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Veröffentlicht am 02.03.2025

wieder eine echte Gefühlsachterbahn

Lakestone Campus of Seattle, Band 3 - What We Hide
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Bücher von Alexandra Flint sind für mich immer so eine Art emotionaler Safe Space. Ich liebe die Handlungsorte, die sie erschafft und die Figuren, die sich wie Freunde anfühlen. Und die Lakestone Reihe ...

Bücher von Alexandra Flint sind für mich immer so eine Art emotionaler Safe Space. Ich liebe die Handlungsorte, die sie erschafft und die Figuren, die sich wie Freunde anfühlen. Und die Lakestone Reihe fühlte sich für mich seit dem ersten Band einfach goldrichtig an. So auch dieser Dritte Band, dessen Suspense-Nebenhandlung richtig mitreißend war.

Zum Inhalt: Lucie hat auf dem Lakestone Campus endlich eine Art Heimat für sich gefunden, auch wenn sie zu ihren neuen Freunden immer noch nicht völlig ehrlich sein kann, zu groß sind Scham und Schuld in ihr verankert. Doch als Callahan, Lucies ehemals bester Freund, auf dem Campus auftaucht, stellt er ihr Leben erheblich auf den Kopf und ihre sorgsam aufgebaute Fassade droht einzubrechen.

Am Anfang ist es mir etwas schwerer gefallen zu Holland Zugang zu finden, vor allem zu dieser früheren Version von ihr, die sie versucht, hinter sich zu lassen. Gleichzeitig fand ich die Botschaft dahinter, dass man selbst bestimmt wer man sein will und Neuanfänge verdient hat, total großartig. Call habe ich dagegen sofort ins Herz geschlossen, seine aufopfernde Art hat mich sofort berührt. Und seine Familiengeschichte rund um diese supersüßen, guten Menschen hat mich einfach mitgenommen

Mir hat hier vor allem auch wieder die Mädels-Freundschaft gefallen, dieses einander annehmen wie man ist, sich aber auch gegenseitig offen die Meinung sagen dürfen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich von dem Konflikt zwischen Holland und Call am Ende kein Fan war, vor allem weil ich irgendwie so wahnsinnig enttäuscht von seiner Reaktion war. Ich weiß, Drama gehört in Romancebüchern dazu, aber das hab ich einfach nicht gefühlt.

Für mich nicht mein liebster Band der Reihe, trotzdem hat es mich emotional wieder total abgeholt und Flints Schreibtstil gefällt mir einfach sehr, weil er angenehm zu lesen ist und zum mitfiebern einlädt. Das Buch überzeugt durch ehrliche, nahbare Themen und diese umwerfende Offenheit, die für mich die Lakestone Campus Reihe ausmacht.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Nicht ganz leicht zu lesen aber inhaltlich sehr wertvoll

Russische Spezialitäten
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Am Ukraine-Krieg kommt man ja eigentlich seit Jahren nicht vorbei, das Thema hat an Brisanz nicht verloren, kursiert in Nachrichten, Reportagen und persönlichen Beiträgen auf Social Media. Und trotzdem ...

Am Ukraine-Krieg kommt man ja eigentlich seit Jahren nicht vorbei, das Thema hat an Brisanz nicht verloren, kursiert in Nachrichten, Reportagen und persönlichen Beiträgen auf Social Media. Und trotzdem ist er gefühlt weit weg. Dieses Buch holt den Konflikt nach Ostdeutschland, in eine Nachbarschaft, wie es sie vermutlich in vielen größeren deutschen Städten gibt. Es ist eine eindringliche Geschichte, angefüllt mit Konfliktpotentialen, gegensätzlichen Meinungen und Glaubenssätzen und trotzdem ein Appell für Frieden und das Überbrücken von Differenzen.

