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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2025

Ein opulentes magisches Abenteuer

Der Sternenstaubdieb
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Loulie al-Nazari handelt mit magischen Relikten, die sie mit Hilfe des Dschinns Qadir aufspürt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Als sie auf Geheiß des Sultans mit Prinz Omar auf die Suche nach einer ...

Loulie al-Nazari handelt mit magischen Relikten, die sie mit Hilfe des Dschinns Qadir aufspürt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Als sie auf Geheiß des Sultans mit Prinz Omar auf die Suche nach einer legendären Wunderlampe gehen soll, gerät nicht nur Loulie in Gefahr, denn seit die Frau des Sultans von einem Dschinn getötet wurde, werden Dschinne im ganzen Land erbittert gejagt.
Der Sternenstaubdieb ist der Auftakt einer Fantasy-Trilogie, die von den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht inspiriert ist. Man muss sich erst an die Charaktere gewöhnen und sich in der Welt zurechtfinden, aber dann entfaltet die Geschichte einen Zauber, dem man sich nur schwer entziehen kann. Chelsea Abdullah schickt ihre sehr unterschiedlichen Protagonisten auf eine beschwerliche Reise voller Gefahren und Hindernisse, auf der sie mehr als einmal um ihr Leben fürchten, schwere Entscheidungen treffen und Verluste hinnehmen müssen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und die detailliert geschilderten Schicksale der Figuren berühren, lassen mitfühlen und mitbangen. Loulie und Qadir sind ein eingespieltes Team, ihre Verbundenheit ist spürbar und lässt hoffen, dass am Ende alles gut ausgeht, auch die Entwicklung von Prinz Mazen ist spannend zu beobachten, ebenso wie die taktischen Entscheidungen von Aisha.
Eine opulente Geschichte voller Magie, Geheimnisse und Intrigen, lebendig erzählt, wendungsreich und nach langsamem Beginn fesselnd bis zum Schluss.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Ein gut konstruierter und packender Spannungsroman

Das Haus in dem Gudelia stirbt
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Als eine Sturmflut über das kleine Dorf Unterlingen hereinbricht, müssen die Bewohner vor den Wassermassen fliehen und ihre Häuser verlassen. Nur Gudelia versteckt sich vor den Rettungskräften und weigert ...

Als eine Sturmflut über das kleine Dorf Unterlingen hereinbricht, müssen die Bewohner vor den Wassermassen fliehen und ihre Häuser verlassen. Nur Gudelia versteckt sich vor den Rettungskräften und weigert sich, ihr Zuhause zu verlassen, selbst als ihr Haus in den Fluten einzustürzen droht. Denn ihr Zuhause birgt ein dunkles Geheimnis, das sie um jeden Preis schützen muss.
Das Haus in dem Gudelia stirbt ist ein düsterer Krimi und ein packendes Familiendrama. Auf drei Zeitebenen entfaltet sich die Geschichte von Gudelia, die trotz Sturmflut in ihrem Haus ausharrt, von jeglicher Versorgung abgeschnitten ist und erbittert gegen Wassermassen, Verfall und Plünderung kämpft. Während das Wasser steigt und das Leben immer schwieriger wird, kommen verdrängte Erinnerungen und Geheimnisse ans Licht und offenbaren die ganze Tragik eines bewegten Lebens.
Thomas Knüwer erzählt von Familie, Verlust, Schuld und Vergeltung. Seine klare, wertfreie Sprache verleiht der Geschichte eine gewisse Melancholie, während das Geschehen ebenso mitreißt und in den Grundfesten erschüttert wie die allgegenwärtige Sturmflut.
Ein gut konstruierter Spannungsroman, atmosphärisch und packend bis zum Schluss.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Packender Zeeland-Krimi

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi
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Liv de Vries ist Hoofdinspecteur bei der Landespolizei und soll nach einem missglückten Einsatz in einem Vermisstenfall in Veere ermitteln, bis sich die Wogen geglättet haben. Gemeinsam mit ihrer neuen ...

Liv de Vries ist Hoofdinspecteur bei der Landespolizei und soll nach einem missglückten Einsatz in einem Vermisstenfall in Veere ermitteln, bis sich die Wogen geglättet haben. Gemeinsam mit ihrer neuen Kollegin Noemi Bogaar geht Liv ersten Hinweisen nach und stößt auf eine Verbindung zu Esmée, einem Mädchen surinamischer Herkunft, das vor vielen Jahren ebenfalls in Veere spurlos verschwunden ist. Was hat Rob van Loon damit zu tun? Und warum interessiert sich plötzlich die rechte Szene für ihn?

Die Toten von Veere ist ein spannender Zeeland-Krimi mit mehreren Handlungssträngen. Während Liv in ihrem Heimatort Veere ermittelt, bezweifelt die Rechtsmedizinerin Ann-Remi Blom, dass Willem de Ran eines natürlichen Todes gestorben ist und ermittelt auf eigene Faust. 1944 verschwindet die 16-jährige Mareike Cornelisse nach einem Bombenangriff spurlos. Ihr Bruder Henk macht sich auf die Suche und gerät in eine Widerstandsbewegung.
Maarten Vermeer lässt seine LeserInnen lange Zeit im Unklaren, ob und wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen. Stattdessen fördern die Ermittlungen immer neue Erkenntnisse zutage und offenbaren das ganze Ausmaß der politischen Verstrickungen und Brisanz, während die Rückblenden immer tiefer in die deutsch-niederländische Vergangenheit führen.

Ein gut durchdachter Krimi mit glaubwürdigen Charakteren und Ermittlungen, der trotz des beschaulichen Schauplatzes eine eher beklemmende Atmosphäre aufweist und mit einer vielschichtigen und wendungsreichen Geschichte von Anfang bis Ende fesselt. Die dramatische Auflösung lässt zudem auf eine Fortsetzung hoffen. Uneingeschränkte Empfehlung für diesen spannenden Krimi mit einem packenden und brisanten Thema und sympathischen Ermittlerinnen.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Ein fantastisches Abenteuer

Der Atlas der Abenteuer (1). Weltenwandern für Anfänger
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Die Zwillinge K2 und Izzabird verstehen sich nicht sonderlich gut mit ihren Stiefgeschwistern Theo und Mabel, zudem müssen sie die magischen Geheimnisse ihrer Familie vor ihnen verbergen. Doch als ihre ...

Die Zwillinge K2 und Izzabird verstehen sich nicht sonderlich gut mit ihren Stiefgeschwistern Theo und Mabel, zudem müssen sie die magischen Geheimnisse ihrer Familie vor ihnen verbergen. Doch als ihre kleine Schwester Annipeck entführt wird, raufen sich die Geschwister zusammen und machen sich gemeinsam auf in eine andere Welt...

Cressida Cowell ist eine großartige Geschichtenerzählerin, aber man wird das Gefühl nicht los, dass ihre Fantasie sich nur schwer bändigen lässt und mitunter Purzelbäume schlägt. So ist auch diese Geschichte herrlich chaotisch, springt von A nach B und schreitet rasant voran. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und zu erleben, da werden Haushaltsgeräte zu Türen und Gebrauchsgegenstände lebendig, fremde Planeten müssen erforscht werden, Roboter sorgen für Chaos und an jeder Ecke lauert eine neue Gefahr. Bei all den fantastischen Ideen wirken die Figuren mitunter etwas blass, doch die wunderbaren Illustrationen gleichen dies wieder aus.

Ein spannendes, magisches und fantasievolles Abenteuer für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren, das in eine fantastische Welt entführt und mit rasanten Wendungen und witzigen Ideen einen großen Lesespaß bereitet.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Eine berührende Geschichte

Ein menschlicher Fehler
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Die Psychotherapeutin Hae-Su verliert aufgrund einer unbedachten Bemerkung bei einem Fernsehauftritt, ihre Arbeit und Familie. Gegen die öffentlichen Anfeindungen kann sie sich nicht wehren, sie zieht ...

Die Psychotherapeutin Hae-Su verliert aufgrund einer unbedachten Bemerkung bei einem Fernsehauftritt, ihre Arbeit und Familie. Gegen die öffentlichen Anfeindungen kann sie sich nicht wehren, sie zieht sich immer mehr zurück und vermeidet den Kontakt zur Außenwelt. Doch eines Tages begegnet sie einem Mädchen, das sich liebevoll um eine Straßenkatze kümmert...
Kim Hye-Jin erzählt eine leise und eindringliche Geschichte über Verlust, Einsamkeit, Verantwortung und Freundschaft. Einfühlsam schildert sie die Gedanken und Sehnsüchte ihrer Hauptfigur und offenbart in Briefen und flüchtigen Begegnungen deren Verletzlichkeit. Nach und nach zeigt sich das tragische Ausmaß des Fernsehauftritts und wie sehr Hae-Su unter der öffentlichen Meinung leidet und sich für den Verlust ihres geordneten Lebens schämt. Sie sucht nach Beweggründen, verliert sich in Erklärungen und Selbstmitleid, doch durch die Begegnung mit der Außenseiterin Se-I und der Straßenkatze Rübe dreht sich ihr Leben fortan nicht mehr ausschließlich um sie selbst. Sie kümmert sich um Rübe, nimmt Anteil an Se-Is Leben, versucht ihr zu helfen und wird wieder Teil einer Gemeinschaft, was ihr die Kraft gibt zu heilen.
Eine warmherzige, kluge und berührende Geschichte, die zeigt, wie heilsam Akzeptanz, ein vertrauensvolles Miteinander und eine freundliche Geste sind.

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