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Veröffentlicht am 10.05.2025

wunderbar düster und gut geschrieben

Der dunkle Sommer
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„Der dunkle Sommer“ ist ein fesselnder Thriller von der Autorin Vera Buck.

In „Der dunkle Sommer“ nimmt uns die Autorin mit auf eine düstere Reise nach Sardinien. Die Protagonistin Tilda stößt in den ...

„Der dunkle Sommer“ ist ein fesselnder Thriller von der Autorin Vera Buck.

In „Der dunkle Sommer“ nimmt uns die Autorin mit auf eine düstere Reise nach Sardinien. Die Protagonistin Tilda stößt in den Unterlagen ihres verstorbenen Vaters auf Hinweise zu sogenannten Geisterdörfern, verlassenen Orten, deren Häuser die italienische Regierung für symbolische Preise von einem Euro verkauft, um sie wiederzubeleben. Für Tilda, die sich bewusst für ein Leben in Einsamkeit entschieden hat, scheint dies die perfekte Gelegenheit für einen Neuanfang. Zu schmerzhaft sind ihre Erinnerungen an einen Unfall und zu stark die Albträume, die sie jede Nacht heimsuchen. Doch bereits bei ihrer Ankunft in Italien wird deutlich, dass etwas in dem abgelegenen Dorf nicht in Ordnung ist. Besonders um das Haus, das sie kaufen wird, ranken sich düstere Gerüchte. Die Einheimischen schweigen darüber, aus Angst oder aus Scham vor dem was dort geschehen ist?

Gleichzeitig verfolgt Enzo, ein Journalist und Schriftsteller, ein eigenes Ziel. Er will ein Buch über die Kindesentführungen der 1980er Jahre und über den letzten Bewohner des Dorfes schreiben. Doch Silvio, der alte Mann, der alles wissen müsste, schweigt hartnäckig und scheint ihn sogar zu veräppeln. Er trägt scheinbar ein Wissen in sich, das offenbar besser im Verborgenen bleiben sollte, womöglich zum Selbstschutz?

Als plötzlich Tildas jüngerer Bruder Nino auftaucht, ist es mit der Ruhe im Geisterdorf vorbei. Tilda gewährt ihm widerwillig Unterschlupf, doch mit ihm kehren auch verdrängte Erinnerungen und alte Wunden zurück. Gerade, als sich zwischen den Geschwistern eine vorsichtige Annäherung andeutet und die Schulden von Nino in den Hintergrund treten, verschwindet Nino spurlos. Die Suche nach ihm führt Tilda und Enzo tief in die Vergangenheit, zu verstörenden Wahrheiten, die auch alles in der Gegenwart verändern.

Vera Buck gelingt es immer wieder die raue Schönheit Sardiniens einzufangen. Zunächst verströmt das Szenario sogar sommerliche Leichtigkeit mit dem Wunsch nach Freiheit und Urlaub, doch mit dem Verschwinden Ninos kippt die Stimmung drastisch in dem kleinen Dörfchen. Die Atmosphäre wird zunehmend bedrohlich und beklemmender für Tilda und auch für die umliegenden Dörfer. Vergangenheit und Gegenwart verweben sich auf kluge Weise miteinander und wir bekommen immer in kleinen Kapiteln die Hintergründe rund um die Ereignisse aus der Vergangenheit serviert.

Die Figuren sind vielschichtig und glaubhaft gezeichnet. Tilda kämpft nach einem traumatischen Unfall mit Panikattacken und Schlafstörungen – ihr Wunsch nach Rückzug und Abstand ist nachvollziehbar. Enzos Obsession, sein Buch zu schreiben, offenbart sich erst im Laufe der Geschichte, ebenso wie seine Beweggründe. Seine ständigen Versuche, Silvio zum Reden zu bringen, erscheinen zunehmend verzweifelt, obwohl er sich größte Mühe gibt.

