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Veröffentlicht am 15.03.2025

Krimi mit Hintergrund

Verdammte Weiber
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Die ehemalige Journalistin Cordula bricht auf dem Eis des Grüntensees ein, jede Hilfe kommt für sie zu spät. Irmi Mangold hatte sich erst kurz zuvor bei einem Skikurs mit ihr angefreundet und glaubt nicht ...

Die ehemalige Journalistin Cordula bricht auf dem Eis des Grüntensees ein, jede Hilfe kommt für sie zu spät. Irmi Mangold hatte sich erst kurz zuvor bei einem Skikurs mit ihr angefreundet und glaubt nicht an einen Unfall, denn Cordula hatte einige Feinde. Außerdem befand sie sich mitten in den Recherchen über eine vergessene Künstlerin. Die Frage ist, ob sie dabei etwas herausgefunden hat, was sie in Gefahr brachte. Oder steckt vielleicht der Verlegersohn hinter dem Mord, mit dem Cordula in Streit geraten war?

"Verdammte Weiber" ist nun schon der 16. Alpenkrimi von Nicola Förg - und ich bin auch von ihm sehr begeistert! Die Autorin hat ein sehr gutes Gespür für spannende Themen, die sie dabei auch perfekt umsetzt. Sie verbindet ihren Krimi stets mit aktuellen Themen des Natur- und Tierschutzes. So geht es hier u. a. um Katzenhilfe, ein Herzensthema von Nicola Förg. Ich finde es sehr gut, daß sie in ihren Büchern stets auf solche Themen aufmerksam macht, denn gerade auf Mißstände in Bezug auf Tiere kann gar nicht genug hingewiesen werden. Dabei schafft sie es stets, daß man während des Lesens nie das Gefühl bekommt, belehrt zu werden. Aus diesem Buch nimmt man aber noch viel mehr mit, denn es geht um die vergessene Künstlerin Ilse Schneider-Lengyel, deren Schicksal bis heute mysteriös ist. Hier merkt man die ausgiebige Recherchearbeit von Nicola Förg. Diese Geschichte fand ich ebenso spannend wie den Kriminalfall selbst! Kein Wunder, daß sie die mangelnden Recherchen im Journalismus anprangert! Ihre Charaktere läßt die Autorin auch hier sehr authentisch wirken. Irmi Mangold im Ruhestand - das geht fast gar nicht. Sie ermittelt trotzdem auf ihre ganz eigene Art und sammelt wieder sämtliche zu vergebende Sympathiepunkte ein. Ich hoffe wirklich sehr, daß Irmi auch ihre pensionierte Spürnase weiter in viele Fälle steckt - ich würde sie wirklich sehr vermissen!

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Bitte mehr davon!

Muss ja oder Quo vadis, Boomer?
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Bernhard Biller dachte eigentlich, daß er sein Leben im Griff hat. Mit seiner Ehefrau Hildegard ist er seit über 30 Jahren verheiratet und lebt in einer Reihenhaussiedlung. Jeden Samstagabend spielen sie ...

Bernhard Biller dachte eigentlich, daß er sein Leben im Griff hat. Mit seiner Ehefrau Hildegard ist er seit über 30 Jahren verheiratet und lebt in einer Reihenhaussiedlung. Jeden Samstagabend spielen sie mit ihren Nachbarn Edith und Heiner Romme. Doch jetzt ist Bernhard im Ruhestand! Da stellt eine Begegnung am Kühlregal im Supermarkt sein Leben auf den Kopf. Eine fremde Frau spricht ihn einfach an und bringt durch kritische Fragen seine alten Gewohnheiten ins Wanken. Sie lädt ihn zu sich ein. Durch Hanne sieht Bernhard die Welt mit anderen Augen. Doch dies ist erst der Anfang. Plötzlich ist er bereit, neue Bekanntschaften zu schließen. Er trifft im Stadtpark auf eine Gruppe Jugendliche, bei denen er sich pudelwohl fühlt. Kurz gesagt: In Bernhard geht eine Veränderung vor, die seiner Hildegard nicht verborgen bleibt!

