Profilbild von Sunny2908

Sunny2908

Lesejury Star
offline

Sunny2908 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sunny2908 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2026

Drei Freundinnen

Spielverderberin
0

Nach vier Jahren treffen Sophie, Lotte und Romy wieder aufeinander.
Früher waren sie mal Freundinnen, doch dann haben sie den Kontakt zueinander verloren.
Doch wie ist es dazu gekommen?

Die Grundidee ...

Nach vier Jahren treffen Sophie, Lotte und Romy wieder aufeinander.
Früher waren sie mal Freundinnen, doch dann haben sie den Kontakt zueinander verloren.
Doch wie ist es dazu gekommen?

Die Grundidee der Geschichte hat mich sehr angesprochen.
Eine Freundschaft ging zu Ende, aber wieso ist das passiert, wenn sie einander eigentlich immer noch am Herzen liegen?
Mit der Umsetzung hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, in der Gegenwart, als sich die Freundinnen wieder treffen und in der Vergangenheit vor vier Jahren, ihr letztes Jahr an der Schule.
Die Freundschaft zwischen Sophie, Lotte und Romy war ganz anders als erwartet.
Es gab weniger eine Freundschaft zu dritt und eher Zweierkonstellationen die sich immer wieder verändert haben.
Aus Sophie und Lotte wurden Lotte und Romy und schließlich Romy und Sophie.
Doch als sie sich vier Jahre nach ihrem Abschluss wieder im Heimatdorf treffen ist klar, egal welche Konstellation es betrifft, alle sind stark belastet, durch Schuld, Schmerz, Zweifel und vieles bleibt ungesagt.
Nach dem Treffen ist Romy nicht mehr zu erreichen und in Sophie, die Protagonistin des Buches, macht sich Anspannung breit.
Sie nimmt jedes kleine Detail unter die Lupe und beginnt sich erneut mit den Geschehnissen von damals auseinanderzusetzen.

Auch andere Themen fanden ihren Platz in der Geschichte, doch gerade die Themen in der Gegenwart haben für mich nicht ganz harmoniert.
Sie waren nicht uninteressant, dennoch habe ich mich gefragt, warum sie wichtig für genau dieses Buch waren.
Ich konnte es leider nicht erkennen, aber andere Leser:innen vielleicht schon.
An dem Lesefluss hat das allerdings nichts geändert.
Den Schreibstil empfand ich als angenehm und sehr leicht und schnell zu lesen.

Am Ende blieben viele Fragen offen.
Zum Teil hatte ich das bereits erwartet, insgesamt war es jedoch mehr als gedacht und mir persönlich zu viel.
Fragen aus der Vergangenheit konnten geklärt werden, zum Großteil, doch alles was sich in der Gegenwart ergeben hat wurde offen gelassen.
Dadurch das ich manche Handlungsstränge ohnehin schon überflüssig fand, gefiel es mir noch weniger, dass diese nicht mal ihren Abschluss gefunden hatten.
Es ließ mich etwas unzufrieden zurück.

Fazit: Ein Buch über Freundschaft und Veränderungen, das für mich am Ende zu viele Fragen ungeklärt zurückgelassen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2025

Blumiger Mord

Garden Girls
0

FBI-Agent Tiberius Granger ist beunruhigt, als sein Team einen neuen Fall zugewiesen bekommt. Nicht nur das der Täter seine Opfer von Kopf bis Fuß mit Blumen tätowiert, eine der vermeintlich entführten ...

FBI-Agent Tiberius Granger ist beunruhigt, als sein Team einen neuen Fall zugewiesen bekommt. Nicht nur das der Täter seine Opfer von Kopf bis Fuß mit Blumen tätowiert, eine der vermeintlich entführten Frauen ist die Schwester seiner Jugendliebe Bexley. Der Täter scheint ein besonderes Interesse an Ty und seinem Leben zu haben und schnell wird der Fall für ihn sehr gefährlich.

Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen. Die Handlung war sofort spannend, als man eines der Opfer dabei begleitet hat, wie sie verzweifelt versucht hat zu fliehen. Auch die Überleitung zu Ty und seinem Team empfand ich als gelungen und ich mochte die familiäre Stimmung innerhalb des Teams.
Dennoch haben sich schon da die ersten Fragezeichen gebildet.
Es hat sich so angefühlt, als müsste man bereits viel mehr über diese Leute wissen, da auch einige alte Fälle explizit genannt worden sind.
Nach einer kleinen Nachforschung sah es dann so aus, dass Garden Girls in Deutschland zwar als erstes Buch erschienen ist, im Original aber wohl schon Band drei ist.
Ob das tatsächlich der Fall ist, kann ich natürlich nicht garantieren, würde aber zu meinem Eindruck passen.

Nach dem starken Einstieg hat das Buch für mich dann etwas nachgelassen.
Es ging viel um Ty und seine persönlichen Verstrickungen in diesem Fall, was ja auch absolut Sinn macht, aber ich wurde mit ihm überhaupt nicht warm.
Er war mir fast schon unsympathisch, speziell dann, wenn er Kontakt zu seiner Exfreundin Bexley hatte.
Bexley hat in der Vergangenheit eine Entscheidung getroffen, mit der Tiberius nun konfrontiert wird und weswegen er ihr schwere Vorwürfe macht und das immer wieder.
Einerseits verständlich und doch fand ich es zum Großteil komplett überzogen.
Ihre Erklärungen hat er nicht akzeptiert, auch wenn sie eigentlich Sinn ergeben haben.
Insgesamt mochte ich diesen Teil der Geschichte nicht so gerne, weil die beiden in meinen Augen überhaupt nicht harmoniert haben.

Der Fall an sich, und auch die Einblicke durch das immer gleiche Opfer, waren hingegen spannend und das Ende war schnell und viel.
Ein paar Dinge habe ich kommen sehen, andere hingegen nicht.
Durch andere Handlungsstränge ist mir der Fall insgesamt jedoch manchmal zu kurz gekommen, auch wenn im Grunde alles miteinander verwoben war.

Meine Meinung zum Buch ist daher eher gespalten, aber vielleicht würde mir ein anderes Buch der Reihe, in dem Ty nicht der Protagonist ist, besser gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2025

Schwer zu beschreiben

I Know Where You Buried Your Husband
8

Sophia ist schon lange unglücklich in ihrer Ehe, so unglücklich, dass sie mehr als einmal daran gedacht hat ihren Mann umzubringen.
Doch diesen Schritt ist sie nie gegangen.
Als sie eines Abends mit ihren ...

Sophia ist schon lange unglücklich in ihrer Ehe, so unglücklich, dass sie mehr als einmal daran gedacht hat ihren Mann umzubringen.
Doch diesen Schritt ist sie nie gegangen.
Als sie eines Abends mit ihren vier Schulzeit Freundinnen zu sich nach Hause fährt, kann sie ihren Augen kaum glauben.
Im Haus liegt ihr Mann Chris, tot.
Die Freundinnen wissen, sie müssen die Leiche beseitigen und tatsächlich sind sie erfolgreich.
Doch sieben Jahre später bekommen sie plötzlich anonyme Nachrichten.
Jemand weiß was sie getan haben und diese Person erpresst sie mit diesem Wissen.
Können sie ihr Geheimnis wahren oder ist es dafür schon zu spät?

Dieses Buch ist wirklich schwer zu beschreiben.
Durch Titel, Klappentext und Leseprobe hatte ich eine Vorstellung davon, worum es in diesem Buch gehen wird und welche Themen behandelt werden.
Ich hatte mit einem Female Rage Roman gerechnet, der viele kriminalistische Elemente bereithalten wird und auch die Freundschaft der Frauen in den Vordergrund bringen wird.
Die tatsächliche Umsetzung sah dann aber ein wenig anders aus.

Aber kommen wir erstmal zu den positiven Dingen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen.
Das Buch ließ sich ziemlich flüssig lesen und auch den, manchmal sehr versteckten, Humor mochte ich gerne.
Die Geschichte konnte mich auf jeden Fall unterhalten und ich hatte auch nie Probleme zum Buch zu greifen, weil ich schon gerne wissen wollte, wie es weitergehen wird.

