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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2025

Ein stiller Thriller voller Spannung

Taormina
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Meine Meinung und Inhalt

„Taormina“ von Yves Ravey ist für mich wirklich ein ausgeklügelter und raffinierter Roman, der mit minimalistischem Stil eine beklemmende Spannung aufbaut. Die Geschichte dreht ...

Meine Meinung und Inhalt

„Taormina“ von Yves Ravey ist für mich wirklich ein ausgeklügelter und raffinierter Roman, der mit minimalistischem Stil eine beklemmende Spannung aufbaut. Die Geschichte dreht sich um einen Mann, der mit seiner Frau Urlaub in Italien macht – doch schon bald wird klar, dass hinter der scheinbaren Idylle dunkle Absichten lauern.

Die Erzählung entfaltet sich langsam, fast beiläufig, während sich der Protagonist in ein Netz aus Lügen, Geheimnissen und moralischen Abgründen verstrickt. Raveys nüchterne Sprache verstärkt die unterschwellige Bedrohung und lässt die Lesenden Stück für Stück erahnen, dass etwas Unheilvolles bevorsteht.

„Taormina“ ist kein klassischer Thriller mit rasantem Tempo, sondern ein psychologisches Kammerspiel, das mit Andeutungen und Leerstellen arbeitet. Die Spannung entsteht aus dem Ungesagten, aus dem, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Ravey beweist einmal mehr sein Können, mit wenigen Worten eine intensive, unheimliche Atmosphäre zu erschaffen. Ein fesselndes, atmosphärisch dichtes Leseerlebnis, das lange nachhallt.

Über den Autor

Yves Ravey lehrt als Professor für bildende Kunst in seiner Geburtsstadt Besançon. Er ist Autor zahlreicher Romane und Theaterstücke und wurde für sein Gesamtwerk mit dem Schweizer Prix Renfer ausgezeichnet. In Deutschland erschien von ihm "Bruderliebe" (Kunstmann 2012).




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Veröffentlicht am 05.03.2025

Vom Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit

Vom Glück, allein zu sein
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Meine Meinung und Inhalt

„Vom Glück, allein zu sein“ von Marie Luise Ritter erzählt die Geschichte einer Frau, die sich bewusst dafür entscheidet, allein zu leben. Sie verzichtet auf die traditionellen ...

Meine Meinung und Inhalt

„Vom Glück, allein zu sein“ von Marie Luise Ritter erzählt die Geschichte einer Frau, die sich bewusst dafür entscheidet, allein zu leben. Sie verzichtet auf die traditionellen Vorstellungen von Partnerschaft und Familie und sucht nach ihrem eigenen Weg zu Glück und Erfüllung. Doch der Weg ist nicht immer einfach, und die Erzählung zeigt, dass es zwischen dem Wunsch nach Freiheit und der Einsamkeit viele Herausforderungen gibt.

Die Protagonistin stellt sich immer wieder die Frage, ob das Leben allein wirklich das ist, was sie sich erhofft hat. Sie entdeckt, dass es nicht nur Momente der Zufriedenheit gibt, sondern auch Momente des Zweifels und der Unsicherheit. Ritter beschreibt diese inneren Konflikte mit viel Gefühl und lässt uns an den Gedanken und Gefühlen der Frau teilhaben.

Die Geschichte geht über das Thema Einsamkeit hinaus und stellt die Frage, was wahres Glück eigentlich bedeutet. Ist es das Leben mit anderen oder das Leben mit sich selbst? Ritter zeigt, dass es oft nicht darum geht, allein oder mit anderen zu sein, sondern darum, sich selbst zu finden und mit sich im Reinen zu sein.

„Vom Glück, allein zu sein“ ist ein nachdenkliches Buch, das zeigt, wie man durch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit sein eigenes Glück finden kann. Es lädt dazu ein, über die eigene Vorstellung von Glück nachzudenken und zu erkennen, dass wahres Glück oft in der eigenen Unabhängigkeit und der Fähigkeit, mit sich selbst zufrieden zu sein, liegt.


Inhalt

Fast alles, was wir zu zweit machen, können wir auch allein: die Welt bereisen, aufwendig kochen, frische Blumen kaufen. Warum fühlt es sich dann oft komisch an? Leben wir etwa nur für andere? Oder macht es unsere Erlebnisse wertvoller, wenn wir sie mit jemandem teilen können?

Marie Luise Ritter nimmt ihre Leser:innen mit an verlassene Strände und in belebte Straßen, erzählt von fernen Orten und einsamen Abenden in ihrer Wohnung. Und vom Glück, ganz bei sich selbst zu Hause zu sein. Dieses Buch ist ein Ausbruch aus gesellschaftlichen Rastern, ein großes »Ja« zu Mut und Eigenständigkeit.

Über die Autorin

Marie Luise Ritter, geboren 1991, ist studierte Journalistin und hat sich erst Hamburg und jetzt Berlin zur Wahlheimat gemacht. Als Influencerin mit dem Fokus auf persönlichen, authentischen Geschichten nimmt sie ihre Leser:innen auf Instagram unter @luiseliebt mit – auf Reisen und Festivals, auf ihre Dates und auf die Suche nach der Liebe.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Zwischen Hoffnung und Schmerz

A Pessimist's Guide to Love
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Meine Meinung und Inhalt

Achtung BAND 2

„A Pessimist’s Guide to Love“ von Jennifer Hartmann setzt die Geschichte aus dem ersten Band fort und dreht sich diesmal um die komplexe Beziehung zwischen Lucy ...

Meine Meinung und Inhalt

Achtung BAND 2

„A Pessimist’s Guide to Love“ von Jennifer Hartmann setzt die Geschichte aus dem ersten Band fort und dreht sich diesmal um die komplexe Beziehung zwischen Lucy und Cal. Nachdem Lucy eine traumatische Erfahrung durchgemacht hat, kämpft sie mit den Nachwirkungen und dem Wunsch, sich wieder mit Cal zu verbinden. Cal selbst trägt jedoch schwere Schuldgefühle mit sich und flüchtet sich oft in Alkohol, was die Dynamik zwischen den beiden zusätzlich erschwert.

Die emotionale Tiefe der Charaktere hat mich wirklich sehr berührt. Besonders die Darstellung von Trauer und Verlust wird eindrucksvoll und realistisch aufgezeigt, was mir als Leserin viel abverlangt hat. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Protagonisten trotz all ihrer inneren Kämpfe langsam wieder aufeinander zu bewegen, während sie gleichzeitig lernen, sich selbst zu vergeben und zu heilen. Die Entwicklung ihrer Beziehung ist authentisch und emotional, was mir persönlich gut gefallen hat.

Trotzdem gab es Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dass sich die Handlung wiederholt. Einige Themen und Konflikte aus dem ersten Band tauchen erneut auf, was für mich die Spannung etwas gemindert hat. Vielleicht hat die Autorin auch die Themen wiederholt, um eine erneute Verbindung zum ersten Teil aufzubauen, vielleicht auch um es Leser:innen, welche den ersten Teil nicht gelesen hatten, eine besser Zusammenfassung zu liefern.

Es schien für mich persönlich jedoch, als ob die Geschichte an einigen Stellen etwas in die Länge gezogen wurde, und ich habe mich gefragt, wann es endlich zu einer Auflösung kommt. Dennoch war die Reise der beiden Protagonisten bis zum Ende hin bewegend und hat mich nicht losgelassen.

Insgesamt finde ich, dass das Buch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Liebe, Verlust und persönlichem Wachstum bietet. Auch wenn sich die Handlung stellenweise wiederholt, bleibt es eine emotionale und authentische Geschichte über zwei Menschen, die lernen, mit ihren Dämonen zu kämpfen und die Liebe wiederzufinden. Es war eine berührende Lektüre, die mich trotz ihrer ruhigeren Momente nicht losgelassen hat.


Inhalt

Manchmal braucht es Dunkelheit, um den schönsten Lichtschimmer erkennen zu können

Nachdem er Lucy beinahe für immer verloren hätte, reißen die Wunden vergangener Erinnerungen in Cal endgültig auf. Gefangen in einem Strudel aus Selbsthass und dem Glauben, schuld an der Verfassung seiner ehemals besten Freundin zu sein, flüchtet Cal sich in die betäubende Stille des Alkohols. Einzig dieser kann ihm helfen, die Vorwürfe und Ängste für eine Weile zum Verstummen zu bringen. Währenddessen versucht Lucy, wieder zurück ins Leben zu finden und sehnt sich nach ihrem besten Freund. Denn obwohl sie weiß, dass Cals Finsternis sie mit sich reißen könnte, ist sie bereit, mit all ihrer Helligkeit für sie beide zu kämpfen.


Über die Autorin

Jennifer Hartmann wohnt im Norden von Illinois mit ihrem persönlichen Liebeshelden und drei Kindern. Wenn sie nicht gerade gefühlvolle Liebesgeschichten schreibt, denkt sie wahrscheinlich über all die Möglichkeiten nach, wie sie die Herzen ihrer Fans brechen und wieder zusammensetzen kann. Sie liebt Sonnenuntergänge (denn der Morgen ist hart), Fahrradfahren, Reisen, Buffy the Vampire Slayer-Wiederholungen und die Tageszeit, in der Kaffee durch Wein ersetzt wird.


