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Veröffentlicht am 27.04.2025

Bewegende Familiengeschichte

Die Erbin
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Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett in seinen Bann gezogen! Eine meisterhaft geschriebene Geschichte über eine fiktive Familie inmitten historischer Fakten und Personen, ...

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett in seinen Bann gezogen! Eine meisterhaft geschriebene Geschichte über eine fiktive Familie inmitten historischer Fakten und Personen, die mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Über die NS-Zeit hat ja nach dem Krieg wirklich kaum jemand gesprochen, so dass vieles im Unklaren blieb.

Cosima, die Erbin, deren Entwicklung man hautnah miterlebt, ist so unglaublich stark und authentisch gezeichnet, dass sie einem sofort ans Herz wächst. Ihre Zerrissenheit, ihre Kämpfe und ihre Triumphe fühlen sich so real an, dass man mit ihr lacht, leidet und hofft. Beim Lesen muss man sich immer wieder vergegenwärtigen, dass sie ja in den 50iger Jahren gelebt hat, wo Frauen erst durch ihre Väter und später durch ihre Ehemänner bestimmt wurden. Also eine starke Frau, die sich auch durch ihre Beteiligungen am Firmenimperium freier bewegen kann, als andere, dafür aber jeden Schritt vorher bedenken muss, um dem "guten Namen" nicht zu schaden.

Aber auch Elisas Schicksal in der Vergangenheit hat mich sehr berührt, so dass auch sie mir sehr ans Herz gewachsen ist. Claire Winter hat es auch hier meisterhaft verstanden, ihre Entwicklung im Laufe der Jahre zu beschreiben und mich als Leserin mitleiden zu lassen.

Aber nicht nur die Charaktere sind brillant ausgearbeitet, auch die Atmosphäre der damaligen Zeit wird so lebendig beschrieben, dass man meint, mitten im Geschehen zu sein. Die politischen Intrigen, die gesellschaftlichen Umbrüche und die persönlichen Schicksale sind so gekonnt miteinander verknüpft, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, dass man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht! Die Übergänge zwischen Gegenwart (1957) und Vergangenheit sind so geschickt gesetzt, dass man immer genau das von früher erfährt, was einen im Gegenwartskapitel gerade beschäftigt. Natürlich bis auf das ganz große Familiengeheimnis, welches bis kurz vor Schluss offen bleibt.

"Die Erbin" ist für mich ein absolutes Lesehighlight und ich kann es wirklich jedem nur wärmstens empfehlen, der historische Romane mit starken Frauenfiguren und einer spannungsgeladenen Handlung liebt. Dieses Buch ist ein Meisterwerk! Eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Sehr bewegende. Familiengeschichte

Vor hundert Sommern
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Dies ist mein erstes Buch von Katharina Fuchs und ich war gleich hellauf begeistert. Der Erzählstil ist wunderbar flüssig, die Figuren alle sehr liebevoll herausgearbeitet. Egal ob Anja oder Lena aus der ...

Dies ist mein erstes Buch von Katharina Fuchs und ich war gleich hellauf begeistert. Der Erzählstil ist wunderbar flüssig, die Figuren alle sehr liebevoll herausgearbeitet. Egal ob Anja oder Lena aus der Gegenwart oder Clara aus der Vergangenheit, ich konnte beim Lesen gut mitfühlen und mich in die jeweiligen Situationen hineinversetzen.

Die Idee, Vergangenheit und Gegenwart durch die Erzählungen der Großmutter Elisabeth zu verknüpfen, hat mir sehr gut gefallen. Vor allem, da es von Anfang an ein Familiengeheimnis gab, welches erst ganz zum Schluss aufgelöst wurde. Irgendwie fand ich es schon immer schlimm, wenn die Vergangenheit verschwiegen und verdrängt wurde. Eigentlich sollte gerade innerhalb der (engsten) Familie über alles geredet werden können. Dieser Zwiespalt wurde hier beim Lesen für mich nochmal ganz deutlich.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Aktualität des Buches mit der ganzen schwierigen Situation nach dem 7. Oktober 2023. Das hat Katharina Fuchs sehr gut umgesetzt.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Gefährliches Sylt...

Höllische Küste
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Dies ist mittlerweile der neunte Band mit Kommissarin Liv Lammers. Ich habe leider noch nicht alle Vorgänger gelesen, was aber nur leichte Probleme bei Livs Familiengeschichte hervorrief. Die Geschichte ...

