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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2025

Der leidvolle Weg zurück ins Leben

Das Spiel zwischen Licht und Schatten
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Nachdem britische Soldaten die 23-jährige amerikanische Geheimagentin Margret Nelson aus einem Gestapogefängnis befreit haben, wird sie vom Geheimdienst befragt. Doch der körperlich und seelisch schwer ...

Nachdem britische Soldaten die 23-jährige amerikanische Geheimagentin Margret Nelson aus einem Gestapogefängnis befreit haben, wird sie vom Geheimdienst befragt. Doch der körperlich und seelisch schwer verletzten Frau wird nicht geglaubt. Denn wie ist es möglich, dass sie trotz stetiger Folter der Nazis keine Informationen an sie weitergegeben hat?
Maggie hat die Gefangenschaft nur durch ihren tiefen Glauben an Gott überstanden. Doch das Verhalten der Geheimdienste führte dazu, dass sie diesen nun Glauben verloren hat. Sie fühlt sich von aller Welt alleingelassen. Konzentrationsprobleme und körperliche Schmerzen, Folgen ihrer Inhaftierung, führen dazu, dass sie in eine Tablettenabhängigkeit gerät. Kann sie den Weg zurück ins Leben wieder finden?
Tabea Rompf hat die fiktive Geschichte um Margret Nelson glaubhaft und realistisch erzählt. Maggies langer, leidvoller Weg zurück ins Leben und zu ihrem inneren Frieden ist nachvollziehbar und sehr bewegend.
Historische Geschehnisse wie die Nürnberger Prozesse wurden gekonnt in die Handlung mit eingewoben.
Die Handlung mit ihren immer wieder überraschenden Wendungen ist unvorhersehbar und bringt Spannung in die Lektüre. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm.
Dieses Buch über den Glaubenskampf einer innerlich und äußerlich schwer verletzten jungen Frau hat mich sehr beeindruckt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ein absoluter Wohlfühlroman

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Durch das warme Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam und der Klappentext weckte meine Neugier.
Und so begab ich mich auf die Reise nach Sylt und tauchte tief in einen wunderbaren Roman ein.
Erzählt ...

Durch das warme Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam und der Klappentext weckte meine Neugier.
Und so begab ich mich auf die Reise nach Sylt und tauchte tief in einen wunderbaren Roman ein.
Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitzonen, in der Gegenwart und in der Vergangenheit. In der Historie, sie spielt in Kriegszeiten ab dem Jahr 1937, dreht sich die Geschichte um Fenja und ihre Mutter Lene, sowie um eine dramatische Liebesgeschichte. In der Gegenwart reist die 55-jährige Anna nach Sylt, um eine Biografie über die inzwischen 85-jährige Fenja zu machen. Doch anstatt der alten Dame trifft die Journalistin deren Kinder Eric und Elisa an.
Es ist ein wunderbarer erster Teil der Dilogie, die Gabriella Engelmann hier geschrieben hat. Die Charaktere sind nachvollziehbar und authentisch dargestellt. Die Handlung ist unterhaltsam, jedoch hätte ich mir hier etwas mehr Spannung gewünscht.
Anfangs tat ich mich etwas schwer in das Geschehen hineinzufinden, denn es dauerte eine Zeit, bis die Geschichte an Fahrt gewann. Doch dann war ich von der Story gefesselt und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Am Ende blieben einige Fragen offen, und so fiebere ich jetzt der Fortsetzung entgegen.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Eine berührende Geschichte, die ans Herz geht

Luzie in den Wolken
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Charlotte Lucas schreibt hier einen gefühlvollen und mit vielen Emotionen versehenen Roman, der mich schon nach wenigen Seiten total in seinen Bann gezogen hat. Und so konnte ich das Buch kaum noch aus ...