Wer Ute Haese durch ihre launigen Küstenkrimis kennen und schätzen gelernt hat, wird sich verwundert die Augen reiben. Ihr neuer Roman "Muss ja oder Quo vadis, Boomer?" Ist ganz anders. Sie beschreibt darin den Alltag eines ganz normalen Ehepaares, das schon über 30 Jahre verheiratet ist. Für diesen Roman muß sie ihre Mitmenschen interessiert beobachtet und ihnen ganz genau zugehört haben. Daraus hat sie eine Geschichte entwickelt, die ihresgleichen sucht. Ich lache eigentlich sehr selten beim Lesen, aber hier konnte ich ein paar Mal nicht an mich halten. Die Situationskomik ist einfach herrlich. In manchen Dingen hält Ute Haese ihren Lesern gnadenlos den Spiegel vor. Die Figuren in der Geschichte sind so wunderbar normal, daß man sie sofort mit Personen aus seinem Umfeld in Verbindung bringen kann.

Dieses Buch macht riesigen Spaß. Von der "neuen" Ute Haese kann ich gar nicht genug bekommen!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Grandios

Old Bones - Das neunte Opfer
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Im Winter des Jahres 2008 kehrten neun Studenten von einer Wanderung in den Bergen nicht zurück. Der Rettungsdienst fand ihren letzten Lagerplatz in mysteriösem Zustand vor. Offensichtlich flohen sie vor ...

Im Winter des Jahres 2008 kehrten neun Studenten von einer Wanderung in den Bergen nicht zurück. Der Rettungsdienst fand ihren letzten Lagerplatz in mysteriösem Zustand vor. Offensichtlich flohen sie vor etwas furchterregendem barfuß, ohne wärmende Kleidung mitten in einen Schneesturm. Gefunden wurden nur sechs Leichen, brutal zerquetscht, mit fehlenden Körperteilen. Gelöst wurde der Fall nie und wurde abgelegt. Bis im Jahr 2023 zwei weitere Leichen der Gruppe in einer Höhle gefunden wurden. FBI-Agentin Corrie Swanson will nun gemeinsam mit der Archäologin Nora Kelly das Geheimnis um das Schicksal der Studenten lösen und das fehlende Opfer finden. Doch damit machen sie sich mächtige Feinde!

"Old Bones - Das neunte Opfer" von dem Autorenduo Preston & Child hat mich wieder sehr begeistert, auch wenn mir hier das Mysteriöse um alte Legenden etwas fehlte. Diesmal haben sie einen Vorfall aus dem Jahr 1959 aus der Sowjetunion, dem Djatlow-Pass-Rätsel, nach Amerika verlegt und angepasst. Dies stört jedoch in keinster Weise. Einziger Punkt, der mich gestört und den Lesefluss unterbrochen hat, sind die Kapitel über die Familien der Opfer und ihre Versammlungen und Aktionen. Diese hatten mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun und hätten weggelassen werden können, da sie eigentlich nur langweilig waren. Hingegen waren die Machenschaften und Intrigen von Sheriff Hawley, unter denen Nora und ihr Bruder Skip zu leiden hatten, sehr spannend. Auch die eigentliche Handlung rund um die Auflösung des Falles habe ich gebannt gelesen. Ich konnte mir nie einen Reim darauf machen, was wirklich passiert ist, die Auflösung war erschreckend und hat gezeigt, wie man getäuscht werden kann. Die Charaktere Nora und Corrie haben auch hier wieder alle verfügbaren Sympathiepunkte von mir bekommen. Ich mag die beiden sehr und finde ihre manchmal sehr unkonventionellen Ermittlungsmethoden immer wieder toll. Gerade Corrie beweist hier Mut und setzt sich über Anweisungen hinweg.

Ich empfehle dieses Buch gern weiter!

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Eine trügerische Sommerstimmung

Lady Hardcastle und die tödliche Ernte
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Der Sommer 1911 ist in England ungewöhnlich heiß und trocken. Deshalb beginnt die Apfelernte in dem kleinen Ort Littleton Cotterell schon sehr früh. Die Bewohner, allen voran Lady Hardcastle und ihre Zofe ...

