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Veröffentlicht am 13.03.2025

Hilfreich, hatte höhere Erwartungen

An der Seite der Sucht
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"An der Seite der Sucht" von Till Roderigo ist ein Ratgeber, der sich hauptsächlich an die Angehörigen von Suchterkrankten richtet. Die Süchte, die hier angesprochen werden, sind vielseitig. Es geht sehr ...

"An der Seite der Sucht" von Till Roderigo ist ein Ratgeber, der sich hauptsächlich an die Angehörigen von Suchterkrankten richtet. Die Süchte, die hier angesprochen werden, sind vielseitig. Es geht sehr viel um die Alkoholabhängigkeit, aber auch andere Süchte werden angesprochen.
Es werden die Mechaniken und auch die Definition einer Sucht erklärt, es wird über den Entzug gesprochen, die Problematik dabei und auch die schwere Zeit danach. Ganz wichtig fand ich auch die Seiten, wo erklärt wird, wie man das überhaupt erkennt, ist derjenige süchtig oder eher nicht.
Viele Hinweise sind für die Betroffenen, aber auch die Co-Abhängigen, wie Partner und Familienangehörige. Hier hätten mir einige konkrete Anweisungen zum handeln besser gefallen, ich verstehe aber auch, warum hier an Beispielen und an der Theorie geblieben werden muss.
Als Angehörigen wird einem mit Verstehen geholfen und vor allem damit, eigene Schuldzuweisungen abzulegen, das ist wirklich gut besprochen.
Es wird auch angesprochen, in welcher Art und Weise man Hilfe anbieten kann und wo man diese findet. Und alles ist schön mit praktischen Beispielen erklärt, hilfreich.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Wunderschön gestaltetes Buch

Mein wunderbarer Cottage-Garten
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"Mein wunderbarer Cottage-Garten" von Isabelle Van Groeningen ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe Garten-und Pflanzenbücher und habe davon schon so einige gelesen, manche davon nutze ich ...

"Mein wunderbarer Cottage-Garten" von Isabelle Van Groeningen ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe Garten-und Pflanzenbücher und habe davon schon so einige gelesen, manche davon nutze ich jetzt als Nachschlagewerke.
Dieses hier fällt eher in die Sparte lesen und genießen, ein anderes Buch habe ich noch neben mir gehabt, um Pflanzenempfehlungen nachschlagen zu können.
Dieses Buch beschäftigt sich mehr mit der Gestaltung einzelner Gartenräume und auch als Gesamtkonstrukt. Hier wird nach Jahreszeiten gepflanzt, nach Höhe, nach Farbe, sogar nach dem Duft. Das ist sehr schön gemacht und man kann sich viele der Tipps mitnehmen.
Aber auch wer keinen Garten hat, kann dieses Buch genießen, die Erzählweise ist locker und sympathisch, es gibt viele schöne Fotos und auch zarte Illustrationen zum anschauen und erfreuen.
Neben der Gestaltung wird auf Wert auf die Naturnähe, also Insekten und Vögel gelegt und es gibt umfangreiche Tipps zur Pflege und Beobachtung der Pflanzen, inklusive Hilfe, um nach Fehlern und Schädlingen zu suchen.
Ich hätte gerne noch mehr einzelne Pflanzenporträts mit Fotos gehabt, das hätte es noch etwas abgerundet.
Aber auch so ist es ein Buch, das mir viele Anregungen geboten hat, mich gut unterhalten hat und ja, ich bin jetzt mal im Garten.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Planung eines Verbrechens

Ein ungezähmtes Tier
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"Ein ungezähmtes Tier" ist nicht der erste Roman von Joël Dicker, den ich gelesen habe und diesmal wirklich gelesen, denn als Hörbuch hatte ich immer Probleme den Sprüngen in der Handlung zu folgen. Das ...

