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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2025

Finstere Machenschaften zur Nachkriegszeit in Wien

Internationale Zone
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Mich interessieren historische Romane der Kriegs- und Nachkriegszeit. Bei letzteren finde ich vor allem spannend zu erfahren, wie das Leben in den besetzten Zonen für die Bevölkerung war. Der Roman "Internationale ...

Mich interessieren historische Romane der Kriegs- und Nachkriegszeit. Bei letzteren finde ich vor allem spannend zu erfahren, wie das Leben in den besetzten Zonen für die Bevölkerung war. Der Roman "Internationale Zone" hat mich für meinen Geschmack wenig in die damalige Zeit versetzt. Viel mehr ist es ein Krimi, der über die finstere Machenschaften des Protagonisten in der Nachkriegszeit in Wien erzählt.
Der Roman ist kurzweilig, anspruchsvoll und unterhaltsam. Nicht so gut zurecht kam ich mit den Zeit- und Handlungssprüngen.
Die Atmosphäre wirkte auf mich kühl. Sie spiegelte für mich die kühle von Misstrauen geprägte Atmosphäre unter den Menschen wieder, sie sich in den dubiosen Kreisen bewegen.

Besonders hervorzuheben ist die wertige Aufmachung des Buches. Der Hardcover-Einband fühlt sich toll an. Außerdem liebe ich Bücher mit Lesebändchen. Allein die Haptik des Buches macht es zum Genuss, das Buch in den Händen zu halten.

Ich denke, das Buch könnte für jemanden sein, der gerne Mafia-Krimis liest und auch anspruchsvolle Literatur nicht scheut. Für mich war es nicht ganz das, was ich davon erwartet habe, fühlte mich aber trotzdem gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Gute Unterhaltung mit tiefgründiger Botschaft

The Freedom Clause
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Wer das Buch von Anne Freytag
"Lügen, die wir uns erzählen" mag, wird dieses Buch bestimmt auch verschlingen. Es ist eine intensive Story einer Liebesbeziehung, mit allen Höhen und Tiefen.

Interessant ...

Wer das Buch von Anne Freytag
"Lügen, die wir uns erzählen" mag, wird dieses Buch bestimmt auch verschlingen. Es ist eine intensive Story einer Liebesbeziehung, mit allen Höhen und Tiefen.

Interessant ist, dass auch Rezepte mit spicy Informationen ins Buch mit einfließen, die die Protagonistin des Romans als Blog veröffentlicht.

Der Roman ist an manchen Stellen sehr schlüpfrig, enthält aber auch wertvolle und tiefgründige Botschaften.
Zwischenzeitlich hatte das Buch jedoch so seine Längen. Außerdem hätte es noch Potenzial bei der Entwicklung von Domenic gegeben. Im Gegensatz zu Daphne erschien er mir zu eindimensional.
Insgesamt ist es dennoch ein tolles Buch mit wichtiger Botschaft.

Wer also gute Unterhaltung sucht und trotzdem einen Roman möchte, der zum Nachdenken anregt, sollte das Buch unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein Cocktail aus Spannung, Historie und verlorener Atmosphäre

Der Barmann des Ritz
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Mit "Der Barmann des Ritz" legt der Autor einen historischen Roman vor, der eine faszinierende Bühne wählt: das legendäre Hotel Ritz im besetzten Paris 1940. Zwischen Glanz und Grauen entfaltet sich die ...

Mit "Der Barmann des Ritz" legt der Autor einen historischen Roman vor, der eine faszinierende Bühne wählt: das legendäre Hotel Ritz im besetzten Paris 1940. Zwischen Glanz und Grauen entfaltet sich die Geschichte von Frank Meier – einem jüdischen Barmann, der sich inmitten der feinen Gesellschaft der Besatzer und Kollaborateure durch seinen Mut, seine Beobachtungsgabe und sein gefährliches Doppelleben auszeichnet.
Der Roman basiert auf der realen Figur des Frank Meier, was der Geschichte eine besondere Authentizität verleiht. Die Idee, den Krieg aus der Perspektive eines Barmanns zu erzählen – eines scheinbar unbeteiligten Beobachters, der mehr hört und weiß, als gut für ihn ist –, ist originell und vielversprechend. Der Leser wird Zeuge einer Welt voller Ambivalenzen: zwischen Kristallgläsern und Flüstergesprächen, zwischen Oberflächenglanz und innerer Zerreißprobe.
Doch so reizvoll das Setting auch ist, die Umsetzung bleibt hinter meinen Erwartungen zurück. Der Autor verliert sich stellenweise in Details. Diese mögen historisch akkurat sein, nehmen dem Roman aber oft das Tempo und die emotionale Dichte.
Gerade in einem Roman, der von innerer Zerrissenheit und existenziellen Entscheidungen lebt, wünsche ich mir mehr Tiefe und Entwicklung.
Trotzdem: Der Barmann des Ritz ist ein lesenswerter Beitrag zur historischen Literatur, besonders für Leserinnen und Leser, die ein Interesse an der Zeit des Zweiten Weltkriegs und ungewöhnlichen Perspektiven mitbringen.

