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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

persönlich, interessant und wohltuend

Kokoro
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Beth Kempton lebt in England, hat Japanologie studiert, unterrichtet Yoga, ist als Autorin tätig. In diesem Buch beschreibt sie sehr einfühlsam wie sie den Tod ihrer Freundin und ein Jahr später auch den ...

Beth Kempton lebt in England, hat Japanologie studiert, unterrichtet Yoga, ist als Autorin tätig. In diesem Buch beschreibt sie sehr einfühlsam wie sie den Tod ihrer Freundin und ein Jahr später auch den ihrer Mutter erlebte, fühlte sich in einer Midlife-Krise und suchte nach einem Weg aus Trauer, Verpflichtungen und Chaos. Sie machte sich, wie schon mehrfach vorher auf eine Reise durch Japan, meditierte, nahm an Retrets teil, sprach mit Mönchen und vielen anderen Menschen um den Inhalt des kokoro, dem achtsamen Herzen, das Körper und Geist miteinander verbindet, zu ergründen. Viele verschiedene Aspekte beschreibt sie, die sie von anderen erfahren hat, ergänzt sie durch Zitate alter Lehrmeister und Philosophen, gibt Fragen zur eigenen Ergründung an die Hand, genau wie Lehrsätze oder Anregungen. Das Buch hat sie sehr persönlich und ehrlich geschrieben, was immer wieder sehr bewegend wirkt. Ihre Ausführungen bringen beim Lesen so viel Ruhe, Zuversicht und Weisheiten mit sich und ihre eigene Reise miterleben. Auch wenn dem Leser bereits vieles des Gelesenen bekannt sein könnte, wird es hier doch auf eine wohltuende und ansprechende Art vermittelt, so dass ein Nachdenken darüber durchaus neue Erkenntnisse mit sich bringen, eigene Einstellungen verändern und Altes besser losgelassen werden kann. Zudem haben mich viele Weise Sätze und Betrachtungen, wie die der Zeit, angesprochen. Man sollte sich für dieses Buch Zeit nehmen, es kapitelweise lesen und wirken lassen. Die Autorin empfiehlt auch ein Tagebuch zu führen, so dass man auch die Antworten auf manche der gestellten Fragen konkret zur Hand hat. Ich denke, auch ohne dieses, nur mit Selbstreflektion wird man zu wohltuenden Erkenntnissen gelangen.

Veröffentlicht am 15.04.2025

aufwändig gestaltetes Buch

Südafrika Stil
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Den Schwerpunkt setzt Lina Mallon in ihrem Buch „Südafrika Stil“ mit Immobilien, die sie häufig als ikonisch oder luxeriös bezeichnet, mit schönen Fotos ergänzt kurz vorstellt. Gleichzeitig reist man entlang ...

Den Schwerpunkt setzt Lina Mallon in ihrem Buch „Südafrika Stil“ mit Immobilien, die sie häufig als ikonisch oder luxeriös bezeichnet, mit schönen Fotos ergänzt kurz vorstellt. Gleichzeitig reist man entlang bekannter Reiserouten, enthält Hinweise für Besichtigungen, beispielsweise Museen, für Touren wie Whale watching, für Restaurants Zuweilen sind skurrile oder skurril dedorierte Gebäude enthlaten und auch einzelne Naturaufnahmen von Raubkatzen (hier hätte ich gerne sehr viel mehr gesehen).

Das Buch wurde, so wie man es von Callwey kennt, sehr hochwertig und fotoreich erstellt. Es wird viel Sehenswertes aufgezeigt; es macht Spaß, durch das Buch zu blättern und die kurzen Texte zu lesen. Man bekommt ein kleines Gefühl für verschiedene Orte, aber ich muss gestehen, dass der Funke nicht so ganz auf mich übergesprungen ist. Ja, ich hatte das „Stil“ im Titel vollkommen übersehen, hatte mit Komponenten, die ich aus der Reihe „zu Gast“ kenne, gerechnet, beispielsweise mit Rezepten. Davon ist natürlich keines enthalten, obwohl diese durchaus etwas mit Stil zu tun haben könnten. Auch hätte ich mehr Landschafts- und Naturaufnahmen erwartet. Jetzt erst im Nachhinein wird mir bewußt, dass es viel mehr um Architektur geht und meine Erwartungen durch das von mir nicht wahrgenommene „Stil“ andere waren.

Veröffentlicht am 31.03.2025

seicht erzählter Cosy Crime

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Volker Klüpfel beginnt mit „Wenn Ende gut, dann alles“ eine neue Krimi-Reihe als alleiniger Autor. Vor vielen Jahren habe ich mal einen „Kluftinger“ begonnen, der mich aber nicht zu begeistern vermochte, ...

