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Veröffentlicht am 26.09.2025

Court of moon

Court of Sun 2: Court of Moon
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Nach dem dramatischen Ende von Court of Sun beginnt Court of Moon mit einer verletzten, misstrauischen und zugleich entschlosseneren Brie. Ihre Entwicklung zur Fae hat nicht nur körperliche Spuren hinterlassen, ...

Nach dem dramatischen Ende von Court of Sun beginnt Court of Moon mit einer verletzten, misstrauischen und zugleich entschlosseneren Brie. Ihre Entwicklung zur Fae hat nicht nur körperliche Spuren hinterlassen, sondern auch emotionale. Ihr Vertrauen ist nach den Ereignissen in Band eins erschüttert.

Brie bleibt eine willensstarke Protagonistin, aber im zweiten Band merkt man ihr die seelischen Kämpfe deutlicher an. Sie schwankt oft zwischen Selbstzweifeln, Schuldgefühlen und dem Drang, das Richtige zu tun, selbst wenn es bedeutet, sich selbst dafür aufzugeben. Diese emotionale Zerrissenheit ist nachvollziehbar, wirkt aber in der ersten Hälfte manchmal etwas ermüdend. Besonders ihr ständiges Ringen darum, Sebastian nicht zu verletzen, obwohl seine Handlungen schwer wiegen, hat mich zwischendurch genervt.

Sebastian wird hier ein Stück weit “weichgespült”. Seine Taten aus Band eins werden nicht verleugnet, aber es fehlt mir manchmal an echter Auseinandersetzung, sowohl von Brie als auch vom Buch selbst.

Finn hingegen bleibt der geheimnisvolle, dunkle Fae-Prinz, der Brie unterstützt, wo er kann. Doch leider wird sein Charakter in diesem Band sehr auf seine Beziehung zu Brie reduziert, da wäre mehr Tiefe und Eigenständigkeit schön gewesen. Trotzdem bleibt die Dynamik zwischen den dreien reizvoll und emotional.

Die Handlung ist durchzogen von politischen Ränken, gefährlichen Allianzen und der Frage, wie viel man bereit ist zu opfern. Besonders gut gefallen haben mir die Einblicke in die Welt der wilden Fae und die tiefergehenden Informationen zur Machtstruktur der Höfe. Leider zieht sich der Mittelteil etwas und manche Szenen wirkten wie Lückenfüller, während andere Stränge zu schnell abgehandelt wurden. Das Finale war spannend, aber fast schon zu glatt und einfach gelöst.

Was bleibt, ist ein unterhaltsamer, emotional geladener zweiter Band, der zwar schwächer ist als sein Vorgänger, aber dennoch mitreißt. Besonders Fans von dramatischen Dreiecksgeschichten, Intrigen und märchenhafter Fantasy kommen hier wieder voll auf ihre Kosten.

Etwas schwächer als der erste Teil, mit einigen Längen und einer Brie, die nicht immer konsequent handel, aber dennoch ein würdiger Abschluss der Dilogie. Wer den ersten Band mochte, wird hier sicherlich weiterlesen wollen. Die Welt der Fae bleibt faszinierend, die Emotionen hoch, und trotz kleiner Schwächen habe ich das Buch gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Love and music

Hidden Tracks 2. All Our Secret Melodies
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Hidden Tracks 2 – All Our Secret Melodies ist eine sehr gefühlvolle Geschichte über Musik, Nähe und das Überwinden innerer Mauern, die Leser auch merklich dazu ermutigen möchte dies selbst auch einmal ...

Hidden Tracks 2 – All Our Secret Melodies ist eine sehr gefühlvolle Geschichte über Musik, Nähe und das Überwinden innerer Mauern, die Leser auch merklich dazu ermutigen möchte dies selbst auch einmal zu tun. Obwohl der Roman unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann, lohnt es vermutlich sich, die Reihenfolge einzuhalten, denn gerade zu Beginn fiel es mir schwer, in die Atmosphäre und Dynamik hineinzufinden.

Kian, der sich hinter einer charmanten Fassade verbirgt, ist eine besonders vielschichtige Figur. Seine Unsicherheiten und seine Entwicklung stehen stark im Fokus. Leia, die kleine Schwester seines besten Freundes, wirkt in ihrer Liebe zur Musik aufrichtig und sensibel, auch wenn ich mir in vielen entscheidenden Momenten mehr emotionale Tiefe oder Reaktion von ihr gewünscht hätten.