„Der dunkle Sommer“ ist ein intensiver und atmosphärischer Thriller mit tragischen Familienverstrickungen und einer Geschichte, die tief unter die Haut geht. Im Nachwort erklärt die Autorin, was sie zu diesem Roman inspiriert hat, ein Thema, das schwer wiegt und lange nachhallt. Ein Buch, das ich absolut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

kleines spannendes Erdbeer-Abenteuer

Die Erdbeermädchen
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„Die Erdbeermädchen“ ist ein Leserlernbuch aus der „EINFACH LESEN LERNEN“ Reihe vom Carlsen Verlag schrieben von der Autorin Judith Allert und der Illustratorin Tessa Rath.

Anna, Kira und Jo lieben Erdbeeren ...

„Die Erdbeermädchen“ ist ein Leserlernbuch aus der „EINFACH LESEN LERNEN“ Reihe vom Carlsen Verlag schrieben von der Autorin Judith Allert und der Illustratorin Tessa Rath.

Anna, Kira und Jo lieben Erdbeeren und den Garten von Oma Irmi. Sie prüfen regelmäßig, ob es schon rote reife Erdbeeren gibt, denn dann gibt es Erdbeerkuchen und Erdbeereis für alle. Die drei freuen sich schon, bis Anna erzählt, dass sie vielleicht bald umziehen muss, da sie ein Geschwisterkind erwartet. Dann stürzt auch noch Oma Irmi und sie muss ins Krankenhaus. Kurzerhand entschließen sie sich Oma Irmi zu unterstützen und sich um die Erdbeeren zu kümmern. Können sie es mit dem großen Erdbeerfest schaffen Oma Irmi zu helfen und das große Erdbeerhaus zu retten?

Mir haben die großen und klaren Illustrationen im Buch wirklich gut gefallen. Zudem sind auch die Emotionen leicht lesbar und das Text und Bild Verhältnis ist auch gut ausgewählt worden. Zudem ist die Schriftgröße für die 1. Lesestufe angepasst und auch die Wörter sind sehr einfach und verständlich. Einige wenige Sätze erzählen dabei aber die Geschichte, der man trotz weniger Wörter, gut folgen kann. Die Darstellung der Freunde hat mich auch gut gefallen, sie wollen direkt Oma Irmi helfen und haben gute Lösungsvorschläge. Dabei ist das Rezept für Erdbeermarmelade ein tolles Extra und perfekt für die kommende Erdbeersaison.

Das Buch hat 64 Seiten und ein tolles Cover. Die roten Erdbeeren sind mit Glitzerfarbe glasiert und schimmern auffallend im Licht. Dies ist in der digitalen Vorschau überhaupt nicht zu erkennen, aber ein tolles Design Element, welches richtig gut bei den Kindern angekommen ist.

Insgesamt ist dies eine tolle kleine Geschichte für das Lesealter von 5–7 Jahre. Dabei ist es auch ein gutes Vorlesebuch für älterer Geschwister und damit auch einfaches Leselernbuch. Wir hatten viel Spaß mit diesem Buch und ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Wo ist das Buch von Azrael?

The Book of Azrael - Götter und Monster 1
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„The Book of Azrael - Götter und Monster“ ist der erste Band der „Gods & Monsters“ Serie von von Amber V. Nicole.

Vor etlichen Jahrhunderten schloss Dianna mit Kaden einen lebenslang bindenden Pakt, um ...

„The Book of Azrael - Götter und Monster“ ist der erste Band der „Gods & Monsters“ Serie von von Amber V. Nicole.

Vor etlichen Jahrhunderten schloss Dianna mit Kaden einen lebenslang bindenden Pakt, um ihre Schwester vor dem Tod zu retten. Seitdem ist sie seine erste Offizierin und somit Teil seiner Armee aus grausamen Monstern, Gestaltwandlern, Vampiren und Hexen. Um seine Herrschaft zu sichern sucht Dianna das Buch von Azrael, welches sich aber im Besitzt des Gottes Samkiel befinden soll. Dieses Buch soll alles verändern, doch ahnt der Gott Samkiel nicht wie sehr Dianna ihn ändern wird.

