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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2026

Viel Atmosphäre, aber keine Spannung!

The House Witch 1
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Das Buch ist optisch ein wunderschöner Blickfang. Cover und Farbschnitt erzeugen eine gemütliche Stimmung, die ich auch beim Lesen wieder fand und die mir sehr gut gefallen hat.
Schon als ich die ersten ...

Das Buch ist optisch ein wunderschöner Blickfang. Cover und Farbschnitt erzeugen eine gemütliche Stimmung, die ich auch beim Lesen wieder fand und die mir sehr gut gefallen hat.
Schon als ich die ersten Seiten gelesen hatte, befand ich mich komplett in dieser heimeligen Welt, was auch durch den anschaulichen Schreibstil gefördert wurde. Durch die detailreichen Beschreibungen konnte ich mir die Szenerie des Schlosses, der Küche und der Menschen, die dort leben und arbeiten, sehr gut vorstellen.

Die Charaktere waren alle interessant und glaubwürdig dargestellt, wobei mir der Protagonist, Haushexe und Koch Finlay, mit seiner meist schroffen, aber geradlinigen Art am sympathischsten war. Seine manchmal beleidigenden Kommentare und amüsanten Wortgefechte waren treffsicher auf den Punkt und konnten mir oft ein Schmunzeln entlocken. Ebenso die witzigen Wortspielereien mit den anzüglichen Namen einiger Personen fand ich sehr erheiternd. Die gesamte Atmosphäre war meistens sehr warmherzig bis auf einige kurze Phasen, wenn die Menschen, die Fin am Herzen lagen, ungerecht oder gemein behandelt wurden. Da konnte er richtig ungemütlich werden! Erwähnen muss ich auch unbedingt das Kätzchen Kraken, was perfekt zu dieser Welt passte und von dem ich gerne noch mehr gelesen hätte.

Leider fehlte es mir bei der Handlung insgesamt an Spannung, obwohl es einige vielversprechende Ansätze dazu gab. Ein drohender Krieg, Spionage und ein wieder aufgetauchter, gewalttätiger Vater wären dafür der passende Stoff gewesen, aber stattdessen waren die strategischen Diskussionen nur langweilig und die Dialoge kreisten immer wieder um die gleichen Themen. Selbst die Liebesgeschichte, die mich zu Anfang noch begeistern konnte, empfand ich durch das ständige Hin und Her zum Schluss nur noch lächerlich und ermüdend.

Eine neugierig machende Wendung oder einen atemberaubenden Höhepunkt habe ich ebenfalls vermisst und daher lässt mich dieses Buch, was so vielversprechend begonnen hatte, etwas enttäuscht zurück. Trotzdem würde ich den Fortsetzungen eine Chance geben und sie gerne lesen, um herauszufinden, wie die noch offenen Handlungsstränge weitergeführt werden.

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Veröffentlicht am 03.03.2023

Leider etwas enttäuschend!

Getraut
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Das neueste Buch von Susanne Fröhlich hat mich leider etwas enttäuscht zurückgelassen. Es beginnt mit den gewohnten, turbulenten Szenen aus dem Familienalltag von Andrea Schnidt, deren Nerven dieses Mal ...

Das neueste Buch von Susanne Fröhlich hat mich leider etwas enttäuscht zurückgelassen. Es beginnt mit den gewohnten, turbulenten Szenen aus dem Familienalltag von Andrea Schnidt, deren Nerven dieses Mal im Rahmen einer Hochzeit auf eine harte Probe gestellt werden.

Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen und auch der Schreibstil ist wie immer "fröhlich", frisch und anschaulich, so dass ich die Charaktere gut verstehen konnte. Allerdings waren gewisse Situationen dermaßen überspitzt und unglaubwürdig dargestellt, dass es auf mich gewirkt hat, als sollten sie um jeden Preis komisch und witzig wirken. Die mehrmalig wiederholte Beschreibung von unappetitlichen Begegnungen mit Hundehinterlassenschaften hat bei mir nur Abscheu ausgelöst und ich konnte daran nichts lustig finden.

Die übrigen Erlebnisse mit ihrer Familie und ihrem Lebensgefährten haben mir dagegen wieder gut gefallen und auch die neuen Bekanntschaften haben frischen Wind in die Handlung gebracht.

Mein Fazit fällt deshalb etwas zwiespältig aus. Ohne die erzwungen auf Komik getrimmten Passagen, wäre es wieder ein gelungener Roman aus dem Andrea Schnidt Universum geworden!

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

The Rules of Magic. Eine zauberhafte Familie
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Die Zutaten für diesen Roman klangen vielversprechend, doch leider blieb er hinter meinen Erwartungen zurück. Das lag zum einen am schleppenden Einstieg in die Geschichte und einigen unlogischen Handlungen ...

