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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2025

Unerwartete Bündnisse

Empire of Sins and Souls 3 - Das zerrissene Herz
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Ich liebe diese Reihe, keine Frage. Man sollte sich klar sein, dass die Charaktere nicht nur morally grey sind, sondern wirklich ziemlich düster und abgründig und das Buch enthält auch einen großen Anteil ...

Ich liebe diese Reihe, keine Frage. Man sollte sich klar sein, dass die Charaktere nicht nur morally grey sind, sondern wirklich ziemlich düster und abgründig und das Buch enthält auch einen großen Anteil an Spice-Inhalten. Das ist sicherlich nicht jedermanns Fall, aber mir gefällt, wie hier mit dem Themen Sünden, Verrat und Intrigen umgegangen wird. Macht schon ein bisschen süchtig.

Zum Inhalt: nachdem Kaspar sie verraten hat, erwacht Zoé als Xanthyr, stark und angetrieben von Hass soll sie als Gräfin an der Seite von Alexei über Xanthia herrschen. Aber es dürstet sie nach Rache- und nach Antworten. Und ein letztes Mal muss sich Zoé entscheiden, wo sie steht und wem sie ihr Herz anvertrauen will.

In diesem dritten und letzten Band wird nochmal alles aus der Geschichte herausgeholt und es werden endlich ein paar Lücken innerhalb der Geschichte geschlossen. Dadurch ergaben sich für mich einige heftige Aha-Momente, die das ganze umso mitreißender machen. Ich muss sagen, die ganze Reihe ist in sicher super stimmig geplottet und allein die Entwicklung von Protagonistin Zoé war für mich ein absolutes Highlight.

Ich mag es, dass die Charaktere Fehler machen, viele Fehler um genau zu sein, aber das ganze auch immer mit Buße und Vergebung einhergeht, wodurch ich mit diesen sehr störrischen und egoistischen Charakteren immer wieder versöhnt wurde.

Die finale Schlacht hatte einfach alles: eine letzte Überraschung tragische Tode und heldenhafte Akte der Selbstlosigkeit. Einfach großartig und ein toller Abschluss für diese richtig coole Reihe.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Bewegend

Für Polina
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Takis Würger stehe ich so ein bisschen zwiegespalten gegenüber. Denn inhaltlich hat mich sein letztes Buch nicht so ganz abgeholt, aber seinen Schreibstil finde ich einfach richtig schön- nahbar, ohne ...

Takis Würger stehe ich so ein bisschen zwiegespalten gegenüber. Denn inhaltlich hat mich sein letztes Buch nicht so ganz abgeholt, aber seinen Schreibstil finde ich einfach richtig schön- nahbar, ohne überemotional zu sein. Deswegen wollte ich „Für Polina“ eben doch unbedingt lesen. Und es war eine fanatische Entscheidung. Ich liebe dieses Buch, das mich tief bewegt hat.

Zum Inhalt: Hannes Prager, der mit seiner Mutter in einem Moorhaus lebt, verliebt sich mit 14 in Polina, die genau wie er auch keinen Vater hat. Wo Hannes ruhig und langsam ist, da ist Polina laut und ungestüm- ein Wirbelwind, Freigeist und alles worauf Hannes hoffen könnte. Doch als das Leben sie räumlich trennt, kann Hannes nicht aufhören an sie zu denken. Und begibt sich auf die Suche.

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber Bücher in deren Zentrum Musik steht, haben immer einen besonderen Platz in meinem Herzen. Und die Art, wie Hannes sich alles über Klaviere aneignet, wie er selbst sich an dir Musik verliert und was er damit in den Menschen auslöst, das hat mich einfach völlig in den Bann des Buches geschlagen.

Neben der Musik ist es hauptsächlich eine Familien- und Liebesgeschichte. Es geht um die Erkenntnis, dass Familie nicht biologisch bedingt sein muss, darum die eigene Identität zu finden, sowie das, wofür man brennt. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Träume, aber auch über Verlust und die harte Realität des Lebens.

Hannes ist das beste Beispiel dafür, dass man sich von Schicksalsschlägen erholen kann und es nie zu spät ist, seinen Träumen nachzujagen. Es ist ein hoffnungsvolles, bestärkendes Buch, das mir unheimlich gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Zwischen Gesellschafts- und Kriminalroman

Der Gott des Waldes
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Ich habe „Long Bright River“ ja wirklich sehr geliebt und hab mich riesig auf den neuen Roman von Liz Moore gefreut. Ich finde, sie bewegt sich auch hier wieder hervorragend auf dem schmalen Grad zwischen ...

Ich habe „Long Bright River“ ja wirklich sehr geliebt und hab mich riesig auf den neuen Roman von Liz Moore gefreut. Ich finde, sie bewegt sich auch hier wieder hervorragend auf dem schmalen Grad zwischen Unterhaltungslektüre und Gesellschaftsporträt mit Tiefgang. Ich habe das Buch sehr genossen.

