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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Sehr intensiv

Ganz aus Splittern
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Chrissy lebt mit ihrer Mutter und Stiefvater in einem Problemviertel. Die Mutter ist tablettenabhängig, der Stiefvater gewalttätig. Aufgrund ihrer guten schulischen Leistungen, soll sie an einer Sozialstudie ...

Chrissy lebt mit ihrer Mutter und Stiefvater in einem Problemviertel. Die Mutter ist tablettenabhängig, der Stiefvater gewalttätig. Aufgrund ihrer guten schulischen Leistungen, soll sie an einer Sozialstudie teilnehmen und auf das beste Gymnasium der Stadt wechseln, um dort ihr Abitur abzulegen. Dort wird sie mit der Welt der Schönen und Reichen konfrontiert und lernt Alex kennen. Sohn aus reichem Hause und sehr an ihr interessiert. Doch was hat es mit der Studie wirklich auf sich?

Die Autorin hat das Milieu, indem Chrissy aufwächst anschaulich beschrieben, indem man in der ersten Buchhälfte ihr Leben und das Leben ihres besten Freundes Tjard verfolgen kann. Die beiden halten fest zusammen und sind immer füreinander da. Mir ging es etwas zu schnell mit Alex, das war sehr abrupt, aber dennoch hat sich eine gute Geschichte daraus entwickelt. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr gut, da ich mit mitgenommen gefühlt habe, die Geschichte logisch aufgebaut war und die Gefühle angesprochen wurden. Das Ende war heftig, aber durchaus realistisch beschrieben. Die Liebesgeschichte fügt sich harmonisch ein und war keineswegs kitschig. Den Schulübergang und das Kennenlernen von Alex hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es auf dem Boden der Tatsachen bleibt.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Ungeschönte Wahrheit

Bis die Sonne scheint
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Daniel steht im Jahr 1983 kurz vor seiner Konfirmation und er freut sich auf die Frankreichreise, die von seiner Schule geplant wird. Doch immer mehr häufen sich die Anzeichen dafür, dass seine Eltern ...

Daniel steht im Jahr 1983 kurz vor seiner Konfirmation und er freut sich auf die Frankreichreise, die von seiner Schule geplant wird. Doch immer mehr häufen sich die Anzeichen dafür, dass seine Eltern pleite sind. Fällt für ihn nun alles ins Wasser?

Christian Schünemann erzählt im Prinzip seine Familiengeschichte, aber mit anderen Namen. Der Autor erzählt seine Geschichte auf mehreren Zeitebenen, die sehr lange zurückreichen. So kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie seine Eltern schon, bevor sie sich kennenlernten, stets versucht haben, den Schein zu wahren. Man kann ihnen nicht nachsagen, dass sie nicht alles versucht haben, um geschäftlich Fuß zu fassen. Es wird jedoch sehr deutlich, dass sie stets über ihre Verhältnisse gelebt haben und wie sich dies alles verkettet hat, wird in dieser Geschichte erzählt. Ich fand das Buch sehr aussagekräftig, da es zeigt, dass man nicht auf angeblichen Reichtum anderer neidisch sein muss. Man weiß nie, ob es alles nur Fassade ist. Eine unterhaltsame Familiengeschichte, wo man ab und zu auch mal den Kopf schütteln muss.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Listland

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Anna reist nach Sylt, um die 85-jährige Fenja Lorenzen zu interviewen. Obwohl sie sich angekündigt hat und zugesichert bekam, dass sie dort übernachten kann, ist Fenja bei ihrer Ankunft verschwunden. Sie ...

Anna reist nach Sylt, um die 85-jährige Fenja Lorenzen zu interviewen. Obwohl sie sich angekündigt hat und zugesichert bekam, dass sie dort übernachten kann, ist Fenja bei ihrer Ankunft verschwunden. Sie trifft im Haus auf Fenjas Tochter Elisa, mit der sie nach einem Unwetter einen interessanten Dachbodenfund macht. Was ist in den 30er Jahren im Listland vorgefallen?