Dianna ist eine Art Dämonin, die kämpft, tötet und mordet. Doch sie hat ihr menschliches Herz behalten, nachdem Kaden sie mit dem Pakt an sich gebunden hat. Alles was sie macht, macht sie nur um ihre Schwester Gabby zu schützen. Die beiden haben eine sehr innige Beziehung, auch wenn Kaden den Beiden nicht viel Zeit zusammen zusteht. Dennoch spürt man die Tiefe Verbundenheit und wie sehr Dianna sie schützen will. Doch leider wird dadurch Gabby immer wieder zu einem Punkt, der Dianna immer wieder angreifbar macht. Kaden kann sie jederzeit als Druckmittel einsetzten und hält sie trotz ihrer Macht unter Kontrolle.

Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist voller unbekannter Götter, Kriege und Dämonen. Dies kann anfangs etwas undurchsichtig werden und die Menge an Informationen müssen erst einmal geordnet und verarbeitet werden, aber es fällt dann immer leichter der Handlung zu folgen. Liam, der Gott Samkiel, ist am Anfang sehr verschlossen und in sich gekehrt. Doch kleinere Einblicke in die Vergangenheit und durch Träume, erfahren wir einige Informationen zu ihm und seine Rolle als Gott und Weltenendener. Doch zusammen mit Dianna lernen wir auch schnell eine andere Seite von ihm kennen und können sein Verhalten immer besser verstehen. Auch wenn es zwischen Dianna und Liam zunächst Abneigung gibt, schafft die Autorin eine Annäherung ohne dabei die Charaktere zu verbiegen. Beide verhalten sich weiterhin authentisch und mit der Handlung zusammen entsteht der Wandel. Dies hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Es gibt einige sehr gute Höhepunkte in diesem Buch, die mich wirklich begeistert, schockiert und traurig gemacht haben. Dabei schafft die Autorin eine tolle Atmosphäre zwischen Göttern und Dämonen. Die Dialoge sind teils sehr reißerisch, emotional und doch auch liebevoll. Ich mochte die Welt und die Charaktere wirklich sehr gerne und freue mich schon im Juli 2025 den zweiten Band lesen zu können, den ich auch auf jeden Fall kaufen muss. Daher gibt es auch für diesen ersten Band eine klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

toller historischer Roman

Das Erbe der Karolinger
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Das Erbe der Karolinger ist ein historischer Roman über das frühmittelalterliche Frankenreich geschrieben von dem Autor Claudius Crönert.

Der Franken Kaiser Ludwig versucht alles richtig zu machen und ...

Das Erbe der Karolinger ist ein historischer Roman über das frühmittelalterliche Frankenreich geschrieben von dem Autor Claudius Crönert.

Der Franken Kaiser Ludwig versucht alles richtig zu machen und in die großen Fußstapfen seines Vaters, Karl des Großen zu treten. Früh regelt er seine Nachfolge und ernennt seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitkaiser. Doch je älter Lother wird, desto höher werden seine Ansprüche und ein Zerwürfnis mit dem Vater droht. Die Ansichten wie das Land regiert werden sollte, gehen bei Ludwig und Lother immer weiter auseinander. Der Streit beginnt die Familienbande zu zerreißen und er droht zum Krieg auszuarten. Das Reich könnte völlig auseinanderbrechen und die Herrschaft über das Frankenreich scheint bedroht…

Man sollte sich überhaupt nicht von den 816 Seiten beeindrucken oder abschrecken lassen. Der tolle Schreibstil ist so flüssig, dass man einen wunderbaren Lesefluss hat und praktisch durch die Seiten fliegt. Trotz der historischen Thematik wurde auf altertümliche Sprache verzichtet und das Buch liest sich daher wie ein modernes Familien Drama, nur eben mit Kaisern und Königen.

Mir haben die Darstellungen von Ludwig und seinen Söhnen sehr gut gefallen. Der Neid und die Gier wurden besonders gut hervorgehoben. Ständig haben die Söhne Angst, dass sie zu wenig bekommen könnten und sind missgünstig gegenüber den Brüdern. Lother hat da eine besondere Stellung als Mitkaiser und doch verlangt er am meisten. Seine verlorene Chance selbst Judith, Ludwigs 2. Frau, zu heiraten konnte er nie überwinden und ist ihr immer mit Argwohn begegnet. In seinem Nachwort hat der Autor beschreiben, dass er Judiths Charakter, entgegen historischer Schriften, als gütig und liebevoll gestaltet hat. Sie gibt Ludwig die Stärke und Hoffnung, der er braucht, um sich gegen seine Söhne zu behaupten und selbst nicht den Frieden aus Augen zu lassen. Auch viele Nebencharaktere wurden vielschichtig ausgearbeitet und haben so eine ganz eigene Geschichte zu erzählen.

Insgesamt hat mir das Buch unglaublich tolle Lesestunden bereitet. Es hatte einige politische Intrigen, aber auch die Liebe hat immer wieder einen großen Stellenwert. Die Familienfehden waren interessant und nachvollziehbar, auch wenn man manchmal einige Charakter richtig heftig schütteln wollte, dennoch haben sie sehr authentisch agiert. Die Frauen haben hier auch einen großen Stellenwert bekommen und ihre Portraitierung fand ich besonders gelungen.

Ein Buch das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

toller erster Fall

»Wenn Ende gut, dann alles«
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„Wenn Ende gut, dann alles“ ist ein humorvoller und tiefgründiger Krimiroman von dem Autor Volker Klüpfel.

Tommi und Svetlana, was für ein Team. Er arbeitet konsequent an seinem Durchbruch als Bestsellerautor ...

„Wenn Ende gut, dann alles“ ist ein humorvoller und tiefgründiger Krimiroman von dem Autor Volker Klüpfel.

Tommi und Svetlana, was für ein Team. Er arbeitet konsequent an seinem Durchbruch als Bestsellerautor und sie ist seine ukrainische Putzfrau, die ihm mit Rat und Tat, auch ungefragt, zur Seite steht. Tommi will Svetlana in seinem derzeitigen Fahrbahren Wohnsitz nach Hause bringen, als sie beide ein kleines Mädchen am Waldrand auflesen. Die Suche nach ihrer Familie gestaltet sich als schwierig und selbst die Polizei kann keine Fortschritte vorzeigen. Doch irgendwie ist die Kleine ihnen ans Herz gewachsen und so macht sich das Ermittlerduo Svetlana und Tommi auf die ungewöhnliche Suche nach der Mutter. Doch dabei scheinen sie auch auf der Spur von einem schrecklichen Verbrechen zu sein.

Zu Beginn war von dem Schreibstil etwas überrascht. Es ist locker und leicht und doch sehr humorvoll und mit einem Augenzwinkern zu lesen. Dabei haben mir Svetlana und Tommi sehr gut gefallen und auch ihren Schlagabtausch untereinander war immer wieder lesenswert. Doch neben der lockeren Art und Weise von dem Schreibstil, geht es auch sehr spannend zu und das kleine Mädchen rückt schnell in den Fokus der Handlung. Die Wendungen sind wirklich gut eingearbeitet worden und halten die Spannung sehr hoch.

Insgesamt hat mir „Wenn Ende gut, dann alles“ wirklich sehr gut gefallen. Der Fall ist schlüssig und auch die Charaktere authentisch und herrlich komisch. Die Handlung ist spannend und doch auch emotional, ein wirklich toller Krimi mit Wohlfühlcharakter.

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