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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2023

Was ist wenn deine U-Bahn nicht mehr anhält?

U
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Persönlich gefällt mir die Grundidee sehr gut, die Geschichte ist mysteriös, spannend und teils auch lustig. Die Handlung schreitet genauso schnell voran, wie die U-Bahn in der Geschichte, was zwar okay ...

Persönlich gefällt mir die Grundidee sehr gut, die Geschichte ist mysteriös, spannend und teils auch lustig. Die Handlung schreitet genauso schnell voran, wie die U-Bahn in der Geschichte, was zwar okay ist, aber etwas schade, da man dort noch mehr hätte herausholen können. Im Buch wird mit Schriftgroßen und Hintergründen gespielt, was ich sehr „erfrischend“ und interessant fand. Diese haben dazu beigetragen eine Stimmung zu erzeugen, gewissen Aussagen mehr Bedeutung zu verleihen und auch den rätselhaften Aspekt des Ganzen zu untermauern, was mir gut gefallen hat.

Allerdings hat die Schreibweise mich davon abgehalten das Lesen wirklich zu genießen, da die suggestive Erzählweise sehr anstrengend zu lesen war. So waren die plötzliche Gedankensprünge öfters sehr merkwürdig und verwirrend. Es hat mir teils wirklich Kopfschmerzen bereitet zu viel auf einmal zu lesen, was natürlich nicht so sein sollte.

Alles in allem ein Buch mit einer sehr guten Grundidee, deren Potenzial allerdings nicht voll ausgeschöpft worden ist.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Sperrig und sprunghaft – ein schwer greifbarer Roman

Stars
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„Stars“ ist ein Roman, der viel anreißt, aber für mich letztlich wenig einlöst. Die Erzählweise ist gewöhnungsbedürftig – verschachtelt, sprunghaft und teilweise so distanziert, dass es mir schwerfiel, ...


„Stars“ ist ein Roman, der viel anreißt, aber für mich letztlich wenig einlöst. Die Erzählweise ist gewöhnungsbedürftig – verschachtelt, sprunghaft und teilweise so distanziert, dass es mir schwerfiel, überhaupt einen Zugang zu finden. Erst nach über hundert Seiten konnte ich mich halbwegs auf den Stil einstellen, was den Einstieg unnötig zäh gemacht hat.

Besonders irritierend waren sprachliche Unregelmäßigkeiten: So tauchen plötzlich gehäuft Anglizismen auf, nur um danach wieder völlig zu verschwinden. Solche Brüche im Ton haben meinen ohnehin mühsamen Lesefluss zusätzlich gestört. Auch inhaltlich bleibt vieles unklar – die Protagonistin wirkte auf mich blass und schwer fassbar, und gerade der angedeutete philosophische Unterbau über verborgene Muster oder einen „höheren Plan“ bleibt mir persönlich zu oberflächlich, um wirklich zu tragen.

Zudem verliert sich der Text immer wieder in Abschweifungen, die kaum etwas zur eigentlichen Erzählung beitragen: sexuelle Episoden, beliebige Beobachtungen und unverständliche Vergleiche – wie etwa die „Hitlerjungenfrisuren“ auf Seite 65 –, die eher befremden als bereichern. All das wirkte auf mich zusammenhangslos und teils unnötig.

Fazit: Für mich war „Stars“ ein schwer zugänglicher, in sich inkonsistenter Roman, dem es trotz seines Anspruchs nicht gelungen ist, eine klare Linie oder emotionale Tiefe zu entwickeln. Wer sich für fragmentarisches Erzählen und gesellschaftliche Miniaturen interessiert, könnte hier vielleicht mehr finden. Ich persönlich habe mich über weite Strecken eher durchgekämpft als mitgenommen gefühlt.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Der Titel ist das einzig Schöne

Heaven
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„Heaven“ ist einen eindringlicher Roman, der die Grausamkeit von Mobbing in all ihren Facetten sichtbar macht. Die detaillierte Darstellung von Gewalt kann allerdings verstörend sein (TW). - Ich finde ...

