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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2023

Guter Serienauftakt

Im Bann der Elemente (Bd. 1)
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Das Buch ist mit dem Cover ein echter Hingucker, zwar etwas düster, aber wenn man weiß, dass die Handlung meist unterirdisch spielt, kein Wunder. Es wird aber durch glitzernde grüne Elemente ...

Das Buch ist mit dem Cover ein echter Hingucker, zwar etwas düster, aber wenn man weiß, dass die Handlung meist unterirdisch spielt, kein Wunder. Es wird aber durch glitzernde grüne Elemente unterstrichen und die sind toll.
Auf dem Cover Ist Jacob mit seinen Freunden zu sehen. An seinem 10. Geburtstag erfährt Jacob nämlich, dass er ein Elementarwesen ist und direkt die Welt retten darf. Also macht er sich zusammen mit seinen Freunden und seiner Schwester auf den Weg unter die Erde. Dabei treffen sie auf viele seltsame Wesen und müssen einige Abenteuer bestehen, bis sie wieder in ihre eigene Welt zurückkehren können.

Die Geschichte rund um Jacob ist spannend geschrieben. Man fiebert ordentlich mit und hält auch mal die Luft an. Was mir, genauso wie den Hauptfiguren fehlt, sind Informationen rund um die Elementarwesen. Das hat es in der Mitte des Buches schon schwer gemacht, es werden viele Fragen gestellt, aber nur wenige beantwortet (klar, bei einer Serie kann ja nicht alles gleich verraten). Sei treffen auf ihrer Reise auch viele fantastische Wesen, bei denen mir an machen Stellen die Beschreibung nicht gereicht hätte, um sie mir vorzustellen. Zum Glück gibt es die tollen Illustrationen. Auch manche Eigenheiten gehen einem mit der Zeit auf die Nerven (gerade, wenn man wie mein Sohn noch kein extrem guter Leser ist) - das Irrlicht, welches statt s nur f sagt, ist schon anstrengend auf Dauer.
Ansonsten haben wir aber ein fantastisches Buch gelesen, das wir gern weiter empfehlen und hoffe, dass die nächsten Bände genauso toll sind und nicht wie bei einigen anderen dann deutlich verlieren.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Nicht wirklich fesselnd

The Dirty Version
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Tash ist Autorin und ihr Buch soll als Serie verfilmt werden. Doch das soll ausgerechnet der Regisseur bewerkstelligen, der für viel freizügige Szenen bekannt ist und die gibt es in Tashs Buch eigentlich ...

Tash ist Autorin und ihr Buch soll als Serie verfilmt werden. Doch das soll ausgerechnet der Regisseur bewerkstelligen, der für viel freizügige Szenen bekannt ist und die gibt es in Tashs Buch eigentlich gar nicht.

Diese Ausgangslage kennt man als Leser - man liest ein Buch, liebt es und dann wird es verfilmt und hat eigentlich nicht mehr viel mit der Vorlage zu tun. Tash möchte zu starke Abwandlungen verhindern.

Das ist das Grundgerüst. Ihr zur Seite wird Caleb gestellt, der als Intimitätskoordinator arbeitet und quasi der Mittelsmann zwischen den beiden Fronten spielt. Caleb ist sehr sympathisch dargestellt und hat ziemlich sicher mehr als einen Deeskalationskurs belegt. Denn vor allem Tash ist kratzbürstig ohne Ende. Und damit geht sie mir spätestens ab der Hälfte des Buches sehr auf die nerven. Es ist für mich okay, dass sie ihr Buch verteidigt, aber dass sie wirklich verbohrt ist, wobei sie immer betont offen zu sein, das hat sich für mich nicht gut angefühlt. Zum Glück hat sie Freunde, die ihr immer wieder den Kopf gerade rücken.

Dass sie in ihren letzten Beziehungen kein Glück hatte, wird mehr als oft erwähnt und auch beim Lesen kommt man um die Verflossenen nicht herum. Dabei tragen diese Szenen für mich nicht wirklich dazu bei, das Buch voran zu bringen.

Der Schreibstil selbst hat mir gefallen. Er war flüssig und sehr metaphorisch, eben so, wie auch Tashs Buch beschrieben wird. Ich fand es stark, dass es ganz oft um das eine geht, ohne wirklich explizit zu werden, auch als es dann zu dem "Einen" kommt. Allerdings waren manche Übergange sehr holprig und ich musste teilweise noch mal lesen, weil ich das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben.



Alles in allem ist es ein ruhiges Buch für Zwischendurch, aber mehr auch nicht. Es gibt etwas Gesellschaftskritik, aber ansonsten geht es nicht sehr tief und ließ bei mir den bitteren Nachgeschmack, dass die Hauptfigur für etwas kämpft, aber keine anderen Meinungen zulässt und das mag ich einfach nicht.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Nicht so, wie es scheint

Spookily Yours
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Wenn man das süße Cover sieht, denkt man direkt an ein Cozy Buch rund um Halloween mit einer süßen Liebesgeschichte. Anfangs macht auch der Text noch den Eindruck. Wir befinden uns in einer amerikanischen ...