Die Zutaten für diesen Roman klangen vielversprechend, doch leider blieb er hinter meinen Erwartungen zurück. Das lag zum einen am schleppenden Einstieg in die Geschichte und einigen unlogischen Handlungen der Charaktere, die mir lange zu distanziert blieben und in die ich mich am Anfang nicht hinein versetzen konnte. Das änderte sich erst im dritten Teil als etwas Schwung in die Handlung kam und die Protagonisten Gefühle zeigten. So wurden sie nahbarer und sympathischer. Einige überraschende Wendungen haben mir gut gefallen und es kommt zwischendurch auch richtig Spannung auf. Leider erfährt man für meinen Geschmack zu wenig von den interessanten Nebenfiguren, die immer nur kurz auftauchen und gleich wieder verschwinden. Auch die sogenannten Vertrauten (Krähe, Katze, Hund) der Geschwister spielen nur kleine Rollen als schmückendes Beiwerk, auf deren Bedeutung oder Aufgabe ich vergeblich gewartet habe. Hier wurde trotz guter Ansätze viel Potential verschenkt.

Nach einem sehr schicksalsträchtigen, aber unterhaltsamen und bewegenden Abschnitt folgte dann ein Sprung über Jahrzehnte hinweg, in dem die Ereignisse nur kurz auf ein paar Seiten abgehandelt wurden. Das hätte ich mir ausführlicher gewünscht. Doch trotz aller Kritik hat mir das Buch insgesamt noch gut gefallen und das Ende lässt auf eine Fortsetzung mit der nächsten Generation schließen, die ich auf jeden Fall lesen möchte.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Charme und Witz des Originals nicht spürbar

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Die Idee, dieses herausragende Werk der Literatur in eine Graphic Novel zu verpacken, gefällt mir sehr gut. So kann man vielleicht ein jüngeres Publikum oder Lesemuffel dafür begeistern, die sich ansonsten ...

Die Idee, dieses herausragende Werk der Literatur in eine Graphic Novel zu verpacken, gefällt mir sehr gut. So kann man vielleicht ein jüngeres Publikum oder Lesemuffel dafür begeistern, die sich ansonsten nicht für Klassiker interessieren. Das erscheint mir auch ein Grund dafür zu sein, dass der Text nur sehr karg und spärlich vorhanden ist. Die sprachliche Schönheit des Originals kommt hier leider überhaupt nicht zur Geltung. Aber ich bin dennoch überrascht, wie man trotz der wenigen Worte mit den ansprechenden Illustrationen die Handlung größtenteils verständlich und anschaulich darstellen kann.

Für meinen Geschmack sind die Charaktere allerdings verwirrend austauschbar. Da hätte man etwas differenzierter zeichnen können. So bleiben sie etwas substanzlos und nur mit Vorkenntnissen identifizierbar. Manche Szenen waren mir auch zu sehr reduziert und überhastet beschrieben, so dass der Charme und der Witz der Situationen nicht zu spüren war.

Ich persönlich sehe dieses Buch als interessante, bildhafte Bereicherung meiner Austen Sammlung. Für Leserinnen, die noch nichts von der Autorin kennen, könnte es ein Einstieg sein und sie auch neugierig auf die Romane machen.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Meine Leselust blieb leider auf der Strecke

The Stars are Dying
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Der Anfang des Buches war so magisch, düster und herzzerreißend gefühlvoll, dass mich die Geschichte schon nach den ersten Sätzen gepackt hatte. Nytes Schicksal hatte mich fasziniert und bewegt und ich ...

Der Anfang des Buches war so magisch, düster und herzzerreißend gefühlvoll, dass mich die Geschichte schon nach den ersten Sätzen gepackt hatte. Nytes Schicksal hatte mich fasziniert und bewegt und ich war begeistert von dem Schreibstil, der mich die Handlung so hautnah miterleben ließ. Genauso faszinierend war das Schicksal von Astraea und die Begegnung zwischen ihr und Nyte war einfach nur wunderbar und geheimnisvoll. Die beiden hatten sofort eine tiefe Verbundenheit, die man gespürt hat und ich war von der intensiven Beschreibung ihrer Gefühle wirklich hingerissen.

Leider hielt meine Begeisterung nicht lange an. Die Handlung wurde durch ständig neu auftauchende Fragen und Andeutungen, ausbleibende Erklärungen und ein nur unzureichendes Worldbuilding immer verwirrender. Es war anstrengend da den Überblick zu behalten und unbefriedigend zu lesen, wie sehr Astraea andauernd in Selbstmitleid versank und sogar leichte Aufgaben nicht ohne Hilfe meistern konnte. Das wurde mit der Zeit immer nervtötender und ich konnte ihre widersprüchlichen Aussagen nicht mehr nachvollziehen.

Die angekündigten Prüfungen des Libertatems hätten durchaus Potential gehabt, doch auch das wurde in meinen Augen verschenkt, denn sie waren weder spannend noch besonders schwierig. Die erotischen Szenen kamen an unpassenden Stellen und sie erschienen mir so als ob die Autorin sie unbedingt schreiben musste, um ihr Werk damit interessanter zu machen und bewerben zu können.

Meine Leselust blieb dabei leider auf der Strecke und nur ein paar Nebenfiguren, die ich viel lieber mochte als die Hauptpersonen, haben mich noch interessiert. Normalerweise hätte ich die letzten Kapitel nicht mehr gelesen, aber da ich an einer Leserunde beteiligt war, musste ich auch den Rest ertragen, der immerhin ein paar Antworten lieferte. Wie gesagt fand ich den Anfang sehr gut und auch zwischendurch waren immer wieder unterhaltsame und stimmungsvolle Abschnitte, doch konnten diese meinen negativen Gesamteindruck leider nicht wesentlich verbessern.

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