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Veröffentlicht am 27.09.2025

Konnte mich nicht abholen

A Wild Cowboy's Heart
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Inhalt: Maisie war von den drei Carter-Schwestern schon immer der kreative Kopf. Doch als Mitinhaberin der »Three Chicks Brewery« muss sie sich auch in der harten Geschäftswelt gegenüber ihren älteren ...

Inhalt: Maisie war von den drei Carter-Schwestern schon immer der kreative Kopf. Doch als Mitinhaberin der »Three Chicks Brewery« muss sie sich auch in der harten Geschäftswelt gegenüber ihren älteren Schwestern behaupten. Da kommt das Craftbier-Festival in Colorado genau zum richtigen Zeitpunkt. Gemeinsam mit Kumpel Hayes Taylor will sie dort ihr Spitzenbier promoten und zu einem Preisträger machen.
Hayes will nichts lieber, als allein auf seiner Pferderanch zu arbeiten. Doch als Maisie ihn um Hilfe bittet, zögert er keinen Augenblick. Nicht nur, weil sie die beste Freundin seiner verstorbenen Frau war, sondern weil Maisie auch seinen Beschützerinstinkt weckt - und noch ganz andere Gefühle. Aber kann er auch sein Geheimnis vor ihr bewahren, das alles zerstören könnte ...

„A Wild Cowboy’s Heart“ konnte mich leider nicht so recht überzeugen. Obwohl der Roman einiges an Handlung bot, wirkte die Geschichte für mich insgesamt sehr seicht und klischeehaft. Die Figuren blieben flach – gerade die beiden Hauptcharaktere Maisie und Hayes: Er erschien mir eher grummelig und unsympathisch, während sie zu überdreht und naiv wirkte. Dadurch fiel es mir schwer, eine emotionale Bindung zu den beiden aufzubauen.

Dabei steckt durchaus Potential in der Geschichte. Besonders die liebevollen Szenen zwischen Maisie und ihren beiden Schwestern haben mir gefallen und hätten für mich mehr Raum einnehmen dürfen. Auch die wechselnden Perspektiven von Maisie und Hayes waren ein Pluspunkt, da sie halfen, die jeweiligen Handlungen besser nachvollziehen zu können.

Als Hörbuch war die Geschichte gut gesprochen und dadurch angenehm zu hören – das hat die Lektüre etwas aufgewertet. Trotzdem erinnerte mich der Roman insgesamt eher an einen Groschenroman und kam für mich nicht an die Tiefe und den Charme von Autorinnen wie Lucy Score heran.

Fazit: Ein kurzweiliger, seichter Roman mit sympathischen Momenten zwischen den Schwestern, der aber sein Potential verschenkt und mich emotional nicht erreichen konnte.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Liebesgeschichte ohne Herbstzauber

Honeybridge. All Mine
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Isabella will nach ihrer Scheidung ein neues Kapitel beginnen. Ihr größter Traum: endlich ihr eigenes Restaurant zu eröffnen. Um Ablenkungen zu vermeiden, auferlegt sie sich eine besondere Regel: ein Jahr ...

Isabella will nach ihrer Scheidung ein neues Kapitel beginnen. Ihr größter Traum: endlich ihr eigenes Restaurant zu eröffnen. Um Ablenkungen zu vermeiden, auferlegt sie sich eine besondere Regel: ein Jahr lang kein Sex und keine Männergeschichten. Dumm nur, dass direkt gegenüber der attraktive Restaurantbesitzer Étienne auftaucht, der mit seiner charmanten Art genau diese Regel auf die Probe stellt.

Der Roman "Honeybridge All Mine" ist als Smalltown-Romance angelegt und punktet mit einem niedlichen Setting: Honeybridge ist ein Ort, an dem alle zusammenhalten und man sich gerne aufhält. Es gibt viele charmante, teilweise auch witzige Momente und Figuren, die auf mich sympathisch wirkten. Für entspanntes Weglesen oder als Einschlaflektüre ist das Buch durchaus geeignet – locker, leicht und schnell konsumiert.
Trotzdem hatte ich das Gefühl, durch den Schreibstil in der dritten Person auf Distanz zu den Figuren zu bleiben. Die wechselnden Kapitel aus der Sicht von Isabella und Étienne halfen dabei nur bedingt, da die Figuren insgesamt eher vage beschrieben werden und mir Tiefe fehlte, um wirklich mitzufühlen. Besonders bei Étienne bleibt das Stereotyp des Frauenhelden, der plötzlich von der Einen bekehrt wird, sehr klischeehaft.

Auch inhaltlich gab es Punkte, die mich irritiert haben: Isabellas „Kein-Sex-für-ein-Jahr“-Regel erschien mir nicht konsequent umgesetzt. Wenn es eigentlich um persönliche Entwicklung und berufliche Konzentration gehen sollte, passte es für mich nicht, dass Intimität mit Étienne trotzdem so früh und so stark im Fokus stand. Generell lag mir zu viel Gewicht auf dem Körperlichen, während die emotionale Entwicklung ihrer Beziehung oberflächlich blieb. Besonders das Ende wirkte in dieser Hinsicht überhastet und unglaubwürdig auf mich.