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen, abwechselnd, erzählt. Die Charaktere bleiben übersichtlich und die Handlungsorte beschränken sich auf Nordfriesland. Mich hat es sehr gefreut, dass die Handlung auch in Friedrichstadt spielt, wo ich schon mehrmals in Urlaub war. Daher konnte ich mir viele Szenen gut vorstellen. Die Autorin hat die Geschehnisse rund um den 2. Weltkrieg mit der Gegenwart verwoben und aufgezeigt, was es für eine damalige Liebe bedeutet hat, dass der Krieg kurz bevorstand. Der Roman ist unterhaltsam und voller Emotionen geschrieben. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und es wird ein Stück Zeitgeschichte erzählt, die nie in Vergessenheit geraten sollte. Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt, wenn man endlich erfährt, was aus Fenjas Schwester geworden ist.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Glück gewonnen

Acht (un)geplante Tage mit dir
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Hazel darf mit ihrer Freundin Milena eine gewonnene Reise nach New York antreten. Kurz vor der Abreise wird sie von ihr jedoch gebeten, mit ihrem Bruder zu fliegen. Hazel kennt Lukas zwar, aber sie sind ...

Hazel darf mit ihrer Freundin Milena eine gewonnene Reise nach New York antreten. Kurz vor der Abreise wird sie von ihr jedoch gebeten, mit ihrem Bruder zu fliegen. Hazel kennt Lukas zwar, aber sie sind so unterschiedlich, dass sie nicht daran glaubt, dass das gutgehen kann. Sie lässt sich gerne treiben, er ist komplett durchgeplant. Da es aber schade wäre, wenn die Reise ins Wasser fallen würde, geht Hazel das Risiko ein.

Erzählt wird die Liebesgeschichte aus der Sichtweise beider Protagonisten. Da der Verlauf der Reise erzählt wird, bleiben die Charaktere sehr übersichtlich. Man kann sich die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen und auch die Sehenswürdigkeiten in New York werden sehr bildhaft beschrieben. Wer dort schon einmal war, kann gut in Erinnerungen schwelgen. Mir hat gut gefallen, wie die Unterschiede zwischen den Beiden herausgestellt wurden und wie sie es geschafft haben, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Man spürt schnell die Anziehungskraft zwischen ihnen und kann miterleben, wie die Vorurteile dem anderen gegenüber Stück für Stück abgebaut werden. Die Geschichte ist etwas vorhersehbar, aber erst am Ende erfährt man, was für Überlegungen der Reise vorausgegangen sind. Eine schöne, romantische Liebesgeschichte, die mit einer Sightseeingtour durch New York kombiniert wurde und den Leser gut abholt.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Kindlicher Blick

Schwimmen im Glas
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Die Geschichte wird hauptsächlich aus der kindlichen Sicht der damals zehnjährigen Lore erzählt. Dazwischen kommen Einschübe aus ihrem erwachsenen Leben. Der Schreibstil ist sehr speziell, da die Sätze ...

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der kindlichen Sicht der damals zehnjährigen Lore erzählt. Dazwischen kommen Einschübe aus ihrem erwachsenen Leben. Der Schreibstil ist sehr speziell, da die Sätze meist sehr kurz sind und dadurch teilweise etwas abgehackt oder stichpunktartig wirken. Die Aussagekraft ist dennoch hoch. Mir hat sehr gut Lores Blickwinkel auf ihre Familie gefallen und es wird ihre Gefühlswelt sehr gut beschrieben. So würde sie gerne bei ihren Brüdern dabei sein, aber die wollen die Schwester nicht mitspielen lassen. Man begleitet Lore in der Geschichte beim Aufwachsen. Ihren Bezug zu den Großeltern und wie der Großvater über die ganze Familie wacht ist herausragend erzählt. Kinder haben einen anderen Blick auf Geschehnisse, was hier sehr deutlich wird. Am Ende fühlte ich mich gut abgeholt, weil dann die Zusammenhänge hergestellt werden, was es mit der Tante Ursula auf sich hatte und wie alle als Erwachsene auf die patriarchalische Familie geschaut haben.

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