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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2025

etwas gewöhnungsbedürftig

The Deer and the Dragon
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Marlow hat einen eingebildeten Freund und Liebhaber, der sich dann als fantastisch realer entpuppt, als sie dachte. Ich habe mich sehr auf diesen dunklen Fantasyroman, der sich an ein erwachsenes Publikum ...

Marlow hat einen eingebildeten Freund und Liebhaber, der sich dann als fantastisch realer entpuppt, als sie dachte. Ich habe mich sehr auf diesen dunklen Fantasyroman, der sich an ein erwachsenes Publikum richtet, gefreut und bin nach dem Lesen etwas zwiegespalten. Insgesamt wurde ich gut unterhalten und die Welt bedient sich unterschiedlichster Mythen und Elementen, die mir sehr gut gefallen haben. Allerdings fand ich den Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig; er wirkte abgehackt und etwas chaotisch und wenn ich dachte ich habe mich daran gewöhnt, kam wieder ein Sprung. Flüssiges Lesen ist mir daher etwas schwer gefallen. Ebenso ist Marlow eine sehr unnahbare Frau, was mich das Geschehen eher aus der Distanz beobachten ließ, obwohl sich die Autorin zu Beginn viel Zeit nimmt um ihre Figur auszuarbeiten. Auch Fauna, die nach Süßigkeiten süchtige Fee, die Marlow so eigentlich gar nichts erklärt, ist mir fremd geblieben. Die Vielzahl der Themen von psychischer Gesundheit, Religion, Missbrauch, Gewalt und natürlich Sexualität ergab sich schon aus dem Klappentext und dem Vorwort, das zartbesaitete Leser unbedingt beachten sollten. Die dadurch düstere Atmosphäre und das Setting haben mir wirklich gut gefallen, ich fand es nur etwas unrund. Das lag vermutlich auch am Schreibstil und mir hat irgendwie ein Rahmen gefehlt, die Handlung wirkte manchmal sprunghaft und chaotisch. Gerade der Anfang war etwas langatmig, erst ab dem Auftauchen von Fauna nahm sie etwas Fahrt auf, aber auch dann hätte ich mir früher zumindest ein paar Erklärungen gewünscht. An Marlows Stelle hätte ich das von der Fee gefordert, allerdings fand ich Fauna ziemlich spannend, wenn auch nicht sonderlich sympathisch. Das Ende wiederum war mir dann zu flott abgehandelt. Insgesamt für mich ein etwas unrunder und holpriger Start in diese Reihe, wobei mich der zweite Band schon reizt und ich vermutlich der Reihe nochmal eine Chance geben werde;)

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Veröffentlicht am 19.03.2025

authentischer Jugendthriller

Was hast du nur getan?
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Der Jugendthriller "Was hast du nur getan?" hat mich gut unterhalten und ich fand das Buch sehr authentisch. Angefangen bei der Sprache und dem Schreibstil - dieser liest sich super, da ich dem Jugendalter ...

Der Jugendthriller "Was hast du nur getan?" hat mich gut unterhalten und ich fand das Buch sehr authentisch. Angefangen bei der Sprache und dem Schreibstil - dieser liest sich super, da ich dem Jugendalter aber schon etwas entwachsen bin, hatte ich hier leichte Startschwierigkeiten. Zum Glück hat sich das schnell gegeben und ich war sehr gefesselt. Leider verliert sich die Handlung dann etwas und mir hat der rote Faden gefehlt. Zwischendrin hatte ich das Gefühl, mich im Kreis zu drehen und hätte mir ein schnelleres Fortschreiten gewünscht. Dies lag vermutlich auch daran, dass Cassidy mir oft zu viel "geblubbert" hat. Dadurch kam ich ihr auch nicht so richtig nahe und so richtig symphatisch wurde sie mir auch nicht, trotz ihrer persönlichen Entwicklung im Laufe der Story. Insgesamt sind die angesprochenen Themen sehr nah an der Zielgruppe dran und auch die Figuren sind sehr authentisch. Mir manchmal zu viel, denn Cassidy verstrickt sich in ihren eigenen Problemen und kaut sie immer wieder durch, das ist zwar sehr jugendtypisch, hat mir aber etwas den Spaß beim Lesen genommen. Die Kobra Bande an sich und deren Zusammenhalt fand ich erstaunlich, denn jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Erwachsene sind eher Randfiguren, Hauptaugenmerk liegt auf den Kobras. Auch die Auflösung des Falles ist wieder sehr jugendtypisch, wobei mir hier der große Knall oder ein überraschender Twist am Ende gefehlt hat und das obwohl ich den Täter so nicht auf dem Schirm hatte. Manche angeschnittene Themen werden nicht weiter vertieft oder abschließend aufgelöst, persönlich hätte mich v.a. bei Nancy der Fortgang interessiert, so hat die Fantasy noch Spielraum und das fand ich ganz gut. Insgesamt ein guter Jugendthriller, der bei der Zielgruppe bestimmt gut ankommt.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

tragisch schräg

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Nach der Lektüre bin ich sehr zwiegespalten und das liegt vor allem an der Prota Millie. Sie erzählt ihre Geschichte und somit war ich als Leserin ihrer Weltansicht sehr ausgeliefert. Millie blieb mir ...