Zum Inhalt: Als Barbara Van Leer, Tochter der ortsansässigen Bankiersfamilie, eines Morgens im Sommer 1975 nicht in ihrem Stockbett im Camp liegt, weckt das schlafende Hunde auf. Denn nicht mur ist 14 Jahre zuvor auch ihr kleiner Bruder Bear spurlos verschwunden, schnell werden auch diverse Anschuldigungen laut. Und nicht alle scheinen unbegründet.

Erstmal muss ich ein riesiges Kompliment und Dankeschön für die sehr präzisen Zeitangaben aussprechen. Dadurch ist es wunderbar übersichtlich, auch wenn die Handlung zwischen Jahrzehnten und Personen hin und her springt. Selten eine so gut strukturierte Geschichte gelesen.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Familiengeschichte und Gesellschaftsroman. Der eigentliche Schauplatz der Handlung ist zwar recht überschaubar, tangiert durch die sich bewegenden und interagierenden Personen aber auch umliegende Bereiche. Dadurch bekommt man nicht nur Eindrücke vom Camp, sondern auch vom angrenzenden Anwesen des Herrenhauses und dem Ort selbst.

Die Atmosphäre der unterschwelligen Zwietracht, der dominierenden Rolle der männlichen Familienmitglieder und der privilegierten Selbstgerechtigkeit der Van Leers sorgt für viel subtile Spannung, die das Buch durchaus mitreißend macht. Irgendwo zwischen abgründig und trauriger Banalität. Ich fands richtig stark und vor allem auch das Ende toll umgesetzt. Mir hats gefallen.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Auf berührende Art ehrlich

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Ich mochte bereits den ersten Band rund um die Buchhandlung Morisaki bereits sehr gerne, aber dieser hier, hat mich nochmal auf eine ganz andere Art berührt und nochmal eine tiefere Ebene der Offenheit ...

Ich mochte bereits den ersten Band rund um die Buchhandlung Morisaki bereits sehr gerne, aber dieser hier, hat mich nochmal auf eine ganz andere Art berührt und nochmal eine tiefere Ebene der Offenheit mitgebracht. Eine warmherzige Geschichte darüber, den Menschen im eigenen Umfeld offen und aufrichtig gegenüberzutreten.

Ich finde den Titel wunderbar passend, weil er genau das widerspiegelt, worauf der Text den Fokus setzt. Nämlich das Privatleben der Figuren, dass sich abspielt wenn die Buchhandlung geschlossen hat oder sie selbst gerade nicht in der Buchhandlung arbeiten. Diese Abende haben etwas verletzliches, aber auch tröstliches an sich, sie bergen Momente der Freude und des Schmerzes und fügen den Figuren die man in Band 1 mögen gelernt hat, ein paar neue Facetten hinzu.

Das buchige Thema zieht sich auch wieder durch diesen Roman, begleitet von dem Wunsch ein Buch zu schreiben, einem Buchfest und der Suche nach einem mysteriösen Buch. Gleichzeitig stehen aber eigentlich wieder die zwischenmenschlichen Beziehungen im Fokus, die Bücher wirken wie ein Katalysator ihrer Interaktionen miteinander. Diese Synergie gefällt mir jedes Mal total gut.

Es ist eine ruhige, geduldige Geschichte und mit gefällt das stille Miteinander der Erzählung, die Selbstverständlichkeit mit der sich die Figuren im gemeinsamen Raum und Leben bewegen und mit welcher Ehrlichkeit sie sich ihren Emotionen stellen. Dabei entstehen Moment tiefer Verbundenheit, die nicht gekünstelt wirken.

Für mich ein wunderbares Buch, dass wertvolle Momente zwischenmenschlicher Beziehungen beleuchtet

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Wow

Onyx Storm – Flammengeküsst
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Die politischen Verstrickungen und historischen Hintergründe sind bei einem Buch dieser Dicke nicht immer ganz leicht zu durchschauen. Es ist einfach ein riesiger Epos und zwischen den einzelnen Büchern ...

Die politischen Verstrickungen und historischen Hintergründe sind bei einem Buch dieser Dicke nicht immer ganz leicht zu durchschauen. Es ist einfach ein riesiger Epos und zwischen den einzelnen Büchern liegt für mich teilweise zu viel Zeit um mich adäquat an alle Erkenntnisse aus den vorherigen Bänden zu erinnern. Trotzdem bin ich nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder gut reingekommen und hatte dann auch wieder wirklich Spaß an der Geschichte.

Was mir aber wieder unglaublich gut gefallen hat, waren der Esprit und das Charisma der Gruppe rund um Violet. Es gibt wunderbar leichte Momente, voller Witz und tiefem gegenseitigem Verständnis. Ich finde das in so Fantasy-Büchern so wichtig, dass es neben der Lovestory auch andere tiefgreifende Beziehungen gibt.

Die Geschichte rund um Xadens Verwandlung, die siebte Drachenart und die Suche nach Verbündeten fand ich durchaus interessant und spannend angelegt. Stellenweise hatte das Buch bei fast 1000 Seiten aber einfach ein paar Längen. Ein bisschen knackiger hätte es da für meinen Geschmack gerne sein können. Hab ich trotzdem am Ende geheult? Natürlich.

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