehr unvorhergesehen, hat mir aber richtig gut gefallen und das Buch noch offener und ehrlicher wirken lassen. Die Geschichte war für mich wie eine riesige Green Flag, dass es ok ist Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten und eben auch mal nicht klarzukommen.

Ein offenes, ehrliches und ungeschöntes, aber auch sehr witziges Porträt von Frauenfreundschaften, das hier gezeichnet wird. So wertvoll, so schön. Habs direkt drei Freundinnen weiterempfohlen.

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