Dennoch war die Handlung ganz anders als erwartet und wurde davon begleitet, dass fast alle Charaktere durchweg unsympathisch waren.
Die Einleitung war mir persönlich zu lang und zog sich etwas, aber selbst wenn ich das ignoriere, war die darauffolgende Handlung nicht wie im Klappentext beschrieben.
Die Leben der einzelnen Frauen lagen viel mehr im Fokus, als die Freundschaft zueinander oder auch als die Tat, die sie sieben Jahre zuvor begangen haben.
Oft wurden die Frauen nicht nachvollziehbar geschrieben, teilweise sogar grausam.
Speziell Ellas Verhalten war erschreckend und den Sinn dahinter kann ich noch immer nicht verstehen.
Und da liegt vielleicht das grundsätzliche Problem: Ich habe das Buch nicht verstanden.

Ich kann Vermutungen aufstellen und vielleicht trifft manches davon zu, aber klar erkennbar ist es nicht und das ist der für mich größte Kritikpunkt.
Denn auch wenn ich das Buch nicht schlecht fand, wie soll ich mir da wirklich sicher sein, wenn ich es wahrscheinlich nicht richtig verstehen und interpretieren konnte?
Female Rage habe ich meistens vergeblich gesucht und die Spannungselemente ebenfalls.
Das Ende habe ich nur zum Teil gemocht, manches habe ich auch hier wieder nicht verstanden.

Fazit: Mir wird es schwerfallen, dieses Buch jemals in Worte zu fassen, auch wenn es ohne Frage interessant war. Ich schätze, es ist eines dieser Bücher, bei dem Meinungen stark auseinander gehen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Schwarzer Humor
Veröffentlicht am 19.08.2025

Corona 2.0

All Better Now
0

Corona hat damals die ganze Welt beschäftigt und nachdem es nun nicht mehr als große Gefahr eingestuft wird, atmen die Menschen langsam auf. Aber die Erleichterung hält nicht lange an, denn es gibt ein ...

Corona hat damals die ganze Welt beschäftigt und nachdem es nun nicht mehr als große Gefahr eingestuft wird, atmen die Menschen langsam auf. Aber die Erleichterung hält nicht lange an, denn es gibt ein weiteres Virus, das Crown Royale. Betroffene werden erst sehr krank und überleben die Ansteckung auch nicht immer, aber wenn sie es tun, sind sie danach so glücklich, wie noch nie zuvor in ihrem Leben. Nichts kann sie aus der Fassung bringen, alles ist schön und negative Emotionen gibt es für sie nicht mehr.

Mariel findet diese Versprechungen gar nicht mal so übel und würde sich gerne anstecken, auch Rón geht es ähnlich, denn glücklich war schon lange nicht mehr, vielleicht sogar noch nie. Doch die Ausbreitung soll gestoppt werden, da die Genesenen einfach zu unberechenbar sind, für die bisherige Gesellschaft.

Corona ist an niemandem vorbei gegangen, egal ob man es hatte oder nicht. Daher hat mich das Buch neugierig gemacht und ich war gespannt, wie die Handlung aufgebaut ist und wie mit dem Virus dort umgegangen wird. Leider muss ich sagen, dass mich die Geschichte lange nicht packen konnte und ich keinen Zugang gefunden habe, auch wenn ich die Idee nach wie vor gut fand. Die Charaktere waren mir zu fremd und ich konnte auch die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander oft nicht nachvollziehen. Dadurch fühlte ich mich emotional nicht involviert.

Dennoch waren die Geschehnisse häufig sehr erschreckend und ich hätte nicht erwartet, dass es zwei so starke Fronten geben wird. Oder vielleicht habe ich das schon erwartet, aber in einem anderen Ausmaß. Das Buch befasst sich viel mit Gesellschaftskritik und damit wie unterschiedlich die Menschen ihre Überzeugungen verfechten, wenn es ihnen so wichtig ist wie hier.

Nachdem ich lange nicht von der Handlung überzeugt war, konnten mich die letzten 200 Seiten doch viel mehr fesseln, als ich es für möglich gehalten hätte. Zuvor hat mir etwas Tempo in der Geschichte gefehlt und auch die Spannung, aber zum Ende hin war beides dann endlich da und das Buch hat mich zum ersten Mal richtig packen können und zwar so weit, dass ich nicht abgeneigt wäre auch den zweiten Teil zu lesen, sobald er erscheint. Mit ein paar Wendungen habe ich nicht gerechnet und die Auswirkungen werden sich bis in den nächsten Teil ziehen, worauf ich wirklich gespannt bin.