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Veröffentlicht am 27.02.2025

Ein humorvoller Roman über den Verlust und die Suche nach Sinn

Was der Tag bringt
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Meine Meinung und Inhalt

In Was der Tag bringt erzählt David Schalko die Geschichte von Felix, einem Unternehmer in seinen späten Dreißigern, der durch die Pandemie sein nachhaltiges Catering-Start-up ...

Meine Meinung und Inhalt

In Was der Tag bringt erzählt David Schalko die Geschichte von Felix, einem Unternehmer in seinen späten Dreißigern, der durch die Pandemie sein nachhaltiges Catering-Start-up verliert. Um finanziell über die Runden zu kommen, vermietet er seine geerbte Wohnung für acht Tage im Monat und zieht in dieser Zeit bei Freunden ein. Diese Übergangsphasen führen zu skurrilen Begegnungen und Konflikten, während Felix versucht, seinen Platz in einer sich verändernden Welt zu finden.

Schalko zeichnet ein Bild der postpandemischen Gesellschaft, die nach Sinn und Gemeinschaft sucht. Der Roman regt zum Nachdenken über die eigene Existenz und die Strukturen unserer Gesellschaft an.

Die Hörbuchversion, gelesen vom Autor selbst, verleiht der Geschichte eine authentische Note und lässt die Hörer:innen noch tiefer in Felix' Welt eintauchen.

Was der Tag bringt ist ein empfehlenswerter Roman für alle, die sich für zeitgenössische Gesellschaftsthemen interessieren und Geschichten schätzen, die sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken anregen.


Über den Autor

Der 1973 geborene Österreicher hat zunächst BWL studiert, bevor er sich 1998 entschied, als Werbetexter zu arbeiten. In dieser Zeit entstand auch der Roman „Frühstück in Helsinki“, der aber erst 2006 veröffentlicht wurde. Sein erstes publiziertes Werk ist der Gedichtband „Bluterguss und Herzinfarkt“ aus dem Jahre 1995. Unter anderem drehte der Autor zudem Musikvideos, arbeitete als Sexkolumnist und wirkte in diversen Theaterproduktionen mit. Der gefragte Regisseur und Entwickler von Fernsehsendungen wurde vor allem bekannt durch Fernsehformate wie „Sendung ohne Namen“, den Film „Aufschneider“ und die Serien „Braunschlag“ und „Altes Geld“, welche allesamt Kultstatus genießen und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Mit „Schwere Knochen“ veröffentlichte der Schriftsteller 2018 einen Roman voll von schwarzem Humor über die österreichische Nachkriegszeit.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Ein fesselnder Thriller im düsteren Berlin von 1939

Die marmornen Träume
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Meine Meinung und Inhalt

Die marmornen Träume von Jean-Christophe Grangé entführt in die letzten Monate vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht der Psychoanalytiker Simon Kraus, der die Ehefrauen ...

Meine Meinung und Inhalt

Die marmornen Träume von Jean-Christophe Grangé entführt in die letzten Monate vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht der Psychoanalytiker Simon Kraus, der die Ehefrauen hochrangiger Nazi-Funktionäre nicht nur therapiert, sondern auch erpresst. Als eine dieser Frauen brutal ermordet wird, gerät er ins Visier des SS-Offiziers Franz Beewen. Zusammen mit der Psychiaterin Minna von Hassel versucht er, den rätselhaften "Marmormann" zu entlarven, der in den Albträumen der Opfer auftaucht.

Grangé beschreibt die düstere Atmosphäre des nationalsozialistischen Berlins eindrucksvoll. Die Geschichte ist spannend und voller Wendungen, aber auch brutal und beklemmend. Besonders beeindruckend ist, wie die Charaktere sich entwickeln.

Mit fast 700 Seiten ist der Roman ziemlich umfangreich, aber durch den packenden Schreibstil bleibt er spannend bis zum Schluss. Wer historische Thriller mit komplexen Figuren und viel Atmosphäre mag, wird Die marmornen Träume kaum aus der Hand legen können.


Über den Autor

Der 1961 geborene französische Autor hat nach seinem Studium an der Sorbonne als Werbetexter und anschließend in einer Nachrichtenagentur gearbeitet. Im Alter von nur 28 Jahren arbeitete er unter anderem für die Paris Match, die Sunday Times sowie National Geographic. Später wurde er freier Journalist und erhielt in dieser Zeit zwei wichtige Auszeichnungen, den »Reuter-Preis« 1991 sowie den »World Press Award« 1992. Drei Jahre später veröffentlichte er seinen Debütroman »Der Flug der Störche«, aber erst sein zweiter Roman »Die purpurnen Flüsse« 1998 verhalf ihm zum internationalen Durchbruch. Der Bestseller wurde in viele Sprachen übersetzt und im Jahr 2000 mit Jean Reno in der Hauptrolle verfilmt. Jean-Christophe Grangé ist Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Lebensgefährtin, der Journalistin Virginie Luc, zusammen.

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