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Veröffentlicht am 15.04.2025

kurzes, unterhaltsames Buch

Stars
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Ob es das wunderschöne Cover war oder die Wörter Astroglamour und Horoskop im Klappentext.. ich wusste sofort, dass ich „Stars“ von Katja Kullmann lesen möchte. Das Cover ist in dezenten Grautönen gehalten, ...

Ob es das wunderschöne Cover war oder die Wörter Astroglamour und Horoskop im Klappentext.. ich wusste sofort, dass ich „Stars“ von Katja Kullmann lesen möchte. Das Cover ist in dezenten Grautönen gehalten, mit kleinen Glitzersternen, die aussehen, als wären sie von Hand aufgeklebt worden.

Im Mittelpunkt steht Carla Mittmann, die mal Philosophie studiert hat, jetzt aber in einer Möbelfirma arbeitet und nebenbei auf ihrer Website Horoskope für die verschiedensten Menschen schreibt. Als plötzlich ein Pflasterstein durch ihr Fenster fliegt und ein Karton mit Geld vor ihrer Tür steht, wird ihr geordneter Alltag ordentlich durcheinandergewirbelt.

Die Geschichte ließ sich insgesamt gut lesen. An manchen Stellen plätschert sie etwas vor sich hin, aber es gab auch viele schöne, augenzwinkernde Momente, die mir ein Lächeln entlockt haben. Ich mochte besonders, wie ironisch mit dem Thema Astrologie umgegangen und das trotz dessen immer wieder Wissen zu diesem Thema eingestreut wurde.

Ein kurzes, unterhaltsames Buch, dass ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Humorvoller Cozy-Krimi

Mord im Himmelreich
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Da ich bereits viele Bücher von Andreas Winkelmann gelesen habe (allerdings ausschließlich seine Thriller), war ich sehr gespannt auf „Mord im Himmelreich“. Dieses Buch ist jedoch kein klassischer Spannungsroman, ...

Da ich bereits viele Bücher von Andreas Winkelmann gelesen habe (allerdings ausschließlich seine Thriller), war ich sehr gespannt auf „Mord im Himmelreich“. Dieses Buch ist jedoch kein klassischer Spannungsroman, sondern ein humorvoller Cozy-Krimi mit einem entspannten Setting.

Die Geschichte spielt auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich, wo der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus eigentlich seinen Ruhestand genießen möchte. Doch als er auf dem See eine Leiche entdeckt, ist es vorbei mit der Ruhe, und er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Und das mit einer gehörigen Portion Charme und Humor.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm, und die Charaktere waren lebendig und oft sehr witzig, sodass ich mir ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Besonders Björn als etwas exzentrischer Hobby-Detektiv hat mich gut unterhalten.

Allerdings muss ich sagen, dass sich einige Passagen ein wenig gezogen haben. Durch das Cozy Crime-Setting liegt der Fokus mehr auf Atmosphäre und Figuren als auf rasanter Spannung, was für mich als Thriller-Leserin etwas ungewohnt war. Dennoch mochte ich die entspannte, fast gemütliche Stimmung des Buches.

Wer einen klassischen Andreas-Winkelmann-Thriller erwartet, könnte hier also enttäuscht werden. Wer jedoch Lust auf einen charmanten, humorvollen Krimi mit liebenswerten Figuren hat, wird garantiert gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Eine kleine literarische Sternstunde

Vier Stern Stunden
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Ich bin eher zufällig auf "Vier Stern Stunden" von Daniel Glattauer gestoßen. Ich habe es in einem Bücherschrank entdeckt und ohne große Erwartungen mitgenommen. Umso überraschter war ich, wie gut mir ...

Ich bin eher zufällig auf "Vier Stern Stunden" von Daniel Glattauer gestoßen. Ich habe es in einem Bücherschrank entdeckt und ohne große Erwartungen mitgenommen. Umso überraschter war ich, wie gut mir dieses kurze Buch gefallen hat.

Die Geschichte spielt im Kurhotel Reichenshoffer, das regelmäßig literarische Lesungen veranstaltet. An diesem Abend ist der gefeierte Autor Frederic Trömerbusch zu Gast, der von der Kulturjournalistin Marielle Brem interviewt werden soll. Doch schnell wird klar: Der Mann, dessen Bücher gefeiert werden, ist persönlich eher enttäuschend – und das Gespräch gerät völlig aus dem Ruder.

Das Buch ist wie ein Theaterstück aufgebaut. Fast die gesamte Handlung spielt in einem einzigen Raum – dem Hotel, in dem die Lesung stattfindet – und lebt von den Dialogen zwischen den wenigen Figuren. Der Schlagabtausch ist pointiert, bissig und oft herrlich ironisch, sodass das Lesen richtig Spaß macht.