Nach der Lektüre bin ich sehr zwiegespalten und das liegt vor allem an der Prota Millie. Sie erzählt ihre Geschichte und somit war ich als Leserin ihrer Weltansicht sehr ausgeliefert. Millie blieb mir das ganze Buch über eher fremd und unsympathisch; ihre Gesichte ist total schräg, einseitig, tragisch und hat mich eigentlich erst im letzten Drittel richtig gepackt. Millie war mir dann doch zu durchgeknallt und ihr schwarzer Humor (und der der Autorin) ist nicht wirklich bei mir angekommen. Bei mir hat Millies Erzählung eher zu einem ungläubigen Kopfschütteln, als zu einem Schmunzeln geführt. Gerade anfangs war es mir zu viel: alle Frauen gut - alle Männer böse. Das gibt sich zwar am Ende ein bisschen, aber auch nicht wirklich. Zwar hat mich die Wendung am Ende und eine Nebenfigur sehr überrascht, aber am Anfang blieben mir einfach zu viele Fragen offen. Ich meine irgendjemand hätte das doch mal etwas merken müssen, so eine schlampige Arbeit nehme ich keiner Polizei ab, solche Lügen nehme ich irgendwann auch nicht mehr für bahre Münze und überhaupt schauen alle ausnahmslos nicht über den Tellerrand. Trotzdem finde ich das Grundthema und dessen Überspitzung durch Millies Figur sehr gut, nur war sie mir irgendwann zu viel, zu verbissen, zu hassend, einfach zu durchgeknallt. Auch spielt Message M eine eher nebensächliche Rolle und ist für meine Begriffe eine gute Idee, aber nicht ganz durchdacht. Das Buch liest sich dennoch sehr gut und flott weg und hat mich gut unterhalten, gerade das letzte Drittel fand ich, hat viel wett gemacht, dennoch hatte ich mir insgesamt etwas mehr von dem Buch erwartete.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Klassenfahrt ins Outback

Time Travellers - Nächster Sprung - Australien!
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Die Klasse 6G landet bei einer Klassenfahrt statt im Odenwald im australischen Outback - aber wie ist das möglich? und so machen sie sich auf einen abenteuerlichen Weg zurück.

Der Schreibstil ist gut ...

Die Klasse 6G landet bei einer Klassenfahrt statt im Odenwald im australischen Outback - aber wie ist das möglich? und so machen sie sich auf einen abenteuerlichen Weg zurück.

Der Schreibstil ist gut zu lesen und auch die Kapitellänge ist perfekt für Kinder ab 10 Jahren. Anfangs dachte ich, dass ich mit den vielen, verschiedenen Kindern durcheinander komme, aber das ging auch dank der tollen Übersicht am Anfang echt super (meine Jungs lieben solche Bilder;) Outback und Australien sind toll beschrieben, für mich hätte es gerne ein bisschen mehr davon sein können. Im Vordergrund stehen die Charaktere der Kinder und deren Entwicklung. Sie sind sehr bunt zusammengewürfelt und haben jede ihre Rolle in der Klasse - ich habe mich direkt in die Schulzeit zurück versetzt gefühlt. Ein paar haben in dieser Geschichte einen größeren Part und entwickeln sich altersgemäß weiter, schließen neue Freundschaften und unterstützen sich gegenseitig. Das hat mir sehr gut gefallen. Mein 13jähriger hat anfangs begeistert gelesen, ist dann leider etwas abgedriftet, da er die (Zeitreisen)logik hier nicht verstanden hat. Uns fehlen hier eindeutig weitere Erklärungen, denn irgendwann hat er sich nur noch damit beschäftigt und nicht mehr mit der Geschichte und das Buch deshalb abgebrochen. Die Kinder sind für ihn auch keine "Time Travellers", sondern "Ortswechsler". Die magischen Elemente werden bestimmt in den weiteren Bänden noch vertieft, das ist auch gut so, aber für kleine Logikfreaks wie uns war das Leseerlebnis etwas unbefriedigend. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt eine dezent fantastische Abenteuerreise mit unheimlich tollen und sehr verschiedenen Kindern beschert.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

schwächer als erwartet

Dynasty of Hunters, Band 2 - Von dir gezeichnet
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Nachdem der erste Band so ein überraschendes Highlight für mich war, wurde ich von diesem Folgeband leider etwas enttäuscht. Er las sich gut und flott, ich hatte mir nur mehr erwartet. Das Magiesystem ...

Nachdem der erste Band so ein überraschendes Highlight für mich war, wurde ich von diesem Folgeband leider etwas enttäuscht. Er las sich gut und flott, ich hatte mir nur mehr erwartet. Das Magiesystem blieb mir leider fremd und ich hätte mir deutlich mehr Erklärungen dazu gewünscht - ich habe es am Ende einfach nicht ganz verstanden. Manche Dinge konnten die anderen Adligen einfach, ohne weitere Erklärungen, Manches wurde mir zu schnell vom Tisch gewischt. Zudem ging es hauptsächlich um Irina, damit musste ich mich auch erst mal anfreunden. Nachdem ich mit ihr warm geworden war bahnte sich hier eine Slow Burn Romance an, die ich nicht so ganz fühlen konnte, aber ganz süss fand. Anfangs wurde für mich auch zu viel Lias Situation und deren Tragik/Grausamkeit ausgebreitet, so hatte ich oft das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt und sich etwas im Kreis dreht. Zudem ist das wirklich Nichts für schwache Nerven, da die Autorin das schon sehr intensiv beschreibt. Andere Handlungsstränge gingen mir dafür zu flott und ich hätte mir mehr Einsichten gewünscht. Ich habe mich dennoch gut unterhalten gefühlt, hatte vermutlich nur zu hohe Erwartungen, das World Building und die genauere Erklärung zur Magie ist mir einfach zu kurz gekommen.

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