"Ein ungezähmtes Tier" ist nicht der erste Roman von Joël Dicker, den ich gelesen habe und diesmal wirklich gelesen, denn als Hörbuch hatte ich immer Probleme den Sprüngen in der Handlung zu folgen. Das gelang mir hier besser.
Wir begleiten hier eine Familie, Sophie und ihren Mann Arpad, die mit ihren beiden Kindern in einem Glashaus in der Nähe von Genf leben, das Leben einer Bilderbuch-Familie, reich, schön und beliebt.
In einem anderen Handlungsstrang lesen wir von einem Banküberfall in Genf.
Im Buch wird zwischen verschiedenen Zeiten und Handlungsorten und auch Protagonisten hin-und hergeführt, wobei das gut beschriftet ist.
Es gib sehr interessante Nebenfiguren und auch von den Protagonisten erfährt man mit jedem weiteren Kapitel Neues. So setzt sich die komplette Geschichte wie ein Puzzle zusammen.
Auch wenn man irgendwann ahnt, auf was es hier hinausläuft, gibt es doch noch genug Spannung und überraschende Wendungen.
Mir erschien nicht alles plausibel und die Charaktere hatten alle ihre eigenen Schwächen und Geheimnisse, aber auf jeden Fall war hier alles anders, als es sich darstellte.
Ich habe die Geschichte gerne gelesen, wobei sie für mich nicht die beste des Autors ist.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Etwas zu ausführlich erzählt

Die Fletchers von Long Island
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"Die Fletchers von Long Island" von Taffy Brodesser-Akner ist eine jüdisch-amerikanische Familiengeschichte, die mit der Entführung von Carl Fletcher beginnt.
Er ist reich, Geschäftsmann und lebt 1980 ...

"Die Fletchers von Long Island" von Taffy Brodesser-Akner ist eine jüdisch-amerikanische Familiengeschichte, die mit der Entführung von Carl Fletcher beginnt.
Er ist reich, Geschäftsmann und lebt 1980 im wohlhabenden Long Island. Obwohl die Entführung gut ausgeht, hinterlässt sie Spuren in der Familiengeschichte, tiefer als man im ersten Augenblick glauben mag.
Der Erzählstil ist locker, nicht ohne Humor und liest sich gut. Die Geschichte ist nicht spannend, aber interessant geschrieben, obwohl ich im Mittelteil doch einige Längen empfand.
Die drei Kinder der Familie werden ausführlich beleuchtet und es wird sehr schnell klar, dass ihr Geld sie nicht vor Problemen schützt. Sehr schön wird dargestellt, welche Probleme sich gerade für sie ergeben. Sei es sich ihr Selbstbewusstsein zu schaffen oder ihren eigenen Platz im Leben zu finden, sie sind reich und privilegiert geboren und ich fand es schon interessant, wie hier jeder seinen Weg fand. Das war teilweise auch schon komisch dargestellt.
Interessant waren vor allem auch die Traumata, die unbewusst weitergegeben werden, auch noch an spätere Generationen, nicht nur das der Entführung.
Ich fand diese Geschichte gut zu lesen, ich habe auch einiges daraus mitnehmen können, was mir im Gedächtnis bleiben wird, aber ich fand sie wirklich zu langatmig. Hier hätten dem Buch wirklich 200 Seiten weniger gut getan.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Familiengeschichte im Rückwärtsgang

Shanghai Story
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" Shanghai Story" von Juli Min ist ein Roman, auf den ich sehr gespannt war. Das besondere ist hier die Erzählweise. Es wird die Geschichte einer chinesischen Familie erzählt, allerdings rückwärts durch ...

" Shanghai Story" von Juli Min ist ein Roman, auf den ich sehr gespannt war. Das besondere ist hier die Erzählweise. Es wird die Geschichte einer chinesischen Familie erzählt, allerdings rückwärts durch die Zeit gehend.
Die Familie Yang ist wohlhabend, der Vater erfolgreicher Geschäftsmann, auch die Mutter ist eine selbstbewusste, gebildete Frau, sie haben drei Töchter.
Jede einzelne der unterschiedlich langen Episoden aus den jeweiligen Jahren konnte ich sehr genießen. Die Protagonisten wurden sehr gut vorgestellt, mir wurden sie vertraut und es gab auch richtig gute und wichtige Nebencharaktere. Nicht jeder hier ist sympathisch, das muss aber auch gar nicht sein.
Die Geschichte der Familie stand mir am Ende schon irgendwie vor Augen, obwohl mir ein roter Faden durch die einzelnen Episoden gefehlt hat.
Gerade bei Personen, wo man wusste, sie treten in der Vergangenheit noch nicht auf, fand ich es oft schade, da nichts weiter erfahren zu können.
An Themen wurde hier sehr viel aufgegriffen und es gab auch viel Stoff, den ich länger zum nachdenken hatte, das Buch bleibt mir immer noch präsent.
Auf jeden Fall ist die Geschichte es wert gelesen zu werden, ob der Kniff mit dem rückwärts erzählen ihr gut getan hat, zweifle ich persönlich an, ich hätte gerne offene Stränge in die Zukunft hinein verfolgt. Aber es ist definitiv mal etwas ganz anderes, lesenswert.

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