Dies ist mittlerweile der neunte Band mit Kommissarin Liv Lammers. Ich habe leider noch nicht alle Vorgänger gelesen, was aber nur leichte Probleme bei Livs Familiengeschichte hervorrief. Die Geschichte selbst war ohne Probleme nachvollziehbar.


Die Handlung ist komplex und raffiniert gestrickt, mit überraschenden Wendungen, die mich immer wieder aufs Neue gefesselt haben. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, was die Geschichte noch packender macht. Besonders die Protagonistin, Kommissarin Liv Lammers, überzeugt durch ihre Intelligenz und ihr Durchsetzungsvermögen, aber auch durch ihre Unsicherheit im Privatleben.


Sabine Weiß versteht es, die malerische Kulisse der Nordseeküste eindrucksvoll in ihre Erzählung einzubinden. Die raue Schönheit der Landschaft bildet einen faszinierenden Kontrast zu den düsteren Ereignissen, die sich dort abspielen. Eine tolle Serie.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Gelungener Auftakt

Kalt wie die Nacht
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Bernhard Stäber gelingt es hervorragend, die düstere und kalte Atmosphäre der norwegischen Provinz Telemark einzufangen. Die Beschreibungen der Landschaft sind detailreich und erzeugen ein eindringliches ...

Bernhard Stäber gelingt es hervorragend, die düstere und kalte Atmosphäre der norwegischen Provinz Telemark einzufangen. Die Beschreibungen der Landschaft sind detailreich und erzeugen ein eindringliches Bild der Umgebung. Die Handlung ist von Anfang an spannend und hält den Leser bis zum Schluss in Atem. Unerwartete Wendungen und überraschende Enthüllungen sorgen dafür, dass die Spannung konstant hoch bleibt.

Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet. Wolf Larsen ist ein gebrochener Mann, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, aber dennoch einen starken Gerechtigkeitssinn besitzt. Sanna Bjørnstad ist eine interessante Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, die im Laufe der Handlung immer mehr ans Licht kommt. Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten ist überzeugend und trägt maßgeblich zur Spannung bei.

„Kalt wie die Nacht“ ist ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Krimireihe. Bernhard Stäber hat einen spannenden und atmosphärischen Roman geschaffen, der mich nahezu von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Eine fesselnde Saga voller Geheimnisse und Emotionen

Wintertöchter Trilogie
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Die Wintertöchter-Trilogie von Mignon Kleinbek entführt uns in die faszinierende Welt der Forstau, einem Bergdorf am Fuße der österreichischen Tauern. Im Zentrum der Geschichte stehen drei Frauen: die ...

Die Wintertöchter-Trilogie von Mignon Kleinbek entführt uns in die faszinierende Welt der Forstau, einem Bergdorf am Fuße der österreichischen Tauern. Im Zentrum der Geschichte stehen drei Frauen: die selbstbewusste Hebamme Barbara, ihre schwermütige Ziehschwester Marie und Anna, das Kind mit einer besonderen Gabe. Während es die Forstau mit ihrer Umgebung wirklich gibt, handelt es sich bei der Gabe um eine Erfindung der Autorin, was das Lesevergnügen aber trotzdem nicht schmälert. Begonnen wird gegen Ende des zweiten Weltkriegs, bis wir im dritten Teil in 2004 landen.

Die Charaktere sind wunderbar mit Tiefe und Komplexität gezeichnet. Jede Frau hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Ängste und Träume. Das hat mich tief berührt und beim Lesen nicht losgelassen. Ich habe regelrecht mit den Protagonistinnen mitgefiebert und gelitten, mich aber selbstverständlich auch mit ihnen gefreut. Die Trilogie ist voller Wendungen und Überraschungen. Geheimnisse werden gelüftet, Beziehungen werden auf die Probe gestellt, aber auch tiefes Leiden muss man hier ertragen. Ich finde es enorm, welche Wandlungen vor allem Barbara und Anna im Laufe der Zeit vollzogen haben.

Die Autorin schafft eine dichte Atmosphäre, in der sich Sagen, Geschichte und Gegenwart vermischen. Die Natur spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Menschen, was die Trilogie manchmal etwas langatmig wirken lässt. Alles in allem aber doch so fesselnd geschrieben, dass ich immer weiterlesen musste.

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