Ein weiteres Manko war der fehlende Herbstvibe – obwohl die Handlung eigentlich in dieser Jahreszeit spielt, kam davon beim Lesen keine Stimmung bei mir an. Ich hätte mir ein Gilmore-Girls-Setting und -Feeling gewünscht.

Fazit: "Honeybridge: All Mine" ist eine nette, leichte Lektüre mit Smalltown-Setting. Allerdings fehlte mir die Tiefe bei den Figuren, die Glaubwürdigkeit der Liebesgeschichte und der emotionale Funke. Für Zwischendurch ist es okay, aber nicht cozy genug und bleibt leider ohne lange Nachwirkung.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Verschossenes Field Goal

My Idea of No. 14
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Leahs größter Traum ist es, weiblicher Head Coach in der NFL zu werden. Hierfür arbeitet sie als Trainee bei ihrem Lieblingsverein, den L.A. Vipers. Bei der Analyse entdeckt sie ein unerwartetes Talent: ...

Leahs größter Traum ist es, weiblicher Head Coach in der NFL zu werden. Hierfür arbeitet sie als Trainee bei ihrem Lieblingsverein, den L.A. Vipers. Bei der Analyse entdeckt sie ein unerwartetes Talent: Sam Ashton als Quaterback-Anwärter ist als „Mr. Irrelevant“ gedraftet worden und zeigt unglaubliches Potential. Leah ist Feuer und Flamme, ihre Entdeckung zu nutzen, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Doch während der gemeinsam verbrachten Zeit kommen sich Leah und Sam schnell näher und können nicht die Finger voneinander lassen. Doch eine Entdeckung ihrer Beziehung könnte die Karriere beider umgehend beenden.

„My Idea of No. 14“ ist eine Sportsromance und Teil 1 einer Trilogie von Alicia Sommer. Alles dreht sich um die Protagonisten Leah und Sam, deren Perspektive in wechselnden Kapiteln wiedergegeben wird.

Als Fan der NFL hatte ich vorab sehr hohe Erwartungen, die durch die tolle Leseprobe noch weiter geschürt wurden. Der Roman konnte diesen Erwartungen insgesamt jedoch leider nicht Stand halten. Dies lag vor allem daran, dass die Hauptfigur Leah zwar immer wieder betonte, wie wichtig ihr ihre Karriere sei, nur um im nächsten Moment genau diese Einstellung völlig über den Haufen zu werfen und sich im Anschluss zu wundern, dass ihr von anderen ihre Unprofessionalität vorgehalten wird. Sie benahm sich in meinen Augen zu oft zu kindisch und ich wurde einfach nicht mit ihr warm. Dies fand ich sehr schade, denn ich hatte auf eine kleine Prise Gesellschaftskritik gehofft, denn es ist für Frauen bisher tatsächlich unmöglich, in der NFL Headcoach oder Ähnliche Positionen zu bekleiden. Leahs Probleme waren hingegen selbstgemachte und keine strukturellen. Mit Sam als männlicher Hauptfigur kam ich besser zurecht, auch wenn ich seine Handlungen und Eigenarten erst sehr spät nachvollziehen konnte. Während ich Leahs Vorgeschichte als eher unspektakulär mit viel Wind um Nichts empfand, hat mich Sams Vergangenheit sehr überrascht, was mir gut gefallen hat. Nichtsdestotrotz mangelte es beiden Figuren an Tiefe, die auch ihre jeweilige Vorgeschichte nicht vermitteln konnte.

Das Setting in L.A., die Atmosphäre im Stadion, die Informationen rund um American Football und die NFL haben mich hingegen sehr begeistern können. Diese Sports Romance hat authentisch Wert auf die Details gelegt, ohne zu überbordend zu werden. Im Gegenteil, es hat mein Footballfieber geweckt und gerne hätte ich noch mehr Spielsituationen begleitet. Auch der angenehme Sprachstil mit Ausgewogenheit zwischen Beschreibungen und Dialogen konnte mich begeistern. Insgesamt konnte dies jedoch nicht über den Mangel der beiden Hauptfiguren, insbesondere Leah, hinweghelfen und der große „Crash“ am Ende enthielt für mich keine sonderliche Spannung, da es für meinen Geschmack zu sehr auf Misskommunikation beruhte. Dies führte dazu, dass ich mich die große Versöhnung am Ende nicht abholen konnte und mir das das Lesefeeling verleidete.