Fazit: Nach langen Schwierigkeiten konnte mich das Buch schließlich doch noch auf den letzten 200 Seiten mitreißen und auch wenn ich ansonsten Kritikpunkte habe, waren Worldbuilding und die Idee der Geschichte wirklich gut.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Kannst du ihr trauen?

Don't Let Her Stay
0

Joanne hat das perfekte Leben.
Sie lebt in einem großen Haus auf dem Land, hat einen liebevollen Ehemann und ist seit ein paar Monaten Mutter einer kleinen Tochter namens Evie.
Ihr Leben könnte nicht besser ...

Joanne hat das perfekte Leben.
Sie lebt in einem großen Haus auf dem Land, hat einen liebevollen Ehemann und ist seit ein paar Monaten Mutter einer kleinen Tochter namens Evie.
Ihr Leben könnte nicht besser sein, bis Chloe auftaucht, die zwanzigjährige Tochter ihres Mannes Richard.
Wo zuerst die Vorfreude war sie kennenzulernen, entsteht schnell Misstrauen.
Chloe ist unfreundlich zu Joanne, behandelt sie schlecht, spielt für ihren Vater aber die Rolle der perfekten Tochter.
Die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu, bis sich Joanne in ihrem eigenem Haus nicht mehr sicher fühlt.

Mir fällt die Bewertung zu diesem Buch nicht so leicht.
Die ersten zwei Drittel mochte ich tatsächlich nicht sehr gerne, das letzte Drittel konnte mich dann wiederum positiv überraschen.

Ich habe zu Beginn nicht richtig in das Buch gefunden.
Die Charaktere waren mir teilweise zu anstrengend oder sie waren durchweg unsympathisch.
Mir sind die Personen, und deren Entwicklungen, in Büchern immer sehr wichtig und daher hatte ich bei diesem Punkt echt meine Schwierigkeiten.

Die Protagonistin Joanne ist ein sehr unsicherer Mensch, was an sich natürlich nicht schlimm ist, aber ihre starke Naivität und das sie einfach nie dazugelernt hat, haben meine Nerven irgendwann stark strapaziert.
Sie macht während des Buches eine Menge durch und sie ist auf sich allein gestellt, vielleicht darf man da nicht zu kritisch mit ihr sein, aber ich hätte mir etwas mehr persönliche Entwicklung gewünscht.

Ihren Mann Richard fand ich furchtbar und das war mit Sicherheit auch so gewollt, aber wenn es nicht eine Person in einem Buch, die man mag oder zu der man einen Bezug findet, dann ist das auf Dauer schwierig.
Richard ist total fixiert auf seine Tochter Chloe und obwohl diese Joanne das Leben zur Hölle macht, steht er ohne Ausnahme auf ihrer Seite.
Das Verhalten seiner Frau gegenüber ist inakzeptabel, aber Joanne verhält sich leider fast schon unterwürfig, was ich sehr schade fand.

Der Schreibstil des Buches ist sehr gut, weswegen ich, trotz mangelnder Überzeugung, das Buch schnell lesen konnte.
Zwar fand ich die Kapitelenden manchmal schlecht gewählt, da sie gefühlt mitten in einer Szene endeten, aber ansonsten mochte ich ihn sehr.

Das letzte Drittel konnte mich dann mehr überzeugen.
Es baute sich endlich Spannung auf und es gab mehr als nur einen Plottwist und die haben mich überraschen können.
Wenn das ganze Buch so gewesen wäre, hätte es ein Highlight werden können.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich das Buch nicht schlecht fand, zum Ende hin sogar wirklich gut, aber das die Charaktere für mich ziemlich schwierig waren und es mir beim Lesen nicht leicht gemacht haben.
Das ist jedoch eine ganz persönliche Meinung und Einschätzung und wer den Fokus auf andere Dinge legt, der kann in diesem Buch einen guten Psychothriller finden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere