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Veröffentlicht am 24.02.2025

Schönes Kinderbuch zum Mitmachen

Mach mit, Mausi Maus!
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Simone Sommerland läuft mit ihren Kinderliedern bei uns rauf und runter, deshalb waren wir sehr auf das Buch gespannt.
Es handelt von Mausi Maus, der beim Konzert der Waldtiere mitmachen möchte, aber aufgeregt ...

Simone Sommerland läuft mit ihren Kinderliedern bei uns rauf und runter, deshalb waren wir sehr auf das Buch gespannt.
Es handelt von Mausi Maus, der beim Konzert der Waldtiere mitmachen möchte, aber aufgeregt ist und auch etwas Angst davor hat.
Deshalb übt er mit seinen Freunden (Fröschen, Hasen, Bienen), die ihn zusammen mit den anderen Tieren des Waldes beim Konzert unterstützen.
Die Geschichte ist super süß und es wird kindgerecht das Thema "Angst" und "Nervosität" angesprochen. Dass der Hauptcharakter seine Angst schließlich überwindet und viel Spaß beim Singen hat, ist für kleine Kinder durch die Geschichte nachvollziehbar.
Uns hat auch gefallen, dass hier das Thema Zusammenhalt thematisiert wird. Auch "Teilen" kommt kurz darin vor.
Die Zeichnungen sind super süß und die einzelnen Tiere gut zu erkennen. Natürlich sind sie nicht maßstabsgetreu, so ist der Bär nur unwesentlich größer als die Maus, aber das ist ja in vielen Kinderbüchern so.
Schön ist, dass das Buch zum Mitmachen anregt. Durch den QR-Code am Anfang des Buches kann man das Lied von Mausi Maus abrufen und gemeinsame anhören. Außerdem wird das Kind immer wieder aufgefordert, mit zu machen, zum Beispiel zu summen oder zu trommeln. Das war für unsere Zweijährige nicht ganz so leicht, hat aber beim wiederholten Lesen langsam geklappt.
Wir hätten uns nur einen anderen Namen für die Hauptfigur gewünscht. Mausi Maus ist doch ein wenig einfach.
Außerdem hätte es ruhig noch ein bisschen ausführlicher um das Konzert selbst gehen können.
Insgesamt ist es ein schönes Kinderbuch, unaufgeregt mit einer schönen Botschaft, das man gut mit seinem Kind lesen kann. Es ist allerdings auch nicht so einprägsam, dass es bei uns zu den absoluten Favoriten gehört.

Veröffentlicht am 13.02.2025

Miss Merkel ermittelt wieder

Miss Merkel: Mord in der Therapie
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Ich verfolge die Reihe von Anfang an und habe mich auf den mittlerweile vierten Teil sehr gefreut.
Ich bin leicht in die Geschichte hineingekommen, da man die Personen und ihre Eigenheiten schon kennt.
Der ...

Ich verfolge die Reihe von Anfang an und habe mich auf den mittlerweile vierten Teil sehr gefreut.
Ich bin leicht in die Geschichte hineingekommen, da man die Personen und ihre Eigenheiten schon kennt.
Der Mord und die Ermittlung ist in meinen Augen etwas in den Hintergrund gerückt, dafür war privat bei Familie Merkel mehr los.
Ich fand es war eine schöne Unterhaltung und es war witzig.

Veröffentlicht am 13.01.2025

Tödliche Therapeutin

Mordscoach
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Als ich das Cover und den Klappentext gesehen habe, musste ich direkt an die "Achtsam morden"-Reihe denken - und war gespannt, was mich hier erwartete.

Ich kam sehr gut in das Buch hinein. Es ist in der ...

Als ich das Cover und den Klappentext gesehen habe, musste ich direkt an die "Achtsam morden"-Reihe denken - und war gespannt, was mich hier erwartete.

Ich kam sehr gut in das Buch hinein. Es ist in der Ich-Perspektive aus Sicht der Protagonistin Sophie Stach geschrieben. Sie ist Coachin und Therapeutin für alle möglichen Probleme, eigentlich unauffällig und mit ihrem Leben zufrieden. Bis auf einmal diese eine Patientin auftaucht, die alles verändert.

Da es der Klappentext vorweg nimmt und ich deswegen nicht spoilere: Der erste Mord ist nicht geplant, aber der Auftakt, der Sophies Leben total auf den Kopf stellt.

Es ist kein blutrünstiges Buch, eher witzig geschrieben. Die Sympathien sind klar verteilt und liegen beim Lesen auf der Seite der Protagonistin. Man hat auf jeden Fall das Gefühl, dass sie gar nichts für ihre Handlungen kann, weil sie sie selbst auch gut rechtfertigen kann.

Gut gefallen hat mir, dass es keine Längen gibt. Die Handlung schreitet schnell voran, das Buch hat eine Leichtigkeit, sodass man das Buch super zwischendrin lesen und sich dabei treiben lassen kann. Dabei hilft auch der recht lockere Schreibstil, der mir allerdings an der ein oder anderen Stelle auch etwas "zu locker" war. Ein bisschen weniger Kraftausdrücke hätten für meinen Geschmack nicht geschadet.

Die Handlung an sich ist natürlich etwas vorhersehbar, aber das fand ich an dieser Stelle nicht schlimm, weil die Unterhaltung nicht unbedingt von der Spannung kommt, sondern eher von dem Witz. Den Humor muss man natürlich mögen.

Das Ende ist offen gehalten - es ist definitiv noch nicht vorbei. Ich freue mich darauf, dass die Reihe weitergeht und werde sie definitiv weiter verfolgen.

Allerdings finde ich schon, dass es von der Art her sehr ähnlich zu "Achtsam morden" ist. Ich hoffe, dass gibt sich in den Folgebänden und fände ein Alleinstellungsmerkmal toll.

Veröffentlicht am 13.01.2025

Super spannend

Dorn. Hotel der Angst
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Endlich ein neuer Thriller von Jan Beck - die Reihe rund um Inga Björk und Christian Brand habe ich geliebt und war sehr traurig, dass nach vier Teilen Schluss war.
Deswegen lag die Messlatte für " Dorn ...

Endlich ein neuer Thriller von Jan Beck - die Reihe rund um Inga Björk und Christian Brand habe ich geliebt und war sehr traurig, dass nach vier Teilen Schluss war.
Deswegen lag die Messlatte für " Dorn - Zimmer 103" entsprechend hoch.

Erschienen ist das Buch bei Penguin.

Es ist der Auftakt einer neuen Reihe, wie der Klappentext verrät. Diesen poste ich hier nicht, aber kurz zusammengefasst: Protagonist ist der Kriminalpsyhologe Simon Dorn, der sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen hat und nun im geschlossenen Hotel seiner Eltern lebt. Dort beschäftigt er sich zusammen mit einer befreundeten Ermittlerin inoffiziell mit Cold Cases - bis diese ermordet wird.

Leider nimmt der Klappentext schon einiges vorweg - deswegen den am besten gar nicht lesen 😏

Das Buch konnte mich direkt abholen: ein spannender Prolog, ein verschrobener Protagonist, von dem noch einiges im Dunkel liegt, eine junge, motivierte Ermittlerin, die sich durch nichts aufhalten lässt und ein skrupelloser Serienkiller.

Man hat beim Lesen gemerkt, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt, denn zum Teil ging die eigentliche Handlung etwas schleppend voran, dafür wurde den Figuren, denen man in dem Folgebänden wieder begegnet, viel Raum eingeräumt. Das hat mich nicht gestört, im Gegenteil: Es hat Lust auf mehr gemacht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Mir gefällt, dass auf Kraftausdrücke verzichtet wird und es vor allem um die Sache und deren Aufklärung geht. Die Morde werden nicht blutrünstig ausgeschlachtet, sodass man es bei aller Brutalität auch mit schwächeren Nerven lesen kann.

Auch super ist, dass die Perspektiven immer gewechselt werden. Mal begleitet man Dorn, mal Lea Wagner, mal den Mörder. Das hat für Abwechslung gesorgt.

Der eigentliche Fall war spannend, aber hier wurde das Rad nicht neu erfunden. Die Aufklärung war zwar schlüssig, aber ging dann irgendwie auch sehr schnell.

Da mich das Drumherum aber so begeistert hat und ich die Protagonisten einfach super finde, fand ich das nicht so schlimm. Ich freue mich definitiv auf den nächsten Band und wie es mit dem Dornwald weitergeht.

Veröffentlicht am 10.11.2024

Männer-Mörderin

Du kennst sie
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Der Klappentext hat mich sofort angesprochen - es klang mal nach einem etwas anderen Plot. Schließlich gibt es nicht so oft weibliche Mörder.
Deswegen war ich dann etwas überrascht, dass mir der Einstieg ...

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen - es klang mal nach einem etwas anderen Plot. Schließlich gibt es nicht so oft weibliche Mörder.
Deswegen war ich dann etwas überrascht, dass mir der Einstieg in das Buch doch recht schwer gefallen ist.
Die Geschichte beginnt direkt in der Bar, der Schreibstil ist sehr direkt und manchmal aber auch sehr gedankenlastig - an diesen musste ich mich erstmal gewöhnen.
Das hat auch dazu geführt, dass ich mit den beiden Protagonistinnen (der Mörderin und der Polizistin) nicht sofort warm geworden bin.
Nach dem Einstieg nimmt das Buch an Fahrt auf, was dann aber auch etwas nachlässt. Es wird dann fast etwas langatmig. Das fand ich etwas schade.
Versöhnlich ist dann das Ende: Hier kommt es zu einem richtigen Showdown und wird nochmal richtig spannend. Zwar hatte ich dann noch die ein oder andere offene Frage, aber damit kann ich leben.
Das Beste an diesem Buch ist definitiv, dass es hier auch darum geht, was Frauen erleben bzw. sich von Männern gefallen lassen müssen. Zwar ist Mord natürlich nicht die Lösung, aber es hat Spaß gemacht, mal einen etwas anderen Thriller zu lesen.