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Veröffentlicht am 12.03.2025

Klassentreffen

Haus Waldesruh
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Anna, Marco, Ferdinand und Lea treffen sich fünfzehn Jahre nach ihrer Matura in einem alten Forsthaus, um das Wochenende zusammen zu verbringen. Natürlich werden sich alte Geschichten erzählt, aber auch ...

Anna, Marco, Ferdinand und Lea treffen sich fünfzehn Jahre nach ihrer Matura in einem alten Forsthaus, um das Wochenende zusammen zu verbringen. Natürlich werden sich alte Geschichten erzählt, aber auch Neuigkeiten über das aktuelle Leben ausgetauscht. Immer wieder gehen die Gespräche aber zurück zu Max, der einst mit Anna zusammen war, sich aber kurz nach der Matura das Leben genommen hat. Die Atmosphäre ist sehr angespannt und das merkt man als Leser von der ersten Seite an. Keiner traut dem anderen so wirklich. Marco verhält sich seltsam. Man weiß als Leser nicht so richtig, wo die Reise hingehen soll. Als dann der unerwartete Gast kommt, eskaliert alles viel zu schnell und endet ohne großen Wow-Effekt. Ich habe mich nicht so ganz mitgenommen gefühlt. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt, aber nicht in einzelne Kapitel. So muss man in einem fortlesen, ohne große Absätze, wo man mal Halt machen könnte. Der Schreibstil ist klar, leicht verständlich und auf den Punkt gebracht. Mich hat die Geschichte aber nicht abgeholt und mitgenommen und die Charaktere blieben sehr blass. Schnell war mir klar, was das Motiv des Handels gewesen ist, was sich bei der Aufklärung auch bestätigte. Die Geschichte ist weder spannend, dramatisch oder irgendwie aussagekräftig. Es gibt keine Höhepunkte und auch keine Sympathieträger. Mir wird das Buch nicht lange in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Fiktive Stadt

Ginsterburg
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Die fiktive Stadt Ginsterburg steht für viele Städte Deutschlands und wurde vom Autor erschaffen, um aufzuzeigen, was in der Bevölkerung vorging, als der 2. Weltkrieg stattfand. Die Geschichte ist in 3 ...

Die fiktive Stadt Ginsterburg steht für viele Städte Deutschlands und wurde vom Autor erschaffen, um aufzuzeigen, was in der Bevölkerung vorging, als der 2. Weltkrieg stattfand. Die Geschichte ist in 3 Zeitabschnitte aufgeteilt, 1935, 1940 und 1945. Es war interessant, wie sich die Einwohner von Ginsterburg entwickelt haben. Man kann ein paar der Bewohner bei ihrem Werdegang begleiten. Mir blieben die handelnden Charaktere aber viel zu blass und ich fand nicht wirklich den Zugang zu ihnen. Es gibt sehr häufige Szenenwechsel, sodass kaum ein Lesefluss entstehen konnte. Die Handlung wird Stück für Stück dramatischer. Die Szene zu Beginn mit dem Absturz des Piloten zieht sich durch das komplette Buch durch und ich muss leider sagen, das war die spannendste Szene. Ich finde den Grundgedanken sehr gut, denn gerade zur aktuellen politischen Situation passt der Roman sehr gut. Viele stellen sich die Frage, ob sowas nicht bald wieder geschehen könnte, was sich vor dem Krieg damals zugespitzt hat. Ich fand das Buch leider nicht sonderlich fesselnd geschrieben und die Charaktere blieben mir zu blass, so dass es nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Schwierige Familie

Die Garnett Girls
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Die Familiengeschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, so dass man etwas über Margo und ihre drei Töchter erfährt, die alle unterschiedliche Probleme haben. Margo wird als Mutter sehr herrschend ...

