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Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Eismacher

Die Eismacher
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Die Eismacher, von Ernest van der Kwast

Cover:
Schön bunt, aber das gewisse Etwas fehlt.

Inhalt:
Im Norden Italiens, inmitten der Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher. Guiseppe Talamini behauptet gar, ...

Die Eismacher, von Ernest van der Kwast

Cover:
Schön bunt, aber das gewisse Etwas fehlt.

Inhalt:
Im Norden Italiens, inmitten der Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher. Guiseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme wurde hier erfunden. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein Eiscafé betreiben.
Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen um sein Leben der Literatur zu widmen. Dadurch kommt es auch zum Bruch der beiden Brüder, bis Luca mit einer ungewöhnlichen Bitte wieder auf Giovanni zukommt.

Meine Meinung:
Ich hab mir sehr schwer getan, in die Geschichte reinzukommen.
Mit der Erzählweise tu ich mich etwas schwer. Das Ganze ist mir zu sehr „Bericht“. Ich kann nicht eintauchen, die Personen und Handlugen bleiben mir fern und fremd.
Und immer wieder wird ausgeschert und Randpersonen oder irgendwelche Handlungen werden zu Geschichten ausgeweitet die mich vom Thema ablenken (und auch langweilen, z.B. Foto von Schneeflocken, Marco Polo, Hotelbeschreibungen aus aller Welt, etc.).
Außerdem gibt es viele Zeit-, Gedanken- und Handlungssprünge.

Ein großes Thema sind Dichter und Gedichte, und mit denen kann ich überhaupt nichts anfangen. Z.B. ein Gedicht über einen Waldarbeiter der sich eine Hand absägt und sein Kollege entsorgt diese dann. (Lyrik ???)

Der Funke springt für mich nicht über, die Emotionen kommen bei mir nicht an. Es liest sich für mich wie eine nüchterne Familienbiographie mit vielen pikanten Details (viele wunderschöne Frauen und Sex).

Das Buch konnte mich nicht fesseln.

Autor:
Ernest van der Kwast wurde 1981 in Bombay geboren und ist halb indischer, halb niederländischer Herkunft. Er lebt in Rotterdam und Südtirol.

Mein Fazit:
Die Schreibweise war mir zu distanziert, ich konnte keine Verbindung zu den Personen und zur Handlung im Buch aufbauen.
Es war für mich wie ein Bericht der mich nicht gefesselt oder berührt hat.
Deshalb von mir knapp 3 Sterne.

Veröffentlicht am 01.12.2025

Die wilden Jahre – eher dürftig

Die wilden Jahre
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Die wilden Jahre, von Susanne Goga

Cover + Titel:
Das Cover gefällt mir und passt.
Der Titel passt meiner Meinung nach irgendwie nicht.

Inhalt und meine Meinung:
Im Klappentext wird ja schon ziemlich ...

Die wilden Jahre, von Susanne Goga

Cover + Titel:
Das Cover gefällt mir und passt.
Der Titel passt meiner Meinung nach irgendwie nicht.

Inhalt und meine Meinung:
Im Klappentext wird ja schon ziemlich viel beschrieben, doch die Spannung die ich mir erhofft habe ist nicht eingetreten.
Zum einen hat mich die Schreibweise sehr schlecht in die Geschichte reinkommen lassen. Das Ganze war für mich sehr verwirrend. Es gibt laufend Zeitsprünge, und zwar nicht nur in zwei Zeitebenen die vielleicht weit auseinander liegen, sondern es sind kunterbunte Zeitsprünge. Mal nur wenige Monate oder Wochen oder nur ein oder zwei Jahre. So dass ich mir kaum merken konnte: ist das jetzt schon geschehen oder weiß sie das schon?

Dann dreht sich alles immer wieder im Kreis oder wird wiederholt.

Thoras Recherchen sind auch recht naiv und irgendwie unglaubwürdig.

Hannes Geheimnis ist für mich auch fast von Anfang an klar zu sehen.

Die Lösung des Falls ist dann für mich auch unbefriedigend. Wie soll denn der Täter von der 1. Tat erfahren haben?

Und es hat mich beim Lesen kolossal irritiert das immer von München Gladbach (anstatt Mönchengladbach) die Rede war, hier hätte eine Notiz in den Anhang gehört, dass dies bis 1960 so war (habe ich dann durch google herausgefunden).

Autorin:
Susanne Goga wurde 1967 in Mönchengladbach geboren und lebt dort bis heute.

Mein Fazit:
Für mich eher eine dürftige Handlung und keine Spannung.
Deshalb vergebe ich knappe 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Killer Potential –zu langatmig

Killer Potential
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Killer Potential, on Hannah Deitch

Cover:
Das Cover hat mich neugierig gemacht.

Inhalt und meine Meinung:
Thriller?
Meiner Meinung nach NEIN.
Eher ein verrückter Road Trip, eine Flucht von zwei jungen ...

Killer Potential, on Hannah Deitch

Cover:
Das Cover hat mich neugierig gemacht.

Inhalt und meine Meinung:
Thriller?
Meiner Meinung nach NEIN.
Eher ein verrückter Road Trip, eine Flucht von zwei jungen Frauen, die das Schicksal zufällig zusammenführt. Während der Flucht kommen die Gedanken immer wieder für längere Zeit zurück in die Vergangenheit von beiden, was ich als zäh und langatmig (fasst langweilig) empfinde.
Zwischendurch gibt es einige brenzlige Situationen und dabei einiges an Gewalt.
Die Tat selber gerät ziemlich in den Hintergrund.
Dann (ziemlich vorhersehbar) verlieben sich die beiden, eine ziemlich unglaubwürdige Liebesgeschichte wird hinzugefügt.