Ich fand den Erzählstil teilweise etwas abstrakt, habe mit den Formulierungen, russischen Redewendungen und Begriffen, sowie der Art des Protagonisten über andere zu reden zwischenzeitlich immer mal wieder gehadert. Für mich war das Buch dadurch per se nicht unbedingt leicht zu lesen. Für mich war es zumindest ein Buch, dass ich mit Ruhe und konzentriert lesen musste. Gleichzeitig sind die geschilderten Situationen eindrücklich, die innerhalb der Familie aufklaffenden Differenzen sind nahbar geschildert, sodass man trotzdem ein gutes Gefühl für die Lebensumstände von Dimitrijs Familie bekommt. Neben Immigration und Zugehörigkeitsgefühl geht es auch um ganz existenzielle Themen

Teilweise ergaben sich aus den geschilderten Szenarien sogar ein paar Schmunzel-Momente, die die gedrückte Stimmung auflockerten. Die Geschichte von Familie, Immigration, Volksidentität, Verlust und Sinnsuche war auf vielen Ebenen bewegend und anhand von Dims Schicksal sehr nachvollziehbar geschildert. Ich fand auch Dim selbst als Protagonisten sehr authentisch, mochte seine Affinität zur russischen Sprache, die ihn aber gleichzeitig immer wieder Hadern ließ, dieses Fehlen von Worten, das auf alle erdenklichen Lebensbereiche um sich greift.

Mir hat das Buch sehr gefallen, auch wenn es mich als Leser sehr (heraus)gefordert hat, ich habe mich damit auf jeden Fall aus meiner persönlichen Komfortzone bewegt. Vermutlich müsste ich das Buch sogar noch ein zweites Mal lesen, um es vollständig zu erfassen, für mich war es auch kein Buch, das ich mal eben nebenbei lesen konnte. Trotzdem bin ich froh, das Buch gelesen zu haben.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Die Jagd wird auf das nächste Level gehoben

Dynasty of Hunters, Band 2 - Von dir gezeichnet
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„Dynastie of Hunters“ war im vergangenen Jahr eines meiner liebsten Fantasy-Bücher und ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut, die nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 anschließt. Das Buch nimmt ...

„Dynastie of Hunters“ war im vergangenen Jahr eines meiner liebsten Fantasy-Bücher und ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut, die nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 anschließt. Das Buch nimmt eine komplett andere Richtung als Band 1, dir aber sehr gelungen ist und einen größeren Bogen schlägt.

Zum Inhalt: Lia verlässt die Jagd als Eigentum von Laurent, nachdem er sie zwang, sich in seinem Namen zu zeichnen. Und mehr noch: mit Lias Macht will er den Thron an sich reichen- und Lias Herz. Doch dieses hat sie an Ray verloren und so lauert sie auf den passenden Moment, um sich gegen Laurent zu erheben.

Ich habe selten eine Buchfigur so gehasst wie diese kleine Made Laurent. Dessen Entwicklung habe ich nach seiner schwächlichen Art in Band 1 überhaupt nicht kommen sehen. Generell sind er und seine Schwester in diesem Band für einige Überraschungen gut und Irina mausert sich sogar zur Protagonistin. Also generell ganz großes Kino was die Ausgestaltung der Figuren, ihre Gewissenskonflikte, Schwäche und Begehren anbelangt. Man fiebert dadurch auf emotionaler Ebene richtig mit.

In der zweiten Hälfte des Buches nehmen die Kriegsgeschehen zu, es geht verstärkt um die Rebellenbewegung und die Versuche das Magiesystem wie es bisher bestand zu stürzen. In meinen Augen wurden die Möglichkeiten des Magiesystems aber nicht ausgeschöpft und auch Lia ist gegen Ende eher Gallionsfigur als Kriegerin.

Der Plot hat viele Twists und emotionale Schockmomente, es gibt aber auch spannende charakterliche Entwicklungen, zarte Annäherungen und Momente des Zusammenhalts und der Hoffnung. Insgesamt für mich also eine durchaus gelungene Mischung, mit hat trotzdem Band 1 ein kleines bisschen besser gefallen.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Nerv getroffen

Briefe von morgen, die wir gern gestern schon gelesen hätten
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Dies ist das dritte Buch, das ich von Timur Vermes gelesen habe und würde es für mich genau in der Mitte einordnen wenn es darum geht wie gut mir die Bücher gefallen. Das Buch ist durchaus lesenwert, setzt ...

Dies ist das dritte Buch, das ich von Timur Vermes gelesen habe und würde es für mich genau in der Mitte einordnen wenn es darum geht wie gut mir die Bücher gefallen. Das Buch ist durchaus lesenwert, setzt aber auch voraus, dass man sich mit aktuellen Themen beschäftigt, um den Unterhaltswert der Texte tatsächlich schätzen zu wissen.