Inhaltlich überzeugt der Roman mit Themen wie Selbstzweifel, Trauerbewältigung, Vertrauen und der Suche nach dem eigenen Weg, für mich etwas überdramatisiert, für andere könnte es aber mit genug Fingerspitzengefühl umgesetzt sein.
Die Kommunikation zwischen den Figuren wirkt stellenweise unausgereift, was zu einem seeehr frustrierenden Hin und Her führt. Trotz emotionaler Tiefe fehlt es an manchen Stellen an klaren Reaktionen, die bestimmte Schlüsselszenen stärker gemacht hätten.

Am Ende bleibt ein gefühlvoller Roman mit einer atmosphärisch gelungenen musikalischen Kulisse und einer Liebesgeschichte, die berührt – auch wenn sie nicht ganz die volle emotionale Wucht entfalten kann. Wer Geschichten über erste Liebe, innere Verletzlichkeit und den Zauber der Musik mag, wird hier richtig sein.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Hochmut

Vanity Falling: Academy of Sins
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Rahel verkörpert den Hochmut – eine Gabe, die es ihr ermöglicht, andere zu manipulieren. Doch genau das wird ihr zum Verhängnis, als sie vom Order of Saints gejagt und in die Academy of Sins gebracht wird. ...

Rahel verkörpert den Hochmut – eine Gabe, die es ihr ermöglicht, andere zu manipulieren. Doch genau das wird ihr zum Verhängnis, als sie vom Order of Saints gejagt und in die Academy of Sins gebracht wird. Dort soll sie ihre Sünde ablegen. Ihr Wächter Asher sieht ihre Bewachung als Chance, den Ruf seiner Familie im Orden reinzuwaschen. Doch mit jeder Begegnung wächst eine verbotene Anziehung zwischen den beiden, die Asher zunehmend in Konflikte stürzt.


Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz leicht. Viele Namen, englische Begriffe und ein komplexes Magiesystem machten es anfangs schwierig, sich zurechtzufinden und den Überblick zu behalten. Erst nach einigen Kapiteln entfaltet sich die Geschichte und wird zunehmend spannender.

Das zentrale Konzept – die sieben Todsünden und der Gegensatz zwischen den Vicious (Sünder) und den Warden (Wächtern des Ordens) – ist eine faszinierende Idee mit viel Potenzial. Allerdings bleibt das Worldbuilding stellenweise etwas zu vage für meinen Geschmack. Die Academy of Sins fühlt sich eher wie eine Mischung aus Gefängnis und Erziehungsanstalt an als eine echte Akademie. Auch die Strukturen des Ordens hätten noch etwas mehr Tiefe vertragen können.

Rahel ist als Protagonistin überzeugend und sehr spannend. Ihr Hochmut macht sie manchmal ein klein wenig schwierig, aber auch interessant und sehr sympathisch. Asher hingegen kämpft mit seiner Loyalität zum Orden und der wachsenden Faszination für Rahel. Die Dynamik zwischen ihnen sorgt für gute Spannung, auch wenn die Liebesgeschichte mich emotional nicht komplett abgeholt hat.

Während sich der Mittelteil stellenweise etwas zieht, nimmt das letzte Drittel deutlich an Fahrt auf. Unerwartete Wendungen und moralische Grauzonen machen das Finale besonders fesselnd. Allerdings kommt das Ende etwas abrupt und lässt viele Fragen offen.

Ein Fantasy-Roman mit einer spannenden Grundidee, die etwas Geduld beim Einstieg erfordert. Trotz Schwächen im Worldbuilding und einem durchwachsenen Mittelteil überzeugen das letzte Drittel und wer düstere Romantasy mit enemies-to-lovers-Dynamik mag, könnte hier fündig werden.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

To kill a shadow

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Mit „To Kill a Shadow“ entführt Katherine Quinn in das düstere Königreich Asidia, das seit dem Verschwinden der Sonnengöttin vor 50 Jahren in ewige Dunkelheit gehüllt ist. Die 18-jährige Kiara Frey, eine ...

