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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2018

Zum Schreien!

Die Känguru-Chroniken (Die Känguru-Werke 1)
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Marc-Uwe Klings Känguru Chroniken gehören für mich inzwischen zu den wahren Kabarett Klassikern und sind sowohl als Audio sowie als Print Version immer ein Lachen wert. Die beiden Charakter sind so unglaublich ...

Marc-Uwe Klings Känguru Chroniken gehören für mich inzwischen zu den wahren Kabarett Klassikern und sind sowohl als Audio sowie als Print Version immer ein Lachen wert. Die beiden Charakter sind so unglaublich liebevoll gestaltet und man liebt sie von Seite 1 an wie verrückt. Die Schrulligkeiten da Kängurus wie die Sucht nach Schnapspralinen oder die konsequente Sturheit sorgen für so manches Schmunzeln. Es entsteht eine Humorvolle Geschichte, mit der es der Autor schafft, aktuelle politische Themen nett zu verpacken. Durch die Einteilung in kleine Kapitel, die einzelne Geschichten erzählen, kann man das Buch gut nebenbei lesen und muss sich keine Sorgen machen, den Faden zu verlieren. Fazit: Tolle Story, ich bin ein Fan!

Veröffentlicht am 12.06.2025

Wieder mitten ins Herz getroffen – Emily Henry kann’s einfach!

Great Big Beautiful Life
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Ich habe Great Big Beautiful Life direkt nach Erscheinen verschlungen – und obwohl mich nicht jeder Handlungsstrang komplett überzeugen konnte, war es wieder genau dieses Emily-Henry-Gefühl, das ich so ...

Ich habe Great Big Beautiful Life direkt nach Erscheinen verschlungen – und obwohl mich nicht jeder Handlungsstrang komplett überzeugen konnte, war es wieder genau dieses Emily-Henry-Gefühl, das ich so liebe: Humor, Tiefe, Emotion und ganz viel Herzklopfen.

Alice Scott ist bunt, quirlig, emotional und träumt von ihrem Durchbruch als Autorin. Hayden Anderson dagegen ist das genaue Gegenteil: ernst, zurückhaltend – aber als Pulitzer-Preisträger längst ganz oben angekommen. Beide wollen die Biografie der exzentrischen Margaret Ives schreiben und reisen dafür auf eine kleine Insel. Dass sie dort nicht nur aufeinanderprallen, sondern sich auf ganz neue Weise begegnen, ist absehbar – aber Emily Henry wäre nicht Emily Henry, wenn sie daraus nicht eine besondere Geschichte machen würde.

Ich bin ein riesiger Fan von Liebesgeschichten, in denen Schreiben oder Bücher eine Rolle spielen – und hier war das einfach perfekt umgesetzt. Alice war mir von Anfang an sympathisch mit ihrer offenen, chaotischen Art. Hayden hingegen war erst mal schwer zu greifen, aber gerade das hat ihn so interessant gemacht. Die beiden haben eine wunderbare Dynamik – voller Wortgeplänkel, leiser Momente, kleiner Gesten. Ich liebe sowas!

Ganz besonders schön fand ich die Szenen in Alice’ Elternhaus – dieser Cozy-Vibe, das warme, sommerliche Setting, die Verbindung zur Natur. Ich hatte sofort ein Bild im Kopf von einem Garten wie aus einem Hexenkräuterbuch: wild, duftend, heimelig. Diese Momente haben mich sehr berührt.

Die Handlung rund um Margaret Ives war leider nicht mein Lieblingsteil. Es war schon spannend zu verfolgen, was sie erlebt hat – aber im Vergleich zu Alice’ und Haydens Beziehung fühlte es sich manchmal langatmig an. Gerade im Mittelteil ging für mich ein bisschen das Tempo verloren. Es fehlte mir dort an echten Aha-Momenten oder emotionaler Tiefe.