Fazit:
"Der Barmann des Ritz" ist ein historisch interessantes Buch mit einer spannenden Grundidee und realem Hintergrund – das jedoch durch Detailverliebtheit und mangelnde Atmosphäre an Intensität verliert. Wer sich für das Paris der 1940er-Jahre und die Schattenseiten hinter dem Luxus interessiert, wird dennoch auf seine Kosten kommen.
3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Starke Themen, aber wenig Gefühl

Schwanentage
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Die Leseprobe hat mich richtig neugierig gemacht – die Atmosphäre, das Setting in der chinesischen Oberschicht und die Perspektive einer Nanny, die mehr weiß, als sie zeigen darf, klangen total spannend. ...

Die Leseprobe hat mich richtig neugierig gemacht – die Atmosphäre, das Setting in der chinesischen Oberschicht und die Perspektive einer Nanny, die mehr weiß, als sie zeigen darf, klangen total spannend. Leider konnte mich das Buch dann insgesamt doch nicht so ganz überzeugen.

Die Geschichte ist auf eine Art spannend, nimmt aber zwischendurch ziemlich eigenartige Wendungen. Zum Ende hin wird es fast ein bisschen bizarr – was mich zwar überrascht, aber nicht richtig gepackt hat.
Trotzdem hat das Buch starke Themen: Es geht um Menschen, deren Job es ist, unsichtbar zu bleiben, um Machtverhältnisse, gesellschaftliche Hierarchien und darum, wie Politik den Alltag beeinflusst – ob man will oder nicht. Auch die Frauenfiguren fand ich spannend, besonders die Freundschaft zwischen Loyalität und Konkurrenz und die Frage, wie viel Selbstaufgabe als Frau selbstverständlich erwartet wird.

Schwanentage ist ein Buch mit vielen klugen Gedanken und einer ungewöhnlichen Perspektive, das mich zum Nachdenken gebracht hat – auch wenn mir am Ende das Gefühl gefehlt hat, wirklich mit den Figuren mitzufühlen.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ideal für Lesemuffel

PS: Du bist ein Traum! (PS: Du bist die Beste! 5)
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Ich halte das Buch vor allem für Kinder geeignet, die an das Lesen heran geführt werden sollen. Die Gestaltung des Buches mit all den verschiedenen Schriftarten und - größen sowie die unregelmäßige Verteilung ...

Ich halte das Buch vor allem für Kinder geeignet, die an das Lesen heran geführt werden sollen. Die Gestaltung des Buches mit all den verschiedenen Schriftarten und - größen sowie die unregelmäßige Verteilung der Texte auf den Seiten wirkt auf mich eher chaotisch und überfordernd, kann für Kinder jedoch interessant und abwechslungsreich sein.
Inhaltlich konnte mich das Buch nicht gänzlich überzeugen. Im Verhältnis zu anderen Büchern enthält das Buch aufgrund der aufwendigen grafischen Gestaltung weniger Text, dadurch fehlt es an inhaltlicher Tiefe. Nach 20 Seiten war immer noch nicht mehr passiert, als dass die Protagonistin überrascht darüber war, dass ihre Mutter sie aufgrund eines schlechten Traumes nicht in die Schule schickte. Die Story plätschert seicht dahin. Das Lesen geht sehr schnell, langweilte mich aber ebenso schnell.

Ich finde toll, dass es für die "Tablet-Generation" abwechslungsreiche Bücher gibt, die auch Lesemuffeln einen ersten Zugang zur Literatur bieten. Daher gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen. Leseerfahrenen Kindern, die etwas anspruchsvollere Texte gewohnt sind oder weniger Abwechslung/Chaos auf den Seiten möchten, würde ich diese Buchreihe nicht empfehlen.

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