Viel interessanter als Leah und Sam habe ich einige Nebenfiguren wie Leahs beste Freundin Erin und auch den Receiver Kayce empfunden, die hoffentlich in Band 2 und 3 im Mittelpunkt stehen werden. Mit diesen tollen Figuren und der Fähigkeit der Autorin, mittels angenehmen Sprachstils die Atmosphäre im Football hervorzurufen, freue ich mich auf die Fortsetzungen.

Fazit: Der Roman hat mich von den Hauptfiguren und der Haupthandlung her leider enttäuscht. Das Setting und die Atmosphäre lassen mich aber auf tolle Fortsetzungen mit sympathischeren Charakteren und nachvollziehbaren Motiven hoffen.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Übertriebene Begriffsstutzigkeit

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommi lebt im alten Wohnmobil seines Vaters, seitdem dieser freiwillig ins Seniorenheim gezogen ist, und kommt als Autor-to-be mehr schlecht als recht über die Runden. Mit Überlassen hat ihm sein Vater ...

Tommi lebt im alten Wohnmobil seines Vaters, seitdem dieser freiwillig ins Seniorenheim gezogen ist, und kommt als Autor-to-be mehr schlecht als recht über die Runden. Mit Überlassen hat ihm sein Vater neben dem Wohnmobil auch die ukrainische Reinigungskraft Svetlana, die einmal pro Woche für Ordnung sorgt. Als Tommi und Svetlana eines Tages ein kleines Mädchen am Waldrand auflesen, verstricken sie sich nach und nach in die Suche nach ihrer Familie und kommen auf die Spur eines schrecklichen Verbrechens...

Als großer Fan der Kluftinger-Reihe des Autorenduos Klüpfl/Kobr war ich sehr gespannt auf den Krimi, den Volker Klüpfl diesmal ohne seinen Autorenpartner verfasst hat. Die Geschichte entwickelte sich zunächst sehr langsam, im Vordergrund standen die eigenwilligen Figuren, bei denen ich Svetlana schnell ins Herz geschlossen habe, mit Tommi jedoch bis zum Schluss nicht recht warm geworden bin. Zu sehr ist seine Figur auf gewollte Lacher im Rahmen seiner übertriebenen Begriffsstutzigkeit ausgelegt worden. Dies wirkte auf mich wie Slapstick-Comedy und war daher gar nicht mein Fall. Die Nebenfiguren und die Hintergründe zum Kriminalfall empfand ich hingegen als sehr interessant und wollte unbedingt wissen, was geschehen ist. Hier kam ich dann auch beim Lesen schneller voran und konnte den Roman zügig beenden. Grundsätzlich war der Sprachstil recht einfach gehalten, allerdings empfand ich auf Dauer die grammatikalischen Fehler von Svetlana als etwas anstrengend beim Lesen/für den Lesefluss. Während das "große Finale" ulkig, aber eher unrealistisch war, wirkte das Ende auf mich sehr stimmig.

Fazit: Ein insgesamt eher durchwachsenes Krimierlebnis mit anstrengender Hauptfigur, tollen Nebenfiguren und interessantem Hintergrund. Ich werde die Reihe sicherlich im Auge behalten, richtig überzeugen konnte mich der Roman aber nicht.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

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Something Old, Someone New
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Shea ist Dank ihrer italienischen Nonna sehr abergläubisch. Eines ihrer Credos: Sollte sie jemals einen Heiratsantrag erhalten, wird sie kein Erbstück als Verlobungsring annehmen - aus Sorge vor schlechtem ...

Shea ist Dank ihrer italienischen Nonna sehr abergläubisch. Eines ihrer Credos: Sollte sie jemals einen Heiratsantrag erhalten, wird sie kein Erbstück als Verlobungsring annehmen - aus Sorge vor schlechtem Karma. Nur zu blöd, dass ihr Freund John das konsequent ignoriert und ihr einen Antrag mit einem antiken Ring macht. Aus Panik macht sich Shea mit Hilfe ihrer älteren Schwester und einem Journalisten, der eine große Story wittert, auf den Weg, um herauszufinden, wer diesen Ring vor ihr besaß und ob er ein gutes Karma hat. Auf der Reise, die sie von New York nach Italien, Portugal und Boston führt, gerät sie mehr und mehr von der Suche nach der Wahrheit der den Ring auf die Suche nach ihr selbst.

Die Grundidee dieses Romans fand ich wirklich toll - Shea auf der Suche nach der Geschichte zu dem Ring ihres Verlobten hätte wirklich viel Potential gehabt. Leider war die Ausführung eher mittelprächtig. Denn die Geschichte zog sich eher langsam dahin und die Figuren schafften es nicht, mir nahe zu sein. Die ganze Zeit wartete ich auf die große Enthüllung oder den großen Kniff - vergebens. Zuletzt wurde verschiedenste Küchenpsychologie angewandt, um den Grund für Sheas Zaudern vor der Verlobung zu erklären, das aber leider eher platt. Insgesamt war mir das dann doch zu sehr 90er-Jahre RomCom, aber ohne die herzerwärmende Story und Figuren.

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