Das Ende finde ich dann auch recht unspektakulär.
Beide schreiben noch so eine Art Erklärungsversuch.

Das ganze kommt mir recht konstruiert vor und ich finde es gibt einige Logikfehler in der Geschichte.
Hier wurde ganz klar Potential verschenkt.

Autorin:
Hannah Deitch ist Journalistin und Lektorin und lebt in Los Angeles. »Killer Potential« ist ihr Romandebüt

Mein Fazit:
Als Thriller konnte mich das Buch auf keinen Fall überzeugen.
Von mir 2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Skin City – ich habe eindeutig mehr erwartet

Skin City
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Skin City, von Johannes Groschupf

Cover:
Das Cover gefällt mir, aber ich finde er passt nicht zum Buch.

Inhalt und meine Meinung:
Das Buch spielt in Berlin, ein Großstadtgefüge, ein Großstadtverhalten ...

Skin City, von Johannes Groschupf

Cover:
Das Cover gefällt mir, aber ich finde er passt nicht zum Buch.

Inhalt und meine Meinung:
Das Buch spielt in Berlin, ein Großstadtgefüge, ein Großstadtverhalten das ich mir auf der einen Seite gut vorstellen kann und dann doch wieder nicht.
Es beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungen die relativ lange nebeneinander her laufen und keinerlei Berührungspunkte aufweisen. Dann zum Schluss kommt die Verbindung relativ schnell und unverhofft. Aber genau dieser letzte Teil ist dann in meinen Augen auch recht abstrus, konstruiert und höchst unglaubwürdig.
Genauso wie die „Liebesszenen“, die ich total unpassend und fehl am Platz finde.

Als Thriller würde ich das Buch auch auf keinen fall bezeichnen, Gänsehaut gab es für mich in keinem Moment.

Autor:
Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, wuchs in Lüneburg auf. Studium der Germanistik, Amerikanistik und Publizistik in Berlin (West).. Johannes Groschupf hat zwei mittlerweile erwachsene Kinder und lebt in Berlin.

Mein Fazit:
Ist der Einstig noch Spannend und vielversprechend, beginnt der Mittelteil schon recht abzuflachen. Der letzte Teil hat mir dann gar nicht gefallen. Deshalb vergebe ich 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Die Summe unserer Teile –zu sprunghaft, zu viel offen

Die Summe unserer Teile
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Die Summe unserer Teile, von Paola Lopez

Cover:
Das Cover ist austauschbar, nichts besonders.

Inhalt und meine Meinung:
Im Buch geht es um drei Frauen einer Familie.
Es beginnt mit der Enkelin Lucy, ...

Die Summe unserer Teile, von Paola Lopez

Cover:
Das Cover ist austauschbar, nichts besonders.

Inhalt und meine Meinung:
Im Buch geht es um drei Frauen einer Familie.
Es beginnt mit der Enkelin Lucy, die eines Tages nach Hause kommt und in ihrem WG Zimmer steht ein Flügel, ein Steinway. Das Klavier das ihre Mutter ihr aufgezwungen hat. Aber warum ist der Lieferschein mit dem Namen ihrer Großmutter (die sie nie kennen gelernt hat) unterschrieben.
Dieses Klavier spielt eine wichtige Rolle im Buch, aber gerade dazu (zu dieser Unterschrift) oder warum die Mutter ihr es plötzlich geschickt hat , da sie ja seit drei Jahren keinen Kontakt mehr haben und Lucy ihr auch nicht gesagt hat, das sie nach Berlin gezogen ist, erfahren wir nicht mehr.

Auch sonst gibt es für mich einige unglaubwürdige Stellen und Lücken im Buch.

Der Schreibstil ist auch so gar nicht meins, so gewollt „literarisch“. Alles wird so ausufernd, mit zu vielen weit hergeholten Bildern, die mir nichts sagen, beschrieben..
Z.B. Das verdammte Klavier atmet den gesamten Sauerstoff in ihrem Zimmer.
Oder: Lucy wäre am liebsten ein Sieb, das einzelne Worte aus dem Sprachfluss filtert.
Oder: Als hätte es die letzten Jahre unter der Erde verbracht, reibt Beirut sich lichtempfindlich die Augen.

In einzelnen Episoden werden die Frauen vorgestellt, aber für mich nicht so, dass ich mir ein Bild von ihnen und ihrem Leben machen könnte.
Vor allem bei Lucy wird mir nicht klar warum sie sich so von ihrer Mutter unter Druck gesetzt fühlt.

Ich empfinde die Story unverständlich und unglaubwürdig. Alle drei Frauen blieben mir fremd, hölzern, auf Distanz und kalt.

Das Ende empfinde ich unbefriedigend und im Grunde genommen offen und nichtssagend.

Mein Fazit:
Das Buch war so gar nicht mein Fall.
Der Schreibstil ist mir zu gewollt „literarisch“. Die Handlung zu sprunghaft und nicht nachvollziehbar, zu vieles bleibt offen.
Ich vergebe knappe 3 Sterne.

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