Wenn man das süße Cover sieht, denkt man direkt an ein Cozy Buch rund um Halloween mit einer süßen Liebesgeschichte. Anfangs macht auch der Text noch den Eindruck. Wir befinden uns in einer amerikanischen Kleinstadt voller Hexen und begleiten Willow durch ihren Tag. Durch Zufall sucht sie eine neue Katze und wird im Tierheim fündig. allerdings ist es keine Katze, sondern ein Dämon. Er bittet sie um Hilfe - Ende der Handlung. Das alles wird auf den ersten 50 Seiten abgefrühstückt. Es bildet sich eine leicht herbstliche Atmosphäre und es hätte so viel mehr werden können. Aber das Problem war innerhalb eines Fingeschnipsens gelöst und dann ging es eigentlich nur noch um das eine. Spicy Szenen gibt es zu hauf in diesem kurzen Buch und dazwischen wird selten über andere Sachen geredet. Die Figuren bleiben oberflächlich, Probleme gibt es kaum und wenn, dann werden sie extrem schnell gelöst und alle sind glücklich. Mit haben sich in diesem Buch leider mehr Fragen gestellt, als letztendlich beantwortet wurden. Mit Willow und Damien - den beiden Hauptfiguren bin ich nicht so wirklich warm geworden. Mehr Handlung und weniger Spice hätte diesem Buch wirklich gut getan - es hätte richtig gut werden können, ist es aber leider nicht.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Wer war es denn jetzt?

Campion. Tödliches Erbe
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Albert Campion (die titelgebende Figur) übernimmt in diesem Buch den Fall um den versuchten Raub des Kelches der Familie Gyrth.

Das Cover in rot und blau zusammen mit der Lupe, lässt direkt auf einen ...

Albert Campion (die titelgebende Figur) übernimmt in diesem Buch den Fall um den versuchten Raub des Kelches der Familie Gyrth.

Das Cover in rot und blau zusammen mit der Lupe, lässt direkt auf einen Krimi schließen und passt zum Buch.

Campion arbeitet bei der Auflösung mit sehr unorthodoxen Mitteln und ab und an mit falschen Namen. Das wurde mir zum Verhängnis, denn irgendwann waren es mir einfach zu viele Namen und Figuren mit verschiedenen Namen. Auch die Handlung an sich - so spannend sie auch klingen mag, konnte mich irgendwie nicht fesseln. Das ganze Ambiente ist klasse beschrieben und baut Atmosphäre auf und auch die Erklärungen sind schlüssig. Aber es hat mich nicht gepackt - was durchaus an der Namensfülle liegen kann, aber auch an den Beziehungen der Figuren untereinander, die für mich vorausgesetzt wurden. Ob man schlauer wird, wenn man mehrere der Bücher gelesen hat, weiß ich nicht. Auch kam irgendwann das Wort Mickey Maus vor.... die gab es ab 1928, aber ob da auch schon in England? Spätestens da, war ich mir auch mit der Erzählzeit nicht mehr sicher und auch wenn das Buch in den 1930er Jahren geschrieben wurde, hatte ich manchmal das Gefühl, dass es bei der Übersetzung gelitten hat.

An sich ein interessanter Krimi mit vielen Wendungen, aber gefesselt hat er mich leider nicht.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Doch nur eine Fortsetzung

Bridget Jones - Verrückt nach ihm
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Seit "Schokolade zum Frühstück" sind ein paar Jahre ins Land gegangen - Bridget ist Ü50 hat 2 Kinder und ist verwitwet. Eine ziemlich miese Mischung für sie. Und wieder führt sie ein Tagebuch, in welchem ...

Seit "Schokolade zum Frühstück" sind ein paar Jahre ins Land gegangen - Bridget ist Ü50 hat 2 Kinder und ist verwitwet. Eine ziemlich miese Mischung für sie. Und wieder führt sie ein Tagebuch, in welchem sie dem Leser ihre Gedanken und Gefühle näher bringt.

Ich habe die ersten Bände gelesen und war neugierig auf dieses hier - wird Bridget endlich reifer? So, wie es sich las: leider nicht. Es ist der gleiche Schreibstil wie noch im ersten Buch, nur dass es für mich für eine über 50jährige einfach nicht mehr passt. Sie hat 2 Kinder, ist aber eigentlich auch ohne Job damit überfordert - ja, den Mann zu verlieren ist Mist, aber allein der Kinder wegen ein bisschen zusammenreißen.... hätte der Figur nicht geschadet. Es fließen weiterhin große Mengen Alkohol - Zigaretten gibt es nicht mehr so viele, aber trotzdem. Das Geplänkel mit ihren Freunden ähnelt auch immer noch dem aus dem ersten Buch und der Schlagabtausch mit den neuen Männern, erinnern am Ende doch nur wieder wie das aufgewärmte Szenario mit Mr. Darcy. Auch Daniel ist wieder mit von der Partie, nervt mich persönlich aber nur. Wirklich warm werde ich mit Bridgets Lebensstil einfach nicht und auch mit ihrer Art habe ich das ein oder andere Problem. Klar, sie ist da, wenn man sie braucht und meint es meistens nur gut und ich verpeilt, aber irgendwie fand ich es schade, dass sie gefühlt so gar keine Entwicklung durchgemacht hat.

Lustige Szenen hatte das Buch durchaus und als Fortsetzung lässt es sich gut lesen. Aber von einem Highlight ist es weit entfernt. Ich bin gespannt auf den Film - aber ob der noch was retten kann?

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