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Veröffentlicht am 27.02.2025

Ein humorvoller Roman über den Verlust und die Suche nach Sinn

Was der Tag bringt
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Meine Meinung und Inhalt

In Was der Tag bringt erzählt David Schalko die Geschichte von Felix, einem Unternehmer in seinen späten Dreißigern, der durch die Pandemie sein nachhaltiges Catering-Start-up ...

Meine Meinung und Inhalt

In Was der Tag bringt erzählt David Schalko die Geschichte von Felix, einem Unternehmer in seinen späten Dreißigern, der durch die Pandemie sein nachhaltiges Catering-Start-up verliert. Um finanziell über die Runden zu kommen, vermietet er seine geerbte Wohnung für acht Tage im Monat und zieht in dieser Zeit bei Freunden ein. Diese Übergangsphasen führen zu skurrilen Begegnungen und Konflikten, während Felix versucht, seinen Platz in einer sich verändernden Welt zu finden.

Schalko zeichnet ein Bild der postpandemischen Gesellschaft, die nach Sinn und Gemeinschaft sucht. Der Roman regt zum Nachdenken über die eigene Existenz und die Strukturen unserer Gesellschaft an.

Die Hörbuchversion, gelesen vom Autor selbst, verleiht der Geschichte eine authentische Note und lässt die Hörer:innen noch tiefer in Felix' Welt eintauchen.

Was der Tag bringt ist ein empfehlenswerter Roman für alle, die sich für zeitgenössische Gesellschaftsthemen interessieren und Geschichten schätzen, die sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken anregen.


Über den Autor

Der 1973 geborene Österreicher hat zunächst BWL studiert, bevor er sich 1998 entschied, als Werbetexter zu arbeiten. In dieser Zeit entstand auch der Roman „Frühstück in Helsinki“, der aber erst 2006 veröffentlicht wurde. Sein erstes publiziertes Werk ist der Gedichtband „Bluterguss und Herzinfarkt“ aus dem Jahre 1995. Unter anderem drehte der Autor zudem Musikvideos, arbeitete als Sexkolumnist und wirkte in diversen Theaterproduktionen mit. Der gefragte Regisseur und Entwickler von Fernsehsendungen wurde vor allem bekannt durch Fernsehformate wie „Sendung ohne Namen“, den Film „Aufschneider“ und die Serien „Braunschlag“ und „Altes Geld“, welche allesamt Kultstatus genießen und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Mit „Schwere Knochen“ veröffentlichte der Schriftsteller 2018 einen Roman voll von schwarzem Humor über die österreichische Nachkriegszeit.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Ein fesselnder Thriller im düsteren Berlin von 1939

Die marmornen Träume
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Meine Meinung und Inhalt

Die marmornen Träume von Jean-Christophe Grangé entführt in die letzten Monate vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht der Psychoanalytiker Simon Kraus, der die Ehefrauen ...

Meine Meinung und Inhalt

Die marmornen Träume von Jean-Christophe Grangé entführt in die letzten Monate vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht der Psychoanalytiker Simon Kraus, der die Ehefrauen hochrangiger Nazi-Funktionäre nicht nur therapiert, sondern auch erpresst. Als eine dieser Frauen brutal ermordet wird, gerät er ins Visier des SS-Offiziers Franz Beewen. Zusammen mit der Psychiaterin Minna von Hassel versucht er, den rätselhaften "Marmormann" zu entlarven, der in den Albträumen der Opfer auftaucht.

Grangé beschreibt die düstere Atmosphäre des nationalsozialistischen Berlins eindrucksvoll. Die Geschichte ist spannend und voller Wendungen, aber auch brutal und beklemmend. Besonders beeindruckend ist, wie die Charaktere sich entwickeln.

Mit fast 700 Seiten ist der Roman ziemlich umfangreich, aber durch den packenden Schreibstil bleibt er spannend bis zum Schluss. Wer historische Thriller mit komplexen Figuren und viel Atmosphäre mag, wird Die marmornen Träume kaum aus der Hand legen können.


Über den Autor

Der 1961 geborene französische Autor hat nach seinem Studium an der Sorbonne als Werbetexter und anschließend in einer Nachrichtenagentur gearbeitet. Im Alter von nur 28 Jahren arbeitete er unter anderem für die Paris Match, die Sunday Times sowie National Geographic. Später wurde er freier Journalist und erhielt in dieser Zeit zwei wichtige Auszeichnungen, den »Reuter-Preis« 1991 sowie den »World Press Award« 1992. Drei Jahre später veröffentlichte er seinen Debütroman »Der Flug der Störche«, aber erst sein zweiter Roman »Die purpurnen Flüsse« 1998 verhalf ihm zum internationalen Durchbruch. Der Bestseller wurde in viele Sprachen übersetzt und im Jahr 2000 mit Jean Reno in der Hauptrolle verfilmt. Jean-Christophe Grangé ist Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Lebensgefährtin, der Journalistin Virginie Luc, zusammen.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Ein fesselnder Thriller über die Grenzen des freien Willens

Mind Gap
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Meine Meinung und Inhalt

In "Mind Gap" entwirft die Autorin Anne Freytag ein beunruhigendes Zukunftsszenario, in dem technologische Fortschritte die menschliche Autonomie infrage stellen.

Im Mittelpunkt ...

Meine Meinung und Inhalt

In "Mind Gap" entwirft die Autorin Anne Freytag ein beunruhigendes Zukunftsszenario, in dem technologische Fortschritte die menschliche Autonomie infrage stellen.