Charlotte Lucas schreibt hier einen gefühlvollen und mit vielen Emotionen versehenen Roman, der mich schon nach wenigen Seiten total in seinen Bann gezogen hat. Und so konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Denn ich wollte nur noch wissen, was alles geschieht und wie es sich weiterentwickelt. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Aus wechselnden Perspektiven erzählt die Autorin diese turbulente Familiengeschichte. Die sympathischen Charaktere sind lebensecht und nachvollziehbar dargestellt. Dadurch konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Die Handlung ist gut aufgebaut, jedoch auch etwas vorhersehbar. Zwar hat sie im Mittelteil einige Längen, jedoch hat dieses dem Lesegenuss kaum geschadet. Ich war von der Handlung dermaßen gefesselt, dass ich alles andere liegen ließ und das Buch an einem Tag gelesen habe. Es hat sich gelohnt.
Dieses Buch, durch das ein lebendiger und angenehmer Schreibstil führt, kann ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Fesselnd, mit liebenswerten Protagonisten

Die Brücke von London
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Der Leser begibt sich in diesem Buch in das Jahr 1749. Notgedrungen entschließt sich in London die junge Tuchhändlerin Juliana Hamley in das Schmuggelgeschäft einzusteigen, um ihren Tuchladen zu retten. ...

Der Leser begibt sich in diesem Buch in das Jahr 1749. Notgedrungen entschließt sich in London die junge Tuchhändlerin Juliana Hamley in das Schmuggelgeschäft einzusteigen, um ihren Tuchladen zu retten. Zur Seite steht ihr Alder, der Gehilfe des Brückenmeisters. Es ist ein gefährliches Unterfangen, da überall Gefahren lauern.
London, im Jahr 1202: Von der Kirche unterstützt, wird die London Bridge über der Themse gebaut. Bauarbeiter kommen hierbei ums Leben. Dadurch wird die Fertigung verzögert. Schnell sind sich die Kleriker und der Brückenbaumeister einer Meinung: Das ist Hexenwerk. Und natürlich wird eine Verantwortliche dafür auch bald gefunden.
Erzählt wird diese fesselnde Geschichte in zwei Handlungssträngen. Vielschichtig sind die einzelnen Charaktere von Julius Arth angelegt. Dadurch konnte ich mich in sie sehr gut hineinversetzen. Die spannende Handlung ist gut aufgebaut und nachvollziehbar. Und ich hatte den Eindruck, dass es tatsächlich so hätte sein können!
Der Roman liest sich durch seinen bildhaften Schreibstil gut und flüssig. Die Geschehen sind lebendig und die Dialoge lebensecht und unterhaltsam.
Mich hat diese Lektüre wunderbar unterhalten. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Ein erschütternder Zeitzeugenbericht

Wir, Mädchen in Auschwitz
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In diesem Buch berichten die inzwischen über 80-jährigen Schwestern Andra (1939) und Tatiana Bucci (1937) über ihre Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944. Als Töchter eines ...

In diesem Buch berichten die inzwischen über 80-jährigen Schwestern Andra (1939) und Tatiana Bucci (1937) über ihre Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944. Als Töchter eines Katholiken und einer Jüdin wurden sie in Fiume, dem heutigen Rijeka geboren. Sie verbrachten, getrennt von ihrer Mutter, 9 Monate im Kinderblock des Lagers, bis sie schließlich am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit wurden. Sie kamen nach Prag in ein Waisenhaus und im März 1946 nach Lingfeld in England. Hier fühlten sie sich sicher, geborgen und beschützt. Über das Rote Kreuz erfuhr ihre Mutter zwischenzeitlich, die ebenfalls überlebt hatte, den Aufenthaltsort ihrer Kinder. Im Dezember 1946 wurden Mutter und Töchter in Rom nach 2 Jahren Trennung wieder zusammengeführt.
Die Autorinnen berichten in einer bewegenden Schreibweise über das Grauen in Auschwitz sowie ihrer Zeit danach. Es ist unvorstellbar, was damals den Juden angetan wurde. Und es sollte für uns alle eine Mahnung sein, ganz besonders in der heutigen Zeit. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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