Das Ende: Wow! Ich habe nicht mit allem gerechnet, und trotzdem hat es sich genau richtig angefühlt. Geheimnisse, große Gefühle, Versöhnungen – ich hab mitgefiebert, gelacht, ein bisschen geweint und die letzten Seiten ganz langsam gelesen, weil ich nicht wollte, dass es vorbei ist.

Mein Fazit? Ein wunderschöner Roman, der perfekt ist für alle, die kluge, gefühlvolle Liebesgeschichten lieben. Emily Henry zeigt wieder, warum sie zu meinen liebsten Autorinnen gehört. Wer „Book Lovers“ oder „Beach Read“ mochte, wird auch hier glücklich.

4,5/5 ⭐ – mit einem ganz warmen Lesegefühl im Herzen zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

„Heartsick“ – Drei Schicksale, ein Schmerz, eine bewegende Reise

Heartsick
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Ich durfte "Heartsick" hier im Rahmen einer Leserunde lesen und möchte dieses Buch unbedingt jedem nur ans Herz legen!

Es begann holprig: Nach einem vielversprechenden Vorwort war meine Erwartungshaltung ...

Ich durfte "Heartsick" hier im Rahmen einer Leserunde lesen und möchte dieses Buch unbedingt jedem nur ans Herz legen!

Es begann holprig: Nach einem vielversprechenden Vorwort war meine Erwartungshaltung hoch. Doch obwohl der Einstieg spannend war, verlor ich zunächst etwas den Zugang zur Geschichte. Die vielen Charaktere und ihre jeweiligen Hintergründe machten es mir nicht leicht, direkt eine Verbindung aufzubauen. Erst gegen Ende des ersten Abschnitts wurde ich wirklich neugierig auf die sich entwickelnden Konflikte, da sich vieles anfangs erwartbar anfühlte.

Dann kam jedoch der Wendepunkt: Ab dem zweiten Abschnitt hat mich das Buch vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Schicksale der Protagonist:innen wurden greifbarer, die Emotionen intensiver. Besonders Claires Geschichte hat mich tief berührt – ihre Sorgen, Ängste und Zweifel wurden so eindringlich dargestellt, dass ich mich stark in sie hineinversetzen konnte. Dass gerade diese Erzählung für mich am meisten herausstach, hätte ich zu Beginn nicht gedacht.

Mit Patrick hingegen konnte ich bis zum Ende nicht richtig warm werden. Dennoch fand ich es interessant, dass die Autorin mit seiner Geschichte eine weniger klischeehafte männliche Perspektive auf Liebeskummer beleuchtet hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig Jessie Stephens die wahren Geschichten erzählt, ohne zu urteilen oder zu bewerten. Ihre Beschreibungen von emotionalem Schmerz und Depression sind treffend und authentisch, sodass man die Gefühle der Betroffenen nachempfinden kann.

Ein zentrales Thema des Buches ist die Tendenz, Partner:innen in Beziehungen zu idealisieren, was dazu führt, dass die eigenen Bedürfnisse und Grenzen vernachlässigt werden. Diese Dynamik zieht sich durch alle drei Geschichten und wurde sehr lebensnah dargestellt.

Die Rahmenkapitel – Vorwort, Einführung und Epilog – haben mir besonders gut gefallen. Sie geben dem Buch eine stimmige Struktur und helfen dabei, die einzelnen Geschichten in einen größeren Kontext einzuordnen. Dadurch fühlte ich mich als Leserin direkt abgeholt und eingebunden.

Nach einem für mich eher schleppenden Beginn hat mich "Heartsick" schließlich tief bewegt und nachhaltig beeindruckt. Die feinfühlige Art, mit der die Autorin Schmerz, Verlust und die Suche nach Heilung beschreibt, macht das Buch zu einer eindrucksvollen Lektüre. Auch das Thema Depression wird hier sehr gut verarbeitet und beschrieben. Ich kann es allen empfehlen, die sich für diese Themen interessieren und eine ehrliche, berührende Auseinandersetzung mit Liebeskummer und Trennungsschmerz suchen.