Volker Klüpfel beginnt mit „Wenn Ende gut, dann alles“ eine neue Krimi-Reihe als alleiniger Autor. Vor vielen Jahren habe ich mal einen „Kluftinger“ begonnen, der mich aber nicht zu begeistern vermochte, und nun war ich gespannt auf diesen Krimi. Auch hier zog sich der Einstieg zunächst, was ich aber bei einem ersten Band einer neuen Reihe durchaus verstehe. Keine Person ist bekannt, muß, genau wie die Gegend und Bedingungen erst mal vorgestellt werden. Der Fall selber wird langsam entwicklet, wobei mir die Grundkonstellation von dem nicht erfolgsverwöhnten Schriftsteller Tommi und seiner Putzfrau Swetlana, die er zusammen mit dem Wohnmobil seines Vater von diesem vorverlegt geerbt hat, als dieser aus eigenem Willen in eine Seniorenresidenz einzog. Unverkennbar hat Swetlana das Herz am rechten Fleck, immer ein nahezu oder vielleicht auch nicht passendes ukrainisches Sprichwort auf den Lippen und schreitet ein, wenn sie etwas icht korrekt findet, so wie bei dem einamen Mädchen, das sie im Wald verschwinden sieht, als Tommi sie nach ihrer Putztätigkeit im Wohnmobil nach Hause fährt. Engagiert und beherzt ermittelt sie und irgendwann hat sie dann auch Tommi überzeugt, sich zu beteiligen. Es macht Spaß, ihnen und weiteren Kontakten, die in irgendeiner Form auch mit ermitteln, zu folgen… Die Geschichte ist gut konstruiert, überrascht vielleicht in einigen Wendungen; ich finde sie auf jeden Fall sehr aktuell und gut gesponnen. Auf die nächste Folge bin ich schon sehr gespannt….

Veröffentlicht am 07.03.2025

gut erklärt, viel Persönliches, mit Ankündigung weiterer Fermentationen in einem zweiten Buch aus Platzmangel

52 wilde Fermente
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Beginnend mit einer kurzen Einführung in die Geschichte der Fermentation vermitteln Alexis Goertz und Jonas Grube danach Grundlagen der Fermentation und des Kräutersammelns. Im zweiten Abschnitt werden ...

Beginnend mit einer kurzen Einführung in die Geschichte der Fermentation vermitteln Alexis Goertz und Jonas Grube danach Grundlagen der Fermentation und des Kräutersammelns. Im zweiten Abschnitt werden verschiedene Fermentationstechniken und konkrete Fermentationen erklärt, mit Rezepten weitergegeben: Laktofermentation, Fassbrause und Wildbräu, Fruchtessig, Kombucha, Wasserkefir, Sauerteig, Milkkefir und Molke. Dem folgt das Kapitel mit Rezepten für 52 Kräuter/Pflanzen in Wochen, wobei einzelne Planzen auch zweimal vorkommen, allerdings mit anderen Bestandteilen. Die Auswahl der gerade nutzbaren Wildpflanzen fällt abwechslungsreich und vielfältig aus, wenngleich auch welche enthalten sind, die dafür bekannt sind, dass viele auf sie allergisch reagieren, beispielsweise Beifuß. Ich denke, jeder wird wissen, worauf er allergisch reagiert, und so finde ich das auch gar nicht schlimm, da man Zutatene sicherlich auch austauschen kann.

Insgesamt gefällt mir das Buch gut; alles wird leicht verständlich erklärt und durch persönliche Erlebnisse ergänzt. Hiervon hätten es ruhig weniger sein dürfen, so dass sich in diesem Buch auch Platz für etwas aufwändige Fermentationen gefunden hätte, die die Autoren aus Platzmangel "fürs nächste Buch aufheben" mussten. Das fand ich jetzt nicht so ansprechend, denn die Kürzung der Anekdoten sowie möglicherweise ein paar Seiten mehr, hätten dieses Buch zu einem umfassenden werden lassen, das offensichtlich nicht nur Teilgebiete abdeckt.

Veröffentlicht am 28.02.2025

informativ, mit sehr gut ausgearbeitetem Gartenkalender

Erntewunder trotz Wetterchaos
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Robert Elger beschreibt ausführlich Probleme und Herausforderungen als Folge des Klimawandels, betrachtet unter anderem verschiedene Temperaturen, Wassermangel und -überschuß, Hitze und Trockenheit sowie ...

Robert Elger beschreibt ausführlich Probleme und Herausforderungen als Folge des Klimawandels, betrachtet unter anderem verschiedene Temperaturen, Wassermangel und -überschuß, Hitze und Trockenheit sowie extreme Wetterereignisse und stellt Strategien und Lösungsversuche vor. Das Rad kann er dafür selbstverständlich nicht erfinden und vieles ist dem Leser wohl schon bekannt; aber man hat ja vielleicht auch nicht immer alles auf dem Schirm und es gibt auch neue Betrachtungen und Aspekte. Besonders das Kapitel, das sich damit beschäftigt, die klimatischen Besonderheiten in jedem Garten optimal zu nutzen hat mir sehr gut gefallen, da es besonders praxisnah und hilfreich ausfällt, dabei aber eine Betrachtung des eigenen Gartens bietet. Angefangen von dem Tipp, die Areale abzustecken, in denen der Schnee zuerst schmilzt um warme Zonen zu erkennen und zu nutzen über Gestaltungselemente, die den Boden besser nutzen, wie das Anlegen eines Schwammbeetes oder Einbeziehen von wärmenden Wänden, bis hin zu besonders geeignet Pflanzen begleitet er die eigene Planung und gibt zum Ende des Buches einen sehr gut ausgearbeiteten, ausführlichen Gartenkalender, der auch Arbeiten außerhalb der Beete beinhaltet, an die Hand.

Insgesamt hat mir dieses informative Buch sehr gut gefallen; es enthält neben Bekanntem viele Hilfestellungen und Anregungen, die man gut nutzen kann.