„Heaven“ ist einen eindringlicher Roman, der die Grausamkeit von Mobbing in all ihren Facetten sichtbar macht. Die detaillierte Darstellung von Gewalt kann allerdings verstörend sein (TW). - Ich finde jedoch auch, dass gerade diese Kompromisslosigkeit dem Werk seine Aussagekraft gibt.

Gleichzeitig gibt es einige Schwächen: Die philosophischen Dialoge über Leid und Moral wirken oft konstruiert und sind teils eher unschlüssig. Besonders Kojimas Sicht auf Schmerz und Würde nimmt stellenweise befremdliche Züge an. Insgesamt lässt der Roman die Frage offen, ob und wie man dem Mobbing entkommen entkommen kann. Meiner Meinung nach (persönliche Präferenz) hätte ein kleiner Funken Hoffnung hätte dem Ganzen gutgetan.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Wattpad

Like Thunder and Storm
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Im Voraus einmal: Das Buch enthält ein Kapitel, in dem die Protagonisten Kinder in einem Krankenhaus besuchen. Diese Szene empfand ich als gelungen und bewegend. Sie klammere ich in der restlichen Rezension ...

Im Voraus einmal: Das Buch enthält ein Kapitel, in dem die Protagonisten Kinder in einem Krankenhaus besuchen. Diese Szene empfand ich als gelungen und bewegend. Sie klammere ich in der restlichen Rezension aus.

Nun aber zum Rest des Buches: Von der „Kreativität“, „Realitätsnähe“ und Dramatik her könnte es von einer Zehnjährigen geschrieben worden sein – mal abgesehen von der Rechtschreibung, die hier tatsächlich korrekt ist und wohl das einzig Anspruchsvolle an diesem Roman darstellt. Nur um ein Beispiel zu geben:

„Ja, er war ein Bad Boy, und ja, ich war kein Bad Girl. Ja, ich wirkte manchmal wie ein Streber – ein heißer, wohlgemerkt – und ja, ich wirkte harmlos. Doch das war die reinste Täuschung. Und dass eins mal gesagt sein sollte: Ich ließ mich von so einem Wicht […] nicht unterkriegen.“

Während man nun vielleicht sagen mag, dass es ein normales Wattpad-Buch sei, muss ich daran erinnern, dass dieses Buch von einem Verlag ernsthaft publiziert wurde und in Buchhandlungen erhältlich ist. Das einzig Bemerkenswerte an diesem Buch ist, dass es den Autorinnen gelungen ist, ganze 512 Seiten mit diesem Unsinn zu füllen.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Vom Zauber vergangener Werke kaum eine Spur

Words unspoken
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Ich fand, dass das Buch zunächst recht interessant klang, jedoch wurde ich dann recht schnell enttäuscht. Die Gefühlsentwicklung der Protagonisten füreinander war leider kaum nachzuvollziehen, und auch ...

Ich fand, dass das Buch zunächst recht interessant klang, jedoch wurde ich dann recht schnell enttäuscht. Die Gefühlsentwicklung der Protagonisten füreinander war leider kaum nachzuvollziehen, und auch die Protagonistin war für mich schwer zu greifen. Einerseits war ihre Vergangenheit mehr als zweifelhaft, was zwar versucht wurde aufzuklären und zu „beheben“, jedoch nicht so recht gelang. Dazu fand ich die gesamte „Jethero“-Geschichte äußerst unangenehm: So war die Faszination für mich nicht greifbar, da die Gedichte nicht sonderlich gut waren. Hinzu kam, dass ich die intimen Aktionen in Bezug darauf moralisch verwerflich und billig geschrieben fand.

Allgemein wirkte das Buch stellenweise eher wie ein Wattpad-Buch; der Schreibstil, den ich durch Kathinka Engels „Hollywood“-Reihe kennen und lieben gelernt habe – verspielt, süß und auch tiefgründig –, ist hier ein wenig verloren gegangen. Man konnte es zwar noch ein wenig erkennen in den Interaktionen der Protagonistin mit ihrem Vater und vereinzelt ihren Identitätsproblemen, doch insgesamt ging das vor lauter moralischer Irrungen unter.

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