4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Zwischen Negronis und Selbstzweifeln: Ein Muss für sad Millennial

No Hard Feelings
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Geneviève Novak liefert mit No Hard Feelings ein Buch, das eine absolute Realitätsschelle für alle zwischen 20 und 30 ist. Penny, die Protagonistin, fühlt sich wie ein Spiegel unserer Generation: hungover, ...

Geneviève Novak liefert mit No Hard Feelings ein Buch, das eine absolute Realitätsschelle für alle zwischen 20 und 30 ist. Penny, die Protagonistin, fühlt sich wie ein Spiegel unserer Generation: hungover, underpaid und overwhelmed. Das Leben zwischen toxischen Beziehungen, schlecht bezahlten Jobs und der allgegenwärtigen Vergleichs-Kultur in den sozialen Medien hat sie völlig im Griff – und wer kennt das nicht?

Penny ist irgendwo zwischen einem Leben, das sie haben möchte, und einem Leben, das sie gerade noch so meistert, gefangen. Ihre Freundinnen scheinen alles im Griff zu haben: Annie wird Partnerin in einer Kanzlei, Bec plant ihre Hochzeit, und Leo stürzt sich ohne Sorgen ins Partyleben. Penny dagegen hängt in einer „Situationship“ mit Max, einem On-Off-Freund, der selten zurückruft, während sie gleichzeitig mit einer tyrannischen Chefin und ihren eigenen Panikattacken zu kämpfen hat. Sie nimmt sich immer wieder vor, ihr Leben in den Griff zu bekommen, doch dann endet sie wieder auf Instagram oder mit einem Negroni in der Hand, während die Selbstkritik immer lauter wird.

Das Buch fängt so viel ein, was das Leben in den Zwanzigern (und frühen Dreißigern) ausmacht: Unsicherheit, toxische Beziehungen, die Abhängigkeit von Bestätigung und der ständige Druck, alles auf die Reihe zu bekommen. Novak gelingt es, Pennys Struggle so authentisch darzustellen, dass man sich unweigerlich fragt: „Liest sie mein Tagebuch?“

No Hard Feelings ist DAS Buch für alle „sad Millennials“. Es ist ehrlich, ungeschönt und trifft einen mitten ins Herz. Obwohl ich nicht in allen Punkten mit Penny übereinstimme, gab es so viele Momente, in denen ich dachte: „Das könnte ich sein.“ Diese Identifikationskraft macht das Buch so besonders. Es ist unglaublich relatable, sei es durch die Beschreibung von toxischen Beziehungen, dem Versuch, gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden, oder dem ewigen Aufschieben der „großen Lebensveränderung“.

Die Atmosphäre ist durchzogen von einer Mischung aus Selbstironie und bittersüßer Melancholie. Zwischen Negronis, Espresso Martinis und Partys, die mehr Kater als Spaß hinterlassen, spürt man den unaufhörlichen Druck, den unsere Generation sich selbst macht – und wie sehr wir uns manchmal selbst im Weg stehen. Penny ist dabei alles andere als perfekt. Sie trifft Entscheidungen, die man ihr am liebsten ausreden würde, und stolpert immer wieder über die gleichen Steine. Aber genau das macht sie so menschlich.

Der Schreibstil ist solide, aber kein Highlight. Das Buch lebt weniger von der sprachlichen Eleganz als vielmehr von seinem Inhalt. Novak schafft es, ein realistisches und schonungsloses Bild unserer Generation zu zeichnen, aber sprachlich bleibt es eher schlicht. Trotzdem: Die Authentizität der Geschichte macht diesen Punkt mehr als wett.

No Hard Feelings ist ein ehrliches, berührendes und manchmal schmerzhaft nachvollziehbares Buch, das viele Leser:innen in ihrer aktuellen Lebenssituation abholen wird. Für alle, die sich zwischen toxischen Beziehungen, der Unsicherheit des Arbeitslebens und dem Wunsch nach „mehr“ im Leben wiederfinden, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung.