Die Familiengeschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, so dass man etwas über Margo und ihre drei Töchter erfährt, die alle unterschiedliche Probleme haben. Margo wird als Mutter sehr herrschend gezeichnet. Sie will immer alles wissen und mischt sich ständig in alles ein. Keine Mutter, die man unbedingt haben will. Während es in der Gegenwart um die normalen Probleme in einer Familie geht, wird aber auch die Vergangenheit mit eingeflochten. Man kann sich ein gutes Bild davon machen, wie die Geschwister aufgewachsen sind. Vor allem die Beziehung zwischen Margo und Vater Richard wird thematisiert. Nachdem der Vater ohne ein Wort verschwindet, versinkt Mutter Margo in einer tiefen Depression und die Kinder bleiben sich selbst überlassen. Mir war dieses Familiendrama zu langatmig erzählt. Es floss ständig Alkohol und als ich am Ende mir ein Bild machen konnte, wie es in dieser Familie zuging, fand ich vor allem Margo egoistisch unsympathisch. Die Charaktere bleiben an der Oberfläche. Ein Familiendrama das mich nicht sonderlich gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Echokammer

Echokammer
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Der Thriller beginnt mit zwei Handlungssträngen, die sich dann aber miteinander verweben. Zum einen ist da der Wahlkampf, den Jens Meidell begleitet und im Fokus der Öffentlichkeit steht und zum anderen ...

Der Thriller beginnt mit zwei Handlungssträngen, die sich dann aber miteinander verweben. Zum einen ist da der Wahlkampf, den Jens Meidell begleitet und im Fokus der Öffentlichkeit steht und zum anderen sind die beiden Ermittler Benjamin und Tong, die im Hintergrund einen Anschlag von rechtsnationaler Extremisten vereiteln sollen. Die beiden Ermittler kennen sich zu Beginn noch gar nicht und müssen erst zusammenfinden. Natürlich ist das Thema Wahlkampf und Rechtsextremismus gerade hochaktuell und spricht bestimmt viele Leser an. Ich fand den Einblick in die politische Arbeit und deren Machenschaft sehr realistisch dargestellt. Die Kapitel sind durchweg mit Zeit und Ort gekennzeichnet, so dass man immer wusste, wo man sich gerade befindet. Ich habe mir mit diesem Buch jedoch sehr schwer getan. Ich kam einfach in keinen Lesefluss rein. Teilweise war es sehr langatmig, dann kamen wieder spannende Elemente, wo ich dachte, jetzt geht es los. Dann flachte das wieder ganz ab. Es gibt ein paar Wendungen und zum Ende fand ich die Spannung super, aber über die ganze Geschichte hinweg war mir das zu wenig für einen Thriller. Ganz am Ende geschieht jedoch etwas, wo ich schon gerne wissen würde, wie das weitergeht. Mal sehen, ob ich dem nächsten Band eine Chance geben werde.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Dystopischer Krimi

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Das Buch wird als Kriminalroman beworben, was zwar stimmt, aber ein Krimi der etwas anderen Art. Zunächst geht es darum, dass auf einer Insel 122 Überlebende, 107 Stunden Zeit haben um 1 Mörder zu finden, ...

Das Buch wird als Kriminalroman beworben, was zwar stimmt, aber ein Krimi der etwas anderen Art. Zunächst geht es darum, dass auf einer Insel 122 Überlebende, 107 Stunden Zeit haben um 1 Mörder zu finden, ansonsten geht die Welt unter. Der Autor hat hier einen Genremix gewagt und hat den Krimi sehr dystopisch geschrieben. Um die Insel wabert ein Nebel, den niemand durchdringen kann. Eine KI kann mit allen Bewohnern sprechen und weiß immer was sie denken und tun. Die erste Hälfte des Buches war sehr zäh zu lesen. Lange versteht man gar nicht, was da auf der Insel vor sich geht. Ich konnte kaum Zusammenhänge verstehen. Der Rest des Buches widmet sich dann dem Mordfall und das fand ich ganz spannend geschrieben. Leider wurde ich mit den Charakteren nicht so richtig warm und fand den Schreibstil etwas sperrig zu lesen, weshalb ich schwer voran kam. Generell sind die Genre Krimi und Dystopie schon so meins. Mich hat diese Geschichte aber nicht so richtig abholen können.

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