Im Mittelpunkt steht die Journalistin Silvie Mankowitz, die nach dem mysteriösen Tod ihres Bruders Samuel in ein Netz aus Manipulation und Machtspielen gerät. Der Schlüssel zu allem scheint der NINK-Chip zu sein – eine revolutionäre Technologie, die ursprünglich entwickelt wurde, um traumatische Erinnerungen zu löschen, nun aber weitreichende Kontrolle über Gedanken und Handlungen ermöglicht.

Freytag gelingt es, eine wirklich düstere Atmosphäre zu schaffen, die mich von der ersten Seite an packen konnte.

Die kurzen Kapitel und wechselnden Perspektiven tragen zu einem hohen Erzähltempo bei und lassen kaum Zeit zum Atemholen. Gut fand ich die detaillierte Darstellung der möglichen Auswirkungen solcher Technologien auf Gesellschaft und Individuum. Allerdings könnten die zahlreichen Fachbegriffe und technischen Details für einige Leser:innen herausfordernd sein. Ein Glossar wäre hier hilfreich gewesen.

Die Hörbuchversion, gesprochen von Vera Teltz und Herbert Schäfer, verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe. Ihre Stimmen transportieren die Spannung und Emotionen der Protagonisten authentisch und machen das Hörerlebnis intensiv und mitreißend.

Insgesamt ist Mind Gap ein packender Thriller, der aktuelle Themen wie Digitalisierung, Überwachung und den Verlust der Selbstbestimmung aufgreift. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und die Frage aufwirft, wie weit technologische Entwicklungen gehen dürfen, bevor sie unsere Freiheit gefährden.


Über die Autorin

Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Für ihre Romane wurde die Autorin mehrfach für Literaturpreise nominiert und damit ausgezeichnet – unter anderem dem BAYERISCHEN KUNSTFÖRDERPREIS in der Sparte Literatur. Darüber hinaus gibt es konkrete Pläne zur Verfilmung einzelner Werke. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Loslassen als Schlüssel zu innerer Freiheit

Handbuch des inneren Loslassens
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Meine Meinung und Inhalt

"Handbuch des inneren Loslassens" von Peter Russell ist ein inspirierender Ratgeber für alle, die inneren Frieden und Gelassenheit finden möchten. Das Buch zeigt, warum wir oft ...

Meine Meinung und Inhalt

"Handbuch des inneren Loslassens" von Peter Russell ist ein inspirierender Ratgeber für alle, die inneren Frieden und Gelassenheit finden möchten. Das Buch zeigt, warum wir oft an Gedanken, Gefühlen und Erwartungen festhalten – und wie wir lernen können, sie loszulassen.

Russell erklärt auf verständliche Weise, dass Loslassen nicht bedeutet, etwas zu verdrängen oder zu unterdrücken, sondern sich bewusst von Anhaftungen zu lösen. Er verbindet Erkenntnisse aus östlicher Philosophie, moderner Psychologie und seinen eigenen Erfahrungen zu einem ganzheitlichen Ansatz. Dabei geht es nicht nur um das Loslassen von negativen Emotionen, sondern auch von starren Denkmustern, Ängsten und dem Bedürfnis nach Kontrolle.

Besonders hilfreich finde ich die praktischen Übungen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Sie laden dazu ein, innezuhalten, sich selbst zu beobachten und die Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Das Buch ist ruhig und reflektierend geschrieben, was gut zum Thema passt. Allerdings könnten einige Abschnitte für Leser:innen ohne spirituellen Hintergrund etwas abstrakt wirken. Dennoch bietet Handbuch des inneren Loslassens wertvolle Denkanstöße und ist eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich auf den Weg zu mehr innerer Freiheit machen möchten.


Über den Autor

Peter Russell ist Physiker, Psychologe und Computerwissenschaftler, Meditierer. Sein Lebenswerk ist es, das Wesen des Bewusstseins zu erforschen. In seinen Büchern, die teilweise zu Bestsellern wurden, breitet er mithilfe von Physik, Philosophie, Psychologie eine neue Weltsicht vor dem Leser aus.



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Veröffentlicht am 25.02.2025

Ein packender Trip ins Harlem der 1970er Jahre

Die Regeln des Spiels
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In Die Regeln des Spiels führt Colson Whitehead die Geschichte von Ray Carney fort, einem Möbelhändler, der sich eigentlich von kriminellen Geschäften fernhalten will – doch das ist in Harlem nicht so ...

In Die Regeln des Spiels führt Colson Whitehead die Geschichte von Ray Carney fort, einem Möbelhändler, der sich eigentlich von kriminellen Geschäften fernhalten will – doch das ist in Harlem nicht so einfach. Der Roman spielt in den Jahren 1971, 1973 und 1976 und zeigt, wie sich Carney immer wieder mit der Unterwelt der Stadt auseinandersetzen muss.

Im ersten Teil gerät er in Schwierigkeiten, weil er seiner Tochter Konzertkarten für die Jackson 5 besorgen will. Im zweiten Teil geht es um den Rausschmeißer Pepper, der eine verschwundene Schauspielerin sucht. Und im dritten Teil erlebt Harlem eine Welle von Brandstiftungen, während Carney versucht, sich und seine Familie zu schützen.

Whitehead beschreibt das Harlem der 70er Jahre sehr lebendig – mit all seinen Problemen, aber auch mit seinem Charme. Der Schreibstil ist direkt, manchmal humorvoll, aber immer mit einem ernsten Unterton. Die Figuren sind spannend und wirken sehr echt.

Die Regeln des Spiels ist ein fesselndes Buch über Kriminalität, Familie und das harte Leben in Harlem. Es ist unterhaltsam, aber auch nachdenklich – und absolut lesenswert.

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