4,5 von 5 Sternen – Ein Muss für alle sad Millennials!

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Magie, Mysterien und eine mutige Heldin

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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„What the River Knows“ von Isabel Ibañez ist ein Buch, das mich von Anfang an mit seinem Setting gepackt hat. Ein Abenteuer im Ägypten des 19. Jahrhunderts, mit einer mutigen Heldin, archäologischen Mysterien ...

„What the River Knows“ von Isabel Ibañez ist ein Buch, das mich von Anfang an mit seinem Setting gepackt hat. Ein Abenteuer im Ägypten des 19. Jahrhunderts, mit einer mutigen Heldin, archäologischen Mysterien und einer Prise Magie? Genau mein Geschmack.

Die Geschichte folgt Inez Olivera, einer jungen Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihre Eltern auf deren Reisen zu begleiten. Doch dann erhält sie die Nachricht, dass ihre Eltern unter mysteriösen Umständen verstorben sind. Entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, reist sie nach Kairo. Dort gerät sie nicht nur in ein Netz aus Intrigen und Geheimnissen, sondern entdeckt auch eine uralte Magie, die in ihrem antiken Ring schlummert. Zudem trifft sie auf Whit, einen geheimnisvollen und nicht immer leicht zu durchschauenden Mann, mit dem sie bald gezwungen ist, zusammenzuarbeiten.

Das Setting ist definitiv eines der Highlights des Buches. Isabel Ibañez fängt die Atmosphäre Ägyptens meisterhaft ein – von den geschäftigen Straßen Kairos bis zu den verborgenen Grabkammern voller Rätsel. Die Geschichte erinnert an Abenteuerfilme wie „Indiana Jones“ oder „Die Mumie“, mit einer starken weiblichen Protagonistin, die sich mit Entschlossenheit und Cleverness ihren Weg bahnt.

Die magischen Elemente sind dezent, aber dennoch faszinierend. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen mehr Erklärungen gewünscht, um das System besser zu verstehen. Die Magie ist zwar stimmig in die Geschichte eingebettet, bleibt jedoch oft im Hintergrund, sodass manche Fragen offenbleiben.

Ein weiteres starkes Element ist die Liebesgeschichte. Die Dynamik zwischen Inez und Whit lebt von Spannungen, Wortgefechten und gegenseitigen Herausforderungen. Das „Rivals-to-Lovers“-Prinzip wird hier wunderbar umgesetzt, allerdings ist die Romanze ein echter Slow Burn – und das in einem Maß, das für manche Leserinnen und Leser vielleicht etwas zu langsam sein könnte. Doch gerade diese langsame Entwicklung macht die Beziehung umso glaubwürdiger. Whit ist kein klassischer Held, sondern ein Charakter mit Ecken und Kanten, was ihn umso interessanter macht.

Auch wenn die Handlung insgesamt fesselnd ist, gibt es einige Längen, die das Tempo gelegentlich drosseln. Manche Passagen hätten straffer erzählt werden können, während andere wichtige Momente zu schnell abgehandelt wurden. Gerade in einer Geschichte, die mit historischen und magischen Elementen spielt, wünsche ich mir eine ausgewogene Balance zwischen Spannung und Hintergrundinformationen.

Das große Finale entschädigt jedoch für kleinere Schwächen. Das Ende ist voller überraschender Wendungen und macht eines ganz deutlich: In dieser Geschichte darf man niemandem trauen. Ich habe das Buch mit angehaltenem Atem beendet und freue mich bereits auf die Fortsetzung.

Insgesamt ist „What the River Knows“ ein fesselnder Abenteuerroman mit einer starken Heldin, einer tiefgehenden Liebesgeschichte und einem atmosphärischen Setting. Trotz kleinerer Schwächen in der Handlung und der Magie konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Wer sich für eine Mischung aus Geschichte, Romantik und Spannung begeistern kann, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

4,5 von 5 Sternen

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