Obwohl das Buch sehr kurz ist, bleibt es dennoch in Erinnerung. Es ist leicht zu lesen, aber zugleich clever und amüsant. Eine kleine literarische Sternstunde, die mich wirklich positiv überrascht hat.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Verliebt in einen Serial Killer

Love Letters to a Serial Killer
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„Love Letters to a Serial Killer” hat mich schon wegen des Titels und des schönen Covers sofort angesprochen. In der Geschichte taucht Hannah in ein Internetforum ein, in dem die Mitglieder den Mörder ...

„Love Letters to a Serial Killer” hat mich schon wegen des Titels und des schönen Covers sofort angesprochen. In der Geschichte taucht Hannah in ein Internetforum ein, in dem die Mitglieder den Mörder von vier Frauen finden wollen. Schon bald wird ein Mann namens William verhaftet. Zuerst möchte Hannah ihm all ihre Wut in Briefen an den Kopf werfen, aber sie ist schnell so fasziniert von ihm, dass sie an den Prozesstagen zum Gericht fährt, nur um ihm nahe zu sein. Ihre Obsession wird immer stärker, und damit bringt sie sich in immer größere Gefahren.

Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und es hat mir wirklich gut gefallen. Da alles aus Hannas Sicht erzählt wird, kann man sich sehr gut in sie und ihre Gefühle hineinversetzen. Was ich allerdings ein bisschen schade fand, war, dass ich mir weder von Hannah noch von den anderen Charakteren ein wirklich klares Bild machen konnte. Hannah wirkte auf mich sehr naiv, aber ich denke, das war von der Autorin auch so gewollt. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass ihr Erscheinungsbild und das der anderen Figuren detaillierter beschrieben worden wären, damit man sie sich besser vorstellen kann.

Das zentrale Thema des Buches ist die Faszination und das Verlieben in einen Täter. Ich habe schon einige Dokumentationen gesehen, in denen sich vor allem Frauen in Täter verlieben, ihnen Briefe schreiben und sie sogar im Gefängnis besuchen. In diesem Buch ist es ähnlich, aber Hannah ist noch ein Stück abgedrehter – das merkt man spätestens beim Lesen des Buches.

Wichtig zu wissen ist, dass es sich um einen Roman und nicht um einen Thriller handelt. Richtig spannend fand ich das Buch zwar nicht, aber der leicht zu lesende Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich es trotzdem nicht aus der Hand legen wollte. Es gab zwar einige langatmige Stellen, aber das hat mich nicht wirklich gestört.

Warum mir dieses Buch so gut gefallen hat, kann ich gar nicht genau sagen. Ich glaube, es ist nicht für jedermann etwas. Manche Leser haben es als „Dark Romance” bezeichnet, aber das würde ich so nicht unterschreiben. Es ist ein schwer zu beschreibendes Buch, und wer den Klappentext spannend findet, sollte sich am besten selbst ein Urteil bilden.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Wunderschön illustriert und aufbereitet

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Obwohl ich "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen nicht gelesen habe, habe ich vor einigen Jahren den Film mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen gesehen. Dank dieser Verfilmung war mir die Handlung ...

Obwohl ich "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen nicht gelesen habe, habe ich vor einigen Jahren den Film mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen gesehen. Dank dieser Verfilmung war mir die Handlung bereits vertraut, was es mir ermöglichte, mich direkt in die Graphic Novel von Claudia Kühn und Tara Spruit fallen zu lassen.

Das Cover der Graphic Novel ist wunderschön. Die abgebildeten Personen, Elizabeth und Mr. Darcy, sind sofort erkennbar für diejenigen, die mit der Geschichte vertraut sind. Die Farbwahl ist sehr gut gewählt, und die Blumen in der unteren Ecke verleihen dem Cover eine romantische Note.

Die Graphic Novel erstreckt sich über knapp 250 Seiten und führt den Leser durch die vier Jahreszeiten der Geschichte von Elizabeth Bennet, ihren Schwestern und der Wahl ihrer Ehepartner. Die Seiten sind entweder mit großflächigen Illustrationen oder mit mehreren kleineren Kästchen gefüllt. Die kurzen Texte in den Sprechblasen ermöglichen es, die Handlung klar zu verfolgen, wobei die zahlreichen Illustrationen dabei eine große Rolle spielen. Diese sind wirklich sehr ausdrucksstark und detailreich gestaltet. Hier merkt man, dass jedes Bild genauestens durchdacht wurde. Trotzdem hatte ich gelegentlich Schwierigkeiten, die verschiedenen Charaktere, insbesondere Elizabeths Schwestern, auseinanderzuhalten, da sie sich alle sehr ähnlich sehen. Und ich muss sagen, hätte ich den Film vorher nicht gekannt, glaube ich, dass es mir schwer gefallen wäre, richtig in die Geschichte einzutauchen.

Obwohl die Illustrationen starke Ähnlichkeiten mit den Filmcharakteren aufweisen, stört mich dies nicht, da ich ohnehin Keira Knightley vor mir sehe, wenn ich an "Stolz und Vorurteil" denke.
Alles in allem ist diese Graphic Novel wunderschön illustriert und aufbereitet und ein absolutes Muss für Fans von Jane Austen!

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