Mit „To Kill a Shadow“ entführt Katherine Quinn in das düstere Königreich Asidia, das seit dem Verschwinden der Sonnengöttin vor 50 Jahren in ewige Dunkelheit gehüllt ist. Die 18-jährige Kiara Frey, eine mutige Kämpferin mit geheimnisvoller Vergangenheit, tritt a die Stelle ihres Bruders und begibt sich auf eine gefährliche Reise. Zusammen mit Kommandant Jude Maddox und einer Gruppe Rekruten begibt sie sich in den tödlichen Nebel, um die Göttin zurückzubringen.

Die Ausgangsidee ist vielversprechend: eine Welt im Schatten, ein tödliches Abenteuer und eine Mission, die alles verändern könnte. Doch während der Anfang mich mit Kiaras Entschlossenheit und ihrer impulsiven, schlagfertigen Art begeistert, verliert sich die Geschichte leider im weiteren Verlauf. Der Spannungsbogen flacht für mich durch zuviel Vorhersehbarkeit und einen zu starken Fokus auf die Gefühle zwischen Kiara und Jude ab, was die eigentliche Handlung oft in den Hintergrund drängt.

Auch das Worldbuilding bleibt leider recht blass. Trotz des faszinierenden Settings liefert die Geschichte kaum Details über Asidias Hintergründe, und viele Fragen bleiben offen. Positiv ist jedoch die lebendige Atmosphäre, die Quinns anschaulicher Schreibstil schafft, sowie die gelungene Darstellung von Kiaras vielen emotionalen Konflikten und ihrer Entwicklung.

Für Fans von romantischen Fantasy-Geschichten mit starkem Fokus auf Beziehungen bietet das Buch einige spannende Momente. Wer jedoch auf tiefgründiges Worldbuilding und überraschende Wendungen hofft, könnte enttäuscht werden. Insgesamt ein durchwachsener Auftakt mit Potenzial, das leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

A pessimists guide to love

A Pessimist's Guide to Love
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Nach dem emotionalen Ende des ersten Bandes habe ich mich voller Vorfreude auf die Fortsetzung gestürzt – und wurde mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Der Einstieg knüpft direkt an den dramatischen ...

Nach dem emotionalen Ende des ersten Bandes habe ich mich voller Vorfreude auf die Fortsetzung gestürzt – und wurde mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Der Einstieg knüpft direkt an den dramatischen Cliffhanger an und setzt die Geschichte voller Schmerz und innerer Konflikte fort. Jennifer Hartmann schafft es erneut, mit einem tiefgründigen und emotionalen Schreibstil zu berühren, doch die Intensität des ersten Bandes konnte sie für mich nicht erreichen.

Lucy und Cal bleiben interessante, vielschichtige Charaktere, deren Kämpfe man intensiv miterlebt. Vor allem Lucy glänzt mit ihrer herzensguten, verletzlichen Art, auch wenn ich mir mehr Eigenständigkeit und Entwicklung von ihr gewünscht hätte. Cal hingegen bewegt sich zwischen nachvollziehbarem Schmerz und oft toxischem Verhalten, das seine Glaubwürdigkeit und Sympathie mindert.

Der Fokus auf die physischen Spannungen und die Anziehung zwischen den Protagonisten war stellenweise zu stark, wodurch andere Aspekte der Geschichte – wie die Nebencharaktere oder die tiefere Handlung – in den Hintergrund traten und es etwas übertrieben und aufgeplustert wirken ließen. Die Beziehung zwischen Lucy und Cal, geprägt von unzähligen Konflikten und einem ständigen Hin und Her, wirkte manchmal ermüdend und hätte von mehr Klarheit und weniger Wiederholungen profitiert, und deutlich weniger meine Nerven und meines Wohlwollens gekostet.

Das Ende bringt schließlich den Figuren einen verdienten Abschluss. Doch der Weg dorthin hätte für mich deutlich fokussierter erzählt werden können.

Während Band 1 für mich ein absolutes Highlight war, bleibt Band 2 leider weit hinter den Erwartungen zurück. Dennoch empfehlenswert für Fans von emotionaler Tiefe, die sich von starken Charakteren und einer bittersüßen Liebesgeschichte mitreißen lassen wollen.

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