Tatäschlich haben mir vor allem die Reklamen besonders gut gefallen, die auf ihre skurrile Art einfach herrlich witzig waren. Und ganz ehrlich, so abwegig finde ich die meisten davon gar nicht. Timur Vermes hat damit auf jeden Fall den Zeitgeist des Konsums getroffen.

Bei den Briefen selbst fand ichs durchwachsen: einige davon fand ich durchaus sehr gelungen, während andere mich absolut gar nicht abgeholt haben. Ist ja aber auch ok. Aufgrund der Kürze der Textbeiträge kann man da gut selektieren und gegebenenfalls überspringen, was nicht gefällt.

Besonders unterhaltsam fand ich den Erfassungsbogen für bbbydesign und die Quasi-Anleitung zu den I-Witness Linsen. Auf eine schräge Art spiegelt diese Artikel gut die Möglichkeiten und Gefahren wieder, die derartige Innovationen mit sich bringen.

Generell finde ich, dass sich die Textbeiträge auch gut als Gesprächsgrundlage eigenen, da sie zum diskutieren einladen.
Keine Ahnung ob das ein Buch ist, das man gelesen haben muss, aber ich fands sehr kurzweilig und durchaus anregend.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Doktorspiele ohne viel Vorspiel

Degrees of Engagement
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Vielleicht kurz mal so viel: die Ausgangssituation für die Story fand ich sehr überraschend, es geht ohne viel Vorgeplänkel ins Fake-Dating, wobei da auch direkt alle Register gezogen werden und das nachdem ...

Vielleicht kurz mal so viel: die Ausgangssituation für die Story fand ich sehr überraschend, es geht ohne viel Vorgeplänkel ins Fake-Dating, wobei da auch direkt alle Register gezogen werden und das nachdem die beiden Protas zuletzt eigentlich kaum Kontakt hatten. Dass da aus dem Umfeld niemand stutzig wurde, hat hingegen mich sehr stutzig gemacht. Das Buch hat einen beträchtlichen Spice-Anteil, neben dem alles andere eher kurz gehalten wird. Wer kurzweiligen Spice und eine seichte Liebesgeschichte sucht, wird hier gut bedient.

Zum Inhalt: Bianca hat den Höhepunkt ihrer akademischen Laufbahn erreicht und darf sich nun offiziell "Doktor" nennen. Ein Grund zum Feiern. Nur blöd, dass ihre engsten Freunde und ihre Familie das scheinbar anders sehen und ihr alle für die Party absagen. Bianca ist gekränkt und beschließt es allen heimzuzahlen. Kurzerhand erspinnt sie sich eine Fake-Verlobung mit ihrem Kommilitonen Xavier, doch das geht schnell nach hinten los.

Das akademische Setting fand ich eigentlich ziemlich cool, aber auch das wird eher nur kurz angeschnitten und nicht wirklich vertieft. Hatte auf ein bisschen mehr Ali Hazelwood-Vibes gehofft, danach sucht man hier aber vergebens. Trotzdem fand ich das Buch unterm Strich gut, einfach weil es kurzweilig, humorvoll und leicht zu lesen war. Die Chemie zwischen den Protas stimmt auf jeden Fall und "he falling first" ist sowieso total mein Ding. Ich mochte das ungezwungene Geplänkel der beiden, wie sie sich gegenseitig foppen und nicht zu ernst nehmen. Es hat einfach Spaß gemacht ihr Miteinander zu verfolgen.

Dass sie es aber trotz all der Funken nicht schaffen, mal ernsthaft über ihre gegenseitigen Gefühle zu sprechen finde ich so überholt. Sie sind intelligente, aufgeschlossene Menschen, beide eigentlich super empathisch, merken aber trotzdem nicht, was ihr gesamtes Umfeld längst weiß? Ja ne, ist klar. So richtig tiefgründig wird die Geschichte nicht, es wird zwar einiges rund um Xaviers Kindheit angedeutet und auch die überholte Denkweise von Biancas Familie und Freunden thematisiert, was "Ehe als herausragendste Errungenschaft einer Frau" angeht, aber das alles kratzt eher an der Oberfläche. Ist auch ok, das Buch will unterhalten und das schafft es auch.

Die Storyline ist denkbar vorhersehbar, inklusive großer Geste zum Happy End. Süß, kann man machen. Ist halt so ein klassisches Buch für zwischendurch, wo man nicht viel nachdenken muss, sondern sich einfach fallen lassen kann.

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