Der Sommer 1911 ist in England ungewöhnlich heiß und trocken. Deshalb beginnt die Apfelernte in dem kleinen Ort Littleton Cotterell schon sehr früh. Die Bewohner, allen voran Lady Hardcastle und ihre Zofe Florence Armstrong, planen schon die Feier zum Erntedankfest. Da wird ein Mann erstochen in einer Apfelplantage aufgefunden. Er war Mitglied einer geheimnisvollen Gemeinschaft, die für ihre altertümlichen Rituale bekannt ist. Das ruft Lady Hardcastle auf den Plan und sie unterstützt die Polizei bei den Ermittlungen. Als ein weiterer Mord geschieht, ist für sie und ihre Zofe klar, daß die Taten mit dem mysteriösen Orden in Verbindung stehen. Doch erst müssen sie hinter die geheimnisvollen Machenschaften dieses Ordens kommen, bevor sie die Morde aufklären können. Das wird schwieriger als gedacht, denn alle Mitglieder schweigen wie ein Grab....

Die Krimis aus dem guten alten England von T. E. Kinsey sind immer wieder ein Vergnügen. Seine Figuren Lady Emily Hardcastle und Florence Armstrong sind so außergewöhnlich amüsant, daß man sie nicht so schnell vergessen kann. So auch diesmal in dem Buch "Lady Hardcastle und die tödliche Ernte". Die Sommerstimmung auf dem Land wird perfekt eingefangen. Die Menschen sind, bis auf wenige Ausnahmen, vergnügt und freundlich. Man ist in Gedanken mitten unter ihnen. Das Ermittlerduo Lady Hardcastle und Flo ist ein ganz besonderes Team. Ihr Umgang miteinander ist nicht unbedingt normal für eine Lady und ihre Zofe. Das macht ihre Unterhaltung oft kurios. Ein Krimi aus dem alten England lebt nicht nur von der Spannung, die Atmosphäre macht einen großen Teil aus. So ist es auch in diesem Buch. Man fühlt sich einfach wohl bei Lady Hardcastle und ihren Freunden.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Rasant und packend

The Twenty
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Auf einer Mülldeponie werden 5 ausgeblutete Leichen in verschiedenen Verwesungsstadien gefunden. Neben ihnen wurde in römischen Ziffern herunter gezählt. DCI Adam Bishop ist sich sicher, daß der Mörder ...

Auf einer Mülldeponie werden 5 ausgeblutete Leichen in verschiedenen Verwesungsstadien gefunden. Neben ihnen wurde in römischen Ziffern herunter gezählt. DCI Adam Bishop ist sich sicher, daß der Mörder erst Schluß macht, wenn die 20 Toten erreicht sind. Dr. Romily Cole findet einen Zusammenhang zu einer 30 Jahre zurückliegenden Mordserie. Die Zeit drängt, denn die nächsten Opfer folgen schnell!

"The twenty" von Sam Holland ist kein Buch, was mich von Beginn an gepackt hat. Die Charaktere erschienen mir sperrig und die Handlung kam irgendwie nicht richtig in die Gänge. Doch das hat sich ganz schnell geändert. Plötzlich bekam ich Zugang zu Adam Bishop, je mehr ich über ihn erfuhr, desto mehr konnte ich ihn in manchen Situationen verstehen. Nicht in allen, manche seiner Handlungen waren mir bis zum Schluß nicht nachvollziehbar. Auch gab es ein paar Situationen, die für mich unglaubwürdig erschienen. So kann ich mir schlecht vorstellen, daß sich alle an den Ermittlungen beteiligte abends im Pub betrinken. Der Spannungsbogen verläuft erst sacht, um dann dramatisch nach oben zu schnellen. Dies wird durch Rückblenden in die Vergangenheit erreicht und auch durch die Tatsache, daß der Mörder auch vor den Ermittlern und ihren Familien nicht halt macht. Dadurch kommen dem Leser die Ermittler und Opfer näher als gewohnt und man leidet sehr intensiv mit. Die Autorin schreibt sehr locker, so daß man der Handlung gut folgen kann. Ebenso schafft sie es, den Leser mit vielen Spuren und Verdächtigen zu fesseln. Tja - und wenn man denkt, daß der Fall jetzt auf rasante Art gelöst ist, ist noch lange nicht Schluß. Denn auch dann wird es nochmal richtig spannend und man kann nur hoffen, daß die Fortsetzung nicht lange auf sich warten läßt!

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